14. Oktober 2017

Dass Radfahrer bei Rot halten müssen, ist Quatsch

Ungefähr so betitelt die Süddeutsche ihren Artikel über rote Ampeln und Radfahren. Der Artikel ist schön geschrieben und führt das auf, worüber auch ich schon oft geschrieben habe. 

Wir erinnern uns: Ampeln sind nur für den Autoverkehr sinnvoll. Sie sind auch nur für ihn gedacht. Ampeln dienen dazu, den Autoverkehr kurz anzuhalten, damit Fußgänger auch mal queren können. Und sie sind dafür da, ein hohes Autoverkehrsaufkommen zu bändigen und dafür zu sorgen, dass auch Autos aus Seitenstraßen fahren können oder dass es auf großen Kreuzungen kein Kuddelmuddel gibt.

Für den Radverkehr taugen diese Ampeln nicht. Radampeln übrigens auch nicht, denn sie zwingen Radfahrer oft, noch viel länger zu stehen als Autofahrer an ihren Ampeln. Und das, obgleich vom Radfahrer kaum Gefahr ausgeht für andere Verkehrsteilnehmer.

Lindau. Auch eine Lösung.
Der Artikel verweist auch auf den Idaho-Stopp. In einem der konservativsten US-Staaten müssen Radfahrer bei roten Ampeln nur kurz stoppen und gucken und dürfen dann weiterfahren, wenn alles fei ist. Das Argument, dort wohnen nur wenige Menschen, gilt nicht. Auch in Paris, sehr dicht besiedelt, dürfen Radfahrende an Ampeln mit gelbem Pfeil rechts abbiegen, manchmal auch geradeaus fahren, wenn für Autos rot ist.

Das Entscheidende: Die Unfallzahlen nehmen nicht zu, sie nehmen eher ab. Denn anders als Autofahrer haben Radler keine Blechhülle um sich herum. Das bedeutet zum einen, dass sie andere Verkehrsteilnehmerinnen nicht mit einem Panzer gefährden ohne sich selbst zu gefährden. Sie fahren also vorsichtiger und vorausschauender. Und zum zweiten, dass sie besser hören und sehen. An einer Kreuzung nehmen sie - anders als Autofahrer, die Radfahrer und Fußgänger gern mal übersehen - alles wahr, was ums sie herum passiert. Und sie sind langsamer unterwegs als Autos.

T-Kreuzung beim SWR. Warum sollen Radler hier
halten müssen? 
Wenn Radler bei Rot radeln dürfen, hat das sogar für Autofahrende einen Vorteil: Denn Radfahrende sind an solchen Ampeln oftmals schon weg, wenn die Autos starten. Das erspart Autofahrern die hektischen Überholmanöver auf der Kreuzung, um noch vor dem Radler in die schmale Straße jenseits der Kreuzung einfahren zu können. Es entlastet den Massenstart an der grün gewordenen Ampel, der Stellungskampf zwischen Radfahrer und Auto findet nicht mehr statt.

Verkehrswissenschaftler und grüne und linke Politiker/innen plädieren seit Jahren dafür, dass Radfahrer bei Rot fahren dürfen. Das Bundesverkehrsministerium prüft gerade, ob man in Deutschland den grünen Pfeil für Radler einführen könnte. Diese Prüfung dauert schon lange und wird wohl noch lange dauern, obgleich man nur auf Erfahrungen aus Frankreich zurückgreifen müsste. Auch Stuttgart möchte an einigen Ampeln Pilot-Grüne-Pfeile einrichten. Schön.

Ampelflucht. Kein Mensch auf dem Überweg
aber Fußgänger auf dem Gehweg. 
Aber ich meine, eigentlich bräuchten wir keine zusätzlichen Schilder. Es würde reichen, wenn man Radfahrenden generell erlauben würde, bei Autorot rechts abzubiegen und an T-Kreuzungen (wo es von der Geradeausfahrbahn nur links abgeht) geradeaus zu fahren. Und ganz entscheidend: Radfahrenden muss es vor allem erlaubt sein, an Fußgängerquerungen bei Auto-Rot weiterzuradeln, wenn kein Fußgänger quert. Wie oft habe ich bei Rot an einer Fußgängerampel gestanden, die kein Mensch überquert. Das ist eine harte Prüfung für Legalistinnen wie mich. Und wie oft habe ich gesehen, dass Radler Ampelflucht begehen, also über Gehwege ausweichen (die verboten sind)?

