14. Januar 2021

Trasse für Radschnellweg Filstal-Neckartal gefunden

Das Filstal bekommt einen Radschnellweg ins Neckartal Richtung Stuttgart. Die Trasse soll Anfang dieses Jahres dem Gemeinden vorgestellt werden.

Nach Angaben des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg soll der Radschnellweg eine echte umweltfreundliche Alternative für Pendlerinnen und Pendler bieten. Er ist 18 Kilometer lang und entspricht den Qualitätsstandards eines Radschnellwegs.

Er ist vier Meter breit und verläuft getrennt vom Fußverkehr. Die Trasse wurde bereits auf ihre technische Machbarkeit überprüft, nun wird noch untersucht, ob sie mit landschafts- und umweltplanerischen Vorgaben vereinbar ist. Schon dieses Jahr sollen 1,3 km des Anfangs zwischen Reichenbach und Ebersbach realisiert werden, damit man sehen kann, wie es aussieht. 

Ich hoffe, das Projekt kommt schnell voran. Nach meiner Erfahrung werden Radwegprojekte allerdings heftig diskutiert und von allen Seiten kritisiert.

Eine Radschnellverbindung haben wir bereits zwischen Stuttgart Rohr und Böblingen/Sindelfingen. Hier scheint der Radverkehr um zwanzig Prozent zugenommen zu haben. Auf ihm sind im ersten Jahr etwa eine Viertelmillion Radfahrten gezählt worden.




Kommentare:

  1. Das unsägliche Thema RS in BW und 10 Jahre Amtszeit Hermann: Die Bilanz ist katastrophal. Einen! einzigen RS gibt es und das auch nur, weil vorher schon 70% der Strecke da war (Panzerstrecke) Es wurden allein 10 Jahre mit der Finanzierung verschwendet- jetzt werden 87,5% (Land/Bund) auf den Tisch legt - hätte man früher haben können.

    Grundsätzlich sind die Kriterien für einen RS in D ziemlich verwässert: Allein 20% der Gesamtstrecke dürfen komplett abweichen. Stückwerk und Achterbahn ist bei der Streckenführung angesagt.

    Was den RS4 Filstal-Neckartal angeht: Dieser hört in Süßen auf- eigentlich war geplant bis Geislingen/Steige. Und wozu bedarf es jetzt noch eine 'Demo-Strecke'? Die Kriterien und Anforderungen an einen RS sind seit 10 Jahren bekannt. Das ist Symbolpolitik- nach der LTW werden die Karten neu gemischt und das Projekt wird in der Schublade verschwinden.

    (Nur am Rande: Der RS5 Remstal geht von Stuttgart nach Schorndorf. Anstatt bis Aalen. Dort läuft seit Jahren nichts. Fellbach blockiert, Waiblingen ist ausgestiegen. Treppenwitz: Die wichtige vorhandene Quertrassen-Verbindung für den RS4 & RS5 auf Höhe Göppingen (ehemalige Hohenstaufenbahn) soll jetzt wieder geopfert werden- Reaktivierung Bahn auf Vorschlag VM Hermann. Das wirkt auf mich planlos/ziellos.

    Nach all meine bisherigen Erfahrungen wird der RS4 & RS5- wenn überhaupt, nicht vor 2030 fertig sein. Sehr düstere Aussichten.... Klaus Kempfert

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  2. Auch ich sehe für beide Projekte eher 'schwarz'- es sei denn, man geht dieses mal einen 'ungewöhnlichen' Weg- die alten Rezepte funktionieren nämlich nicht. Man holt die Großkonzerne im Remstal & Fils-Neckartal wie Daimler & Co. stärker 'ins Boot'- dann dürften beide Projekte schneller über die Bühne gehen. Daimler kann kein Interesse daran haben, mit noch mehr verstopften Straßen mit Radfahrern. Zudem dürfen bald die Autos nicht mehr in die City- also wird das Fahrrad vor den Toren der Stadt aus dem Kofferraum geholt. Soll doch Daimler die komplette Planung für den RS4 übernehmen und bauen- dann ist Strecke 2024 fertig. Und die Öffentliche Verwaltung wäre entlastet...Claudia

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  3. Ich wäre dafür, das es EINE Baden-Württembergische Radschnellwege-Planungsgesellschaft gäbe, angesiedelt beim VM. So wie es ja auch jetzt eine Autobahn GmbH beim Bund gibt. Die jetzige Konstruktion für RS über die Landkreise, Großen Kreisstädte und Kommunen klappt nicht. Oft fehlt schlicht weg die Kompetenz und die Manpower vor Ort. Jedes Kuhkaff kann zudem alles auf Jahre hinaus blockieren- das muss aufhören.

