5. September 2023

Der Kampfradler ist ein Hirngespinnst

Es gib ihn nicht, meint Steffen auf Bikefolks. Er existiert gewissermaßen nur in den Medien, dort aber so prominent, dass es bei Wikipedia sogar einen eigenen Eintrag dazu gibt. 

Dem angeblich rücksichtslos missionarischem Radler widmete die Süddeutsche Zeitung 2018 eine böse Glosse, mit der sie sicherlich die Vorurteile vieler Menschen nicht nur bestätigt, sondern auch noch tief befriedigt haben dürfte. Es ist ja so viel einfacher, Wut und Hass bei Menschen zu wecken als Verständnis und Kenntnis, und nichts taugt dazu so gut, wie der Radfahrer (sehr selten die Radfahrerin) permanenter Störfaktor in unserem Verkehrssystem, das strukturell vollständig aufs Auto ausgerichtet ist. 

Weil das so ist, müssen Radfahrende sich zwischen Fahrbahn, Radweg und Gehweg ihre Wege suchen. Das mache sie zur Kampfradlerin, schrieb Johanna Lemke in eine SZ-Artikel 2020. Denn: Radwege enden plötzlich, auf einmal ist hinter der Kreuzung die Fahrbahn für Radfahrende verboten, Gehwege werden freigegeben, weil es auf der Fahrbahn zu gefährlich ist, und dann steht man da, und fragt sich, wie man jetzt mit dem Rad über eine Kreuzung kommt. Für Menschen in Autos und zu Fuß sieht das Bewegungsmuster von Radfahrenden chaotisch und oftmals regelwidrig aus. Ist es aber oft gar nicht. Und manchmal doch, weil es einfach anders nicht weitergeht. Weil viele Menschen Radfahrende nicht kommen sehen oder hören, sind sie jeweils total überrascht von dem Radfahrer, der vor oder neben ihnen auftaucht. 

Das Verständnis für die Bedürfnisse von Radfahrenden ist bei uns minimal, und Autofahrende wollen sie auf den Gehwegen haben, Fußgänger:innen wollen sie weghaben von den Gehwegen. Eine durchgängige Radinfrastruktur bietet man ihnen nicht an. Und dann müssen sie halt sehen, wo sie bleiben und wie sie halbwegs sicher durch die Stadt kommen. Anders als Autofahrende setzen Radfahrende ihr Fahrzeug aber niemals als Waffe gegen andere Verkehrsteilnehmer:innen ein. Sie boxen sich nicht den Weg frei. Sie schlängeln sich nur. Dass die Aktionen der Radfahrenden weder illegal noch kämpferisch sind, hat Steffen auf Bikefolks sehr schön analysiert. 

Auch wenn knapp die Hälfte aller Fußgänger:innen, die man fragt, erklärt, sie fühlten sich von Radfahrenden gefährdet, entspricht das nicht der Realität, wie sich dieser Artikel die Mühe macht, genau darzustellen. Unfälle zwischen Radfahrenden und Fußgehenden gingen in Berlin zurück und fanden kaum auf Gehwegen statt. Von Autofahrenden droht Fußgänger:innen eine viel größere Gefahr. Radfahrende verursachen zwar auch Unfälle, aber sie provozieren keine Zusammenstöße, weil sie dabei stets die Opfer sind. So eine Jagd per Auto auf andere Verkehrsteilnehmer:innen, wie die taz hier schildert, gibt es bei Radfahrenden nicht, aber immer wieder machen Autofahrer Jagd auf Radfahrer und verletzen sie schwer. Umgekehrt geht das schlichtweg nicht. Ja, auch Radfahrende rasten mal aus und benehmen sich wie Gestörte, aber sie rasen eben nicht mit ihrem Rad in Menschenmengen, um zu töten. 

Wo ist denn nun eigentlich der Kampfradler? Immer wieder lese ich in Online-Kommentaren oder Leserbriefen in der Zeitung – wann immer es um die Radfahrende geht – vom Kampfradler. Fast ausschließlich männlich rast er rücksichtslos durch die Stadt, ignoriert alle Regeln, taucht urplötzlich auf, schlängelt sich kamikazemäßig durch den Verkehr, um dann ohne Handzeichen plötzlich links abzubiegen und aus dem Blickfeld zu verschwinden. Wann ist endlich Schluss damit? Wann gibt es Nummernschilder für Räder, damit wir ihn identifizieren können? Alle, denen Radfahrende auffallen, weil sie ihrer Ansicht nach eine Regel verletzen (viele Radregeln sind Nicht-Radlern allerdings auch nicht bekannt), seien hier von mir mal gefragt: 