Neckarstraße: 3 Fußgängerampeln hintereinander.
Immerhin ein Fußgänger quert hinten.
Ein Radler bevorzug den Gehweg. 
Allem Radfahrerbashing zum Trotz: Deutsche Städte werden dann nicht gefährlicher, sondern fahrradfreundlicher. Für Stuttgart heißt das zum Beispiel, dass die Alternativroute zum Schlossgarten, die Neckarstraße, für Radler sehr viel attraktiver wird (stadtauswärts stehen mindestens sechs Ampeln, stadteinwärts sind es fünf). Das mindert den Radverkehr in Schlossgarten, wofür die Fußgänger und Spaziergänger dort sicher extrem dankbar wären. Und es kostet nicht mal was.



Kommentare:

  1. "T-Kreuzung beim SWR. Warum sollen Radler hier
    halten müssen?" Grade an dieser Kreuzung suggerieren die Linien auf der Straße überhaupt nicht, dass Verkehr von links einfließt. Auf Grund deines Bildes würde ich annehmen, dass er hier nur von rechts kommt.

    "Radfahrenden muss es vor allem erlaubt sein, an Fußgängerquerungen bei Auto-Rot weiterzuradeln, wenn kein Fußgänger quert." Warum kann man das nicht auch Autofahrern erlauben? Auch diese können erkennen, wenn keiner kommt.

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    1. "Warum kann man das nicht auch Autofahrern erlauben? Auch diese können erkennen, wenn keiner kommt."

      Nicht so gut wie ein Radfahrer. Außerdem sind Autos deutlich gefährlicher.

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    2. Beim ersten "überfliegen" dieses Beitrags dachte ich:
      "o.k., jetzt ist es soweit, die Leute drehen durch."

      Danach, nach kurzem verarbeiten des Textes, wurde mir bewusst: es würde sich kaum etwas ändern im Vergleich zur jetzigen Situation. Die Radfahrer, welche ich auf meinen täglichen Strecken (zu Fuß oder via VW e-Up!) wahr nehme, verstehen Lichtzeichenanlagen ohnehin nur als "Empfehlung". "Rot" wird um- oder überfahren als sei dies eine Selbstverständlichkeit.

      Nur dies (Teilzitat):
      "Sie fahren also vorsichtiger und vorausschauender.
      Und zum zweiten, dass sie besser hören und sehen. An einer Kreuzung nehmen sie - anders als Autofahrer, die Radfahrer und Fußgänger gern mal übersehen - alles wahr, was um sie herum passiert."

      ist natürlich grundfalsch.

      Wenn ich mit unserem e-Up! unterwegs bin, dann kann weder ein Radfahrer noch ein Fußgänger dies akustisch wahrnehmen, ausser bei sehr nasser Fahrbahn.
      Man sollte also einiges mehr an Aufmerksamkeit mitbringen um dies (diesen Vorschlag hier) auf Dauer zu überleben.

      Teilzitat:
      "Verkehrswissenschaftler und grüne und linke Politiker/innen plädieren seit Jahren dafür, dass Radfahrer bei Rot fahren dürfen."

      Tja, was Grüne und Linke nicht so alles fordern. Einige Forderungen dieser Gruppierungen würden auf Dauer zum Staatsbankrott führen.

