31. Dezember 2018

Das lächelnde Gesicht Stuttgarts



Ein schönes neues Radlerjahr wünsche ich euch. Es wird viel passieren. Der Radentscheid ist auf dem Weg und ihr könnt einen neuen Gemeinderat wählen. 

Ich bin zum Optimismus entschlossen. Für uns Radfahrenden kann es nur besser werden. Wir werden immer mehr auf Stuttgarts Straßen. Dreihundert neue Lastenräder sind im kommenden Jahr im Kesselt unterwegs, für die Familien eine städtische Förderung erhalten haben. Das Projekt Parkhäuschen für Fahrräder in Wohngebieten hat begonnen. Der Radentscheid befeuert die Diskussion über den Radverkehr im Gemeinderat. Wir Radlerinnen und Radler  von Stuttgart  haben mit vielen witzigen und lebendigen Aktionen von uns reden gemacht. Wir sind im Gespräch. Radfahrende sind keine Sonderlinge, die Wind und Wetter und hupenden Autofahrern trotzen, sondern das sind wir alle. Wir Radfahrende - ihr alle und ich - zeigen jeden Tag, dass es geht und Spaß macht.

Wir geben dem zugestauten Kessel Bewegung, Leben und ein lächelndes Gesicht.
In diesem Sinn: Radeln wir's an, rollen wir gut durchs Jahr 2019


Radfahren in Stuttgart geht damit übrigens ins sechste Jahre seines Bestehens.

Kommentare:

  1. Liebe Christine,

    "Ich bin zum Optimismus entschlossen."
    Gerade mal ein kleiner Hauptsatz, aber der enthaelt alles, warum dein Blog so lesenswert ist. Dass man naemlich trotzdem optimistisch sein kann.

    Auf uns Radfahrern wird in Stuttgart ja mehr oder weniger herumgetrampelt, wir werden behandelt wie Parias und man speist uns mit kleinen Verbesserungen ab, Hauptsache wir geben mal wieder Ruhe.
    Viele von uns reagieren darauf mit Verbitterung und Verhaertung und uebertreiben auch mal das Beharren auf den eigenen Rechten.

    Nur du bohrst mit deiner freundlichen und vermittelnden Art beharrlich dicke Bretter und pfeifst den einen oder anderen auch mal zurueck, wenn der Frust zu harsch ausgedrueckt wurde.

    Klar kann man sich darueber streiten, welche Strategie die richtige ist, und ich glaube, dass sich nichts aendert, wenn man nur nett fragt und sich zu schnell zufrieden gibt. Aber es wird sich nur dann etwas aendern, wenn auch Autofahrer ueberzeugt sind, dass man in Stuttgart mit dem Rad schneller und puenktlicher und bequemer unterwegs ist. Es wird sich nur etwas aendern, wenn wir Mehrheiten gewinnen.

    Also raus aus der Schmollecke, Schluss mit den ideologischen Debatten, und packen wir sie dort, wo sie selber dran knabbern: dass man in Stuttgart mit dem Auto einfach nicht mehr vorwaerts kommt. Nicht planen kann, Zeit vergeudet, keinen legalen und billigen Parkplatz findet.

    Dein Blog gibt uns jede Woche neue Argumente an die Hand, und zudem das Gefuehl, dass wir mit unserm taeglichen Kampf in dieser fahrradfeindlichen Umgebung nicht allein sind. Eine Art virtueller Critical Mass.

    Vielen Dank dafuer und ein gutes Jahr 2019!

    Liebe Gruesse,
    -Matthias

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    1. Lieber Matthias, vielen Dank für deine Worte. Das ermutigt mich sehr, unverdrossen weiterzumachen, genauso wie unsere vielen gemeinsamen Ausfahrten mit der CM, die vielen Treffen unter uns Radfahrenden, dass der Radentscheid entstanden ist, dass die Radler in Stuttgart so lebendig und laut geworden sind in den letzten Jahren. Es hat sich eigentlich sehr viel verändert, was das öffentliche Klima betrifft und das verdanken wir uns allen, die wir uns immer wieder was einfallen lassen, um aufzufallen. Und ich hoffe, dass wir am Ende dieses Jahres, wenn die Haushaltsberatungen im Gemeinderat sind (egal, ob ich dann wieder reingewählt wurde oder nicht) richtig viele Millionen und viel Personal bereitstellen, damit die Beschlüsse des Radentscheids umgesetzt werden können.

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