20. Juli 2017

Augen zukneifen hilft nicht - sie sind da.


In Stuttgart hat der Radverkehr eine ungeheure Dynamik bekommen. Dank der Pedelecs entdecken immer Menschen die Freiheit, die ihnen das Fahrrad gibt. Man kommt überall hin, man steht nie im Stau, man hat Bewegung und fühlt sich besser. 

Fahrräder sind überall. Die große Frage ist, ob die Stadt - der Gemeinderat und die planende Verwaltung - die Kurve kriegt und den Radverkehr zukunftsfähig gestalten will oder ob sie ihn in seiner Dynamik sich selbst überlässt. Dann erobern Radler jede Straße, jede Kreuzung, jeden Park, jeden Tunnel. Dann haben Autofahrer immer Radfahrende vor sich, und Fußgänger leider auch immer Fahrradfahrer um sich. Städte werden zu Fahrradstädten, weil in ihnen Rad gefahren wird, nicht weil man hier und dort mal einen kleinen Radweg baut.

In Stuttgart war das Pedelec die Initialzündung für einen Radverkehr, den niemand der Stadt zugetraut hat. Die Pedelecs werden laufend besser und es wird bald billige Modelle für kleinere Geldbeutel geben. Und wenn zwei Nachbarn sich Pedelecs gekauft haben, dann kauft man sich selber auch eines. Radfahren ist Trend. Die Freiheiten, die es uns verschafft, entdeckt man schnell, wenn man einmal damit angefangen hat.

Uni Stuttgart - wildes Fahrradparken
Das Selbstbewusstsein der Radfahrenden nimmt bereits deutlich zu. Statt ängstlich eng am Bordstein oder auf dem Gehweg mit 6 km/h die Alte Weinsteige hoch zu kibbeln, fährt die 50-Jährige Abteilungsleiterin sie mit ihrem Pedelec selbstbewusst mitten auf der Fahrbahn mit 13 km/h hinauf. Ein Auto hat keine Chance, vorbei zu kommen, es sei denn, sie weicht nach links in eine Parklücke aus und winkt es vorbei. In Stuttgart ist Geld, die Leute können sich Pedelecs leisten. Und Studierende, die mit Normalrädern oder aber bewusst mit stylischen Rennrädern fahren, nehmen es bergauf in der S-Bahn mit. Zum Beispiel zur Uni.  Dort hat man noch gar nicht gemerkt, wie viele mit dem Fahrrad kommen. Es gibt nicht genug Radabstellplätze, also stehen sie überall. Lastenräder sind reizvolle Transportfahrzeuge. Radfahren ist Trend.

In den eng bebauten Quartieren wie Stuttgart-West und -Süd werden sich Anwohner zusammentun und in Hinterhöfen überdachte und abschließbare Abstellplätze für Pedelecs schaffen. Dann kaufen sich auch diejenigen Räder, die bisher keines haben, weil sie es nicht in den Keller tragen können. Es gibt keine Nebenstraße mehr, in der nicht Fahrräder das Tempo von Autos bestimmen werden, egal, ob die Straße als Fahrradstraße ausgewiesen ist oder nicht. All diese Radler kommen an Haupt- und Durchgangstraßen an und fahren, wenn es keine Radspuren gibt, auf der Fahrbahn weiter, nicht alleine, sondern zu mehreren, was die Angst vor Autos mindert. Sie stellen sich vor den Autos an Ampeln auf, sie biegen vor den Autos auf den Fahrbahnen nach links ab, sie halten auch den Bus auf, denn sie können nicht überholt werden, weil Autos und Fahrräder entgegenkommen.

Spätestens dann werden sich Gemeinderät/innen und die planende Stadtverwaltung die Augen reiben und sich fragen: Wieso haben wir eigentlich keine Radwege gebaut? Wie lenken wir den Radverkehr jetzt in die Bahnen, wo wir ihn haben wollen? Und geben sich Radler noch mit Radwegen zufrieden, die an Kreuzungen über mehrzügige Fußgängerampeln geleitet werden und von denen aus man nicht links abbiegen kann? Oder mit steilen Umleitung über Nebenstraßen?

