8. Oktober 2019

Kleines bisschen bessere Ampelschaltung am Charlottenplatz

Vielleicht ist es euch auch schon aufgefallen. Die Ampelschaltung am Charlottenplatz aufseiten der Planie hat sich für Radfahrende Richtung Holzstraße verbessert. 

In einem Zug kommt man über die drei Fußgänger-/Radampeln nicht hinüber. Leider haben Autos immer noch an der Einbiegung zur Planie aufsteiten des Landtags Dauerdurchfahrt. Nur ab und zu springt für sie die Schwarz-Ampel auf Rot. Dann dürfen die Radler. Doch dann wartet man gleich wieder an der nächsten Ampel. Zuerst wird die eigene Seite grün. Kenner/innen starteten sehr langsam und radelten noch langsamer, ein ganz langsames Schritttempo zur nächsten Verkehrsinsel, denn so konnte man es vermeiden anzuhalten, bevor die folgende Ampel auf Grün sprang.

Und jetzt... da waren eine Radlerin und ich echt überrascht.
Schon Grün da drüben! Na sowas, es geschehen noch Zeiten und Wunder. Zwar muss man immer noch langsam rüber radeln, aber wenn man sich beim Start ein bisschen Zeit lässt, kann man deutlich schneller fahren als bisher und muss fürs den letzen und dritten Abschnitt dann auch nicht mehr so stark antreten.

Immerhin. Besser als vorher. Mittelgut. Leider kapieren überraschend viele Autofahrende nicht, dass sie vor der Ampel einen U-Turn machen können und machen ihn dann regelwidrig erst dann um die Verkehrsinsel herum, wenn sie Richtung Hohenheimer Straß Grün bekommen. Dann aber haben Fußgänger/innen und wir Radler/innen bereits Grün. Gefährlich!

Diese dreizügige Ampel liegt auf der Hauptradroute 1 und ist eine von vielen Stellen, wo es noch nicht wirklich rund läuft. Von keiner Seite kommt man nämlich in einem Zug rüber. Warten müssen wir Radler immer. (Fußgänger/innen benutzen die Ampel fast nie).

Allerdings ist das noch gut im Vergleich mit der dreizügigen Ampelanlage beim Alten Waisenhaus über die B14 hinüber. Da warten wir auf jeder Verkehrsinsel, also mindestens zwei Mal, egal in welche Richtung wir radeln. Und es sind viele Fußgänger/innen unterwegs, die ja gar nicht sehen, ob sie gerade auf einem Radstreifen gehen.

Kommentare:

  1. Bei der Ampelanlage vor dem Alten Waisenhaus über die B14 zeigen sich weitere Schwachpunkte: da immer mehr Menschen Rad fahren, reicht der Platz auf der Aufstellfläche der Verkehrsinseln teilweise gar nicht mehr für alle aus. Hinzu kommt, daß die Bordsteine im Bereich für die Fussgänger nicht barrierefrei abgeflacht sind. Menschen mit Kinderwagen oder Rollator sind gezwungen, in den Bereich für die Radfahrer auszuweichen. Alle fahren und gehen also kreuz und quer. Diese Situation ist weder für die Fussgänger noch für Radfahrer angenehm und sicher.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Absolut richtig! Mittags stapeln wir Läufer uns auch.

      Löschen
  2. ja, das ist auch für mich eine der unbefriedigendsten Übergänge. Der Platzmangel ist manchmal wirklich schlecht..... für Radler und Fußgänger....
    Die neue Ampelschaltung an der anderen Ampel, die du beschrieben hast, werde ich mir die Tage mal anschauen.
    LG Uschi

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es ist keine radikal neue Ampelschaltung, nur eine winzige Verbesserung. Und der Platzmangel dort ist eklatant, das finde ich auch. Vor alle, dass wir dann durch den Aufstellplatz für die Ampel über die B14 radeln. Alles ganz schlecht für eine Hauptradroute 1

      Löschen
    2. ja, da hast Du recht, die Hauptradroute führt direkt durch den Aufstellplatz für Fussgänger und Radfahrer, die die B14 überqueren wollen. Oft parken dann auch noch Lieferwagen auf dem Gehweg vor dem Alten Waisenhaus und die Fussgänger müssen deshalb ebenfalls noch auf den Radweg ausweichen. So werden viele Konflikte und gefährliche Situationen geschaffen, die bei guter Planung vermeidbar wären.

      Löschen
  3. Hm, das muss ein Zufall gewesen sein. Heute früh war es jedenfalls wie immer. Verzögert und langsam los fahren (wenn die mittlere Radampel grün wird haben die Linksabbieger vom Schlossplatz her kommend ebenfalls noch grün), sonst passt das nicht.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es ist nur ein bisschen früher, nicht so, dass man durchradeln kann. Mir ist das jetzt mehrmals aufgefallen. Als Radler muss ich nicht mehr ganz so langsam fahren, bis es drüben Grün wird. Es ist wirklich nur ein bisschen. Dennoch ist es mir und anderen aufgefallen.

      Löschen
  4. ich habe auch den Eindruck, es wird "einen Hauch" früher grün. Früher schlich man so langsam wie möglich über die Straße und musste doch noch anhalten, jetzt rechnet man schon damit, ausgebremst zu werden und ist ganz überrascht davon, daß die Ampel plötzlich auf grün springt, bevor man an der Haltekante ankommt.

    AntwortenLöschen
  5. ist das "Zeiten und Wunder" absicht? xD Zeichen! Zeiten passieren doch von alleine die ganzeZEIT :P

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ja, ich habe mich nicht vertippt. Allerdings, wenn ich darüber nachdenke: Das ist so ein ironisierendes Überbleibsel aus meiner kulturellen Bilung meiner Jugend. Könnte sein, dass der Autor Kempowsky das verwendet hat. Ist leicht missverständlich, gebe ich zu, weil eben eine Verhohnepiepelung.

      Löschen
  6. Ich werde wohl nicht der Einzige sein, der nicht versteht, was in den Köpfen der Verkehrsplaner so abgeht. Wozu man zum Beispiel zwei Abbiegespuren braucht- dazu an einer so schwach frequentierten Stelle wie oben beschrieben. Vermutlich muss irgendwie Verkehrsraum verballert werden- Hauptsache die Anderen bekommen ihn nicht.

    AntwortenLöschen