Jeden Freitag, wenn ich vom Sport nach Hause radle, steht zwischen 12:30 und 13 Uhr genau hier ein Postzustellfahrzeug. Schon seit Wochen ist das so.
Es steht auf dem Zufahrts- und Aufstellstreifen für Radfahrende an der Ampel an der Cottastraße/Hauptstätterstraße bergauf Richtung Heusteigstraße. Oft komme ich zwischen den Autos, die auf Grün warten, und diesem Postauto mit dem Fahrrad nicht mehr vor auf meinen Aufstellplatz an der Fahrradampel. Ein Postboote ist nie zu sehen, er liefert entweder langwierig aus, oder er macht Pause, keine Ahnung. Das Postauto parkt da. Es hält nicht mal kurz. Übrigens steht es auch an anderen Wochentagen einschließlich Samstag dort. Eigentlich immer, wenn ich zwischen gegen 12:30 Uhr dort vorbei komme. Manchmal voll auf dem Radstreifen, manchmal etwas weiter hinten.
Ich habe durchaus Verständnis für die Nöte der Postfahrer. Aber gerade an so einer engen Kreuzung sind Aufstellplätze für Radfahrende nicht der Ersatz für natürlich überall fehlende Lieferantenparkplätze. Der Postfahrer könnte das Auto auch vor der Ein- und Ausfahrt abstellen, hinter der der Radfahrstreifen beginnt. Tut er zuweilen auch oder zur Hälfte. Das Risiko jemanden zu blockieren, der da rein- oder rauswill, ist kleiner, als ein Dutzend Radfahrende zu blockieren, die an der Ampel auf dem Aufstellplatz auf Grün warten wollen.
Abhilfe könnte hier ein verlängerter Radfahrstreifen schaffen, der einen Parkplatz kostet. Dort würde der Postfahrer dann das Postfahrzeug abstellen, auch illegal, aber weniger behindernd. Besser noch wäre ein ausgewiesener Stellplatz für Lieferfahrzeuge.Generell sind Radwege und Radfahrstreifen eine beliebte Verfügungsmasse für Lieferfahrzeuge, die nicht auf der Fahrbahn abgestellt werden können, weil sie dann den Autoverkehr komplett blockieren würden. Hier in der Fußgängerzone mit Radweg in der Breitscheidstraße steht der Lkw immerhin so, dass man mit dem Fahrrad noch vorbei kommt. Aber gut ist das auch nicht. Und es stehen immer wieder Lkw genau hier.
Es fehlen überall in Stuttgart Abstellflächen für Liefer- und Postfahrzeuge. Sie stehen nicht nur auf Radwegen und gelegentlich auch Gwehwegen, sondern auch in zweiter Reihe. Das beeinträchtigt auch den Autoverkehr selbst. In den engen Wohnstraßen schieben sich Pkws im Schritttempo zwischen geparkten Autos und einem in zweiter Reihe stehenden Lieferwagen vorbei. Das Foto zeigt ein Beispiel aus der noch relativ breiten Fahrradstraße. Die beiden Autos, das stehende und das sich ganz langsam vorbei schiebende blockieren dann auch noch den Radverkehr auf der Fahrradstraße.Warum löst die Stadtpolitik nicht endlich entschlossen das Problem der fehlenden Flächen für Lieferfahrzeuge? München hat Ende Januar beschlossen, viel mehr Parkplätze in Lieferzonen umzuwandeln. Tatsachlich nötig sind eine Lieferzone pro Häuserblock in einer Straße, so wie übrigens auch mindestens eine Radabstellanlage anstelle eines Autoabstellplatzes pro Häuserblock in einer Straße notwendig wind.




Das Phänomen beobachte ich hier in Halstenbek auch. Manchmal ist es so, dass ich jeden dritten Tag keine Lieferwagen/Postautos auf Geh- oder Radwegen sehe.
AntwortenLöschenIm Januar waren die großen Schneemassen zu einem Wall zwischen Autofahrbahn und Fuß/Radwegen zusammengeschoben worden. In der Zeit war es zwar teils glatt, aber immerhin gab es kein Gehwegparken, alle haben rechts am Fahrbahnrand gehalten und alle haben es irgendwie überstanden. Jetzt nachdem alles weggetaut ist, parken sie wieder auf dem an sich schon teils zu schmalen Fuß/Radweg.
Und die Gemeinde scheint hier auch kein großes Interesse daran zu haben, die Lage zu verbessern.
Ja, Mittagspausen müssen sein, ich habe GAR kein Verständnis für die Zusteller, denn die KEPs (Kurier-, Express- und Paketdienste) hätten eine enorme Macht auf die Anlieger und Politik, wenn sie entschlossen zusammen arbeiten würden und nicht einfach rechtswidrig arbeiten würden.
AntwortenLöschenEine Dienstleistung die nicht legal erbracht werden kann, wird dann nicht erbracht. Ende.
Sollen die Bürger Ihren Onlinebestellkrempel doch im Shop abholen! Die sind zu 99% Fußläufig oder mit dem Rad gut erreichbar. Wenn es den Anliegern so wichtig wäre, könnten sie auf privaten Flächen Raum für Lieferlogistik schaffen oder die Stadt und Politik zur Einrichtung von Ladezonen mit absolutem Halteverbot vz 230 treiben.