Jetzt schon haben Autofahrer wochentags auf fast jeder Straße in Stuttgart Radfahrer vor sich und müssen langsam fahren. Wo ich vor zehn Jahren noch alleine radelte, kommen mir heute fünf Radler entgegen. Die Alte Weinsteige ist längst von hoch fahrenden Radlern übernommen worden, denen Autofahrer, die da regelwidrig hinunter fahren, in die Parklücken ausweichen müssen. Noch finden etliche Radfahrer den zur Hälfte illegalen Autoverkehr auf der Alten Weinsteige zu stressig und fahren anders, aber bald werden Autofahrer die Fahrten als zu stressig empfinden, weil so viele Radler dort unterwegs sind, und andere Schleichwege suchen. (Gut für die Anwohner/innen.)

In diesem Sommer merke ich zum ersten Mal, dass sogar die Lieferwagenfahrer, die es immer eilig haben, mich in einer Nebenstraße nicht mehr mit aller Gewalt überholen, sondern hinter mir bleiben. Sie wissen ja, an der nächsten Kreuzung oder am nächsten Zebrastreifen, wo sie wegen ihrer Breite und Dicke warten müssen, überhole ich sie wieder und sie haben mich wieder vor sich.

Radfahrer fahren jetzt schon überall in Stuttgart. Sie fahren auch deshalb überall - auf Fahrbahnen, durch Fußgängerzonen, über Gehwege, über Zebrastreifen, über Fußgängerampeln, über große Kreuzungen auf den Autofahrbahnen - weil die Radinfrastruktur nicht hinterherkommt. Im jetzt anstehenden Doppelhaushalt der Stadt für die beiden kommenden Jahre wird sich entscheiden, ob der Gemeinderat den Radverkehr gestalten will oder nicht. Gestalten heißt, den Radverkehr über gute Radwege oder Radstreifen und Ampellösungen so zu lenken, dass er weder Fußgänger stresst noch den Autoverkehr ausbremst. Und wir Radler/innen haben inzwischen genügend Selbstbewusstsein, um schlechte Radwege nicht mehr zu akzeptieren.

Ein schlechter Radweg ist hoppelig, winkelig und zu schmal, um langsame Radler überholen zu können, verläuft ohne bauliche Trennung an Gehwegen entlang und verlangt von Radlern langes Warten an roten Ampeln an Fußgängerüberwegen. Ein Radweg ist schlecht, wenn er gefährlich oft an Ein- und Ausfahrten entlang führt, und wenn er an Kreuzungen Radler der Gefahr aussetzt, von abbiegenden Autofahrern übersehen zu werden. Sie werden von vielen Radlern nicht mehr angenommen werden. Auf der Fahrbahn fährt es sich sehr oft viel besser. Und man ist ja dort nicht mehr allein.

Schon jetzt radeln immer mehr durch den Planietunnel (verboten), weil es über den Schlossplatz keine Radlerquerung Richtung Schlossstraße gibt. Schnelle Radler biegen auch mit dem Autoverkehr (verboten) nach links über den Charlottenplatz ab. In der Olgastraße stehe ich nur selten allein an der Ampel, die über die Charlottenstraße hinüber ins Gerichtsviertel führt. Autos müssen lange hinter uns bleiben, bis sie überholen können. Wenn ich die Rothebühlstraße Richtung Schwabstraße hoch radle, haben Autos eine zweite Spur zum Überholen. Auf der Schlosstraße haben sie die nicht. Die Autolobby und die Autofans, die so vehement gegen Radinfrastruktur wettern, werden sich Radwege und Radstreifen dringend wünschen, weil sie dann Radler nicht vor sich haben, sondern neben sich. Das alles könnten wir jetzt gleich regeln, wir können aber auch noch ein paar Jahre damit warten, bis sich Radfahrende so richtig ans Fahrbahnradeln gewöhnt haben, weil es schneller geht, als sich über Radwege und Fußgängerampeln zu winkeln. Weil Autofahrbahnen glatter sind als Radwege auf Gehwegen. Weil man auf ihnen direkt zum Ziel kommt, statt oftmals steilere Umwege radeln zu müssen. Und weil man auf Fahrbahnen als Radler ja nicht mehr allein unterwegs ist, sondern zusammen mit anderen.