Wie oft seht ihr Autofahrer:innen, die ohne zu blinken abbiegen? Wann ist zuletzt vor euch ein Autofahrer bei schon Rot noch über die Kreuzung gefahren? Wie oft seht ihr auf Gehwegen oder im Halteverbot geparkte Autos, und wie oft parkt ihr selber auf einem Gehweg, haltet auf einem Radweg oder im Halteverbot? Wie oft habt ihr Autofahrende an einer Sperre vorbei in eine gesperrte Straße reinfahren sehen, wie oft seid ihr selber mit dem Auto verbotenerweise die Alte Weinsteige runter gefahren oder habt ein Einfahrt-verboten-Schild mal eben missachtet? Wie oft habt ihr ein Auto gesehen oder gehört, das viel zu schnell durch die Wohnstraße fuhr? Und wie viele sehen wir am Steuer mit dem Handy telefonieren? Die Regelverstöße von Autofahrenden sind eher noch häufiger als die von Radfahrenden, wir sehen sie nur nicht oder wollen sie nicht sehen. Und dass Kennzeichen nicht zur Regeltreue animieren, sieht man ja auch gerade an den Auto- und Mopedfahrenden: Sie parken stundenlang illegal, und jeder kann ihr Kennzeichen lesen. Und wenn sie Unfallflucht begehen, dann haben wir oft ihr Kennzeichen nicht gesehen oder uns nicht gemerkt. Von Kampfautofahrer ist aber nie die Rede. Wer die Macht im Straßenverkehr hat, muss ja auch nicht kämpfen. Und er sieht alle, die seine Macht infrage stellen als kleine Kämpfer, Rebellen und Outlaws an. 

Medien, die mit dem Begriff "Kampfradler" triggern, können sich zustimmender Kommentare sicher sein. Genauso wie sie sich der Zustimmung sicher sein können, wenn sie Geschwindigkeitskontrollen bei Autofahrenden als "Abzocke" brandmarken. Auch beim Sammeln der Unterschriften für den Radentscheid hörte man von Radler:innen und Fußgänger:innen, dass endlich etwas gegen diese Spezies getan werden müsse. Sie klingelten die Fußgänger vom Weg, man könne sich gerade noch so retten, oder führen ohne Vorwarnung nur Zentimeter an der langsameren Radlerin vorbei. Der Kampfradler schade der gesamten Radcommunity. Die Medien profitieren davon, dass die Politik sich extrem schwer damit tut, Radfahrenden auf den bisher von Autos genutzten Fahrbahnen mehr Raum zu geben, wo sie sich sicher fühlen und gut vorankommen. Stattdessen werden Radrouten durch die Bereiche geführt, wo sich viele Gehende aufhalten, durch Parks, über Gehwege, über Fußgängerüberwege. Und da da gibt es Ärger, weil beide Verkehrsarten nicht zusammenpassen. Denn die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen Fußgänger:innen (3 - 5 km/h) und Radfahrenden (17 - 25 km/h) sind tatsächlich größer als die zwischen Autos und Fahrrädern in einer Tempo-30-Zone oder auf einer Tempo-40-Straße. Fußgänger:innen erleben deshalb die Radfahrenden - die auf engem Raum an ihnen vorbei müssen - oftmals als viel schneller als den parallelen Autoverkehr, der zwischen Bordsteinen und geparkten Autos vom Fußverkehr abgeschieden rollt. Auch wenn niemand diese Autokolonnen auf vielspurigen Straßen mag, schimpfen tut man nicht auf den Autoverkehr, sondern auf Radfahrende. 

Dabei ist die Kenntnis der Verkehrsregeln so gering, dass allein schon deshalb Radfahrende als Regellose wahrgenommen werden. Viele Radfahrende können davon berichten, dass sie von Fahrbahnen weggehupt werden und man ihnen zuschreit, sie sollten auf dem Radweg fahren, der aber gar nicht da ist, auch der Gehweg ist nicht freigeben. Manchmal irrt sich da sogar die Polizei. Viele Autofahrende beschweren sich, dass Radfahrende Einbahnstraßen verkehrtherum befahren, dabei ist das in 70 Prozent der Fälle in Stuttgart erlaubt, sie haben als Autofahrer nur nie die Verkehrszeichen wahrgenommen. Oder Autofahrende haben den Eindruck, ein Radler fahre bei roter Ampel, dabei haben sie nur die kleine Fahrradampel nicht bemerkt, die bereits Grün ist. Auch Polizisten interpretieren Ampelschaltungen fehl. Fußgänger:innen sehen eh keine Radwegschilder und ärgern sich dann über die Scheißradler, die auch noch bimmeln. Vielen ist nicht klar, dass etwa der Schlossgarten ein gemischter Geh- und Radweg ist. Und fast alle, die selber gerade nicht Rad fahren, finden, dass die Radfahrenden rasen, obgleich sie keine 30 km/h fahren, während der Autoverkehr langsam erscheint, der 30 km/h fährt. 