Die Bürger sollten auch bedenken, dass ein Pizzataxi abends um 22 Uhr noch eine Lieferzone braucht und ggf. ein Cocktailtaxi und evtl. auch mal morgens früh um 6 schon ein Taxi/Krankentransport etc. halten können muss. Ideal sind diese Lieferzonen also rund um die Uhr verfügbar.
Was ist die Realität? Die Bürger parken ihre eigenen Einfahrten meist rechtswidirg auf dem Gehwegnasen zu, so dass diese "Nothaltebuchten" wegfallen, Querungsstellen für Fußgänger entfallen so auch, und Radfahrer sollen das dann ausbaen?
Nein, ich zeige diese Sauerei rigoros an, sollen die Mitarbeiter der KEPs den Dreck doch in die Shops fahren und die Bürger eben laufen. Nicht mir mir. Pausen kann man im Depot feiern.
Nicht die Täter schützen.
Warum tut die Stadt nichts? Die übliche "Hilfe mein Parkpaltz" im öffentlcihen Raum, weil die eigene Garage voll mit Gelump steht oder man immer mehr zu große Autos kauft, die eigenen Probleme zum Problem anderer machen und die Politik ist oft zu dumm und macht das Spiel mit oder besitzt selbst ein zu großes Auto. Dümmer als Kinder sage ich euch.
Zeigt die Verbrecher an! Ein verunfalltes Kind wegen falsch geparkten Autos und Ladefahrzeugen ist gut möglicht, dazu gibt es Daten der https://www.udv.de/udv
Guter Punk. Wir brauchen definitiv mehr Lieferzonen. In der Augusten- und Quer-strassen beobachte ich auf öfters dass Lieferwagen die Strasse blockieren und / oder die Durchfahrt für Fahrradfahrende behindern, kann gerne Fotos per E-mail schicken.
AntwortenLöschenGerne
LöschenDie Paketfahrer sind einerseits nicht zu beneiden. Andererseits wird noch viel zu oft und völlig selbstverständlich wild geparkt (insb. auf Rad- & Gehwegen), anstatt die Lieferung an die Empfängeradresse mangels Parkmöglichkeit abzubrechen und dass dann als Grund für die Umleitung in die Filiale/Packstation anzugeben. Das würde dann sicherlich den Druck erhöhen, entsprechende Lieferflächen vorzusehen.
AntwortenLöschenGrüße, Friedrich
Oh ja, München ist ein super Beispiel. Da sei doch die letzte Sendung von ard extra drei mal empfohlen.Die Anwohner bekommen keine Handwerker mehr. Viele Betriebe schauen sich zuerst die Parksituation an, bevor für sie überhaupt ein Angebot in Frage kommt.Oder sie geben die Anlieferung von Material einfach ab, was die Sache dann astromomisch verteuert. Abgesehen von dem Kran, der nicht aufgestellt werden kann.
AntwortenLöschenAber vielleicht kann dann ja der Zimmermann mit dem Lastenfahrrad und dem Dachbalken auf der Schulter vorbeikommen( Ironie off)!!
Und ja, die Packetfahrer haben Macht und können sich zusammenschließen.Merkt ihr eigentlich noch was ihr sagt? Die Branche ist kriminell und ausbeuterich, und die sog. selbstständigen Fahrer sind nix anderes als moderne Sklaven. Aber hauptsache eine bestimmte hippe klientel beikommt sein Packetchen.
Schönes Wochenende
Andreas
Häh, der Radverkehr ist verantwortlich, wenn Handwerker keine Parkplätze finden??? Inwiefern sollte die Förderung von Rad- und Fußverkehr, die dazu nötigen Maßnahmen zur Steuerung des fahrenden und des ruhenden motorisierten Verkehrs, darunter auch dessen Beschränkung, die Einrichtung von Lieferzonen u.dgl. damit was zu tun haben? Im Gegenteil ist es der immer stärker ausufernde MIV der zufolge hat, dass alles immer und überall zugeparkt ist, und gegen den nichts handfestes getan wird (im Gegenteil, weil Wirtschaftswachstum!!!), die Ursache dafür. Und mehr Radverkehr hilft, dass unvermeidlicher und wichtiger motorisierter Verkehr (also nicht die Amazon-Lieferei) auch durchkommt, parken kann etc.
LöschenDer Radverkehr ist nicht schuld. Habe zumindest ich nicht gesagt.
AntwortenLöschenIch nenne Rad(schutz)streifen mittlerweile Multifunktionsstreifen (aka. Ladezone, Döner-Drive-In, Brötchen-Holzone, Ein-Ausstiegsbereich was auch immer)
AntwortenLöschenIch freue mich auf die Scan-Fahrzeuge, die dann da hoffentlich ordentlich Druck reinbringen. Denn die Ordnungsämter versagen kläglich oder vorsätzlich)
Tja irgendwo muss man ja halten. Das Problem ist wie immer: der privat abgestellte PKW, das gehört verboten, dann gibt es auch genügend Aufstellflächen für Dienstleister, die vor Ort ihren Job zu erledigen haben und danach wieder verschwinden.
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