Der zu enge, winkelige und von Auf- und Abfahrten durchschnittene Radweg Holzstraße ist, wenn er so bleibt, ein Sinnbild für eine Radverkehrspolitik, die das Radfahren für eine Randerscheinung hält, und Radler an die Fußgängerwege bindet, statt auf die Fahrbahnen zu verlegen. Da Radfahrende auch wegen der Stopper-Ampel am Charlottenplatz Richtung Landtag diesen Radweg nicht akzeptieren, fahren sie überall anders lang. Durch die freigegebene Fußgängerzone Münzstraße, aber auch über die Theo und auf den Autofahrbahnen entlang der B14 über den Charlottenplatz. Sie radeln jetzt schon durch den Planietunnel, weil es oben keine Radlerquerung über die Königstraße gibt, sie fahren durch den Schlossgarten, weil es keinen bequemen Radweg außerhalb des Schlossgartens längs durch Stuttgart gibt.

Je zögerlicher der Gemeinderat bei der Planung und Billigung von Radwegen, Radstreifen und Sicherheitsstreifen mit Kreuzungsregelungen ist, weil vielleicht ein paar Parkplätze wegfallen, desto mehr Radler fahren auf der Fahrbahn dann vor den Autos her, statt neben ihnen.

Kommentare:

  1. Danke Christine für diesen Artikel, dieser ist nahezu deckungsgleich mit meinem Fahrverhalten als Radfahrer in Stuttgart: wo es der StVO nach nicht verboten ist fahre ich gleichberechtigt und offensiv auf der Straße -
    insbesondere, wenn ich schnell von A nach B will, weil es leider viel zu wenig sinning angelegte Fahrradinfrastruktur in Stuttgart gibt.

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  2. Würde die Politik ihre viel gerühmte e-Mobilität-Schwärmerei nur endlich auch mal 2-rädrig denken und dann konsequent die entsprechenden Infrastrukturen schaffen, dann wäre Stuttgart viel weiter ...

    So aber bleibt das Trauerspiel: ein grüner Ministerpräsident, der im Sommer-TV-Interview artig einem Daimlerkonzern mit ihren "freiwilligen" Softwareupdates hofiert, während zeitgleich das Verwaltungsgericht diese und die weiteren "Maßnahmen" zur Fortschreibung des Luftreinhalteplanes als schlichtweg untauglich und damit rechtswidrig zerpflücken muss.

    Das kann doch alles nicht wirklich wirklich sein, oder? Wo also steckt der Fehler? ;-)

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    1. Lies diesen Artikel und Du bekommst ein Bild davon, wer und wie im Landtag Fahrradpolitik gemacht wird:
      http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.landtag-baden-wuerttemberg-hermann-rechtfertigt-seine-radverkehrspolitik.9c9d9ba9-8572-48fa-8424-8d419783b8fc.html
      Einfach nur peinlich, zum Fremdschämen!

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    2. Oh, oh! Und das Gruselige: ich verstehe die so vehemente Ablehnung von Radfahrern gar nicht. Ich kann's nicht nachvollziehen. Wie fahren diese Leute eigentlich durch die Welt, wenn sie nicht merken, dass viele Menschen gerne Rad fahren und das ihnen, den Autofahrern, sogar nützt. Sehr seltsam, solche ideologischen Verblendungen.

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    3. Merkwürdig inhaltsleerer Artikel. Daraus kann man gar nichts raus lesen.

