18. Mai 2014

Und gerade erzählt mir einer ...

... Blogleser B. : "Die Leute gehen hier rum und heben alle Pedelecs an. Vor allem Männer."

Denn Männer träumen von leichten Pedelecs. Nämlich diejenigen, die früher Rennrad gefahren sind. Ein gutes Argument aber auch für alle, die das Rad in die Stadtbahn hineinheben wollen. Pedelecs wiegen etwa 23 Kilogramm. Die Montainbikes mit Motor und Akku kommen auf 20 Kilogramm.

Das ist zu schwer auch für alle, die ihr Fahrrad in den Keller tragen müssen oder eine Treppe rauf, um es am Haus abzustellen


Christine Lehmann bloggt live vom Schlossplatz am Stand der Grünen bei den Radaktionstagen.

Kommentare:

  1. ...das Falt-Pedelec bin ich grade am kaufen- 9 Kilo, ideal für den Bus und S-Bahn :-)

    http://www.neckermann.at/Sport-Freizeit/Fahrraeder-Zubehoer/Fahrraeder/Elektrofahrraeder/e-micro-Bike-16-TD-829419.html#_secTab_header

    Wies dann ist, wenn ichs hab, schreib ich dann bei dpus.de :-)

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    1. Bin gespannt. Ich bin auch schon diese Klapp-Pedelecs gefahren, aber noch nie das ganz kleine. Ich fahre mit meinem schweren Alltagspedelec weite Strecken, das schienen mir die kleinen immer zu wacklig. Aber vermutlich ist es reine Gewöhnung.

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  2. Pedelecs sind schon eine gute Sache, gerade für ältere und körperlich beeinträchtigte Menschen, die Probleme auf einem normalen Fahrrad haben und das kräftemäßig nicht mehr so schaffen. Daher würde ich aber trotzdem jedem jungen, gesunden Menschen (jung geht bei mir bis 45) immer ans Herz legen, auf solch ein Teil doch bitte zu verzichten. Natürlich ist es in jedem Fall besser und umweltfreundlicher ein Pedelec zu bewegen als sich ins Auto zu setzen, nur solange der Strom für die Akkus weiterhin aus Kern- und Kohlekraft stammt bekommt die Aufschrift "umweltfreundlich" immer einen faden Beigeschmack für mich, solange es nur der Bequemlichkeit dient.

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  3. Pedelecs bringen die Generation 45+ wieder aufs Fahrrad. Oft sind es Leute mit einer aktiven Radlervergangenheit, die in Stuttgart wegen der Berge das Radfahren aufgegeben haben. Und letztlich hängt es davon ab, wo einer wohnt. ich habe mir vor acht jahren ein Pedelec zugelegt, weil ich heimzu immer streckenweise auf über 13 Prozent den Berg hoch musste. Geht mit Normalrad auch, stand aber wimmer wie ein Berg vor mir. Seitdem benutze ich das Pedelec in Stuttgart anstelle eines Autos. Übrigens schluckt ein Pedelec bei einer Ladung nicht mehr Strom, als ein Kaffeeautomat für eine Tasse verbraucht, also vergleichsweise wenig. Und mein Strom ist kein Atomstrom, der Strom in der Stadt übrigens auch nicht, denn er stammt von den Stadtwerken.

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    1. Jetzt muss ich aber einhaken, also auch wenn ich morgen alt genug für ein Pedelec bin, fahre ich dennoch weiter ohne Motor-Unterstützung, bitte seht mir das nach.
      Pedelecs für Personen die ansonsten nicht oder nur mühsam mit dem Fahrrad unterwegs sein könnten sind ok, wenn diese sich den Umgang mit dem Pedelec aneignen.
      Aber Pedelecs für Personen die die Power nur nutzen um Bergauf mit deutlich höherer Geschwindigkeit als "die anderen Radler" mal eben zu überholen und damit die Entgegenkommenden Radler (der dann ja Bergab fährt) zu kritischen Bremsmanövern zwingen. Habe ich heute morgen beim Fahren vom Pragsattel in den Schlosspark erlebt, nicht zum ersten mal.
      Ich bin auch oft zügig unterwegs, aber Bergauf eben nicht immer mit 25km/H und ich überhole auch nicht an den Mineralbädern auf dem Radweg einen anderen Radler mit Anhänger, auch wenn ich gerne ein bisschen schneller fahren würde. Auch hier fast jeden Morgen ein Pedelec Fahrer dem es selten schnell genug gehen kann.
      Hoffentlich setzt sich hier bald die Vernunft durch.
      Nicht falsch verstehen, Pedelec sind toll für Menschen denen damit ein Plus an Mobilität gegeben werden kann, die Vernunft ist aber ebenso wichtig und leider sind auch immer mehr Pedelecs unterwegs deren Drosselung / Begrenzung nicht (nicht mehr) funktioniert.

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    2. Ich fahre gerne sportlich Rad, Berg rauf und Berg runter. Das Pedelec habe ich mir aber vor acht Jahren zugelegt, weil ich nach Hause immer steil den Berg rauf muss. Und seit dem fahre ich fast alles mit dem Pedelec, manchmal auch zwei mal am Tag die Alte Weinsteige hinauf. Es gibt sicherlich ein paar sehr sportliche Radler, die solche Strecken mehrmals am Tag fahren können, ich gehöre nicht dazu. Das Pedelec gibt bergauf genau die Unterstützung, die es leichter macht, Stuttgarts Hänge zu bewältigen, ohne jedes Mal bei Ankunft oben duschen zu müssen. Pedelecs fahren auf gerader Strecke nicht schneller als Normalräder. Sie kommen nur schneller (vor allem aber leichter) den Berg hinauf. Das ist das, was Stuttgart braucht, um zur Radstadt zu werden. Anders ist es schlichtweg nicht möglich für normale Leute mit einer normalen bis guten Sportlichkeit. Natürlich müssen auch Pedelecfahrer so fahren, dass sie andere nicht gefährden. Ich habe da aber jetzt noch nicht so viele kritische Situationen erlebt, speziell mit diesen Pedelecfahrern. Das Risiko ist eher, dass viele Wiedereinsteiger auf dem Rad sind und sie noch ziemlich unsicher fahren und sich schlecht auskennen.

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