25. April 2016

Radfahren schafft mehr Jobs

Wer mithilfe der Verkehrspolitik Arbeitsplätze schaffen will, muss aufs Fahrrad setzen. 

Die Initiative "Clevere Städte" hat errechnet, dass vor 1 Million mit dem Auto gefahrenen Kilometern 0,8 Arbeitsplätze gebracht werden. Eine Million gefahrener Radkilometer verlangen dagegen schon 1,4 Arbeitsplätze, also 70 % mehr. Woran das liegt, ist nicht erforscht, es wird aber vermutet, dass es daran liegt, dass die Arbeitsprozesse in der Fahrradindustrie nicht so automatisiert sind wie in der Autobranche.

Die Fahrradbranche steht für 6 Milliarden Euro Umsatz. In Deutschland gibt es 60 % mehr Fahrräder als Autos, und es wurden in den letzten Jahren ungefähr 27 Prozent mehr Fahrräder als Autos gekauft. Der Studie zufolge sind in Deutschland 1,6 Millionen Pedelcs (E-Räder) unterwegs, aber nur 13.000 E-Autos.

Der Radverkehr ist für Städte natürlich auch billiger als der Autoverkehr. Die Infrastruktur kostet extrem viel weniger. Darüber berichte ich demnächst. Eine Stadt, die den Radverkehr fördert, spart Geld und schafft Arbeitsplätze. Nicht zu reden von der Entlastung vom Stau. Mehr Räder bedeuten weniger Autos auf der Straße und damit weniger Stau. Auch das ist gut für die Wirtschaft, denn Handwerker und Lieferverkehr kommen besser zum Kunden und sparen damit enorm viel Zeit. Gut für die Taxifahrer ist es auch, denn auch sie stehen weniger im Stau.

Wer mit dem Rad fährt, hält die Straßen frei für den Autoverkehr, der unbedingt fahren muss, sogar für die Autofahrer/innen, die einfach nur unbedingt mit dem Auto fahren wollen.




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