      Martin

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    4. Da disqualifizieren sich einige Parteien. Vermutlich sieht die Realität vom Rücksitz eines Dienstwagens anders aus als vom Sattel eines Fahrrads.

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    5. "Das Land baue also nur jene Infrastruktur, die zu den Bedürfnissen der Menschen passe,..."

      Dann baut halt Straßen. Fahrräder dürfen auch dort fahren. Dann gibt es einen gemeinsamen Verkehrsraum. Ist auch praktikabel. Und die ganzen endlosen Diskussionen, wo welcher Radweg Defizite aufweist, gehören dann der Vergangenheit an.

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  3. Lieber Anonymus, vielleicht steckt der Fehler auch darin, dass du so lockerflockig auf die Grünen schimpfst. Dabei haben die nirgendwo eine absolute Mehrheit. Und die anderen Parteien machen halt nicht einfach so mit bei einer fahrradfreundlichen Politik. Vielleicht magst du mal auf die anderen Parteien schimpfen, die die Entwicklung behindern. Das wäre dann dir richtige Adresse. Ich persönlich mag diese Schimpferei aber nicht besonders. Sie führt zu nichts, außer, dass man irgendwo Schuldige definiert. Es sind aber wir selbst, die Politik machen, die sich einmischen und Forderungen stellen müssen. Ohne uns und unsere Engagement funktioniert gar nichts.

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    1. Der Anonyme schimpft nicht auf die Grünen allgemein, sondern speziell auf Kretschmann. Und das mit Hand und Fuß, denn wie Kretschmann der Autoindustrie nach dem Mund redet geht gar nicht.

      Martin

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    2. Weiter entspannt radeln, sehr gerne per Pedelec/E-Bike, den Raum nehmen und die Fahrbahn voller Vertrauen in Anspruch nehmen. Das ist eigentlich alles, was wir in erster Linie machen müssen.

      Denn der gute Beitrag hegt die Hoffnung, dass die Stadt sich zu einem langfristig angelegten strategischen Radplan entschließt. Das sieht derzeit leider gar nicht danach aus.

      Ein Beispiel: Wenn ich einen StZ-Beitrag kürzlich richtig verstanden habe, sollen zwei halbe Verwaltungsstellen im Radsektor entfristet werden, um diesen Bereich personell zu stärken. Von einer Verdopplung oder Verdreifachung des Personals habe ich nichts gelesen. Wer soll das den alles planen?

      Es braucht die Abstimmung über die Pedale. Wer nicht hören will, bekommt notwendigerweise den wilden Radverkehr ;). Wie Wasser, das überall hinströmt, wo die Schwerkraft erlaubt, wird sich der Radverkehr weiter seine Wege suchen - und finden.

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  4. Du schreibst: "Dank der Pedelecs entdecken immer Menschen die Freiheit, die ihnen das Fahrrad gibt."
    Gestern habe ich Bekannte und Freunde auf mein Pedelec gesetzt und testen lassen - alles Eltern mit Kindern in Esslingen, alle haben steile Anstiege auf ihren täglichen Wegen.
    Heute fragen alle nach, was sie denn kaufen sollten, sie seien infiziert worden. Das Umdenken fand gestern in der 10 Minütigen bergauf-Fahrt statt.

    Ich teile nicht immer alle deine Prognosen für die Zukunft, Christine. Aber dein Weg ist der Richtige - die Aufmerksamkeit auf die aktuellen Um- oder Mißstände richten. Und wenn es so kommt, wie du schreibst, ja dann fahren Pedelecs mit Lasten- oder Kinderanhängern mit 20km/h mitten auf der Straße. Tatsächlich werden es von Jahr zu Jahr mehr!

    In irgendeinem Blog habe ich es gelesen - als radfahrender Pendler möchte man schnell von A nach B und nicht irgendwelche Umwege über Radfernwege oder kuriose Straßenüberquerungen mit dämlich geschalteten Ampelanlagen in Kauf nehmen - wenn die Fahrt auf der Straße in dieser Hinsicht Vorteile bietet, ja dann fahre ich da, und der Pendler hinter mir auch.