32 Kommentare:

  1. solange psychisch kranke menschen mit fahrrad nicht in der lage sind die tägliche realität zu sehen und ernsthaft in der lage sind, als offensichtlicher "kampfradler" die bloße existenz von "kampfradlern" zu bestreiten. obwohl der selbige artikel ein beweis ist, dass es diese gibt. mehr noch: das ihr welche seid.

    also ein kampfradler versucht mir zu erklären, dass es keine kampfradler gibt.

    jeder radler mit dem man spricht kennt kampfradler. jeder mensch mit oder ohne fahrrad kennt diese geistig kaputten menschen mit radlerhosen, sonnenbrille und windschnittigen helm, die denken, die straße gehört ihnen.

    es gibt auch fußgänger, die so sind und ganz besonders autofahrer. wie geht das, dass man ernsthaft denkt, dass es solche fahrradfahrer nicht gibt? das jeder fahrradfahrer, nur weil er ein fahrrad hat, direkt ein besserer mensch ist und bestimmte sachen nicht macht. als gäbe es einfach keine beschissenen fahrradfahrer.

    wirklich: ihr seid diese beschissenen fahrradfahrer. bitte raftt es. bitte versteht es. bitte fangt an selbstkritisch mit eurer "zunft geisteskranker, irrational denkender, allgemein nicht lebens- und denkfähige menschen und fahrradfahrer" umzugehen.

    bitte besucht ne nervenklinik oder lernt ein grundlegendes wissen über selbstreflektion, critical whiteness oder.. keine ahnung: lest ein buch. zum ersten mal im leben. und lasst das scheiß fahrrad zu hause.

    ich werd mir diesen artikel speichern und als musterbeispiel für kognitive dissonanz benutzen. weisse menschen sind offiziell in dimensionen abgegleitet, die absolut nichts mehr mit der von milliarden menschen täglich erlebten realität zu tun haben. wenn ein weisser mensch will, dass sich die welt seiner kranken sicht fügt, tut der weisse mensch absolut ALLES, damit seine eigene subjektive perspektive zum allgemeingültigen gesetz wird. hauptsache der wille des weissen privilegierten menschen wird respektiert.

    man könnte sich zb auch für flüchtlinge engagieren. oder darauf hinweisen dass kinder an unsere küsten gespült werden. oder für jegliches andere ansatzweise relevante thema dieser welt. aber hey, wieso nicht: mehr fahrradwege! weil das natürlich ein problem ist in deutschland oder sonst wo auf dieser welt.

    du bist der grund wieso menschen afd wählen.

    du schadest mit deinem "engagement" menschen, die wirkliche, ernste politische motive verfolgen. du hast und bist halt ein schaden. eine schande.

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    1. liebe frau lehmann,
      danke für ihren tollen artikel.
      bitte lassen sie den vorstehenden kommentar der anonyma drin:
      besser lässt sich der konflikt wohl nicht zusammenfassen.

      #satireisttot

      karl g. fahr

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    2. Wow... auf so vielen Leveln einfach nur wow... hast du das vor einem Spiegel geschrieben? Hast du jemanden zum reden? Brauchst du Hilfe?
      Hat dich ein Fahrrad auf dem Gehweg erwischt? Wenn ja, dann tut es mir leid, so würde ich selber nicht fahren, aber Alöcher gibt's prozentual überall.
      Hast du ein Fahrrad beim abbiegen etc erwischt und hast Ärger bekommen und ärgerst dich jetzt? Die Person auf dem Rad auch, die hätte auch gerne ohne die Erfahrung bleiben können.
      Ein psychisch Kranker auf dem Fahrrad hat deutlich weniger Schadenspotential als einer im Kfz; schon mal was von einer Amokfahrt mit dem Fahrrad gehört oder wird das systematisch verschwiegen?
      Wir wollen ein rücksichtsvolles miteinander mit klaren Wegen, die für alle erkennbar sind, ohne uns unfreiwillig Adrenalinschüben auszusetzen.
      Wann hat dich das letzte mal ein Fahrrad bedrängt? Mich und meine Patentochter gestern i. Adolf-Fremd-Weg: beidseitig beparkt, nutzt eine G-Klasse eine linke Garagenausfahrt um hupend zu überholen und vor mir einzuschränken Kind

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    3. Und ich müssten ausweichen und hatten jeweils wenige Zentimeter Platz an den Lenkerenden zur Gklasse und dem rechts geparkten Sprinter. Die kleine war fertig, kann ich dir sagen. Ich auch. Das passieren der Engstelle hätte 10 Sekunden gedauert, die Straße war, bevor wir eingefahren sind leer. Zone 30, mit Verkehrsberuhigung. Der war schneller.
      Ich glaube der Anteil an Psychisch Kranker ist bei Kfz deutlich höher und das Schadenspotential um ein zigfaches größer.
      Denk dir deinen Teil, mfG und gute Besserung, Georg

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    4. Okay, dann lasse ich den anonymen Kommentar als Beispiel dafür stehen, mit welch ungebremstem Hass manche Menschen auf das Radfahren reagieren, und wie wichtig es manchen Menschen anscheinend ist, Radfahrende - und nur die - zu diffamieren, als krank hinzustellen und ihnen sogar vorzuhalten, weil sie existieren und mir ihren Rädern herumfahren, würden faschistische Parteien gewählt.

