16. Mai 2019

Wenn man die Magstadter Straße überqueren muss

Vor allem im Sommer radeln unglaublich viele Pendler durch Stuttgarts Wälder. 

Sie sind zwischen Botnang und Vaihingen unterwegs oder sie radeln von und nach Weilimdorf. Stuttgart fehlt es an Radtangenten. Entweder man radelt jedes Mal in den Kessel und drüben wieder rauf, oder man erarbeitet sich nach und nach die für einen selbst beste (Sommer-)Strecke durch den Wald. Und dabei träumt man ein bisschen von einem Tangential-Radschnellweg, wenigstens einem! Das aber scheint derzeit völlig unmöglich: Waldwege asphaltieren, also versiegeln, das genehmigt niemand, nicht für Radfahrende.

Sehr viele Radler queren dabei jeden Morgen und jeden Abend die Magstadter Straße an dieser Stelle. Und da könnte man schon was machen, damit es weniger gefährlich ist. 

Es sind wirklich viele. Ich habe da nur zwanzig Minuten gestanden und eine kritische Situation beobachtet. Ein Radler kam den steilen Weg von gegenüber herunter und bremste. Das Auto, das auf der Straße kam, bremste auch. Der Radler dachte, er dürfe, doch der Autofahrer beschleunigte wieder, hatte offenbar nur eine kurze Schreckbremsung gemacht. Der Radler konnte den Zusammenprall mit einem schnellen Schlenker verhindern. Er wäre ganz klar im Unrecht gewesen.

Schon lange fordert der ADFC hier eine Querungshilfe für Radfahrer, beispielsweise eine Verkehrsinsel. Die Autos kommen hier von beiden Seiten mit erlaubten 60 km/h vergleichsweise schnell. Und wenn wir schon den Wald-Wege-Pendlern gar nichts anbieten, was ihnen die Fahrt erleichtert, dann doch bitte so eine kleine Vehrkehrsinsel, die auch das Tempo aus der Anfahrt der Autos nimmt und die Überquerung dieser Landstraße ungefährlicher macht.

StuttgartMaps

Kommentare:

  1. Ist das denn überhaupt noch Stuttgart?
    Üblicherweise verstecken sich die Verantwortlichen bei sowas doch hinter irgendwelchen Zuständigkeiten.
    (Oder fehlenden Mehrheiten - wenn wir schon dabei sind)

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  2. Stimmt. Aber es ist noch Gemarkung Stuttgart. Aber kompliziert ist das in jedem Fall. Das ändern jedoch nichts daran, dass es nicht gut ist.

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  3. Man kann hier, aber auch leicht ein Stück weiter runter fahren und die Brücke am Kreisel nutzen. Aber ja, das ändert nix an der Tatsache, dass man hier was machen sollte, so wie generell, um es den Radpendlern wenigstens ein wenig leichter zu machen.

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  4. Mir haben Radler gesagt, dass der Weg zum Steg am Kreisverkehr ein Umweg ist, außerdem ist der Weg selbst durch den Wald am Klärwerk entlang gerade ziemlich schlecht. (Ich würde allerdings auch so radeln, denn diese Straße zu überqueren wäre mir auch zu stressig.)

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  5. Alexander Müller21. Mai 2019 um 20:00

    Inzwischen habe ich für diese und ähnliche übersichtliche Stellen meine eigene Vorgehensweise: ich warte, bis links kein Auto kommt und stelle mich auf die Fahrbahn. Dort bleibe ich so lange stehen, bis sich rechts eine Lücke ergibt.
    Die Autofahrer müssen dann meinetwegen halten, sie hupen und schimpfen ... aber umgefahren hat mich noch keiner.

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