3. August 2016

Radweg nach Feuerbach ist keiner

Blogleser Sebastian S. hat mir geschrieben und den Radweg über den Pragsattel nach Feuerbach geschildert. 

Die Route ist auf de m Stadtplan der Stadt Stuttgart als Radweg dargestellt. Aber es geht hier fast durchweg auf einem freigegebenen Gehweg lang, der erhebliche Sicherheitsmängel aufweist.

Es gibt keine Radwegmarkierungen an Ein- und Ausfahrten. Er führt an einem Hoteleingang vorbei und ist teils unter einem Meter breit. Der Übergang von der Heide- zur Siemenstraße ist so gestaltet, dass Autofahrende die Radler kaum sehen können. Alles in allem ziemlich gefährlich.

Zudem hat sich die Ampelschaltung an der Siemenstraße, Querung Maybachstraße so verschlechtert, das Radler (beispielsweise auch mit Kinderanhänger), aber auch Fußgänger auf der schmalen Verkehrsinsel, wenn es blöd läuft, fast zwei Umläufe abwarten müssen, bis sie weiter können.

Hier Sebastians Analyse des in der Karte blau gekennzeichneten Abschnitts des Radwegs nach Feuerbach.





Kommentare:

  1. Mehr als nur absurd ist, dass die dargestellte Route von der Stadt Stuttgart wohl als Radwegeverbindung betrachtet wird. Hihi, haha, so eine Peinlichkeit ist ja fast schon weltrekordverdächtig.

    Besonders unverständlich wird die gegenwärtige Situation, wenn man bedenkt, dass Feuerbach ein großer Industriestandort ist und dort Tausende von Leuten arbeiten und Hunderte bereits heute das Fahrrad benutzen, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen.

    Ich persönlich murkse mich auf ganz unterschiedlichen Wegen, Umwegen und Höhenwegen von Feuerbach nach Stuttgart oder umgekehrt, je nachdem, wo ich konkret hin will. Es ist immer eine anstrengende und manchmal auch eine Nerven aufreibende Reise.

    Ein Verkehrskonzept „City Prag“ soll ja in der Mache sein. Weiß jemand, ob darin der Radverkehr eine Rolle spielt?

    Viele Grüße. Keep on rolling!

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  2. Ich kann (leider) auch von solchen Missständen berichten!
    Es gibt in dieser Stuttgarter Radwegkarte für Untertürkheim eingezeichnete Radwege, die vor Ort leider "nur" Fußwege sind (nicht mal Radfahrer frei)! Auch von solche Radwegen wie Sebastian schreibt, gibt es auf meiner täglichen Strecke leider viel zu viele. Der Radweg an der Augsburger Straße. In Abschnitten wir der vom
    gemeinsamen Fuß-/ Radweg zum freigegebenen Fußweg, ohne Möglichkeit auf die Straße zu wechseln (hoher Bordstein, parkende Autos). Der "Radweg" in Wangen entlang der Hedelfinger Str. nur ein freigegebener Fußweg. Vor den Häusern ab ca. Nr. 118 (Fahrtrichtung nach Hedelfingen) plötzlich nur noch Fußweg. Man muss hier auf den Radstreifen auf die Straße wechseln. In der Gegenrichtung nach Wangen
    hat man Pech. Nur wer sich auskennt weiß wir er hier umfahren kann. Die Beschilderung ist mies und gut zu übersehen. Das hat nichts mit Radverkehrsführung zu tun! An vielen Stellen werden einfach "Radfahrer frei"-Schilder aufgestellt und das soll dann Radweg sein! Und dann Endet das ganze Konstrukt und ich kann über hohe Bordsteine irgendwie wieder runter auf die Straße rumpeln.

    Sandy

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    1. Wir hinken halt wahnsinnig hinterher im Ausbau der Radrouten. Übrigens auch ein Vorteil, denn wo nur Gehwege zur Verfügung stehen und noch keine altertümlichen und viel zu schmalen Radwege, da kann man jetzt darauf drängen, dass anständige und breite Radstreifen oder Radwege mit guten Kreuzungslösungen gebaut werden. Leider ist es aber in der Tat so, dass man sich in Stuttgart als Radler/in sehr gut auskennen muss, um praktikable Routen zu finden. Wangen und Hedelfingen sind ein Unding. Aber für Hedelfingen hat der Gemeinderat ja jetzt Radstreifen beschlossen, auch wenn die Bezirksbeiräte dort dagegen waren. Die Entscheidung fiel äußerst knapp.

