25. Dezember 2016

Faltbare Fahrradhelme

Aus der Reihe: Was du wieder nicht zu Weihnachten geschenkt bekommen hast. Zum Beispiel den faltbaren Fahrradhelm. 

Es gibt etliche, die sich dünner machen, manche sind ziemlich originell. Zum Beispiel dieser hier. Er lässt sich zusammenlegen und passt dann in eine Tasche. Allerdings finde ich, ist er dann auch immer noch nicht wirklich klein.

Auch schön ist dieser Helm.



Leicht, flexibel und weniger voluminös. Er nennt sich Helmut und ist von einem Berliner Designerbüro entwickelt worden. Er lässt sich zudammenquetschen und unter einen Gürtel klemmen oder so.

Aber auch wir sind nicht faul in Baden-Württemberg. Die Hochschule Pforzheim hat einen Fahrradhelm entwickelt, der wunderbar aussieht und ebenfalls flexibel ist. Er schützt auch die Kopfseiten und den Hinterkopf besser.

Nicht schlecht auch dieser, den man flach machen kann, entwickelt von Closca Fuga und bereits 2015 auf der Eurobike vorgestellt. Er soll locker in die Handtasche (na ja) oder den Aktenkoffer passen.



Ach ja, und dann gibt es auch noch Helme, die lassen sich im Winter oder bei Regen abdeckeln. Den habe ich so auf der Eurobike 2016 gesehen, unter dem Label BeUrban aber nicht mehr gefunden. (Die stellen eigentlich Möble her.)

Wer es aus Papier möchte: Dieser Helm erinnert an Bastelarbeiten der Kindheit, soll aber Stöße genauso gut abfangen wie jeder andere Fahrradhelm. Papier ist ja stabiler, als man immer so denkt. Ob der EcoHelmet schon produziert und verkauft wird, habe ich nicht herausgefunden. Immerhin soll er auch vier Stunden Regen überstehen, ohne aufzuweichen.

Ich habe allerdings eigentlich kein Problem mit meinem Helm. Ich lasse ihn immer am Fahrrad. Oft schließe ich ihn nicht einmal an. Mir hat in zehn Jahren noch nie jemand einen Helm vom Fahrrad geklaut. Es ist also nicht unbedingt nötig, den Helm immer mit sich zu schleppen. Es sei denn, man möchte allen anderen zeigen, dass man mit dem Fahrrad gekommen ist.

Man kann auch das Ringschloss durch den Helmgurt fädeln und ihn so am Fahrrad lassen. (Reinregnen sollte es allerdings nicht. So wie diese Radlerin das hier gemacht hat.

Kommentare:

  1. Faltbare Helme lösen ein Problem das ich nicht habe. Wie schon im Artikel dargestellt kann der Helm oft am Bike bleiben, dank Kinnriemen ist es leicht außen am Rucksack zu befestigen. Im Winter unter -5°C nehme ich gerne den Skihelm. Ansonsten ist der Helm ein Verschleißteil das regelmäßig ausgewechselt werden will, mindestens nach jedem Sturz mit Kopfstoß oder alle paar tausend km wegen ranziger Polster. Daher kaufe ich gerne günstige Helme.

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  2. Auch eine Möglichkeit: EcoHelmet
    http://www.ecohelmet.com/

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  3. Bitte die Verlinkung: Auch schön ist dieser Helm. korrigieren, sie führt ins nichts! Ich würde ja eher dies empfehlen: http://www.hovding.de/?lang=de

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  4. Kein Helm tragen ist die Lösung, warum auch?

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    1. Ob das die Lösung ist, darf jeder für sich selbst entscheiden. Mir ist mein Kopf wichtiger als meine Frisur.

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    2. Nur leider sagen genau die Versicherer das der Helm eben nicht schützt.

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    3. Das ist ein Irrtum, wie Studien belegen. Hier ein Beispiel: https://www.sciencedaily.com/releases/2015/10/151008141626.htm

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    4. Ich führe jetzt keine Studien auf die das Gegenteil beweisen, denn das ist einfach nur dämlich. Zumal: Ich fahre ein Rad bei dem Kopfverletzungen ausgeschlossen sind....

