28. Januar 2026

Kurze Verbindung über den Neckar ist offen

Mit dem Fahrrad kann man zwischen Seilerwasen auf der einen Neckarseite und Rosensteinpark auf der anderen jetzt wieder eine kurze Brückenquerung nutzen. Die Strecke ist seit ein paar Tagen offen. 

Bis vor zehn Jahren gab es hier die Holzbrücke und die Elefantenstege, die aber für Radfahrende immer verboten waren, jedoch viel genutzt wurden. Den unter die neue Bahnbrücke gehängten Steg gibt es schon länger. Die Brücke über die Neckartalstraße ist mittlerweile auch gebaut und nun als Fußweg mit Rad frei ausgeschildert. Immerhin eine Verbesserung, auch wenn wir natürlich immer schneller als mit Schrittgeschwindigkeit radeln und damit immer noch gegen die StVO verstoßen. Geschlossen war die Brücke über die Neckartalstraße so lange, weil die höheren Geländer fehlten, die für den Radverkehr nötig sind. Jetzt sind sie da. 

Der in den Kurven unvollständig geräumte Schnee, hat meine Hochfahrt etwas behindert. Außerdem stehen da noch rotweiße Sperren auf der Hangseite, die den Weg schmal machen. Sie wurden allerdings auf Bitten der Radfahrenden schnell aufgestellt, damit der Weg befahrbar und begehbar ist. Dafür Danke. Da kommen sicher noch Geländer hin. Die Hochfahrt fand ich deutlich weniger steil, als ich vermutet hatte. Ich glaube, sie ist nicht ganz so steil wie der Fußweg direkt von der Wilhelma hoch, den man mit dem Fahrrad ja auch praktisch nicht erreicht. Die Haarnadelkurve ist erweitert, was uns Radfahrenden hilft, sie zu nehmen, vor allem bei der Bergabfahrt. Eng ist sie trotzdem.  Für allem für den Begegnungsverkehr, egal ob mit Fußgänger:innen oder anderen Radler:innen. 

Wie steil sich das bei der Abfahrt anfühlt, weiß ich nicht, habe ich bei dem Wetter nicht probieren wollen. Die Abfahrt vom Rosensteinpark runter ist jedenfalls auch gut erkennbar (Viererbild rechts unten), und ich schätze, diese Strecke wird reichlich genutzt werden. Sehr schön, dass das jetzt geht. 

Man radelt übrigens direkt am Eingang zum seit 1915 geschlossenen alten Eisenbahntunnel vorbei, zu dem man bislang nur über einen Matschpfad runter kam. Ich war 2015 mal drin. In ihm wachsen die Stalagtiten haarnadeldünn meterlang von der Decke runter und die Stalagmiten wirken wie Spiegeleier auf dem Boden. Es wurden mal Champions darin gezüchtet, es liegt ein Abwasserrohr drin, und er enthält noch ein paar technische Anlagen der EnBW. Er steht jetzt unter Denkmalschutz. 

Die vage Idee, ihn als Fahrradtunnel für eine schnelle Verbindung zwischen Neckarhang und Hauptbahnhof auszubauen, steht immer noch im Raum. Sie wird derzeit aber von keiner Partei im Gemeinderat konkret verfolgt. Kostet ja auch Geld, so einen Tunnel wieder betriebssicher zu machen (und das unter Denkmalschutzauflagen). Wäre aber geil und sicherlich etwas, was die internationale Aufmerksamkeit auf Stuttgart richten würde. 

2 Kommentare:

  1. Der Wasen heißt glaube ich "Seilerwasen (Wasserspielplatz)" nicht mit ai, oder?

    Interessant sind bei solchen Bauwerken immer die finalen Kosten und die Planungskosten, gibt es da Infos von der Stadt zu?

    Ich habe nur die geplanten Gesamtkosten gefunden: https://www.domino1.stuttgart.de/web/ksd/KSDredsystem.nsf/0/1D2D6F9A83259A7BC1258A74004D64AA/$File/F0F7E58835119669C1258A2E003ABE27.pdf?OpenElement


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