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    3. In Idaho und Paris und anderen französischen Städten hat man damit aber gute Erfahrungen gemacht. Ich kann mir schon vorstellen, dass es Autofahrende ärgert, wenn Radler bei Rot weiterfahren dürfen, sie (die Autofahrer) aber nicht. Autofahrer beschweren sich hier auf dem Blog und in Facebook am meisten darüber, dass Radler rechtswidrig bei Rot nicht halten, sondern fahren. Es ärgert sie maßlos. Klar, ist es eine Privilegierung der Radfahrenden. Und das ist auch gut so. Warum sollen Radfahrer nicht auch ein Privileg vor dem Autoverkehr bekommen? Schließlich genießt der Autoverkehr derzeit das Privileg, dass alle Fahrbahnen und Ampelschaltungen für ihn optimiert werden (übrigens für sehr viel Geld), während Fußgänger und Radler immer warten müssen, bis der Verkehr mal kurz angehalten wird, damit sie queren oder links abbiegen können. Radverkehr hilft einer Stadt gegen Stau, und deshalb muss er es endlich bequemer haben als bislang. Es hilft allen.

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    4. Ich kann den neuen Vorschlägen auch nur beipflichten, möchte aber dennoch erwähnen, dass durch die allgebräuchliche verwendung von Ohrstöpseln nebst Musikquelle auch radfahrer - wie Autofahrer - nicht mehr zwingend die verkehrssituation erfassen. Beweis dafür sind die häufigen Personenunfälle mit Stadtbahnen (die ja aufgrund Größe und gelber Leuchtkraft durchaus auffällig sind. Ansonsten ist versicherungstechnisch relevant, ob die Radler ganz "offiziell und legal" einen Unfall verursachen dürfen, durch Unaufmerksamkeit, oder ob sie dabei ein Strafverfahren riskieren müssen. Ich fahre selbst natürlich oft bei Rot, aber wäre dies legal, würde ich u.U. noch einen Deut weniger aufpassen. Dass ich aber mal eine Viertel Stunde mit einem Juppie-Streifenpolizisten im Daimler debattieren musste warum ich an der roten Kreuzung rechts abbog, wo es von allen Seiten keinen Verkehr hab, ärgert mich auch heute noch. Er nötigte mich, ein unsinniges Versprechen abzugeben, ansonsten hätte er mir ein fettes Knöllchen auf's Auge gedrückt. Diese Art von Verkehrserziehung muss echt nicht sein. Eine strenge Gesetzgebung ist insofern schon sinnvoll, gerade in Ballungsräumen, jedoch ist die Verfolgung mit Augenmaß zu betreiben, und bei den vielen Handy-am-Ohr-Fahrern sehen wir, dass dies beizeiten nicht gut funktioniert.
      CRITICAL MASS

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    5. more knowing GoG (guy or girl)16. Oktober 2017 um 20:21

      Christine Lehmann schieb u.a.:
      "Radverkehr hilft einer Stadt gegen Stau, und deshalb muss er es endlich bequemer haben als bislang. Es hilft allen."

      Nur "Teilrichtig". Sobald für den Radverkehr Fahrspuren für LWK, KfZ, Busse, Taxis, etc. etc. geopfert werden, nimmt der Stau zu (!!) NICHT ab!

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    6. @ more knowing GoG
      Ich befürchte, dass wenn sich Radfahrer und motorisierter, schnellerer Verkehr die rechte Spur teilen mehr Chaos und Stau entsteht, da erst die schnelleren Fahrzeuge auf der rechten Fahrbahn ausgebremst werden und dann in die linke Spur drücken.
      Vielleicht hast du aber trotzdem Recht. Da der Radverkehr in Stuttgart keinen großen Anteil hat, sollte das nur selten passieren und wäre das geringere Übel als eine Spur die oft nicht benutzt wird.