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  4. Jörg
    Es gibt einen Link zu der Machbarkeitsstudie ab einer hohen Seitenzahl (51+) sieht man viele schöne Details mit neuen Brücken und Unterführungen. Einmal über den Neckar ca. 5 Mio. €. Kürzere Spannweiten gibt es ab 1 Mio €. Dieser RSV wird vom Land betreut, da geht was. https://radschnellweg-neckartal.de/wp-content/uploads/2019/02/Machbarkeitsstudie_Radschnellweg_Neckartal_Digitalversion_reduziert.pdf
    Wenn Gemeinden das betreuen läuft das nicht so rund. Da leistet das VM-BW echte Pionierarbeit. (gut hier gibt es viele, die es besser wissen). Die Gemeinden oberhalb hatten wegen zu massiven Eingriff in die Landschaft abgelehnt. Die Gemeinde unterhalb kommt mit ihrere Behörden und dem Gemeinderat nicht in die Pötte. Eine Ansammlung von Bedenkenträgern bremst alles aus. Hier gibt es dann also Beispiele wie es geht. Damit können wir zukünftig unserer Stuttgart Führung Beine machen.

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  5. Radinfrastruktur in der Region Stuttgart zu bauen ist fast so komplex wie ein Flug zum Mond. Ein sehr treffender Vergleich den die Stuttgarter Nachrichten mit Blick auf den Rückbau der Radinfrastruktur auf der Theo gezogen haben. Viele Radpendler sind es allerdings leid auf verdreckte Feldwege, Umwege oder schlechte, nicht den Regelwerken entsprechende Radinfra geschickt zu werden. Gerade Fellbach (Stuttgarterstr)ist da ein schönes Beispiel. Es gibt deswegen Überlegungen von Pendlern, regelmäßige Demos, ähnlich der CM, in die angrenzenden Landkreise zu veranstalten, um die örtlichen Gemeinderats-Schlafmützen aufzuwecken. Bisher verhindert Covid-19, dass das konkret umgesetzt wird. Sobald aber die Pandemiesituation es zulässt werden wir sie besuchen. Radinfra ist KEINE Raketenwissenschaft!

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  6. Es freut mich, dass die geplante Trasse von der ursprünglichen Planung abweicht: nicht mehr durch die Ortschaften hindurch, sondern schön der Fils entlang!
    Vorzugstrasse:
    https://stm.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/dateien/PDF/Anlagen_PMs_2020/201220_Vorzugstrasse_RS4_Esslingen-Reichenbach.pdf

    Das war die Planung:
    https://radschnellweg-neckartal.de/wp-content/uploads/2019/02/Machbarkeitsstudie_Radschnellweg_Neckartal_Digitalversion_reduziert.pdf

    Auf Seite 50 gut zu erkennen: ab Segment E47 verläuft die Vorzugstrasse anders.

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  7. Grundsätzlich ist es schön, dass sich bei Radschnellwegen etwas tut.
    Allerdings ist das als "Demonstrationsobjekt" geplante Teilstück zwischen Reichbach und Ebersbach bereits jetzt mit einem ausreichend breiten und vom MIV getrennten Fahrradweg ausgestattet. Au0er der um 1 Meter größeren Breite erkennt der Radfahrer gegenüber dem bisherigen Zustand keinen Vorteil.
    Sinnvoller wäre es eine Orstdurchfahrt als Radschnellweg zu gestalten und als Demonstrationsobjekt auszuweisen. Da könnte man vielleicht gravierende Vorteile gegenüber der bisherigen Zustand erkennen.
    Mit dem geplanten Teilstück btaucht sich due Verwaltung nicht zu brüsten.

    Steffen aus Plochingen

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    1. Jörg: So läuft das Spiel nicht. Es läuft so. Das Land baut einen RSV. Du kannst das übertrieben finden oder gut finden. Alternativen gibt es da nicht.
      Kennst Du den Unterschied zwischen einem RSV und ein kombinierten Rad Fussweg? Rechtlich ist das wie Tag und Nacht.
      Was spricht außerdem dagegen leicht zu bauende Stücke zu bauen?

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    2. Wenn auf dem geplanten "Demonstrationobjekt" nur ein Meter Platz für Fussgänger freigehalten wird, ist aus Platzgründen der Radschnellwegstandard von 4 Metern nicht zu halten.
      Ich bleibe dabei, der Radfahrer erkennt gegenüber dem bisherigen Zustand keinen Vorteil, das ist eine Marketingmassnahme.
      Steffen aus Plochingen

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