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    5. Das ist schon ganz schön starker Tobak, Autofahrern (pauschal) zu unterstellen, sie würden ihr Fahrzeug als Waffe einzusetzen!
      Meine persönlichen Erfahrungen/Antworten zu den von Ihnen gestelltenFragen:
      Wie oft seht ihr Autofahrer:innen, die ohne zu blinken abbiegen?
      Leider zu oft. Ich sehe aber mindestens genauso viele Radfahrer, die ohne Handzeichen die Spur wechseln oder abbiegen.
      Wann ist zuletzt vor euch ein Autofahrer bei schon Rot noch über die Kreuzung gefahren?
      Das sehe ich ungefähr genauso oft wie beim Radverkehr. Ich habe beim Autoverkehr aber glücklicherweise noch nicht erlebt, dass gefahren wird, obwohl die Ampel schon „längere Zeit“ auf Rot stand. Beim Radverkehr erlebe ich das leider täglich und auch mehrfach. Gern fährt man dabei an bereits wartenden Rad-/Autofahrern genüsslich vorbei.
      Wie oft seht ihr auf Gehwegen oder im Halteverbot geparkte Autos?
      Leider zu oft. Das will ich nicht schönreden.
      Wie oft parkt ihr selber auf einem Gehweg, haltet auf einem Radweg oder im Halteverbot?
      Nie.
      Wie oft habt ihr Autofahrende an einer Sperre vorbei in eine gesperrte Straße reinfahren sehen?
      Das sehe ich durchaus. Aber auch hier ist der Radverkehr mit weitem Abstand vorn.
      Wie oft seid ihr selber mit dem Auto verbotenerweise die Alte Weinsteige runter gefahren oder habt ein Einfahrt-verboten-Schild mal eben missachtet?
      Kann ich nicht sagen, da ich dort noch nicht unterwegs war.
      Zum Thema „Verbot der Einfahrt“ habe ich aber ein gutes Beispiel direkt vor meiner Haustür. Im Regelfall fährt da kein Auto vorsätzlich rein. Bei Fahrzeugen mit zwei Rädern könnte die Stadt „dumm und dämlich verdienen“, wenn mal kontrolliert würde.
      Wie oft habt ihr ein Auto gesehen oder gehört, dass viel zu schnell durch die Wohnstraße fuhr?
      Leider zu oft. Das will ich nicht schönreden.
      Und wie viele sehen wir am Steuer mit dem Handy telefonieren?
      Mindestens genauso viele wie auf zwei Rädern.

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    6. Es wird nicht pauschal unterstellt, dass Autofahrer das Fahrzeug als Waffe einsetzen, sondern dass es dieses Verhalten nennenswert gibt. Genau genommen nur, dass es das Verhalten gibt.
      Zum Teil wird das Auto ganz offensiv als Waffe eingesetzt, zum Teil unterbewusst als Recht des stärkeren.

      Bitte beziehe bei deinen Vergleichen nennen Häufigkeiten auch die jeweilige Schwere der Ausgänge ein.
      Ich sehe fehlende Abbiegesignale eher bei Autos, auch Autos die offensichtlich noch bei Rot fahren bei jeder Fahrt, wenn denn denn ein paar Ampeln dabei sind, mehr als Radler aber ich fahre auch eher ländlich.

      Hannes

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    7. Ich sehe im Text: „Anders als Autofahrende…“ kein einige/manche/zahlreiche/viele/wenige… und finde es daher pauschalisiert. Bitte entschuldigen Sie.
      Bei den Fragen habe ich nur das beantwortet, was gefragt wurde. Und in der betreffenden Frage wurde kein Bezug zur potenziellen Schwere der Ausgänge hergestellt. Ich habe auch darauf hingewiesen, dass das meine persönlichen Erfahrungen sind. Ich habe nicht unterstellt, dass das generell so sein muss.

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  2. Sehr zum Missfallen der sich hier tummelnden Radfahrenden bin ich sehr für Radkennzeichen.
    Denn ich bin der festen Überzeugung dass dann die Anzeigenzahl sprunghaft nach oben schnellen würde. Allein von mir 6 Anzeigen. Denn ich wurde auf der kurzen Strecke vom Neckarbiergarten bis zur Wilhelmsbrücke nun 6x von Radfahrenden zu Fall gebracht worden. Und nicht ein Einziger hat angehalten.
    Soll ich nun Anzeige gegen Unbekannt erstatten? Radler von hinten in grünem Shirt. Fahrradmarke? Alter? Größe? Geschlecht?
    Und ich bin nun nix Besonderes. Es gibt bestimmt viele, die halt wieder aufstehen, die Jeans flicken und nur noch am Rand entlang schleichen.

