12. Januar 2021

Wir brauchen die Radlerampel in der Kolbstraße

Der Bezirksbeirat Süd hat einen Antrag gestellt zur Kolbstraße. Sie ist die kürzeste Verbindung zwichen Tübinger Straße und dem Lehenviertel. 

Er fordert eine Ampelanlage für Radfahrende bergauf. Bergab gibt es in der Einbahnstraße, die für den Radverkehr frei ist, einen Augstellplatz mit Radlerampel, die gleichzeitig mit der Fußgängerampel grün wird, sieben Sekunden, bevor die Autos grün bekommen, die aus der Kolbstraße aufwärts Richtung Lehenstraße oder aber abbiegen wollen. Bergauf  fehlt eine solche Ampelanlage. 

Die Radfahrenden müssen sich ihren Weg rechts der aufgestellten Autos bahnen und dürfen erst starten, wenn auch die Autofahrenden grün bekommen haben. Das führt oft zu heulenden Überholvorgängen, weil Autofahrende meinen, sie müssten noch vorn den Radfahrenden die Kolbstraße entern, nur um gleich rechts ins Parkhaus abzubiegen. 

Viele Radfahrende vermeiden diesen Konflikt, indem sie sich so aufstellen, wie die Radlerin auf dem Foto. Sie starten dann, wenn die Fußgänger:innen Grün bekommen. Das ist natürlich schwer verboten (es ist eine Rotlichtfahrt, die mit einem Punkt in Flensburg geahndet wird), aber sinnvoll, weil man dann schon lange weg ist, bevor die Autofahrer den Run nach oben starten. Den Fußgänger:innen würden Radfahrende hier nicht ins Gehege kommen, erstens, weil sie beim Abbiegen wie alle anderen auch, auf den Fußverkehr achten müssen, zum andern, weil hier niemand mitdem Fahrrad links oder rechts auf die Hauptstätter Straße abbiegt.

Viele vermeiden diese stressige Kreuzung und radeln durch den Gehwegbereich des Marienplatzes nach oben, der für Radler freigegeben ist. Fußgänger:innen aber hassen das eigentlich, dieses Gewusel von Fahrrädern auf ihren Gehwegen. Und der Zielbeschluss "Frahrradfreundliches Stuttgart" sieht vor, dass der Radverkehr vom Fußgverkehr getrennt wird.

Will man den Marienplatz vom Radverkehr entlasten, dann ist eine radgerechte Ampel- und Verkehrsführung auf der Kolbstraße bergauf sehr sinnvoll und sollte auch zeitnah angegangen werden. Denn der Radverkehr wird auch hier nicht weniger, sondern mehr.  


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