31. März 2018

Das Allwetter-Vierrad-Pedelec

 Quelle CityQ 
Das norwegische Unternehmen CityQ will noch in diesem Jahr ein elektrisches Leichtfahrzeug mit Pedalen auf den Markt bringen.

Es wird wie ein Fahrrad mit E-Unterstützung bewegt, hat aber vier Räder und ein Dach wie ein Auto. Es kann auf einer Rückbank außer dem Fahrer noch zwei Personen, für die es Sicherheitsgurte gibt, und Gepäck transportieren. Die Norweger haben es für kalte und regnerische Landstreiche gedacht, für Leute, die im Winter eigentlich nicht Fahrrad fahren und nicht immer alleine unterwegs sind.  Es soll den außerdem Übergang vom Auto zum Fahrrad verlockend machen. Es ist hübsch, leicht und auffällig.

Das LEV (Light Electric Vehivle) hat wie ein Pedelec eine Maximalgeschwindigkeit für Elektrounterstützung von 25 km/h, es wiegt 60 kg und soll zwischen 70 und 100 Kilometer weit kommen. Auf dem Dach sind Solarzellen angebracht, die vermutlich ein bisschen Zusatzreichweite gewinnen. Geladen wird es über eine Schuko-Steckdose. Das Gefährt nimmt nicht mehr Platz ein als ein Motorroller, da es aber als Pedelec (bis 25 km/h) klassifiziert ist, braucht man keinen Führerschein und darf damit auf Radwegen fahren.

Wenn man sich gänzlich vor Regen schützen möchte, kann man Seitentüren anbringen lassen.
Es soll sich auch für Leasing- und Sharing-Angebote eignen. Eine Smartphone-App dafür gibt es bereits. Nach Angaben von Velostrom soll es ab 6.000 Euro zu haben sein. Pre-ordern kann man es schon.

Nachtrag: Und hier  noch so ein Teil von Schaeffler, ein einsitziges Pedelec-Hybrid mit Regenschutz und vier Rädern. Mal sehen, was wirklich kommt. Wir werden uns aber auf viele neue kleine E-Fahrzeuge einstellen müssen und dafür auch Regeln schaffen müssen.

Kommentare:

  1. 60 kg für das bisschen Aluminium und Carbon? Da hätte ich deutlich weniger erwartet. Ist dann wohl dem Akku geschuldet. Und "hübsch" finde ich es überhaupt nicht, eher leblos und steril, was aber wohl dem Zeitgeist geschuldet ist und entspricht. Vor allem aber sieht es sitztechnisch eher unbequem aus.

    AntwortenLöschen
  2. Ein Dach, aber keine Radabdeckungen?

    AntwortenLöschen
  3. Fehlt nur noch die Behauptung, man käme mit diesem Mobil so weit, wie mit einem E-Auto! Theoretische Daten. Keine Praxiserfahrung. Was ist bei Wind? Wo ist die Ladungssicherung? Mit diesem Gefährt würde ich fahren, wie mit einem Lastenrad. Da sollte dann auch mein Einkauf für vier Personen und Getränke rein passen. Sehe ich nicht.

    AntwortenLöschen
  4. Das mit den Regeln wird spannend. Stuttgart schafft es ja noch nicht einmal, regelkonforme Radwege zu bauen. Ich kenne jedenfalls keinen einzigen, nicht einmal die neu gebauten. (Wer wettet dagegen? Es gibt in Stuttgart keine 2 km Hauptradroute am Stück, bei der nach sorgfältigem Abgleich mit der aktuell gültigen ERA alles korrekt ist)

    Das CityQ ist angekündigt mit zwei unterschiedlichen Motorisierungen. Mit der stärkeren ist es kein Fahrrad mehr, darf also nicht auf Radwegen fahren - aber auch nicht auf Kraftfahrstraßen. Da muss sich der Besitzer für eine Seite der König-Karl-Brücke entscheiden. Drüber kommt er jedenfalls nicht, also entweder Bad Cannstatt oder Stuttgart. :-(

    AntwortenLöschen
  5. Unter Specs, facts and benefits wird eine Preisspanne von 6000-8500 Euro exl. Steuer genannt.

    AntwortenLöschen
  6. Norwegen halt... Ich möchte nicht in dem Ding fahren, wenn seitlich der Wind durchpfeift und Bergenser waagrechter Regen (ich erinnere mich noch gut an eine Headline: "100 Tage Regen!" im Bergens Tidende) lässt sich auf dem Fahrrad wahrscheinlich besser aushalten.

    Wir sind damals wegen der horrenden Innenstadtmaut bei schlechtem Wetter eben mit dem Bus in die Stadt rein gefahren, ab und an mit dem Firmenwagen.

    50.000 bis 60.000 Kronen dürften angesichts der Preise für PKW und der hohen Neben- und Betriebskosten in Norwegen dieses Ding für viele Pendler aus den Stadtrandgebieten attraktiv machen. Dass es hier zum Verkaufsschlager wird, bezweifle ich eher.

    AntwortenLöschen