13. Dezember 2017

Was schenke ich?

Weihnachten droht. Ich habe mal nach Dingen gesucht, die neu und/oder praktisch sind. Innovationen sind nicht gerade häufig oder sehr teuer.

Mir sind zufällig im Lauf der Zeit aufgefallen ein Schloss, dass in die Sattelstütze integriert ist, immer wieder flache Pedale fürs urbane Radeln mit Ledersohlen oder innovative Anttriebe. Die Auswahl ist völlig zufällig und mit keinerlei Provisionen für mich verbunden. Sie ist auch eher als Ideensammlung zu verstehen. Man kann selber weiterrecherchieren, wenn man sich für ein Tool interessiert, und Varianten finden.

Aufgefallen ist mir zum Beispiel der Velosock (Foto oben). Das ist ein Indoor-Bik-Cover, also eine Hülle  für Fahrräder, die man schnell überstreifen kann, um mit dem Rad in eine Stadtbahn zu rammeln, es ins Auto zu legen oder in der Wohnung abzustellen, ohne Schmutz und Kettenöl an fremder Leute Beine oder Wände zu schnmieren. (Velosock kostet ungefähr 50 Euro und gibt es in vielen Farben auch bei gängigen online-Versendern.

Für 50 bis 60 Euro kann man unter anderem hier, aber auch bei Amazon die Interlock-Stattelstütze bestellen, in der ein Fahrradschloss integriert ist. Damit ist nicht nur der Sattel sicher, sondern auch das Fahrrad, auch wenn das Kabel sicher nicht höchsten Standards  entspricht. Sehr elegant.

Will man nur Kleinigkeiten sichern, etwa den Helm am Rad oder den Sattel gegen Gelegenheitsdiebe, dann tut es vielleicht auch das Kabelbinderschloss Hiplok, das es zum Beispiel hier gibt, aber auch bei anderen Versendern. Der Schlüssel soll nicht sonderlich stabile sein, aber vielleicht will man ja eine Lenkertasche dauerhaft mit dem Lenker verbinden, und dann öffnet man es nicht ständig.

Auch ein Trolly lässt sich mit dem Fahrrad transportieren, und zwar mit einel Trolink. Damit lassen sich Einkäufe oder Rollkoffer ans Fahrrad anhängen und ziehen, vorausgesetzt die Räder der Trollys lassen das Fahren auf Asphalt und Bordsteine rauf und runter zu. Auch zum Ausstausch der Kofferrollen gibt es eine Anleitung. Allerdings ist Trolink noch nicht Serienreif, aber vielleicht lässt sich im Direktkontakt mit den Erfindern ja was machen.

Radfahrende Frauen freuen sich womöglich über Pedale, dic für Pumps und Schuhe mit glatten Sohlen taugen, auch bei Nässe. Davon gibt es inzwischen einige (eigentlich sind es BMx-Pedale). Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie flach sind und eine raue Auflage haben, von der Ledersohlen nicht abrutschen. Es gibt Aaron Urban Pedale oder Rose-Tour-Grip-Pedale  die von Moto mit völlig lochfreier Fläche und Reflektoren.

Fahrradtaschen, die im Laden oder Büro nicht gleich nach Fahrrad aussehen, gibt es auch, zum Beispiel bei Zimmer-Taschen. Man kann sie im Gepäckträger einhängen, aber auch über der Schulter tragen, als Shopper (voll mit Gemüse, der Lauch ragt oben raus) oder als Bürotasche.

Für kleines Geld bekommt man Lenker-Lichter, die man außen dransteckt. Zum Beispiels solche (Amazon). Dann wissen alle, wie breit das Fahrrad wirklich ist.

Aber Teures gibt es auch. 

Der neue Antrieb Cyfly von Moewe Bikes, eine Weiterentwicklung der Kurbel, die den Hebel vergrößert und deshalb die Effizienz der Körperkraft steigert. Sautauer aber sehr schön. Ein Rahmen mti Cyfly-Kurbel kostet über 2.000 Euro, ein ganzes Fahrrad über 3.000 Euro, und es ist kein Pedelec.

Cargo-Bikes von Chike kosten 5.000, sind aber flexibel für allerlei Bedarfe herzurichten und umzubauen. Ob die doppelten Vorderräder sich beim Kurvenfahren neigen, habe ich nicht herausbekommen.


Und wenn ihr Frauen in Afrika ein Fahrrad schenken wollt, damit sie zur Schule oder zur Arbeit kommen, dann könnt ihr hier spenden. World Bicycle Relief macht eine Weihnachtscampagne, bei der die Spenden verdoppelt werden. Darauf hat mich Blogleser Mattias hingewiesen, denn in der Internetseite steht das nicht. Die zweite Hälfte des Geldes kommt vom SRAM-Gründerpaar oder von Sponsoren wie Giant.

Kommentare:

  1. Ja, die Chikes haben eine vordere Einzelradaufhängung an Querlenkern.

    Mich wundert, dass noch niemand bei Lastenrädern mit Box vorne auf die Idee gekommen ist, McPherson zu adaptieren.

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  2. Danke für den Hinweis auf World Bicycle Relief. Der kam gerade passend!
    Wir veranstalten in unserer Firma jedes Jahr im Sommer einen Spendenradelmonat, in dem der Chef für jeden berufsbedingt geradelten Km 50 Cent spendet. Da kommen schon immer gut >2000€ zusammen. Zum Jahresende wird dann beraten wer als Empfänger in Frage kommt. Ich habe diesmal World Bicycle Relief vorgeschlagen und da Radeln und Bildungsförderung für uns genau passen wurde spontan zugestimmt! Und dann noch die Verdoppelung der Spende - perfekt!
    Viele Grüße aus Duisburg!

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    1. Singletrackworld.com hat eine sehr detaillierte Beschreibung des Buffalo Bikes:

      http://singletrackworld.com/2017/06/bike-check-buffalo-bike/

      Mich überzeugt, dass hier vor allem zwei Größen der Fahrradindustrie (SRAM und Giant) hocheffizient an einem gemeinnützigen Projekt arbeiten und sich primär ums Fahrrad und die richtigen Berater in anderen Belangen kümmern. Die blauen Räder für Hebammen werden beispielsweise von UNICEF-Spenden bezahlt und auch ermittelt UNICEF hier den Bedarf. Bei Microkrediten arbeitet WBR mit WorldVision zusammen, welche die Kreditnehmer prüfen und die Kredite schließlich bereitstellen.

      Eure 2000€ schicken ~30 neue Räder ins Bildungsprogramm (134€ pro Rad plus Verdoppelung!). Soviel kann ich als Kleingewerbetreibender nicht beisteuern. ;-)

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  3. So Trolleys gibt es schon lange. Zb. von https://burley.com/product/travoy/
    Beim Rad+Reisen in Stuttgart-Mühlhausen kann man den sich auch in "echt" ansehen. Zumindest letztes Jahr stand da einer rum.

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