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  3. Der neuen Radstraße sind Autoren:
    Politiker und Honoratioren.

    Der Alltag sieht wie oben aus
    und ist ein riesengroßer Graus.

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  4. Hallo,
    ich fahre oft diese Strecke von Feuerbach in Richtung Pragsattel. Derzeit ist durch die Baustelle an der Siemensstr. der Weg oberhalb des Bildes mit dem Motorad an der Hauswand noch deutlich schmäler als sonst und unten aus Feuerbch (Stuttgarter Str.) kommend ist der Weg ganz gesperrt. Die Situation ist auch durch die bergab relativ hohe Geschwindigkeit der meisten Radler, die hier im Gegenverkehr den Weg mit den Fußgängern teilen müssen, besonders kritisch.
    Ich fahre deshalb oft den Umweg über den Killesberg, ist einige an Höhenmeter, keine Radwege bis zur alten Messe, alles auf der Straße aber kein Schwelastverkehr und nur wenige Anlüger auf den Nebenstraßen.

    Jürgen.

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  5. Eben der ganz normale Wahnsinn.
    Ihr könnt euch auch die folgenden Strecken mal anschauen:
    - Von Zuffenhausen nach Neuwirtshaus auf der Schwieberdinger Straße: Ein benutzungspflichtiger linksseitiger Radweg, der einfach aufhört, ohne dass man dort gut die Fahrbahn queren könnte.
    - Der Flughafentunnel zwischen Plieningen und Bernhausen
    - Die Augsburger Straße zwischen Untertürkheim und Bad Cannstatt
    - oder ganz zentral vor dem Hauptbahnhof die enge Situation mit den Taxen
    - die Heilbronner Straße zwischen Jägerstraße und Wolframstraße, u.a. mit einer Litfaßsäule mitten im Weg (in diesem Bereich benutzungspflichtig)
    - auch mit Fahrbahnbenutzung ist es nicht immer besser, z.B. auf der Freihofstraße in Stammheim, eingequetscht zwischen Stadtbahngleisen und parkenden Autos

    Viele Grüße

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  6. Ich fahre diese Strecke täglich in Richtung Bad Cannstatt. Auf der Straße habe ich es auch schon versucht, aber das ist mit der derzeitigen Einstellung mancher Autofahrer noch lebensgefährlicher: "Radfahrer haben nichts auf der Bundesstraße zu suchen". Die Überholmanöver sind mitunter extrem knapp, obwohl ich mittig in der Spur fahre...
    In Gegenrichtung fahre ich diese Strecke nie, sondern über den Killisberg. Denn meiner Meinung nach ist ein Linksseitiger Radweg ein absolutes NoGo.

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  7. Der Radweg zwischen Löwentorbrücke und Eckartshaldenweg

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  8. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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  9. Wenn ich das lese, da muss ich wieder runterhumpeln über Bordsteine. Warum bleibt ihr nicht auf der Straße? Ist allemal sicherer und wenn ihr angehalten werdet, dann Ticket austellen lassen, anfechten und gleich die RWBP für das Teilstück in Frage stellen. RWBP ist für Kommunen eh nicht mehr so einfach, die wird meist ganz schnell aufgehoben, wenn mal einer den Mund aufmacht...

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    1. Weil das oftmals nicht so einfach geht!
      Ich fahre auf einem Radweg, der plötzlich nur noch freigegebener Fußweg ist. Auf die Straße wechseln heißt Bordstein runter, durch parkende Autos auf die Straße fädeln. Viele Wege lassen nur ein Befahren auf einem freigegebenen Fußwegen zu. Grundsätzlich immer auf der Straße mitfahren hat für mich den Nachteil viel mehr (rote) Ampeln zu haben als auf dem Radweg und ich müsste mich mit den Autos in den Stau stellen. Ich fahre ja eben auch darum meine Strecke per Rad, weil ich wesentlich schneller bin als mit dem Auto!
      Sandy

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    2. Stimme Ihnen, Xaver, grundsätzlich zu. Aber dies ist lediglich eine Option für relativ fitte, selbstbewusste Radelnde, für z. B. Omas/Opas und Kinder ab 10 eher nicht.

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