1. Januar 2019

In Baden-Württenberg gibt es mehr Fahrräder als Pkw

In Baden-Württemberg hat gut 11 Millionen Einwohner/innen, die fast 10 Millionen Fahrräder besitzen. 

Nach Informationen des Statistischen Landesamts kommen auf 100 Haushalte durchschnittlich 192 Fahrräder. Die Zahl der Pkw beträgt 6,5 Millionen.

Am meisten Fahrräder stehen in Haushalten, in denen Paare mit Kindern leben, im Durchschnitt 3,5. Auch Wohngemeinschaften haben überdurchschnittlich viele Räder. Bei Menschen, die alleine leben, haben mehr Männer ein Fahrrad (103 auf 100) als Frauen (86 auf 100). Der Bestand von Pedelecs unter diesen Fahrrädern liegt bei 12 Prozent, wobei die älteren mehr der teuren Räder besitzen als die Jüngern.
Vor allem die über 65-Jährigen entdecken mit Pedelecs das Fahrradfahren neu oder bleiben damit Radfahrer/innen.

Diese Zahlen kommen aufgrund einer Befragung in 6.500 Haushalten und einer Hochrechnung zustande. Das nennt sich Einkommens- undVerbraucherstichprobe (EVS) und dient auch als Grundlage für viele weitere statistische Erkenntnisse, etwas den Warenkorb beim Verbraucherindex oder für die Festlegung von Regelgrundsätzen in der sozialen Grundsicherung.

Im Detail nachlesbar hier.

Kommentare:

  1. Und wie viele von diesen Fahrrädern werden tatsächlich gefahren? Also ich kenne nicht wenige Keller und Hinterhöfe mit Rädern denen man eindeutig ansieht, dass sie nie bewegt werden. Wurden die Besitzer nicht dazu befragt? Interessant wäre auch noch zu wissen, wie viele von den 6,5 Millionen PKW andererseits die meiste Zeit nur ungenutzt rumstehen (also maximal eine Stunde pro Tag bewegt werden, wenn überhaupt).

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    1. Das gleicht sich aus. Ich nutze regelmäßig drei Fahrräder und habe zudem einen PKW rumstehen, den ich alle 2 Wochen mal spazieren fahre.

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    2. Mein Auto steht seit mittlerweile 6 Monaten auf dem Firmenparkplatz. Irgendwie war das Wetter einfach nicht schlecht genug, so habe ich immer das Ebike genommen.
      Warum ich die Kiste nicht abschaffe? das ist mein altes geliebtes Sprinter-Womo.

      Die Winter sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Eigentlich kann man mittlerweile problemlos das ganze Jahr ueber fahren. Nicht mal mehr Spikes lohnen sich.

      Gruss - Matthias

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  2. Dein Kommentar ist einfach der Tatsache entsprechend! Das Radfahren in den Städten und Dörfern wäre attraktiver, wenn zurzeit nicht die Gebäuden in Neubaugebieten, sondern auch alle Altbauten nach einem Eigentümer-wechsel, die gesetzliche LBO mit Fahrradabstellplätzen bzw. -sicherungsbügeln ausgestattet sein müssen. Dann würde auch die Strecke zum Bäcker oder zu anderen Klein-Einkäufen das parkplatzeinsparende und umweltschonende Zweirad sinnvoll benutzt werden!

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    1. Es ist sicherlich ein Faktor, dass Räder so bequem und fahrbereit untergebracht sein müssen wie das Auto, damit sie für die kleinen Wege genutzt werden. Aber wir sind ja such nicht faul im Ausreden suchen und präsentieren. Entscheidend ist (abgesehen von einem Unterstellplatz fürs Fahrrad) die Entschlossenheit, das eigene Mobilitätsverhalten umzustellen und dann die positiven Erfahrungen, die man damit macht, weil plötzlich alles einfacher, bequemer und lustiger ist.

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