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    7. @more knowing GoG
      Das ist empirisch nicht bestätigt.
      Im Gegenteil: die Umwidmung von Fahrspuren und/oder Autofahrspuren in separierte Radspuren hat die Reisegeschwindigkeit des MIV i.d.R. sogar erhöht.
      So zumindest sind die bisherigen Befunde aus den USA.
      Im Übrigen: Autoverkehr in verdichteten Räumen ohne Stau ist naive Illusion.
      Staureduktion wirkt in aller Regel ähnlich wie Spurerweiterung und weiterer Strassenbau. Die gewonnene Kapazität wird von noch mehr Autoverkehr in Anspruch genommen, die Erreichbarkeitsradien des Autoverkehrs steigen - bedingt durch erhöhte Reisegeschwindigkeit - an, und am Ende gibt es den gleichen Stau, nur mit deutlich erhöhter Umweltbelastung durch gesteigerten Autoverkehr. Zudem haben sich dabei die gefahrenen Distanzen erhöht, was zu weiterer Zersiedelung mit noch mehr Autoverkehr beiträgt.
      Typischer Satz am Ende dieses Zyklus: "Ohne Auto könnte ich gar nicht klar kommen"
      Diesen Prozess erleben wir ja grad verstärkt in Deutschland.
      'Mobilität' und 'Verkehr' wird immer noch viel zu oft verwechselt.
      Anregend und gut gegen Denkblockaden sind Recherchen zu temporären Sperrungen 'wichtiger' oder 'unerlässlicher' Verkehrsadern des Autoverkehrs.
      Nahezu immer das gleiche Bild: riesiges Chaos prognostiziert, aber real passiert bloß eine simple Reduktion des Autoverkehrs.
      Grundregel: Autoverkehr steigt solange an bis es zum Stau kommt.
      Wird der Stau (Pförtnerampeln o.ä.) durch Kapazitätsverringerung scheinbar zusätzlich herbeigeführt bricht die Welt nicht zusammen, es kommt auch nicht zu MEHR Stau, sondern es sind lediglich weniger Autos im Stau unterwegs.
      Und ja: alle kommen - wie zuvor - mehr oder weniger pünktlich zur Arbeit und der Umsatz des Einzelhandels geht NICHT zurück.
      Natürlich stimmt das nicht immer ('ceteris paribus' Problem), aber doch in den allermeisten Fällen.
      Alfons Krückmann

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    8. So ist das. Darüber habe ich auch schon mal geschrieben:
      https://dasfahrradblog.blogspot.de/2017/07/radwege-helfen-dem-autoverkehr.html

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    9. more knowing GoG (guy or girl)18. Oktober 2017 um 15:29

      @ Anonym 17.Oktober 2017 / 05:51

      Diese sogenannten "Studien" und Vergleiche von Lokalitäten,
      welche überhaupt nicht vergleichbar sind, braucht es nicht.
      Es genügt ein wenig gesunder Menschenverstand und etwas
      Beobachtungsgabe. Solange z.B. auf einer Autobahn 2 Spuren
      normal befahrbar sind, läuft der Verkehr. Sobald jedoch eine davon weggenommen wird (Unfall, sehr lange andauernde Überholvorgänge, Teilsperrungen, etc. etc.) stockt der Verkehr und kommt bei länger anhaltender Störung zum Stillstand. Und genau so ist es auch in der Stadt. Hier wird zwar immer und immer wieder geschrieben, dass mehr Fahrspuren auch mehr Verkehr anziehen, nur stimmt das halt nicht. Es werden nicht plötzlich mehr Personen von und nach Stuttgart pendeln, die Standorte der Arbeitsplätze wechseln nur sehr sehr langsam und gleichen sich zudem i.d.R. aus. Auch werden nicht plötzlich messbar mehr Touristen kommen nur weil der Verkehr fliesst.
      Wo also soll dieser zusätzliche Verkehr plötzlich herkommen?