    Grüßle Maria

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    1. Ich habe schon oft dargestellt, dass Radkennzeichen nichts nützen. Die Schweiz hat sie schon 2011 wieder abgeschafft. E-Scooter haben Kennzeichen, aber mich hat kürzlich eine E-Scooter-FAhrerin angefahren, und ich hatte keine Chance, mir das Kennzeichen zu merken. Auch Autokennzeichen merken sich viele Leute bei einem Unfall mit Fahrerflucht nicht, obgleich sie groß sind. Falschparken ist bei Radfahrenden kein Problem, weil es das nicht gibt, und im Fall irgendeines Verkehrsverstoßes (einer Rotlichfahrt zum Beispiel) müsste sich die Person, die einen Radfahrenden aufgrund eines Kennzeichens anzeigt, auch das Gesicht des Fahrenden gemerkt haben, denn weder beim Auto, noch beim Fahrrad gibt es eine Halter-Haftung, es muss immer die Person erkannt werden. Der bürokratische Aufwand wäre außerdem riesig, es gibt 80 Millionen Fahrräder in Deutschland. Und wie gesagt, es bringt nichts.

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    2. Wenn ich aber den Halter anzeigen könnte, wäre das ja schon mal eine Ermahnung die er weitergeben könnte an den Fahrer. Als Fußgänger sieht man viel mehr als Radfahrende weil wir einfach langsamer sind. Mit Mofa/ScooterSchilder hatte ich noch nie ein Leseproblem.
      Und wenigstens wäre dann deutlich, dass es halt doch eine größere Anzahl von Unfällen mit Radbeteiligung gibt.

      Grüßle Maria

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    3. @Maria:
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Fahrradunfall#:~:text=Statistik,-Fahrradunfall&text=2018%20wurden%2088.472%20Unf%C3%A4lle%20mit,h)%20verletzt%2C%2089%20get%C3%B6tet.

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    4. Ich weiß ja nicht, was dass für Radler:innen waren, die dich auf dem Neckardamm zu Fall gebracht haben, es fahren dort Pendler:innen und die fahren zu schnell. Ab Wochenende sind es aber Familien und ältere Ehepaare auf Radtour. Ich radle sehr, sehr oft genau zwischen Wilhelmsbrücke und Biergarten entlang. Die Strecke ist doof, RAdfahrende dürfen nur Schrittgeschwindigkeit fahren, aber das ganze kommt so radwegmäßig daher (und die Alternative auf der Fahrbahn ist nicht zu erreichen und schwer zu radeln), dass viele das nicht wissen. Alles sehr, sehr schlecht! Deshalb fordere ich unablässig die Trennung von Fuß- und Radverkehr und eine anständige und praktikabel beradelbare Alternative auf der Fahrbahn. Es wäre schön, auch Fußgänger:innen und deren Verbände würden sich konstruktiv für Radspuren auf Fahrbahnen einsetzen und nicht zuerst an die Parkplätze denken, die dabei verloren gehen könnten. Die Radfahrenden könnten Unterstützung bei ihren Anliegen, die Fußgänger:innen nicht mehr belästigen zu müssen, gebrauchen.

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    5. @Maria:
      Damit die Anzahl von Unfällen mit Radbeteiligung deutlich wird ist eine Anzeige sinnvoll, auch gegen unbekannt. Das würde schon mal die Dunkelziffer verringern. Das kann im Zweifel Kontrollen vor Ort anregen. Am Ende hilft es Allen wenn die geltenden Regeln allen Parteien bekannt sind (Fußgänger:innen, Radler:innen, und auch Polizei).

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    6. @Hannes, Problem ist, dass diese Unfälle am Paulanergarten am Neckar von der Polizei nicht ernstgenommen werden. Was vielleicht auch ganz gut ist, denn vortäuschen einer Straftat ist eine Straftat. Ich finde es bemerkenswert wie nahe Glückskind und Pechvogel beieinander liegen. Addiert man die 10 Unfälle in Vaihingen zu den 6 Unfällen am Paulanergarten am Neckar, gibt es wohl nur wenig Menschen die so viel Pech mit Radlern haben, aber gleichzeitig so viel Glück immer unverletzt davonzukommen ohne dass ein Härchen gekrümmt wurde.

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    7. @Christine:
      5 der Radfahrenden waren Pendler (2 morgens um 5:30, 3 abends um 22:30) und eine war tatsächlich eine Mutter mit Kind das ebenfalls radelte.
      Einfach alles an diesem kurzen Stück Weg fordert eigentlich zur Vorsicht auf: mal geleert, mal Kopfsteinpflaster, sehr wellig von den Wurzeln der Bäume, Schulweg und dann noch das Biergartenpublikum. Dabei empfinde ich die Autostrase seid Sperrung beider Brücken als ziemlich ruhig. (Überkingerstrasse und weiter am Schwimmbad vorbei über die Hofener Strasse ).

