9. Dezember 2015

Radroute Weinsteige - der ADFC macht einen Vorschlag

Entweder die Alte Weinsteige hinauf (13 Prozent) oder durch den Wald, so kommen Radler bisher nach Degerloch hinauf.

Man kann auch die Neue Weinsteige auf der Fahrbahn hochfahren, aber das traut sich kaum jemand.

Ich bin ein Fan eines Panoramaradwegs die Neue Weinsteige hinauf. Aber das würde eine Fahrspur kosten und ist wohl (noch) nicht machbar in Stuttgart. Der ADFC war bisher gegen halbe Sachen: Wenn Fahrrad die Weinsteige hinauf, dann ordentlich und auf bequemem Radweg. Sonst nicht. Im Sommer bin ich mit Frank Zülke die Neue Weinsteige hochgeradelt, und wir haben uns genau angeschaut, was machbar wäre, ohne den Autoverkehr zu beinträchtigen.

In bewundernswerer Detailarbeit hat der  ADFC einen realisierbaren  Vorschlag ausgearbeitet.
Er sieht vor, zunächst den Geheweg befahrbar zu machen, um zu schauen, wie viele Radler tatsächlich die Neue Weinsteige hinaufradeln würden, wenn sie durchgängig getrennt vom Autoveerkehr befahrbar wäre. Denn eigentlich ist die Strecke gut, nämlich nicht so steil und für Normalradler durchaus gut zu befahren, für Pedelcs gar kein Problem.Damit wäre die erste direkt Radverbindung vom Stadtzentrum hinauf nach Degerloch geschaffen.

Hier kann man sich die pdf-Datei anschauen.



Kommentare:

  1. Nun ja, dieser Vorschlag reiht sich dann auch in die Tradition des Stuttgarter Flickwerks ein, außerdem fehlen Alternativvorschläge für die entfallenden Anwohnerparkplätze.
    Warum muß eigentlich der motorisierte Bergabverkehr auf der B 27 zwei Fahrspuren breit sein? Man könnte dort genausogut auf eine Fahrspur verengen (wie es weiter unten eh schon ist) und aus diesem gewonnenen Raum einen Radstreifen machen. Bergauf kann man ja bei 2 Spuren bleiben und Parkraum erhalten.
    Korinthe am Rande: es ist die "Altenberstaffel" - die Altenburg ist im Hallschlag.

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    1. Vor einigen Jahren hat uns ein Vertreter der Verkehrsbehörde erklärt, dass man die zwei Spuren abwärts halt morgens braucht, sonst staue ich der Autoverkehr sonstwohin. Ich kann es nicht beurteilen. Mir ercheinen je eine Spur die Weinsteige hinauf und hinunter eigentlich ausreichend, denn die meiste Zeit des Tages staut es sich dort nicht. Mir scheint auch, dass die Parkplätze für die Leute, die dort wohnen, nicht unbedingt dort liegen müssen. Im Grunde stehen in Stuttgart jeder Maßhname für Radler die Parkplätze entgegen, die wegfallen. Das kann es auch nicht sein.

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  2. Diese Massnahmen scheinen mir nicht ausreichend zu sein. Oder sie würden kaum Veränderung mit sich bringen. Ich finde Schimmelhüttenweg viel viel angenehmer weil es ampel- und praktisch autofrei ist. Neue Weinsteige würde ich (und wahrscheinlich auch eventuelle Freizeitradler) nur dann wählen falls sie über einen Radweg der von der Straße getrennt wäre, am besten durch eine Hecke (Lärm, Abgasen). Aber das ist ja nicht machbar.

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    1. Den Schimmelhüttenweg bin ich auch mal bergauf gefahren - war wunderbar! Völlig stressfrei und schöne Aussicht genießen. Einziges Manko im Moment ist die fehlende/ungeschickte Anbindung am Anfang und Ende, aber das muss ja nicht so bleiben.

      Von Radwegen neben Bundesstraßen bin ich kein Freund. Es ist vielleicht zweckmäßig, aber nicht schön zu fahren, und ein bisschen Lebensqualität beim Radfahren schadet nicht :)

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    2. Schimmelhüttenweg und Alte Weinsteige sind saussteil und der Weg ist nur was für Leute, die sich auskennen (und Pedelec fahren). Der Weg die Neue Weinsteige hinauf ist der direkte Weg vom Stadtzentrum nach Degerloch hinauf, logisch und intuitiv findbar, deshalb braucht es hier eine ausgewiesene Radroute. Es wird immer Leute geben, die durch den Wald radeln oder den Schimmelhüttenweg hinauf, aber es könnte nue Leute aufs Rad bringen, wenn sie sehen, dass man auch die Neue Weinsteige mit ihrer sehr mäßigen Steigung radeln kann, ganz abgesehen von Touristen, die mit gemiteten Rädern etwa zum Fernsehturm hoch radeln wollen ... Radrouten müssen nicht immer nur schön sein, abgesehen davon, dass gerade die Panoramaroute Neue Weinsteige dort ausgewprochen schön ist, wo man über die Stadt hinunter blicken kann, sondern auch für Alltagsradler Erleichterung schaffen.

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    3. Gerade die täglichen Wege möchte ich schön und entspannt zurücklegen! Das ist für mich ein wichtiges Stück Lebensqualität.

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  3. Hallo, man könnte die Fahrbahnen auf 3 reduzieren zusammen mit entfallenden Parkplätzen gäbe das eine schöne abgetrennte Radspur. Zusätzlich könnte man an den Autofahrbahnen eine Lichtzeicheanlage installieren (die mit den roten Kreuzen und grünen Pfeilen)und morgends zweis Spuren den Berg hinunter freigeben und abends hinauf. Oder umgekehrt. Damit wäre auch dem Stau geholfen :-) Viele Grüße Steffen

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  4. Eine Fahrbahnverengung – und seien es nur 25 cm – würde von der Autolobby vermutlich nicht akzeptiert, zumal der linke Fahrstreifen streckenweise auch sehr schmal ist. Breite Fahrzeuge (LKWs, SUVs) würden echte Probleme bekommen.
    Der Schimmelhüttenweg ist wegen der Steigung für Freizeitradler und solchen, für die das Fahrrad Verkehrsmittel (und kein Sportgerät) ist, nicht als Strecke nach Degerloch geeignet. Da wäre ein (allerdings weiter) Umweg über Bubenbad – Gänsheide – Geroksruhe leichter zu fahren. Allerdings ist der Gehweg an der Pischekstraße an einigen – nicht allen – Masten sehr schmal.
    Ob der Wegfall der vielen Parkplätze Akzeptanz finden würde, bezweifle ich, da es an der Weinsteige es keine Seitenstraßen gibt, auf die ausgewichen werden kann.

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