7. Mai 2014

Da geht jetzt was ... aber nur kuz

Man kann sich jedes Wochenende auf dem Neckardamm auf der Cannstatter Seite (der vom Zentrum Cannstatt) durch Fußgänger und Freizeitradler bimmeln oder man kann vorwärtskommen auf der  Wilhelmaseite des Neckars. Und zwar auf einem Radweg.

Leider nicht ab Wilhelma, aber doch immerhin jetzt schon mal ab der Wilhelmsbrücke.
Da ploppt ein nagelneuer Radweg auf. Die Neckartalstraße Richtung Münster ist nur noch einspurig. Die andere Spur gehört den Radlern. Richtig fein mit Bordstein von der Fahrbahn abgesetzt, also ein ganz und gar echter Radweg. Leider muss er bis zum Mühlsteg in beide Richtungen befahren werden. Und es sieht auch nicht so aus, als würde sich das noch mal ändern.

So sieht der Abzweig zum Mühlsteg (Richtung Cannstatt Kurpark) aus. Viele Radler dürfen hier  nicht gleichzeitig fahren, sonst wird's unfallträchtig auf dieser Anlage im Stil eines Verkehrsübungsplatzes. Mir ist auch nicht so ganz klar, wer hier Vorfahrt hat. Wenn Rechts vor Links gilt, dann die, die vom Mühlsteg kommen. Andererseits deuten die dicken weißen Balken daraufhin, dass sich der Geradeausradler Richtung Münster auf einer Radvorfahrtsstraße befinden. Rums!

Aber es ist doch schon mal ein Anfang. Immerhin zeigen wir der Autostadt und den Radlern mit Fußgängerseele mal: Hier wird Rad gefahren.

Doch an der Voltastraße (Abzweig Kraftwerk Münster) verließen sie ihn dann auch schon wieder. Durchs Krafwerk Münster dürfen wir Radler uns dann wieder nach eigenem Gutdünken auf der Fahrbahn wursteln, auch über die Ampelanlage (entweder Autoampel oder Fußgängerüberweg) an der Reinhold-Maier-Brücke (Gnesener Str.). Erst nanach beginnt der Radweg Neckartalstraße wieder, der durch Münster führt, um an der Aubrücke wiederum im Gehweg zu versickern.



Kommentare:

  1. Ich liebe unser Stuttgarter Flickwerk. Wenigsten auf Teilstücken ist alles klar. Den Rest kriegen wir auch irgendwie hin,...

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  2. Ist ja eigentlich auch (vergleichsweise) egal mit der Vorfahrt. Man sieht sich kommen und kommuniziert halt nonverbal das Ausweichen / Vorfahrtgeben. Oder?

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  3. Stimmt schon. Aber das fördert halt auch diese Pfadfinder- und Schlänglermentalität von Radlern. Nix ist wirklich geregelt, also regle ich meine Angelegenheit auf Sicht und nach eigener Einschätzung. Und wozu an einer roten Ampel halten, es kommt ja nichts. Und spätestens, wenn es da kracht, ist es wichtig zu wissen, wer hier im Recht war. (Radler stoßen erstaunlich selten zusammen, gell.)

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    1. Ja, stimmt, da hatte ich nicht dran gedacht (gedacht hatte ich an die
      Kreuzungen mit gleichzeitigem Grün für Radfahrer in NL, weiß nicht wie
      da die Einzelheiten geregelt sind, vermutlich wie gleichberechtigte
      Straßen).

      Was ist eigentlich mit dem Fußweg + Fahrrad frei nach dem Schwenk?
      Geht das nach rechts weg oder ist der Radweg dort schon wieder zu Ende?

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    2. Richtig rechts geht es über den Mühlsteg auf die andere Seite des Neckars auf den so genannten Neckar-Radweg, der aber kein Radweg ist, sondern ein freigegebener Gehweg auf dem Neckardamm, und nach Cannstatt-Zentrum hinein. Fährt man am Mühlsteg geradeaus vorbei, dann radelt man den diesseigen Uferweg entlang (hier stehen Angler, an der Müllverbrennung ist das Ganze überdacht, aber auch ein bisschen eng). Schließlich kommt man an der Reinhold-Mayer-Brücke raus, muss den radfrei-Fußgänerüberweg nehmen und kann dann auf dem Radweg Münster weiterradeln. Die Strecke gefällt mir nicht, weshalb ich hier auf der Fahrbahn weiterradle. Aber manche mögen sie.

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  4. Und für den Winter wünsche ich allen Radfahrern hier nicht nur dick gefütterte Handschuhe, sondern auch ein dickes Fell:

    Wie man auf dem Abschnitt von der Reinhold‐Mayer‐Brücke bis Münster schon jetzt erleben kann, wird der Radweg im Winter nicht von Schnee und Eis freigehalten werden, also werden Radfahrer auf dem einzig verbliebenen KFZ‐Fahrstreifen fahren. Das gibt ein Hupkonzert!

    Friedhelm Waitzmann, Stuttgart, public2014.fwnsp@spamgourmet.com

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  5. In Gegenrichtung wird es noch viel kurioser, wie ich in den nächsten Tagen schildere

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