1. Mai 2021

Kabelbrücken

Kabelbrücken sind richtig unangenehm. Man muss mit den Fahrrad auf Schrittgeschwindigkeit abbremsen, sonst schanzt es einen aus der Bahn.

Manchmal muss es halt sein, auch wenn es mich stets befremdet, wenn die Kabelbrücken quer über eine Hauptradroute gelegt werden. Aber gut, wir sind ja kleinen Festen nicht abgeneigt. Dabei gäbe es eine Möglichkeit, Kabelbrücken oder Leitungstunnel für Radfahrende zu entschärfen.  Nämlich mit so einem Plastikteil, das die Rampe verlängert und damit leichter befahrbar wird. Leider bin ich bisher nicht erfolgreich bei der Suche gewesen, wo man diese Dinger kaufen kann.

Blogleser Thomas macht mich darauf aufmerksame, dass es auch runde Kabelbrücken gibt, die die Firma Maibach in Göppingen vertreibt. Sie sind wohl
etwas leichter zu überqueren. 

Kommentare:

  1. Ich hab mal kurz ein wenig gegoogelt, die Dinger laufen unter Kabelbrücken für Rollstuhlfahrer...

    https://www.moravia.de/prod/rollstuhlrampen-set(20)f%C3%BCr(20)kabelbr%C3%BCcken.html

    https://www.derrampenshop.de/rollstuhlrampen/kabelbrucken-fur-rollstuhlzugang

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  2. Das wäre eine super kostengünstige Möglichkeit, Komfortverbesserungen für Rollstuhlfahrer, Radfahrer und Rollerfahrer zu erreichen.

    Da, wo im Jahresablauf regelmäßig Kabel und Schläuche velegt werden, z.B. für Veranstaltungen und Feste, könnte der Gemeinderat überlegen, auch in den Boden verlegte Rinnen mit Abdeckung anzuschaffen - wesentlich teurer (nehme ich an) und nicht so flexibel, da sie ortsfest sind.

    Aber statt weiterhin wartungs- und kostenintensiv Pflaster zu wünschen, wo das von kurvenfahrenden Lastwagen und rangierenden Transportern innerhalb kürzester Zeit zerlegt wird (d.h. auch in Fußgängerzonen), wären das nützlichere und nachhaltigere Investitionen. Ich schließe aus Deiner Frage, dass Du Dich mit solchen Ideen beschäftigst.

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  3. Über den Komfort und den Geschwindigkeitsverlust, also Anstrengung und Energiebedarf, hat es auch einen Sicherheitsaspekt:

    Jede Ablenkung vom Verkehrsgeschehen, die einem die Fahrbahn als solche abfordert, lenkt uns vom Verkehrsgeschehen ab und führt zu Unfällen. Abgesehen von Kabelbrücken rede ich auch von Rillen, Fugen, Schlaglöchern, Bordsteinkanten, vorschriftswidrigen (unsinnigen oder fehlenden) Fahrbahnmarkierungen, auf den Boden geklebte Werbung, Laub, Sand, Dreck, Rollsplitt, Matsch, Pfützen, Kopfsteinpflaster, herausstehenden Pfosten-Hülsen, Straßenbahnschienen usw.

    Wie hoch der Anteil am Unfallgeschehen ist, wird niemand sagen können, da vor allem Alleinunfälle kaum gemeldet werden und daher keine Chance haben, in Statistiken und wissenschaftlichen Studien ausgewertet zu werden.

    Ein zweiter Aspekt ist, dass Felgen, Gabeln und Rahmen der Fahrräder durch die Stöße leiden, das Material ermüdet und verschleißt und letztlich zu Schäden führt, vor allem bei ungefederten Fahrrädern, speziell die preisgünstigeren. Den materiellen Schaden tragen die Radfahrer. Risse im Rahmen und Rahmenbrüche sind aber nicht nur teuer, sondern können urplötzlich und zu unerwarteten Zeitpunkten zu Stürzen und Unfällen führen.

    Aus meinem Erfahrungsschatz: Rahmenbruch am Jugendrad, Rahmenbruch am Mountainbike (nie im Gelände gefahren, sondern auf dem damals noch stärker schlagloch-gepflasterten Neckardamm), zwei zerstörte Felgen. In dem Zusammenhang: Rennräder sehen eigentlich instabil-filigran aus und wenn man hört, dass die meisten heutzutage unter 8kg wiegen, würde man bei denen mit vielen Schäden rechnen. Die sind nach meiner Erfahrung aber unerwartet stabil. Daher schwöre ich inzwischen auf Renn- und Cyclocrossräder, nicht nur wegen des geringeren Roll- und Luftwiderstands und geringen Gewichts - ein Vorteil auf unseren hügeligen Strecken, sondern gerade auch wegen der Stabilität und Haltbarkeit.

    Trainierte Rennradfahrer, die die einschlägigen Fahrtechniken drauf haben (also nicht solche Alltagsradler wie ich), praktizieren bei Schwellen und Bordsteinkanten übrigens den "bunny hop", um sie ohne Geschwindigkeitsverlust zu überwinden: https://youtu.be/mnOYJXc0OdQ

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  4. "Rennräder sehen eigentlich instabil-filigran aus und wenn man hört, dass die meisten heutzutage unter 8kg wiegen, würde man bei denen mit vielen Schäden rechnen. Die sind nach meiner Erfahrung aber unerwartet stabil"

    Das liegt daran, dass Rennräder aius verschiedenen Gründen (auch weil es anders als bei MTBs eigentlich keinen Biligmarkt gibt) in aller Regel gut gebaut sind. Auch von Robotern gebaute einfachere Laufräder werden nochmal von Hand auf die richtige Spannung gebracht. Besonders filigrane Räder mit wenigen Speichen müssen besonderrs gut gebaut sein und sind dadurch auch nicht weinger haltbar. Ein gut gebautes Laufrad muss man später nie mehr anfassen, das bekommt auch bei schneller Fahrweise auf schlechten Untergründen keine Seitenschläge etc.

    Und auch einfachere Rennräder werden schnell und hart gefahren, da kann es sich kein Hersteller leisten, dass es auf 80 km/h-Abfahrten wegen brechender Laufräder zu schweren Stürzen kommt.

    Wer übrigesn die Vorteil von Rennrädern mit echter Alltagstauglichkeit haben will sollte sich bei Randonneurrrädern umschauen.

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  5. Ich finde auch Kabelbrücken, also das hochhängen von Leitungen ideal, ist aufwändig, aber für den Verkehr ideal. Aber die Rinnenvariante ist die bester. Es gibt doch in jeder Stadt immer wieder die gleichen Feste mit Buden und Karussells an den gleichen Stellen. Das muss sich doch langfristig durch die Standmiete und gesparte Elektrokosten wieder reinholen, wenn ich eine feste Elektroverteilung installiere...

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