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    5. Na dann gibts eben doch eine Studie :http://www.bmj.com/content/346/bmj.f2674

      Übrigends, wohl auch einer dieser verblendeten Helmpflichtfanatiker, was? Australien hat gezeigt wohin das führt.

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    6. Warum muss ich einen Helm tragen wenn Andere für die Gefährdung verantwortlich sind, Schon mal darüber nachgedacht? Tempo 30 flächendeckend innerstädtisch mit nur wenigen Ausnahmen würde viel mehr bringen als ständig mit einem Kochtopf durch die Gegend zu fahren

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    7. Und schonmal darüber nachgedacht? http://www.helmets.org/walkerstudy.htm

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    8. Nein, ich bin kein Anhänger der Helmpflicht. Ich schütze mich, anderen steht es frei sich für den Darvin Award zu qualifizieren. Hinsichtlich der Walkerstudy ist anzumerken, das in deutschland 1,5m Abstand beim überholen von Fahrrädern einzuhalten ist. Hier ist die Fahrweise des Radfahrers entscheidend: wenn man nicht rechts im Rinnstein sondern richtung Mitte des Fahrstreifens orientiert fährt, hat man die Chance bei zu knappem Überholen auszuweichen, und man unterbindet erfolgreich riskantes überholen bei Gegenverkehr.
      Die Studie von Frau Dennis hat zwei Fehler. Erstens zählt sie Kopfverletzungen, die im Krankenhaus behandelt werden, ohne die schwere der Verletzung zu betrachten. Die von mir zitierte Studie kommt aber zu dem Ergebnis, das die Kopfverletzungen mit Helm seltener tödlich und insgesamt weniger schwer sind. Zweitens vergleicht sie die gesamtzahl von Verletzen in Provinzen, ohne den Unterschied der Verkehrsverhältnisse zwischen den Provinzen mitzubetrachten.
      Im Ergebnis mußt Du mir nicht beweisen, das ein Helm Dir nicht hilft. Fahr einfach ohne, wenn er Dir nicht wichtig ist.

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    9. Ach ja, das gilt in Deutschland? Wie man hört ist Deine Erfahrung mit dem Fahrradfahren in Stuttgart nicht allzu groß. Es gibt mehrere lange Strecken auf denen man gar nicht weiter in die Mitte fahren kann und gar nicht soweit nach rechts ausweichen kann um die 1,5 m einzuhalten. Schon mal auf der Löwentorstraße gefahren? Dort ist jeder cm den das Auto näher an mir fährt mehr Gefährdung.

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    10. Und wenn ich das Verhalten der Autofahrer mir gegenüber negativ beeinflussen will, ja dann würde ich einen Helm tragen. Es gab einen Blogger in Berlin der hat das getestet, ich weiss nicht mehr wo das war, also in welchem Blog, dieser Radfahrer fährt nie wieder mit Helm.

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    11. Ich fahre täglich in Stuttgart Fahrrad, für mich funktioniert es so prima. Du darfst gerne anders fahren.

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  5. Ich selber trage ja einen Helm. Und ich finde, dass soll jeder und jede selber entscheiden. Ich kenne auch Studien, die infrage stellen, ob Helme wirklich nennenswert helfen, Schädelverletzungen zu verhindern. Das Risiko liegt im Promillebereich, und das Risiko von Schädelverletzungen bei Treppenstürzen ist viel größer (also das Risiko, eine Treppe runter zu hageln oder zu Fuß blöd zu fallen). Auch im Auto ist der Fahrer oder Beifahrer einem viel höheren Risiko von Schädelverletzungen ausgesetzt. Ich meine, dass Kinder gar keine Helme brauchen, Helme bei älteren Menschen, die nicht mehr so schnell reagieren und vor allem nicht mehr so locker fallen, wichtiger sind. Tatsächlich machen wir es derzeit genau umgekehrt. Ältere mögen sich nicht an Helme gewöhnen, und Kinder tragen schon mit Drei auf der ersten Laufrad einen Helm (übrigens jedoch nicht auf dem Tretroller). Diese Kinder wachsen natürlich in das Helmtragen beim Radfahren hinein. Das ist vielleicht ganz okay so. Aber sie lernen auch ihren Körper und die schmerzhaften Grenzen von Aktionen nicht kennen. Kinder müssen ja fallen, was das Zeug hält, damit sie ihre Mobilität einschätzen und kontrollieren lernen.

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