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  5. Es stimmt, diesen Sommer sind erneut mehr Fahrradfahrer unterwegs als letztes Jahr. Es werden jedes Jahr sichtbar mehr. Mir fällt das besonders auf der Pendlerstrecke nach Leinfelden auf, da kommen mir inzwischen unheimlich viele Pendler entgegen die morgens nach Stuttgart rein fahren. Die Strecke vom Lautlinger Weg zur Autobahnbrücke ist sehr beliebt, genau wie die von der Handwerkstraße zur Autobahnbrücke. Leider haben auch Autofahrer den Weg von der Handwerkstraße zur Nord-Süd Straße an der Autobahnauffahrt für sich entdeckt. Ist zwar Durchfahrt für KfZ verboten, aber Anlüger frei. Und es geht besonders bei Stockung auf der Nord Süd Straße bei der Entfluchtung des Synergieparks deutlich schneller als der legale Weg. Eine Kontrolle der Polizei habe ich dort noch nie gesehen.
    So ist diese beliebte Fahrradroute einem steigenden Verkehrsaufkommen sowohl durch mehr Fahrräder als auch mehr Anlüger ausgesetzt. Vielleicht wäre ein Poller auf der Zufahrt vom Industriegebiet schon ein erster Schritt zur Trennung von Rad- und Autoverkehr.

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  6. Danke. Der Beitrag gefällt mir ausgesprochen gut. Darauf kann ich meine Auto-Kollegen verweisen, wenn sie mal wieder meinen, dass Parkplätze und Fahrbahnen den Radlern nicht geopfert werden dürfen.

    Chris

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  7. Schöner Beitrag Frau Lehmann! Fängt gut die Eindrücke des Wandels hin zu mehr Radlern ein, die man als langjähriger Radler in Stuttgart hat. Der Radverkehr hat deutlich zugenommen und damit auch zu Recht das Selbstbewusstsein der Radler. Was aber nicht unerwähnt sein sollte, ist das dieses Selbstbewusstsein teilweise auch zu Selbstüberschätzung führen kann. So finde ich, ist es auffallend, wenn man bei Dunkelheit z.B. durch den Westen fährt, das viele Radler ohne Licht unterwegs sind, und um diese Mir-kann-keiner-was-Haltung zu verdeutlichen, dies teilweise gerne auch noch mit Freihandfahrt und Kopfhörern im Ohr (nebenbei, ist das eigentlich erlaubt?) unterstreichen.

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    1. Freihandfahrt ist nicht erlaubt. Kopfhörer im Ohr sind genauso erlaubt wie z.B. ein KFZ mit geschlossenen Scheiben. Man muss halt noch in der Lage sein so etwas wie eine helltönende Glocke, wie sie an Fahrrädern vorgeschrieben ist, zu hören.

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    2. Oder, um es nochmal zuzuspitzen: sowohl das Radio im Auto als auch die Musik in den Kopfhoerern duerfen nicht so laut sein, dass man nichts mehr von aussen hoert.
      Ansonsten ist beides erlaubt.

      Gruss - Matthias

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  8. Freihandfahrt ist verboten, Kopfhörer nicht, solange man noch was vom Verkehr hört. Das Ohne-Licht-Fahren ist eine Krux, hat aber jetzt nichts mit der Zunahme des Radverkehr zu tun. Radler mit alten Felgendynamos sind noch viel öfter ohne Licht gefahren. Heute haben viele Räder Nabendynamos, deren Lichter kann man immer anlassen. Im Sommer sehe ich auch viele Normalräder ohne Licht durch die Nebenstraßen geistern. Auf mich wirken sei wie schnell man genommen, um ein paar Kilometer zu fahren, und dabei vergessen, dass es auf dem Rückweg Nacht ist. Ich Fahren ohne Licht wirklich nicht gut.

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