Der neue Rosensteinsteg, der die alte Rosensteinbrücke ersetzt, ist seit Freitag für den Rad- und Fußverkehr offen. Wenn alles fertig ist, schafft er eine direkte Radverbindung zur Pragstraße.
Drei Dinge gehen aber so nicht, wie sie derzeit angelegt sind.
Der Steg ist knapp fünf Meter breit und als gemischter Geh- und Radweg ausgewiesen und nicht einfach nur als Gehweg mit Radfreigabe. Das ist gut. Fußgänger:innen werden hier zahlreich unterwegs sein, vor allem, wenn in den nächsten Tagen die Wilhelmsbrücke abgerissen wird. Dann wird es uns Radfahrenden übrigens wahrscheinlich zu schaffen machen, dass auf den beiden schmalen Fußwegen zwischen Wilhelmsbrücke und neuem Rosensteinsteg deutlich mehr Fußgänger:innen unterwegs sein werden als derzeit.
Ob das aneinander Vorbeikommen von Fahrrädern und Fußgänger:innen dann noch funktioniert, wird sich zeigen. Ich bin etwas skeptisch. Der Weg von der Wilhelmsbrücke Richtung Rosensteinsteg über die parallele Fahrbahn und in den gesperrten Rechtsabbieger, der als Parkplatz genutzt wird, wäre immerhin eine fußgängerfreie Alternative. Aber nur in die eine Richtung. In die andere nicht. Vom Neckardamm aus ist der Steg jetzt immerhin schon leicht zu entern. Die Verbindung zur Pragstraße Richtung Pragsattel ist allerdings noch nicht offen. Ein Radfahrstreifen von der Brücke zum Radweg die Pragstraße rauf, ist aber schon markiert. Ich hoffe, das dauert nicht mehr so lange. Und ich hoffe, es wird auch eine direkte Verbindung von der Pragstraße über die Kreuzung hinweg zum Rosensteinsteg für Radfahrende geben. Dann wäre der Steg ein gute Verbindung zwischen Pragsattel (Feuerbach) und Cannstatt. Immerhin kann am man am Stegende auf der Wilhelmaseite bereits auf Gehweghöhe nach links und rechts abbiegen und an der Neckartalstraße entlang radeln. Diese Mischung hier aus Rad-/Gehweg und mit Abschnitten, in denen der Gehweg nur fürs Radfahren freigegeben ist, ist eine typisch Stuttgarter Schwäche. Zumal der Zugang zur Fahrbahn kaum möglich ist.Kommt man vom unter die Bahnbrücke unterghängten Steg her und radelt auf dem breiten Radweg Richtung neuen Rosensteinsteig, dann stößt man an einer Schmalstelle auf das Schild, das aus dem Radweg einen Gehweg macht, der fürs Rad nur freigegeben ist (Schrittgeschwindigkeitsgebot). Normalerweise muss man solche Gehweg nicht nehmen, man darf die parallele Fahrbahn benutzen. Das geht hier aber nicht. Sperrflächen verbieten den Absprung auf die Fahrbahn. So darf das nicht bleiben!
Und so, wie Radinfrastruktur hier organisiert ist (auch noch nicht ganz fertig), müssen die Radfahrenden auch unbedingt auf dem Gehweg bleiben, denn sonst kommen sie nicht mehr auf den nagelneuen Radfahrstreifen, der noch keinen Anschluss an die Gehwegfläche hat und offenbar links neben dem Gehweg zum Rosensteinsteg führen soll. Auf dem Foto sieht man den durch Baken gegen den Autoverkehr geschützten frisch asphaltierten Radsteifen. Der Übergang da runter fehlt noch. Diese Bakenreihe verhindert gleichzeitig, dass Radfahrende, die auf der Fahrbahn den nur freigegeben Gehweg umfahren hätten (was aber legal nicht geht) zurück auf den Radweg/Radsrtreifen kommen. Auch das darf so nicht bleiben. Also muss der schmale Gehwegabschnitt mit Radfreigabe für die Radelnden Richtung Steg in einen gemischten Geh- und Radweg umgewidmet werden. Für die Radfahrenden die vom Steg kommen ist das nämlich bereits ein Radweg, den sie nehmen müssen. Dass ein und dieselbe Strecke für die beiden unterschiedlichen Fahrtrichtungen unterschiedlich definiert sind, geht so auch nicht.Dass Manko, dass man mit dem Fahrrad nicht umstandslos im Bereich Neckartalstraße an der Wilhelma vorbei zum und vom Rosensteinpark kommt, ist ein anderes Thema. Das sollte wirklich endlich radfreundlich gelöst werden.