      @marmotte
      Diese Statistik ist ja echt erschreckend mit dieser unglaublich hohen Dunkelziffern. Vieleicht sollte Fahradfahren für mindestens 2 Jahre an den Schulen unterrichtet werden. In Theorie und Praxis.

      Grüßle Maria

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    8. @Maria
      War eigentlich klar, so wir Sie hier undifferenziert um sich schlagen, dass Sie auch diesen Artikel nicht genau lesen würden. Schauen Sie sich mal den Abschnitt Unfalltypen genauer an.

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    9. @marmotte

      Es tut mir leid, wenn ich Sie erbost habe. Ich bin mir nicht bewusst das ich undifferenziert um mich schlage und weiss auch nicht wo ich das tue.
      Unter Unfalltypen wird der Fußgänger gar nicht erwähnt.

      Und mein Vorschlag Fahrrad in der Schule verpflichtend zu unterrichten über 2 Jahr finde ich jetzt auch nicht superdoof.

      Ihre Art, mich zu berurteilen empfinde ich als unfreundlich und übergriffig

      Grüßle Iris

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    10. "Grüßle Maria"
      "Grüßle Iris"

      Vielleicht mal auf einen Namen einigen? Man blickt ja gar nicht mehr durch.

      Wenn die Inhalte dann auch so gewürfelt sind...

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    11. Entschuldigung - Doppelname

      Ich weiss was ich erlebt habe. Auch wenn manche hier das nicht hören wollen, unfreundlich werden und mich durch die Blume der Lüge bezichtigen.

      Als ich mich hier vor so ca 2 Jahren mal als Fussgänger zu Wort gemeldet habe, ging es genau so. Ich bin offensichtlich unbelehrbar

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    12. @Rainer, ich fand die Zahl auch eher überraschend wollte aber auch nichts unterstellen. Eine Anzeige, oder auch 6 erfordern eben dahinter zu stehen, so ist die Aussage bestenfalls anekdotisch. So ein Weg mit Fahrrad frei beschildert ist aber schon Mist. Zumal Radler ja gerne auf solche Wege gezwungen werden und dann auch dort fahren als wäre es ein normaler Weg (keine Entschuldigung, klar)

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    13. Hannes (oben auch schon einmal)
      Umgekehrt habe ich auch noch so gut wie nie Autofahrer angezeigt , obwohl es bei den meisten Fahrten Übertretungen gäbe, wenn auch Stürzen dadurch Recht selten ist.

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  3. Kleiner geschichtlicher Exkurs zur amtierenden 'Fahrradhauptstadt' Münster.
    Amtliche Analyse aus 1946, deren Umsetzung bis in die heutige Zeit dazu führte, dass systematisch und intentional Fußverkehr und Radverkehr aufeinander gehetzt wurden um den deutschen Kraftverkehr auch in der westfälischen Provinz ausreichend zu fördern:
    "„Das Fahrrad erschwert die Abwicklung des Stadtverkehrs als das
    am meisten störende Verkehrselement. Es verträgt sich wegen
    seiner unterschiedlichen Geschwindigkeit nicht mit dem Kraftfahr-
    zeug zusammen auf einer Fahrbahn und wird um so störender, je
    mehr es in Rudeln auftritt.
    Der Grundsatz der Trennung der Verkehrsarten muss daher für
    den Radverkehr überall dort angewendet werden, wo mit durch-
    gehenden Radverkehrsströmen gerechnet werden muss und
    eine Gefährdung des übrigen Straßenverkehrs, insbesondere des
    Kraftverkehrs, vermieden werden soll.“
    Und zugegeben:
    das Konzept ist aufgegangen. Der Stadt-Umland Kraftverkehr ist seitdem - zusätzlich gehätschelt durch zahlreiche neue 'Nur für Autos Straßen' - geradezu explodiert, das Abschieben des Radverkehrs auf die allgegenwärtigen 'Bordstein-Radwege' (Halbierung der ehemals ausreichend breiten Gehwege) sorgte dafür, dass die ahr für Jahr anschwellenden Blechlawinen stauarm die zahlreichen Parkflächen und später Parkhäuser erreichen konnten bzw. gratis zu zig-tausenden die Rest-Gehwege rechtswidrig mit ausdrücklicher Billigung der (CDU)-Verwaltung als Gratis Parkraum nutzen durften.
    Zitat Generalverkehrsplan aus den 60ern:
    „Die Verkehrsmenge des Jahres 1995 kann in der Innenstadt unter
    keinen Umständen mehr aufgenommen werden. Eine Aufweitung
    der wichtigen Ausfallstraßen auf großer Länge wird für ausge-
    schlossen gehalten. Ebenso erscheint es unmöglich, alle maßge-
    benden Kreuzungen höhenfrei auszubauen.“
    Es folgte im Kern eine Planung, die die Entwicklung der NL Randstad-Städte vorwegnahm: flächensparsame Radseparation um den Autoverkehr flüssig zu halten und das gewünschte weitere Wachstum des Autoverkehrs und der automobilen Erreichbarkeitsradien zu ermöglichen.
    Interessant dabei ist mE vor allem, dass Münster medial nicht objektiv als Prototyp einer worst-case Autostadt unter den Bedingungen historisch relativ schmaler Straßenquerschnitte rezipiert wird, sondern als vorbildliche Rad-first Verkehrswendekommune vermarktet werden kann, und das ungeachtet der Tatsache, dass das Provinz-Oberzentrum an jeden einzelnen Werktag mittlerweile MIV-Umlandverkehr in Größenordnung der Fahrleistung von mehr als 7xErde-Mond und zurück induziert.
    Nebeneffekt dieser Entwicklung:
    Fußgehende in MS kuschen nicht nur vor den Automobilen, sondern machen selbstverständlich und reflexhaft Platz wenn - auf welcher Fläche auch immer - Radfahrende über die letzten noch verbliebenen Geh-flächen fahren oder 'brettern'.
    'Brettern' wird nicht zuletzt dadurch gefördert, dass wichtige Radpendel-Routen gezielt durch Parks und Naherholungsflächen geführt werden und gleichzeitig die Elektrofahrräder und Elektro-Lastenräder breit Einzug gehalten haben.
    Alfons Krückmann

