11. Juni 2018

Tennis sperrt Radweg

Auf dem Killesberg findet das Weißenhofturnier statt. Für alle Radfahrenden sichtbar hat am Samstag der Mercedes-Cup begonnen, ihre Radroute ist nun unterbrochen. 

Radler werden hier hier regulär durch den Parkplatz an der Feuerbacher Heide geführt. Allerdings jetzt nicht mehr. Autos und Tennis sind wichtiger, zumindest fühlen sie sich so.

Wer auf dem Fahrrad vom Kochenhof kommt, wird gar nicht vorgewarnt und hängt im Zaun am Ende des Parkplatzes. Wer von Botnang her kommt, sieht die Lage so wie auf dem Foto, das mir Blogleser Jörg geschickt hat. Ein schmaler Gehweg führt hier immerhin noch direkt an der Straße entlang, auf dem sich keinesfalls zwei Radler begegnen sollten. 

Mal schnell über die Straße auf die rechte Fahrbahnseite radeln, ist auch nicht so einfach. Wir sehen das schraffierte Überfahrtsverbot in der Fahrbahnmitte. Es ist also auch uns verboten. Radfahrer: Ätsch-Bätsch! 

Wollen wir mal hoffen, dass die Stadt einschreitet und das jetzt nicht bis 17. Juni so bleibt. Solange geht nämlich der Mercedes-Cup. 


Kommentare:

  1. Wenn der Radweg gesperrt ist, muss ich auf die Fahrbahn. Auf die rechte Spur. Wenn ich hierzu eine Sperrfläche überqueren muss, dann ist das offensichtlich von Amts wegen so gewollt.

    Übrigens: Ich kenne linksseitige, benutzungspflichtige Radwege an Landstraßen, die ich nur erreichen kann, wenn ich über Sperrflächen bzw. durchgezogene Linien fahre. Was ich natürlich nicht mache 🌝

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  2. Aus der Verlautbarung des Veranstalters:
    "Egal ob Sie mit dem Auto, der Bahn oder mit dem Flugzeug anreisen, hier finden Sie alle Informationen um auf dem einfachsten und schnellsten Wege zu uns zu gelangen. Außerdem finden Sie hier alle Informationen zu unseren Parkmöglichkeiten in Nähe zur Anlage, sowie unserem Shuttle-Service."

    Keine weiteren Fragen, Euer Ehren.

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  3. Der Parkplatz der das ganze Jahr über nur als Anhänger/Wohnmobilabstellplatz und als wilde Müllhalde dient hätte mit dem Bau des Radwegs komplett weg gehört. Aber da hat mal wieder der Geldadel / Weißenhofadel seine Macht spielen lassen damit zum Tennisturnier ein paar Porsche oder fette Luxuskarossen ihr bewachtes Abstellplätzchen finden.

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  4. Wenn ich das richtig sehen, darf man vom Kochenhof kommend auch sonst nicht über den Parkplatz fahren. Oder wie ist das Zeichen 267 (Verbot der Einfahrt) sonst zu verstehen?

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  5. Hier auf dem Land wären diese Gitter gleich im Gebüsch da links daneben..

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  6. Business as usual halt.
    Die Notwendigkeit gefährlicher Querungen ist allerdings beim Bau einseitiger Zweirichtungswege sowieso stinknormal und systembedingt allerorten zu finden.
    Das sind dann die Stellen wo gern mal das subjektiv sichere Befahren der Radwege in den objektiven eingetretenen Todesfall übergeht.
    Gerade Ältere und Kinder/Jugendliche unter 12 Jahren sind meist nicht in der Lage den Eintreffzeitpunkt von Fahrzeugen mit höherer Geschwindigkeiten sicher abzuschätzen, was bei Querungen aber unerlässlich ist.
    Der erhöhten 'subjektiven Sicherheit' im statistisch ungefährlichen Längsverkehr steht eine verschlechterte 'objektive Sicherheit' bei den ganzen - durch den Radweg erst notwendig gewordenen - Querungen (und Einmündungen und Kreuzungen) gegenüber.
    Fragt sich auch wieso da eigentlich "regulär durch den Parkplatz" geführt wird. Die fürs Alltags-Radfahren notwendige 'soziale Sicherheit' ist da i.d.R. unter Null, was für viele - gerade Frauen sind da sensibel - einem Nachtfahrverbot gleichkommt.
    Aber die Punkte 'soziale Sicherheit' und ganzjährige '24/7 Befahrbarkeit' werden ja gern mal ausgeklammert in der neuen Radwegbau-Bewegung.
    Immerhin ist die reguläre Fahrbahn (noch?) nicht mit Z.254 für den Radverkehr gesperrt.

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