Die Straße ist über gut fünfhundert Metern auf ganzer Fläche weg. Nur einen schmalen Gehweg gibt es noch auf der rechten Seite bergab. In der Krehlstraße kann man mit dem Rad gerade ein Stück reinfahren, kommt aber nicht bis oben durch. Der erste Abschnitt zwischen Schwarzäckerstraße und Krehlstraße soll Ende Oktober fertig werden, der zweite Abschnitt zwischen Krehlstraße und Hopfenrain Ende Dezember. Das Ganze kostet 2,5 Millionen Euro. Die Anwohner:innen sind nicht glücklich, wie man sich denken kann, fallen doch alle Parkplätze derzeit weg und von Parkplatz in der Seitensraße zum Gartentörchen gibt es einen längeren Fußmarsch. Auch der Bus fährt nicht, und die Schulkinder müssen weiter laufen. Selbstverständlich gibt es auch für uns Radfahrende Unbequemlichkeiten, aber es gibt eine Umleitung, die - wie ich finde - auf dem Rad fahrend ganz bequem zu bewältigen ist.
Es gibt jedenfalls keinen Grund, auf dem größtenteils sehr, sehr, sehr engen Gehweg rechtsseitig runter zu sausen oder linksseitig hoch zu radeln, abgesehen davon, dass der Gehweg nicht für den Radverkehr freigegeben ist. Die Stuttgarter Zeitung berichtet, dass manche sich über als viel zu schnell empfundene Radler:innen auf dem Gehweg beschweren. (Erlaubt ist er übrigens für das Postfahrrad.)Die Waldburgstaße ist ein wichtiger Teil der Hauptradroute 1, die letztlich Böblingen über die Innenstadt mit Fellbach verbindet. Über die Ertüchtigung der Straße für den Radverkehr wurde 2024 und 2025 heftig diskutiert. Die Anwohner:innen wollen nicht auf die öffentlichen Abstellflächen für ihre Autos am Straßenrand verzichten, Radfahrende wollen nicht auf schmalen Schutzstreifen bergauf zu eng überholt werden und sie wollen auch nicht bergab entlang von geparkten Autos fahren (da rollen sie schneller) und dabei von Autofahrenden mit Überholdruck bedrängt werden. Da besteht Dooring-Gefahr.
Mir ist unbekannt, wie die Waldburgstraße nach der Sanierung aussehen wird, also wie breit die Radstreifen oder Schutzstreifen bergauf sein werden, wie gefährlich oder ungefährlich die Bergabfahrt sein wird und wie viele Parkplätze es am Straßenrand noch geben wird. Klar ist, der Bus soll bessere Haltestellen bekommen und es gibt Anträge für Fußgängerüberwege. Die Diskussion scheint nach der Ablehung durch den Bezirksbeirat Vaihingen , der Radstrecken über die Nebenstraßen forderte (den jetzigen Umleitungsstrecken), damit die Autoabstellplätze erhalten bleiben, nicht weitergegangen zu sein. Eine Beschlussvorlage für den Gemeinderat habe ich in den städtischen Ratsdokumenten nicht gefunden. Sie dürfte also vom Tiefbauamt genauso wieder hergestellt und markiert werden, wie sie vorher war.



Ist das eine Baustelle der Stadt Stuttgart oder eher von EnBW, Netze BW o.ä.? Bei letzterem wird der Zustand wie vorher wieder hergestellt werden (müssen?).
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