26. Januar 2017

Schneeketten fürs Fahrrad?

Foto: Bloglser Holger
Bei Schnee und Eis kommt immer wieder die Rede auf Fahrradreifen mit Spikes. Allerdings: Für die paar Tage  Schnee und Eis welche drauf machen? Jetzt dauern die paar Tage allerdings schon ein paar mehr Tage.

In der Stadt liegt jedoch kein Schnee, oben und in den Randgebieten schon. Die meisten von uns dürften aber mehr Asphalt als Eis und Schnee fahren. Sind die paar Tage vorbei, müssen die Spike-Reifen-Mäntel wieder runter. Es mag Radler geben, die so was gerne selber machen. Ich nicht. Es gibt auch Leute, die haben ein Winterfahrrad mit Spikes drauf und ein anderes Fahrrad. Ich auch nicht. Also habe ich mal nach Schneeketten für Radreifen gesucht.

Es gibt zwar Presse-Artikel darüber, aber tatsächlich keinen online-Anieter, der Schneeketten für Fahrräder verkauft, außer Slipnot. Dessen Angebot ist so dürftig erklärt, dass ich zum Beispiel keine Chance habe zu begreifen, welche der 100 Euro teuren Ketten ich für mein Fahrrad bräuchte. Offenbar braucht sie überhaupt niemand.

Der tatsächlich einzig praktikable und fast sofort umsetzbare Tipp ist der mit den Kabelbindern. Geht natürlich nicht bei Felgenbremsen, aber ansonsten schon. Beschreibungen gibt es reichlich (hier eine), auch einen hübschen Vergleichstest mit Spikes. Die sind auf Eis überlegen, Kabelbinder im Schnee. Übrigens, zur Not tut es auch ein Strick, den man um Felgen und Mantel wickelt.

Abe besten würden mir diese Dinger gefallen. Leider zwar seit 2011 als Prototyp da, aber offensichtlich noch nicht in Produktion sind diese Aufzieh-Spikes des Niederländers Cesar van Rongen, auch wenn oft im Netz darüber geschrieben wurde.

Kommentare:

  1. Da gibt es noch die Tirewraps von Hollandkiteshop.com. Kosten unter 20 Euro, habe sie nicht probiert.
    Der Reifenwechsel auf Spikes dauert mit etwas Übung nur 20 Minuten, schneller dürften andere Lösungen auch nicht sein. Wer nicht selbst wechseln mag ist in der Werkstatt richtig aufgehoben. Beim Auto sind Winterreifen Pflicht, beim Fahrrad für mich selbstverständlich.

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    1. Korrektur: hollandbikeshop.com

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    2. Wenn einem die 20 Minuten zu viel sind oder man (wie ich) ungerne Reifen wechselt, kann man auch wie beim Auto ein Paar Winterräder besorgen. Dann muss man nur das Rad austauschen, das geht um ein Vielfaches schneller. Das brauchen ja nicht die Teuersten sein, irgendwelche alten oder gebrauchten Räder sollten für die paar Tage Winter reichen.

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  2. Die Schneeketten helfen vielleicht bei tiefem Schnee. In Stuttgart gibt es aber meist glattgefahrene dünne Schneedecken, überfrorene Nässe oder Spurrillen mit Eis. Da rutscht das Rad eher seitlich weg, was diese Ketten oder Kabelbinder nicht verhindern. Da sind Spikes deutlich besser.

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  3. Ich selbst seit letztem Herbst den Schwalbe Marathon GT 365. Seit der Winter über die Region gekommen, hatte ich noch gar keine Probleme. Natürlich muss man sich an die Bedingungen anpassen, langsamer fahren, etwas Luft ablassen etc.
    Weder bei Schnee noch bei blankem Eis hatte ich mit diesem Reifen Probleme.

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  4. Schwalbe Marathon Winter vorne, dann kann man 365 Tage im Jahr mit dem Fahrrad fahren.
    Immer den Reifenmantel zu wechseln, wäre mir auch zu mühsam - auf Dauer wahrscheinlich auch nicht gut für das Material. Ich habe ein komplett bestücktes Ersatzrad (Nabendynamo, Reflektoren, Tachomagnet) für vorne, das je nach Wettervorhersage in weniger als 5 Minuten eingewechselt werden kann. Kann ich nur empfehlen!

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