19. September 2016

Wenn das Rad steht, steht auch der Radler.

Wie warten wir an Ampeln? Die meisten sitzen auf dem Sattel und stützen sich mit einem Bein ab. 

Je höher der Sattel eingestellt ist und je länger die Rotphase dauert, desto unbequmer ist das. Aber man kann schnell starten. Fast immer noch vor den Autos, deren Fahrer langsamer reagierten, wenn es grün wird.

Schön, wenn mann dann einen Bordstein hat, wo man den Fuß draufstellen kann. 





Man kann auch ganz absteigen und beide Füße auf den Boden stellen. Der Nachteil, der Aufstieg zum Start dauert lange.

Rennradler nehmen ungern die Schuhe vom Clip. Denn sie müssen die Füße wieder einhaken, wenn sie starten. Das lenkt ab.

Für sie hat man in Stuttgart Halteringe an Ampelmasten geschraubt. An denen kann sich aber immer nur genau einer oder eine festhalten, oder gar kein Radfahrender.

In Dänemark (Kopenhagen) gibt es an Aufstellplätzen an Ampeln dieses langen Geländer mit Abstellfläche für Füße und Haltemöglichkeiten für Hande. Hier passen sichtbar mehr Radfahrende dran als an unsere Stuttgarter Halteringe.

Das finde ich richtig gut!

Kommentare:

  1. In Deutschland würden sich vor allem Autofahrer über diese langen Geländer freuen. So bleiben die Radfahrer ganz am rechten Rand, und sie können sich unbesorgt dicht daneben stellen. Und bei Grün dann sofort los fahren, denn keiner der Radfahrer wird sich trauen um nicht umgefahren zu werden.

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    1. ich stelle oft den Fußg auf den Bordstein, stehe dann also auch am Rand, und habe das nie als problematisch empfunden. In den Städten der Radnationen ist allerdings die Situation der Radler auch grundsätzlich anders. Sie haben ihren Raum zum Aufstellen und Fahren. Übrigens sind die Haltegriffe ja nun sowieso jenseits aller Fahrbahnradlerein, denn die gibt es nur auf Gehwegen mit Fußgänger-/Radampeln.

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  2. Gibts auch in Ulm: http://www.swp.de/storage/pic/nachrichten/ulm/2014/april/1483008_1_FahrRad_in_Ulm_005.jpg

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  3. ich bin einmal komplett durch Kopenhagen gefahren und habe von diesen Geländern und Abstellflächen nix gesehen. Kurz später auf meiner Reise in Lübeck war ich dann allerdings sehr positiv überrascht von der dortigen Rad-Infrastruktur.
    Ansonsten gebe ich meinem Vor-Kommentator recht: Wenn man in Stuttgart ganz am Straßenrand steht, wird man von den Autos komplett ignoriert. Routinierte Radler schaffen es auch, eine nicht allzu lange Ampel-Rot-Phase im Stehen auf dem Rad auszubalancieren und dabei dann in der Mitte der Spur zu bleiben. Dann ist man bei grün auch oft schon über der Kreuzung, bis der Autofahrer überhaupt reagiert und seine Start-Stop-Automatik das Auto wieder eingeschaltet hat.
    Oder es gibt eben einen roten Rad-Streifen vor den wartenden Autos, wie z.B. an der Kreuzung Senefelder/Schlossstrasse.

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    1. Wer seit Aufstellen der Anlehnbügel komplett durch Kopenhagen (oder auch Brøndby, Frederiksberg, Gladsaxe, Hvidovre)gefahren sein will, muss die Geländer gesehen haben - oder mit geschlossenen Augen durch Kopenhagen geradelt sein?

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