Gleich vorneweg: Ich habe die ideale Navi-App fürs Fahrrad noch nicht gefunden. Komoot wurde Anfang letzten Jahres an ein italienisches Tech-Konglomerat verkauft. Sie funktioniert jetzt nur noch über ein teures Wochenabo und ein etwas weniger teures Jahresabo. In den App-Stores werden Dutzende Tourenplanungs- und Navi-Apps angeboten, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Eine kostenlose oder billige Routenplanung und zuverlässige Navigation fürs Fahrrad auf dem Handy scheint es nicht zu geben. Wenn ich eine Strecke zur einem Ziel plane, wo ich noch nie war, oder mich verfahren habe und schnell Hinweise brauche, wie es weiter geht, dann benutze ich, wenn es dumm läuft, verschieden Apps. "Radfahren.de" mal aufgeschrieben, was Navis für bestimmte Zwecke können sollten, nennt aber keine Favoriten.
OpeneStreetMap hat eine CycloOSM, auf der man im Überblick sehen kann, wo es Radwege und Radfahrstreifen gibt. Sie ist ist ziemlich detailliert und wird von Nutzer:innen, soweit ich das sehen kann, auf aktuellem Stand gehalten. Auffindbar ist sie im Menu rechts unter "Ebenen". Als Smartphone-App gibt es das unter dem Titel OSM-Karten. Sie wird als Alternative zu Google-Maps als erstaunlich gut bewertet. Die Karten sind detailliert und können offline verwendet werden. Wir mir scheint, mussman sich die Karten aber vorher aufs Handy runterladen. Manche finden die Handhabung aber viel zu kompliziert.
Auch der Stadtplan der Stadt Stuttgart zeigt bis zu den Stadtgrenzen die Hauptradrouten und Radfahrempfehlungen, wenn man den Reiter links oben "Hintergrundkarten" und "Fachdaten" und dann "Verkehr und Mobilität" und dort wiederum "Mit dem Fahrrad unterwegs" anklickt. Dann muss man sich noch aussuchen, was man genau angezeigt bekommen will. Einfach ist anders. Die Daten sind gerade ziemlich aktuell, sind es aber nicht immer.Auch auf BikeMap sieht man, sobald man reinzoomt, datailliert, wie man mit sich mit dem Fahrrad auf vorhandener Radinfrastrutkur durchwursteln kann (beispielsweise über Z-Übergänge). Man kann auch eine Route planen. Allerdings war der Vorschlag für eine Strecke von 11 km Länge, die ich immer radle, nicht sonderlich überzeugend. Wenn man sich auskennt, kann man die Route aber, wie auf Google Maps, auch verschieben. Bikemap gibt auch als Smartphone-App. Nutzer:innen bewerten die Navi-Eigenschaften allerdings nicht so gut.
Immer wieder erwähnt wird auch Maps.me, die teils kostenlos ist, aber viele Daten sammelt. Ich persönlich habe sie wegen Unbrauchbarkeit für mich wieder gelöscht.
Es gibt auch noch Bike Citizens als schnellen Navi von dem Punkt aus, wo man sich gerade befindet. Eine Funkton, um damit eine Tour zu planen, habe ich nicht gefunden. Sie schlägt aber nach meiner Erfahrung praktikable Fahrradstrecken vor und bietet auch Alternativen an.
Gute Bewertungen hat auch der VeloPlanner vor alle für lange Touren. Er zeigt alle europäischen Radwege samt Bike-Hotels am Wegesrand. Es gibt ihn auch als App fürs Handy. Viele Bereiche sind kostenlos, aber es gibt auch mit unbekannte auch Premium-Funktionen per Abo.
Für die Navigation mit dem Handy kann ich keine Empfehlung abgeben. Einige schwören auf den VVS Radroutenplaner, der auch fürs Handy als VVS Radrouten-App existiert. Der Vorschlag für meine Standardroute entspricht ziemlich genau der Strecke, wie ich sie radle. Man kann auch unter verschiedenen Streckenvorschlägen wählen. Mit Komoot kann man viele Strecken sehr detailliert planen und sich von der Handy-App auch offline navigieren lassen. Bei E-Rädern übernimmt die Bosch-Elektronik direkt die Navigation über die Flow-App. Allerdings ist sie durch den Verkauf wohl weitgehend gekillt. Naviki wiederum schlägt mir für meine Standardfahrt eine andere Route vor, die ich nicht so geschickt finde, variieren kann ich nicht. Und letztlich kann man sich auch auf dem Fahrrad ziemlich schnell von Google-Maps weiterhelfen lassen, wenn man sich verfahren hat oder den Weg doch nicht so genau weiß.ADFC-Karten auf Papier kann im Internet suchen und im online-Handel kaufen.