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    10. Ich fürchte, der "gesunde Menschenverstand" ist ein sehr schlechter Ratgeber. Es ist besser, sich mit Studien zu befassen, die auf wissenschaftlicher Grundlage Verhältnisse untersuchen, die wir Einzelne aus unserer Perspektive nur sehr schlecht umfassend beurteilen können. Es ist ja ein Unterschied, ob ein Unfall eine Fahrspur blockiert oder ob es nur eine Fahrspur gibt, auf der Autos fahren. Kennen wir übrigens auch von der Autobahn: den Raserstau. Das heißt, es gibt gar keinen Unfall, aber trotzdem einen Stau, weil zu viele Autos mit zu hohem Tempo und zu kurzem Abstand fahren, und wenn einer bremsen muss, sich die Bremsreaktion bis zum Stillstand eines Autos fortsetzt. Und weil Autos langsamer starten, als sie hinten aufbremsen, verlängert sich der Stau. Dabei ist gar nichts passiert. Viele breite Straßen erzeugen in Stuttgart einen Stau, wenn zu viele Autos zu schnell unterwegs sind, dabei Kreuzungen blockieren, über die sie bei dunkelrot noch rüber wollten, und so weiter. Macht einer bei einem Spurwechsel dann noch einen Fehler und kommt es zu einem Unfall, dann steht plötzlich alles. Viele Fahrspuren erzeugen viel Verkehr. Baut man eine Umgehungsstraße, um einen Ortskern zu entlasten, erzeugt auch das mehr Verkehr und durch den Ortskern fahren bald wieder genauso viele wie vorher, weil es ja wieder geht. Straßen erzeugen Autoverkehr. Radstreifen und Radwege erzeugen Radverkehr. Der Radverkehr ist von größerem Vorteil für eine Stadt als der Autoverkehr.

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    11. more knowing GoG (guy or girl)18. Oktober 2017 um 19:52

      Zitat @ Christine Lehmann

      "Ich fürchte, der "gesunde Menschenverstand" ist ein sehr schlechter Ratgeber. Es ist besser, sich mit Studien zu befassen, die auf wissenschaftlicher Grundlage Verhältnisse untersuchen, die wir Einzelne aus unserer Perspektive nur sehr schlecht umfassend beurteilen können."

      Genau das sehe ich komplett different. All diese Studien, Untersuchungen & Co. reden dem "Auftraggeber" nach dem Mund.

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    12. Du sagst, Wissenscaftler lügen. Das ist eine Haltung der Wissenschaft gegenüber, die jede Unterhaltung unmöglich macht, weil es keine Fakten gibt, die außerhalb der subjektiven Wahrnehmung liegen, auf fie man sich einigen könnte. Leider erinnert mich diese Haltung auch an das modern gewordene Lügen-Geschrei von Leuten, die auf ihre Ignoranz, also Unkenntnis möchtig stolz sind. Aber vielleicht kannst du deine Behauptung ja beweisen, dass alle Wissenschaftler dem Auftraggeber nach dem Mund reden. Und dass du klüger bist als ein Dutzend Verkehrsexperten.

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    13. Zitat @ Christine Lehmann

      "Du sagst, Wissenscaftler lügen."

      Wo in aller Welt steht das denn, wann und wo soll ich das geschrieben haben ?

      Es ist vielmehr so, dass nur die Punkte "untersucht" werden, welche dem Auftraggeber einer dieser Studien genehm sind. Alles andere wird weggelassen und wenn man dann nachfragt weshalb X und/oder Y nicht mit untersucht wurden heisst es lapidar: "dies war nicht Gegenstand dieser Untersuchung ...".

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    14. Sorry für den Tippfehler. Du sagst: "All diese Studien, Untersuchungen & Co. reden dem "Auftraggeber" nach dem Mund." Was bedeutet das anderes, als dass Wissenschaftler, die Studien machen, nicht die Wahrheit sagen, sondern etwas anderes. Nicht die Wahrheit sagen oder schreiben bedeutet lügen. Lügen heißt, absichtlich etwas anderes behaupten als eine Betrachtung der Realität zu Tage fördert. In Bezug auf Untersuchungen zum Verkehr (viele Straßen erzeugen viel Autoverkehr) hätte ich gern von dir wenigstens den Versuch eines Beweises, dass diese Leute im Interesse von irgendwem hier etwas Falsches behaupten.

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    15. @ Christine Lehmann

      Sie haben meine Intention (noch) nicht verstanden. Ich schreibe nicht vom "lügen" sondern vom "bewussten (weil vom Auftraggeber gewollt) weglassen" von Dingen.

