2. April 2017

Leichtgewichte zum Rad Abschließen

Der Trend geht zu leichten Kabelschlössern aus Hochtechnologie-Material. Denn Ketten- und Faltschlösser, die gegen Saitenschneider immun sind, sind halt auch schwer.

Das Leipziger Unternehmen Texlock - geleitet von Frauen - entwickelt gerade als Start-Up eine Schlosskabel aus Textilien, die man nicht so einfach durchschneiden oder abbrennen kann. Es wiegt (ohne das Schloss, dass man dazu noch braucht) fünfhundert Gramm und ist vermutlich so sicher wie eine Kette für ein bis zwei Kilo. Mit dabei sind aber auch Litelock und Ottolock.





Zum Kaufen bereit ist bereits Litelock, kostet aber auch stolze 99 bis 180 Euro. Ein Video zeigt, wie schwierig es ist, das Band samt Schloss zu knacken. Allerdings scheint es mir dieses Schließband auch ziemlich breit und groß. Und auch hier ist das Schlüsselloch immer noch ein Risiko.

Schön ist auch Ottolock. Es ist nicht nur leicht, sondern braucht auch nicht viel Platz und es hat den Vorteil, dass man das Band (wie einen Kabelbinder) durchs Schloss ziehen kann, so weit, wie man will, um das Rad (oder was anderes) eng anzuschließen. Es wird mit einem dreiziffrigen Zahlenschloss verschlossen. (Ein paar mehr Zahlen wären vielleicht besser gewesen, aber es braucht auch so Zeit, ein Zahlenschloss zu knacken.) Auch das ist noch ein Kickstarter-Projekt, wo man im Voraus bestellen kann. Das Schließbahnd soll im April auf den Markt kommen. Es gibt sie in drei Längen und drei Farben und es kostet so um die 60 US-Dollar.

Tex-Lock bietet auch stylische Leichtschließmodule mit Zahlen- oder Schlüsselschloss an, die man vorbestellen kann und die Ende dieses Jahres versendet werden sollen. Tex-Lock ist ein junges Leipziger Unternehmen, das die Kickstartercampagne gerade abgeschlossen hat. Für ein Schließsystem (Gurt und Schloss) gibt man etwa 110 Euro aus.

Hier noch mal die Links (allesamt unbezahlt, keine Werbung):
Texlock
Ottolock
Litelock

Vielleicht habt ihr ja noch mehr leichte Schlösser entdeckt. Oder jemand von euch hat schon so eins. Bin gespannt.

Kommentare:

  1. Na jaa diese Schlösser müssen sich noch in unabhängigen Tests beweisen. Bei Tex lock sind mit bloßem Auge Konstruktionsmängel an der Öse sichtbar. Das Schloss selbst wird gelegentlich mit Bügelschloss abgebildet. Ebenfalls bedenklich, es sollte ein Vorhängeschloss mit hohen Schultern sein um Angriffe an den Ösen zu vermeiden. Allgemein fehlt mir bei all diesen kickstarter Projekten der realistische Test. Mal 3 Prototypen zu YouTube Testern senden! Das Feedback wollen diese Kickstarter Projekte wohl vermeiden...

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    1. Sehe ich ähnlich. Mit Tex-Lock habe ich deswegen auch einen E-Mail-Wechsel geführt. Es stimmt ja auch das Gewicht nicht, wenn man ohne das Schloss wiegt. Und wie die Verbindungsstelle gesteltet ist, hat mich auch interessiert. Allerdings sehe ich diese Leichtgewichtkabelschlösser eher als etwas bessere Alltagsschlösser, die man bei der Fahrt in die Stadt mit Abstellzeiten von ein paar Stunden verwendet, nicht über Nacht im Wohngebiet oder Hinterhof. Es gibt aber auch nur wenige Radler, die wirklich sichere Schlösser bei sich haben, und letztlich sicher ist wohl keines, wenn einer ein Fahrrad wirklich klauen will, das geeignete Werkzeug und genügend Zeit hat.

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