Ich verwende seit einigen Jahren auf dem PC das OpenStreetMap-basierte https://maps.openrouteservice.org/ der Uni Heidelberg für die Vorausplanung und um mir einen Überblick zu verschaffen. Früher habe ich von dort das .gpx exportiert und auf meinen Fahrradcomputer geladen. Seit mir der in Leipzig geklaut wurde nutze ich auf dem Telefon allerdings die üblichen Google- oder Apple Maps.
AntwortenLöschenIch nutze zum planen der Routen gerne https://bikerouter.de/#map=14/48.7894/9.2116/standard&profile=ffmbb-long-distance-cycling . Das Profil ist super und nutzt wirklich die weniger befahrenen Strasse, manchmal wird die Strecke länger, dabei jedoch deutlich ruhiger und stressfreier. Klappt halt leider nicht in allen Gegenden. Das Profil kommt von @FFMbyBicycle@digitalcourage.social im Fediverse. Kann ich nur empfehlen. Als App auf dem Handy nutze ich dann mit der erstellten Route mal Komoot mal OSM mal Orux ...
AntwortenLöschenHat mit den Routen immer super geklappt.
https://mapout.app/ (iOS) gehört mit auf die Liste.
AntwortenLöschenauch noch eine Option: mapy.com
AntwortenLöschenGoogle ist im Notfall ok, aber mit dem RR funktioniert das nicht wirklich. Da wird man lieber 10km zick zack durch den Wald geschickt als auf dem tollen Radweg neben der Landstraße 4km gerade aus.
AntwortenLöschenWenn so ein Abschnitt ein Teilstück einer sehr langen Tour hab, dann funktioniert das nur als Notlösung wenn man da eh schon im Wald steht.
Komot war gut, weil man da auf Touren anderer RR Fahrer zurückgreifen konnte und damit die Qualität der Weger schon mal einen Mindeststandard erfüllt.
Ich will ja gar nicht auf den gleichen Radwegen fahren, die für Familien mit Kindern ideal sind, und diese Details bekommt man nur über den Feedback von Nutzern die bei denen man weiß welcher Gruppe sie angehören.
Allerdings hab ich so selten Zeit unbekannte Strecken zu fahren, dass sich ein Abo nicht lohnt. normalerweise bin ich auf Wegen unterwegs die ich kenne. D.h ich werde mir die hier genannten Optionen ansehen und hoffe was zu finden was Komot ersetzt
Du schreibst zu Komoot: "Sie funktioniert jetzt nur noch über ein teures Wochenabo und ein etwas weniger teures Jahresabo." Das stimmt aber zur Zeit noch nicht, es werden zwar groß die Kauf-Optionen angezeigt, aber unscheinbar gibt es ein keines "Schliessen-Kreuz", und Komoot funktioniert dann wie bisher: https://www.directupload.eu/file/d/9166/o6za8opr_jpg.htm
AntwortenLöschenDanke für den Hinweis. Vielleicht inzwischen wieder. Ich hatte vor ein paar Monaten Probleme. Aber um so besser.
Löschenhttps://cycle.travel funktioniert bei mir seit Jahren mit Abstand am besten:
AntwortenLöschen- Routing auch über lange Strecken (z.B. Vilnius — Lissabon) innerhalb von Sekunden
- Verschiedene Profile (Straße, Schotter, ausschließlich markierte Fahrradrouten)
- GPX-Export
- (In der App) Turn-by-turn Navigation mit Sprachausgabe
- Komplett kostenfrei, spendenbasiert
+1 für Cycle.travel. Definitiv der "Hidden Gem" der Radrouter
LöschenHallo,
AntwortenLöschenmein „Workflow“ sieht so aus:
Will ich mich durch eine Stadt in NRW bewegen, nutze ich den offiziellen „Radroutenplaner NRW“ (https://www.radroutenplaner.nrw.de/) zur Planung meiner Route. Das klappt als APP bzw. im Browser. Über dieses Portal kann man auch verschiedene touristische Routen laden. Ein ähnliches Portal gibt es auch für Rheinland-Pfalz.
Die geplante Route (GPX-Track) übertrage ich dann auf meinen Radcomputer. Alternativ nutze ich hin und wieder die „Topo GPS app“ (https://www.topo-gps.com/de/).
Der Vorteil gegenüber Komoot: Man erhält „offizielle“ Inhalte und keine Routen, die einen durch ein Schutzgebiet führen oder über eine Felskante stürzen lassen.
In meinem Workflow ist zwar ein „Medienbruch“, aber die „Eierlegende Wollmilchsau“ wird es wohl nie geben.
Joachim
Auf dem Telefon https://www.comaps.app/de/ (dass man die OSM-Karten runterladen muss, sehe ich als Vorteil, da man offline navigiert), zur Planung längerer Touren erstelle ich mir gpx-Tracks mit https://bikerouter.de/ - Das funktioniert super, bei mir ist allerdings Google, Apple & Co aus grundsätzlichen Erwägungen ausgeschlossen.
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