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    16. Ist Weglassen kein Lügen? Ist die absichtliche falsche Darstellung einer Wirklichkeit (falls man die überhaupt erkennen kann) durch Weglassen eines Elements etwas anderes als lügen? Mag sein, dass ich mich irre, aber ich benenne schon gern klar. Vielleicht magst du mir doch mal beweisen, wo die Studien falsch sind, die zu zeigen versuchen, dass es nicht der Radverkehr ist, der Stau erzeugt oder den Stau verlängert.

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    17. @ Christine Lehmann

      Ich will es mal an einem zwar sachfremden, jedoch aktuellen
      Thema versuchen zu erklären, weshalb ich nichts von solchen
      Studien/Untersuchungen halte.

      Insektensterben:
      alles mögliche und unmögliche wurde untersucht, gemessen und
      zu Papier gebracht. Der augenscheinliche (merke: "gesunder
      Menschenverstand") Auslöser jedoch, nämlich der stark ansteigende Einsatz von Pestiziden aller Art, wurde nicht ausgewertet, mangels Daten versteht sich! Wer es glaubt ...

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  2. Dann liegt die Gefahr aber eindeutig an Deinem e-Up und sollte dringendst entschärft werden!

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  3. @ Bernd B.

    Da muss nichts entschärft werden. 28 Jahre Unfall-
    und Schadensfrei sprechen eine deutliche Sprache!
    Ein Elektroauto mit künstlichem Sound auszurüsten
    ist wohl das dämlichste was man tun kann, Stichwort:
    "Lärmbelästigung / akustischer Smog".

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    1. @the real driver

      Du hast recht: E-Autos sind eine akustische Wohltat. Leider gibr es zu wenige davon.

      Weiter oben hast du hingegen nicht recht. Denn: Autofahrer sehen schlechter als andere Verkehrsteilnehmer. In vielen Fällen, in denen ein Autopilot einen Radler unter Anwendung von roher Gewalt erlegt, nimmt die Polizei folgende Aussage zu Protokoll: Den/die habe ich nicht gesehen.

      Sehr häufig geht es hierbei um Missachtung der Vorfahrt.

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    2. @ Matthias

      Zitat:
      Weiter oben hast du hingegen nicht recht. Denn: Autofahrer sehen schlechter als andere Verkehrsteilnehmer. In vielen Fällen, in denen ein Autopilot einen Radler unter Anwendung von roher Gewalt erlegt, nimmt die Polizei folgende Aussage zu Protokoll: Den/die habe ich nicht gesehen.

      Mir ist solches noch niemals passiert,
      sowohl mit dem Verbrenner(n) früher als auch mit dem Vollelektro heutzutage. Also, keine Grund mir Unrecht(igkeit)
      vorzuwerfen!!!

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    3. @the real driver

      Wo genau habe ich dir persönlich (!) Unrecht vorgeworfen?

      Warum Autopiloten Radler "übersehen"? Die Analyse überlasse ich Menschen, die mehr Sachverstand haben als ich. Ich kann nur vermuten.

      Fakt ist: Radler verursachen keine Unfälle, weil sie ihren "Gegner" nicht sehen. Und warum nicht? Weil sie bei einem Unfall in Ermangelung einer Knautschzone meist den Kürzeren ziehen.

      Man kann über das Thema oben in der Überschrift trefflich streiten. Was unstrittig ust: Die Gefahr für Leib und Leben geht im Straßenverkehr von motorisierten Teilnehmern. Nicht von Radfahrern oder Fußgängern.

      Es ist unschöner Brauch, Fehlverhalten von Radlern stärker zu wichten als das von Autofahrern. Autofahrer verstoßen regelmäßig gegen Regeln. Tempolimit? Vorgeschriebene Abstände? Parkenverbote? Halteverbote? Alles nur Empfehlungen.

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    4. Wenn man im Ausland gute Erfahrungen damit gemacht hat, sollte das auch hier funktionieren.
      Und ich denke, dass man die Strafen für Rotlichtverstöße für Radfahrer senken sollte. Denn die Gefahr, die von ihnen ausgeht, ist deutlich geringer.

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    5. Ups! Ich wollte eigentlich ein Kommentar hinzufügen und keine weitere Antwort zur Diskussion von Matthias und the real driver.

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