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  4. Colville-Andersen, heißt er natürlich. Den seltenen Kampfradler nennt er “Recklist”. Häufiger vertreten und durch die Windschutzscheibe unverstanden der “Momentumist”. Diese Analyse ist gestützt durch Verkehrsanalysen in der deutlich besseren Infrastruktur von Kopenhagen. Da die Ursache für das Verhalten des Momentumists in infrastrukturellen Mängeln liegt, die das Erhalten des “Momentums” erschweren, treffen wir ihn hierzulande vermutlich häufiger.

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  5. Ich hoffe insgeheim, dass ich eine Wahrnehmungsstörung der Gesellschaft in Deutschland habe.

    Was ist eigentlich gerade los mit der Gesellschaft? Ich meine, warum schreien sich große Teile nur noch an, andere Teile bruddeln nur noch was das Zeug hält oder andere sprechen generell nicht mehr miteinander. Es vergeht keine Woche mehr, in der ich nicht unsere Demokratie als System verteidigen muss oder sehe, wie Menschen sich gerade Rechte nehmen, wie es ihnen gerade passt, drängeln und nötigen. Faschisten feiern mehr und mehr Erfolge. Hass wird geschürt.

    Und das schlimme ist: ich weiß nicht woran das liegt. Es gibt bestimmt mehrere Gründe. Die derzeitige Regierung würde ich nicht dafür verantwortlich machen. Auch nicht die davorherigen, obwohl es natürlich Fehler gab. Das mache ich daran fest, dass es auch in anderen Staaten innerhalb der EU ähnliche Tendenzen seit Jahren fest zu stellen sind, unabhängig vom Stil der Regierungen.
    Deutschland ist ein sehr wohlhabendes Land, klar haben wir auch Probleme, zum Beispiel geht die Schere zwischen Arm und Reich weiter auseinander, die Infrastruktur hat Probleme (Kaputte Brücken in Stuttgart), Klimawandel oder die Themen, über die wir hier sprechen. Dennoch läuft das meiste bei uns recht gut, denke ich.
    In anderen Länder der EU sieht es auch nicht viel besser aus als bei uns, und ich denke, es wird immer etwas geben, was man besser machen könnte.

    Der erste Kommentar ist ein Beispiel für das, was ich meine: Haben wir denn vergessen, dass wir alle ein wenig Abhängig sind voneinander, ich als Elektroniker zum Beispiel von der Bäcker*in, der wiederum vom Bauer, und selbst Menschen wie Buchautor*innen sind wichtig, denn sie machen mein Leben lebenswert, wodurch ich besser arbeiten kann. Können wir bitte dann auch so miteinander umgehen?

    Warum kann man Politik nicht als Mittel sehen, wie wir das Gemeinsame organisieren wollen? Was jemand daheim macht, ist mir egal, aber ich würde gerne zum Beispiel darüber sprechen, wie alle Menschen heile zu Hause ankommen, egal wie sie im Verkehr unterwegs sind.

    Deutschland hatte im letzten Jahrhundert zwei Weltkriege, ein Kaiserreich, zwei Demokratien, eine braune Diktatur und eine rote Diktatur. Wie kann es sein, dass Menschen nichts daraus gelernt haben? Gruppen wollen Hass schüren gegenüber andere Gruppen und ignorieren dafür Anstand, Fakten und Statistiken.

