Das Pflasterrondell am Ende der Platanenallee Richtung Stadtmitte im Schlossgarten ist teilweise erneuert und geglättet worden.
Hier müssen wir Radfahrenden eine neunzig-Grad-Kurve fahren, um auf die Platanenenallee oder von ihr runter zur Brücke zu kommen. Das Pflaster war längst hoppelig geworden und zwischen den Pflastersteinen hatten sich Spalten gebildet, die für wenigstens einen mir bekannten Sturz eines Radfahrers mit schmalen Rennradreifen verantwortlich waren. Jetzt ist das Pflaster neu verlegt und die Kurve lässt sich leichter radeln. Bei Nässe sollte man allerdings langsam fahren, Klinkersteine werden glatt.
Ideal ist diese Fahrt über das Rondell aber nach wie vor nicht.
Eigentlich nämlich würden Radfahrende, allemal mit Normalrädern, den Schwung, mit dem sie aus der Platanenenallee kommen, gerne auf den Anstieg zur Brücke mitnehmen, und die, die herunter kommen, würden gerne im Schwung bleiben. Und ich vermute, die Radfahrenden, die noch träumen können, stellen sich hier einen Verbindungsweg neben dem Rondell mit flacher Kurve zwischen Brückenanfahrt und Platanenallee (Felix-Mendelsson-Bartholdy-Allee) vor, die keinerlei Risiken birgt, an einer Geländerecke hängen zu bleiben oder auf nassen Klinkern auszurutschen. Radfahrgerecht ist diese Ecke nicht. Dennoch, immerhin: ein bisschen entschärft wurde sie, und das ist gut. Für das Land, das für den Schlossgarten zuständig ist, ist die Route über die Plataneneallee eigentlich die, die sie Radfahrenden nahelegen will. 2017 hat man sogar mit Piktogrammen auf dem Asphalt versucht, die Radelnden vom Radweg am Grillplatz entlang wegzulenken auf die Platanenallee. Sogar die Polizei hat da mal gestanden und suggeriert, man dürfe mit dem Rad nicht mehr den Grillplatzweg fahren. Weil aber alle Wege hier gemeinsame Geh- und Radwege sind, mussten sie wieder entfernt werden. Auch deshalb, weil die Platanenenallee nachts stockfinster ist und man Menschen zu Fuß noch schlechter sieht als auf dem anderen Weg. Die Platanenenallee gewinnt jetzt aber für den Radverkehr an Bedeutung, seit der Zugang zu den Neckarbrücken befahrbar ist und man sich die König-Karls-Brücke und das Gekurve am Flora&Fauna sparen kann. Leider hat sie immer wieder Schmuckpflaster-Streifen, die so uneben sind, dass sich am schlimmsten schon ein Bypass-Pfad entwickelt hat, der weniger hoppelig ist als das Pflaster selbst (Foto). Es hätte schon was, man würde auch diese Pflasterstreifen mal neu verlegen und glätten.

Ich frage mich immer, ob diese "Schmuckstücke" von Pflasterverlegearbeiten rein optischen Zwecken dienen oder noch eine zusätzliche Agenda haben. Regenwasser von den Wegen abzuleiten, würde ich sogar noch ein bisschen verstehen.
AntwortenLöschenSollte es aber nur dazu dienen, die fahrbare Geschwindigheit zu vermindern, dann müssen wir uns darüber unterhalten, ob es sinnvoll ist, gerade diese Strecke künstlich zu bremsen. Oder ob Fahrradinfra nicht auch das Recht haben sollte, Punkt A zügig mit Punkt B zu verbinden. Schliesslich ist und bleibt der Stuttgarter Schlosspark eine Hauptradverbindung, quasi unsere B14.
Ein Kompromiss könnte sein, die Platanenallee erkennbar zu beschleunigen und die kurvige Strecke am Grillplatz vorbei für Radfahrende langsamer zu gestalten. Heute ist es andersherum: die Platanenallee ist schwieriger zu erreichen und holpriger zu befahren als die Grillplatzstrecke.
Entscheidet euch doch einfach mal, verehrtes Land und baut es entsprechend um! Viel Aufwand ist das nicht, und es würde Konflikte im Schlosspark für Radfahrende *und* Zufußgehende entzerren.
Ich gehe davon aus, dass das Schmuckpflaster unter Denkmalschutz steht.
AntwortenLöschenIch wollte mir das als Ortsunkundige gerade mal online anschauen, konnte aber die genannte Stra-e nicht finden. Dann ist mir aufgefallen, dass sich da wohl ein Tippfehler eingeschlichen hat; die Straße heißt doch wahrscheinlich "Platanenallee" - und ist 'nur' ein Weg durch den Park? Im Text steht mehrfach "PlatanenENallee", und einmal "PlatanenEallee".
AntwortenLöschenDie richtige Bezeichnung ist die Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Allee, 70190 Stuttgart
AntwortenLöschenGenau, mir ist das immer zu lang. Aber richtig heißt sie so.
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