11. November 2015

Autos mit Umkippschutz gefährden Fußgänger und Radfahrer

Wenn man einmal misstrauisch wird ... Nachdem wir jetzt feststellen mussten, dass VW die Abgaswerte seit Jahren systematisch schönt, fangen viele an, auch bei anderen Elementen genauer hinzuschauen.

Blogleser Peter hat mir geschrieben: "Wenn ich es nicht von Tagesschau.de hätte, würde ich es gar nicht glauben." Der Artikel, auf den er sich bezieht, beschäftigt sich eigentlich mit dem Feinstaub und den Stickoxiden, die Autos produzieren, und einer Autoindustrie, die nicht ernsthaft daran denkt, Fahrzeuge zu bauen, die umweltfreundlich sind und andere Verkehrsteilnehmer nicht gefährden.



In einem Absatz heißt es da: "Wie der Test eines Automagazins zeigt, setzen die Software-Ingenieure bereits Prioritäten. Schwere SUV von Mercedes und VW patzten beim "Dino"-Ausweichtest von AutoBILD, ließen sich nicht zurück auf die eigene Spur lenken, würden im Zweifelsfall einen entgegenkommenden Radfahrer einfach überrollen. Für die Hersteller ist das eine Sicherheitsfunktion, bei VW "RolloverPrevention", bei Mercedes "Active Rollover Mitigation" genannt. Im Klartext bedeutet das: Bevor die 2,2-Tonnen-SUVs umkippen, wird lieber die Lenkung blockiert." (Quelle: Tagesschau.de)

Das macht keine große Hoffnung, dass die Selbstfahrer-Automatik von Autos eben nicht den Schutz des Fahrers über den Schutz ungepanzerter Verkehrsteilnehmer stellt. Denn eigentlich macht Technik ja weniger Fehler als der Mensch. Sie sollte nur von Menschen nicht programmiert werden, wie es aussieht. 

Und die große Frage lautet doch heute eigentlich: Wozu braucht der Stadtmensch eigentlich einen SUV? Wozu einen Diesel? Wozu überhaupt so große Fahrzeuge? Über 80 Prozent der Menschen wünschen sich weniger Autos in der Stadt. Und bestimmt keine größeren Fahrzeuge, die Kinder, Fußgänger und Radfahrer noch mehr in Bedrüngnis bringen.

Kommentare:

  1. Ich bin kein Experte auf dem Gebiet, aber ich glaube, das man ganz schön schnell und unfähig sein muss, um ein Auto in der Stadt auf die Seite zu legen.

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    1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    2. wenn dieser Einwand stimmen sollte, was ist dann außerhalb der Stadt - nimmt man die Gefährdung der Radler dort dann halt als Kollateralschaden in Kauf??

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  2. In dem Artikel steht auch: "82 Prozent der Befragten wünschen sich weniger Autos in den Städten." Da frage ich mich doch angesichts der anhaltenden Automassen wie realistisch diese Befragung überhaupt durchgeführt wurde. Hat man vielleicht vergessen, die Leute auf der Straße in den Autos zu befragen? Vielleicht wurde die Frage ja falsch verstanden und jeder autofahrende Teilnehmer dachte dabei nur an die Relation: Weniger Autos ist gleich mehr Platz für mich? Entweder das, oder die Menschen die für weniger Autoverkehr in den Städten sind haben nicht begriffen, dass es auch an Ihnen liegt, ob und wieviele Autos in der Stadt unterwegs sind. Ich begreife es nicht.

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    1. Die Antwort lautet richtig: "Ich wünsche mir weniger Autos in der Stadt, solange ich nicht darauf verzichten muss".

      Es wäre mal ein spannendes Experiment, eine Stadt (die man wahrscheinlich neu errichten müsste) komplett ohne Autos zu haben. So wie Juist oder Helgoland (Autofreie Inseln). Und die Frage wäre dann: Fühlen sich die Menschen dort wohler als in anderen Städten?

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  3. Momentan ist es so, dass die Menschen in solchen Städten bzw. Stadtteilen sich bewusst dafür entschieden haben. Damit ist die Frage schon im Vorfeld beantwortet.

    Autofrei leben: http://www.autofrei.de/index.php/so-geht-autofrei/autofrei-wohnen/wo-gibt-es-autofreie-wohngebiete

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  4. Einen SUV braucht man offensichtlich zur Komplexreduzierung wenn man Hausfrau ist oder einen ganz kleinen Schwanz hat

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  5. Eine freie Entscheidung setzt eine Wahlmöglichkeit voraus.
    Deshalb sagt Frits Bredal vom Dänischen Radfahrerverband:
    "Entscheidend ist, dass Radfahrer auf ihren Fahrbahnen die gleichen Vorzüge genießen wie Autofahrer." Erst dann ist eine faire Wahl möglich.

    Ein Auto braucht man oft auch, wenn man persönlich keine Alternative sieht. Sei es, weil die Öffis schlecht sind, sei es weil es keine vernünftige Radinfra gibt. Jeden Tag Running with the bulls ist nun einmal nur etwas für Hartgesottene. Die Wahl besteht für alle anderen dann nur noch in Autotyp und Farbe. SUVs sind (bei "Haus"frauen) auch deswegen beliebt, weil sie im agressiven Verkehr maximalen Schutz bieten.

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  6. Hallo, als hier bewanderter (Theorie) Kraftfahrer(privat) möchte ich sagen, dass i h von der Gefahr für Radfahrer nicht wusste. Vielleicht haben Radfahrer deswegen auch Kauf von. Teilen im. i-net so ein schlechtes Angebot. Stand heute 27.11, nicht alle spezialisierten Anbieter getestet, ca. Vier (privater Endkunde). MitGRU ßß von Cavtarß

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  7. In Südostdeutschland lebt sich auch in dieser Hinsicht extemst lebensgefährlich. Schade, dass BMW so einen Müll erfindet. Aber nicht wieder löschen, ich sage sonst wieder. Ich hasse Bayern ausser Muc.

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