Der Grund dafür, dass die neue Brücke zwischen dem Untergehängten Steg unter der Bahnbrücke und dem Hang des Rosensteinparks noch nicht offen ist, ist ein noch fehlendes Geländer. Es geht dann steil und in Spitzkehren den Berg hoch, beziehungsweise runter. Dieser Hangweg wird nicht leicht zu radeln sein, vor allem im Begegnungsverkehr mit einem Lastenrad oder Rändern mit Kinderanhänger. Aber immerhin wäre dann die Verbindung zwischen Rosensteinpark und Sailerwasen - die früher durch Elefantenbrücke und Holzsteg gegeben war - wieder offen und diesmal auch legal mit dem Fahrrad zu befahren.





Jörg
AntwortenLöschenBeim Rosensteinsteg wünsche ich mir eine Trennung von Rad und Fuß. So ein Strich funktioniert zu ca. 90% der Zeit. Wenn ganz viele Menschen da sind wird es überall voll. Volle Menschen in der Wasenzeit halten sich selten an Regeln, da hilft nichts.
Guten Tag, die Brücke "Rosensteinsteg" ist knapp 5m breit. Gemäß RASt06 Kap. 6.1.8.8. Unter- und Überführungen gilt: "Werden Unter- oder Überführungen von Radfahrern und Fußgängern gemeinsam benutzt, so empfiehlt sich eine Trennung beider Verkehrsarten (Zeichen 241 StVO)"
AntwortenLöschenOff topic: Wie geht es eigentlich in der Waldburgstraße in Vaihingen weiter?
AntwortenLöschenSchildbürger lassen grüßen. Ich selber wohne in der Gegend, benutze für fast alles mein Fahrrad, bin aber auch zeitweise mit einem Stadtmobil- Fahrzeug unterwegs.
AntwortenLöschenIch mache es mal kurz: Zur Zeit läuft der ganze Verkehr über eine einzige !!! Brücke in Bad Cannstatt, die König-Karl- Brücke. Mit etwas Phantasie kann man sich vorstellen, wie lange diese Brücke das durchhält, die nie für ein solches Verkehrsaufkommen und auch Lasten geplant war.Den Rest dürften dann die schweren Stadtbahnnen machen,
die auch in Richtung Pragsattel fahren.
Anstatt mit viel medialem Gedöns einen Steg rüberzulegen, wäre es doch nötig gewesen schnellstens eine neue Brücke zu bauen.Und diese muss für alle !!! Verkehrsteilnehmer benutzbar sein. Keine besonderen Windeier, dh. Keine Haltestelle auf der Brücke (wieso eigentlich? gabs vorher auch nicht)Keine Höherlegung wg. grösserem Schiffsverkehr, der eh nie kommen wird, keine architektonisch klimaneutrale
Sonderpfürze, mit weltweiten Ausschreibungen. Einzige Bedingung: in einem Jahr muss die Brücke fertig sein. Und kein Argument spricht dagegen, im Gegenteil: Genua hat es in zwei Jahren geschafft, eine neue Stadtautobahnbrücke zu bauen.Wir können doch angeblich alles im Ländle außer Hochdeutsch
Grüsse Andreas
Nach 4 Tagen wünsche ich mir vor allen Dingen eine ausreichende Beleuchtung und Fahradfahrende die mir an der Engstelle auf dem Neckardamm bei Dunkelheit nicht mit 20 km/h entgegen kommen (ganz toll mit Lastenfahrrad) so dass ich als Fußgänger zwischen die Bäume hopsen muß!
AntwortenLöschenGruß Maria