    Bei mir ist innerlich etwas gerissen, als ich den ersten Kommentar gelesen habe, da ich mit solch Bemerkungen auch im analogen Leben immer häufiger konfrontiert werde (ähnlicher Stil, aber oft auch über andere Themen). Und ich muss sagen, dass ich müde werde, die Demokratie zu verteidigen oder Nachrichten zu schauen. Ich weiß bloß nicht, ob ich mir es erlauben darf, damit ganz aufzuhören.

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    1. Du sprichst mir aus dem Herzen Fabske. Ich begreife auch nicht, warum manche Leute auf Stichwort losschimpfen auf andere Leute und deren Lebensentwürfe oder Verhalten. Diese augenblickliche Ausgießen von Hass über andere. Das ist schon ein Phänomen. Ich vermute aber, es war früher auch nicht anders, wie haben nur nicht so viel davon mitbekommen, weil es die sozialen Medien nicht gab, und nicht so viel Gelegenheit, einfach schriftlich loszubeleidigen und Sachen zu sagen, die sie zwar in mein Profil oder hier in den Blog schreiben können, aber mir nie so ins Gesicht sagen würden. Da fällt halt das kleine soziale Hemmnis des Augenkontakts weg. Außerdem trauen die meisten Menschen der Wirkung ihrer geschriebenen Sprache nicht, sie formulieren schriftlich viel heftiger und deftiger als sie das mündlich im Gespräch tun würden. Denn beim Gespräch merken wir, ob die emotionalen Signale der Worte angkommen, in FB merken wir das nicht und hauen immer heftiger nach.

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    2. lieber fabske, liebe frau lehmann,
      also zunächst finde das alles sehr unterhaltsam - danke, dass sie den o.g. unsinn drin gelassen haben.

      dann freue ich mich als radler im besten sinne harmlos und weitestgehend frei zu bewegen. das meiste an verboten ist eh nicht für mich gemacht und regeln, die mir und dritten schaden intetpretiere ich großzügig.

      das ist so ein tolles lebensmodell, dass sich schon nachahmer finden werden.

      möglicherweise auch nicht. das ist ist dann aber deren problem.

      karl g. fahr

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  6. Fellbachs Erster Bürgermeister Berner ( aus der CDU/FW/FDP-Ecke) hat sogar ein eigenes Wording erfunden- sehr kreativ: Kamikaze-Radler! https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.debatte-um-radschnellweg-kamikaze-radler-sind-in-fellbach-unerwuenscht.f51b2b31-2ba4-4d2e-847d-74ebd9840a2e.html
    Klaus

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  7. ich finde Berichte über umgefahrene Fußgänger immer schwierig, weil meine Erfahrung eher dahin geht, dass der Radfahrer in den überwiegenden Fällen auch erst einmal wieder sich selbst und das Fahrrad aufsammeln muss, bevor die Flucht angetreten werden kann. Dass das nicht immer so ist, schreibe ich ja, aber wenn ich 6 mal umgefahren werde und jedes mal flüchtet der "Täter" ...

    ich weiß ja nicht...muss mir die Strecke mal irgendwann angucken...

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  8. Mein Name ist übrigens Jens und ich fahre Rad in Esslingen 24/7/365 :) und arbeite jeden Tag hart an der guten Beziehung zw. Rad- und Autofahrern sowie Fußgängern.

    Was mir am e-bike/pedelec so gut gefällt, man kann ohne aufkommende Wut seine Geschwindigkeit reduzieren, weil der Kraftaufwand des wieder Beschleunigen wegfällt. einen schönen Tag in die Runde!

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  9. @Klaus Fellbach dürfte auch die erste (Klein-) stadt sein, die den Radverkehr als Zitat " nicht stadtverträglich" ansieht. Radverkehr "vernichtet" Parkplätze für Autos und treibt den Einzelhandel in den Ruin. Ok, ein bisschen übertrieben von mir, aber wer kann noch sachlich bleiben bei so einem Framing. Radverkehr ist. nicht. stadtverträglich. Fellbach und der gescheiterte Radschnellweg ins Remstal.

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  10. Das Problem liegt am Fahrzeug sondern in der Gesellschaft. Mittlerweile gibt es ja nur noch "ICH!" und "FREIHEIT". Die Akzeptanz von Regeln geht extrem nach unten, egal wo und von wem. Man muss ja schon selbst im Auto froh sein, wenn man beim Einhalten einer angeordneten Geschwindigkeit nicht bedrängelt, angehupt und beschimpft wird. Und übrigens, das für das Auto korrespondierende Wort für den Kampfradler ist RASER. Das gilt für die reinen Schnellfahrer auf der Autobahn wie für den, der in Stadt zu schnell oder rücksichtslos unterwegs ist. Und im Prinzip bezeichnen beide Begriffe Menschen, die sich einfach nicht an regeln halten und rücksichtslos sind. Und diese Menschen sind auch sonst keine netten Zeitgenossen.
    Karin

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