26. Juli 2022

Wenn die Wanderbaumallee eine Lücke lässt

Die Wanderbaumallee steht noch bis 30. Juli an der Kreuzung Schreiberstraße-Dornhaldenstraße in Heslach. 

Sie zeigt hier schon mal, was die geplanten Stuttgarter Ecken leisten könnten. Sie halten die Autofahrenden davon ab, an und auf den Ecken zu parken und schaffen so für alle mehr Übersichtlichkeit: für Menschen zu Fuß und auf dem Fahrrad. Man sieht, wenn man sich der Kreuzung nähert, angenehm weit in die Straße rechts und links hinein. Sie zeigt aber auch, dass man die Ecken lückenlos wird abpollern müssen, denn es ist doch tatsächlich einem Fahrer oder einer Fahrerin gelungen, das Auto in die von den Bäumen geschützte Ecke hinein zu stellen. 

Die Wanderbaumallee zieht seit 2019 durch Stuttgart. Die Initiator:innen wollen uns Städter:innen vermitteln, wie unsere Straßen aussehen könnten, wenn anstelle von parkenden Autos Bäume und Bänke am Straßenrand stehen. Sie lädt uns ein, zu erfahren, welche Kontakte entstehen, wenn es grüne Treffpunkte in einer Straße gibt. Im vergangenen Jahr besuchte die Wanderbaumallee fünf Nachbarschaften und gestaltete temporär 300 Quadratmeter öffentlichen Raum, der von Autos besetzt war, um. In diesem Jahr sollen die Wanderbäume jeweils zwei Monate an einem Fleck stehen, deshalb werden von ihnen nur zwei Nachbarschaften besucht. In der Regel tragen die Initiator:innen im Bezirksbeirat vor, wo und wie sie ihre Wanderbäume aufstellen wollen, die Realisierung geschieht in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Es handelt sich um Maulbeerbäume, Birken, Mispeln, Quitten-, Birn- und Kirschbäume.  

1 Kommentar:

  1. Am Zielort war die Ecke zugeparkt- trotz Halteverbot. Die Polizei hielt es auch nicht für nötig, an dieser Situation etwas zu ändern. Ansonsten wie immer eine schöne Sache- besonders die temporäre Straßensperrung hat Leben nach draußen gebracht.

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