Kommt man vom Westbahnhof her und radelt die Herderstraße runter, trifft man an der T-Kreuzung mit der Ampelanlage jetzt auf Radstreifen, die frisch türkisblau markiert wurden. Diese Farbe hilft. Blogleser Matthias, der die Strecke ständig radelt, schreibt: "In den Vorjahren bin ich dort jede Woche von Rechtsabbiegern touchiert worden, seit der farblichen Markierung kein einziges Mal." Gefordert hat er das seit Jahren. Offenbar fällt es Autofahrenden leichter, die Radstreifen zu erkennen und Radfahrende zu respektieren, wenn sie blau leuchten.
Kommt man die Herderstraße aus dem Westen (von der Bebelstraße her) hoch und will nach Botnang weiter radeln, trifft man an der Ampel auf einen neuen Grünen Pfeil für Radfahrende, der das Rechtsabbiegen auch bei roter Ampel erlaubt. Man schwenkt direkt auf den frisch blau markierten Radfahrstreifen ein, ohne irgendwelchen Autofahrenden in die Quere zu kommen. (Diese blaue Abbiegespur für Radfahrende sieht man auf dem Foto oben ganz hinten.) Die exakte Regel lautet, dass man erst mal anhalten muss, dann aber wieder anfahren und nach rechts abbiegen darf, sofern keine Fußgänger hier queren. Stehen allerdings schon ein paar Autos an der roten Ampel, dann kommt man von hinten nicht rechts an den Autos vorbei nach vorn, weil die Fahrbahn schmal ist und die Autofahrenden natürlich nicht extra für uns Platz lassen. Dann muss man hinter den Autos warten, bis es grün wird.


In Berlin hat man Farbe auch schon untersucht und die Ergebnisse sind viel besser als viele "Farbe ist keine Infrastruktur Hater" oft behaupten und auch die Verwaltung scheuen den Aufwand. Dabei lohnt sich Farbe auf Radwegen:
AntwortenLöschenhttps://www.berlin.de/sen/uvk/mobilitaet-und-verkehr/verkehrsplanung/radverkehr/weitere-radinfrastruktur/gruenbeschichtung/
https://www.infravelo.de/gruenbeschichtungen/begleituntersuchung/
Auch wurde die Wirkung grün vs. rot untersucht.
Grün, von mir aus Türkis im Verlauf und rot für "Gefahrenstellen" wie Mündungen/Kreuzungen. So soll der häufig behauptete, aber nicht belegte "Abnutzungseffekt" verhindert werden.
Durchgehende Farbe schafft durchgehende Infrastruktur, das wirkt auch bei Gleisen und Oberleitungen, bei denen der ÖPNV auch als "präsenter" wahrgenommen wird als bei Buslienien gleicher Frequenz OHNE Oberleitungen.
Ich bin für mehr Farbe im Stadtbild, mindestens für Radwege.