21. Mai 2020

Nö, nicht mehr Platz fürs Fahrrad in Stuttgart

In Stuttgart wird es keine weiteren temporären Radstreifen geben. Grüne, Links-Fraktion und Puls haben im zuständigen Gemeinderatsauschuss keine Mehrheit für die Anträge bekommen. 

Sie wurden zur weiteren Beratung auf Ende Juli verschoben. Eine Abstimmung fand nicht statt, die hätten wir verloren, weil die SPD nicht mit uns gestimmt hätte. Es ging unter anderem um den Antrag, zum Schlossgarten auf der Cannstatter Straße eine Parallelstrecke zu schaffen. Denn im Schlossgarten sind immer mehr Fußgänger:innen unterwegs und vor allem aber mehr Radfahrende denn je. Das bedeutet Stress vor allem für Fußgänger:innen. Und es ging um den Antrag, auf der Neuen Weinsteige einen Zweirichtungsradweg (oder einen Einenrichtungsradweg bergauf, darauf häten wir uns runterhandeln lassen)  einzurichten. Die Verwaltung (Stadtbplanung und Verkehrsbehörde) zeigte und äußerte sich wenig begeistert. Das Verfahren sei kompliziert, weil bei Bundesstraßen auch das Regierungspräsidium mitzureden habe. Es sei auch nicht einfach umzusetzen. Im Übrigen würden solche Anträge Kräfte in den Ämtern binden, die sonst mit der Arbeit am Radhauptroutennetz beschäftigt seien.


Die Freien Wähler, FDP, CDU und vor allem der AfDler überschlugen sich in Ablehnung (nicht immer ganz sachlich, teils abwertend), es gebe größere Probleme als der Radverkehr, man müsse jetzt nicht für ein paar Radler so einen Aufstand machen, und schon gar nicht stundenlang darüber diskutieren.
Fazit: Wenn es konkret wird und tatsächlich um Autofahrespuren zugunsten von Fahrradspuren auf schwierigen Rad-Strecken geht, dann haben wir keine sicherere Mehrheit mehr.

Unbürokratisch rasch organisierte Pop-up-Radwege wie in Berlin wird es bei uns nicht geben. Außer in der Theo wird keine Autospur in eine Radspur umgewandelt. Und das ungeachtet dessen, dass mehr Radfahrende den je in Stuttgart unterwegs sind, viele neu und ängstlich und darum geneigt, auf Gehwege auszuweichen, die für die Fußgänger:innen schon zu schmal sind. An Wochenenden verzeichnen die Zählstellen Rekordwerte, es sind also auch enorm viele Freizeitradler:innen untwerwegs. Alle durch den Schlossgarten, auf den Neckardämmen, auf Waldwegen, viele auch auf der Fahrbahn, weil sei die Radrouten nicht kennen, viele auf Gehwegen. Und weil vermutlich etwa die Hälfte der Leute, die sonst in Urlaub fahren, im Sommer keinen Urlaub anderswo machen wird, werden wir im August ungeahnte Mengen von Stadtauflügler:innen auf Rädern und zu Fuß sehen. Die Infrastruktur ist darauf nicht vorbereitet und wird darauf auch nicht vorbereitet.

Stuttgart verpasst übrigens genau jetzt die Mobiltiätswende. Die Radfahrenden bieten sie der Stadt an. Sie sind da. Der ÖPNV ist zusammegbeobrochen, wer kein Auto hat oder nicht Auto fahren will, fährt Fahrrad. Die anderen fahren Auto, und das sind inzwischen sehr viele. Alles, was wir erreicht hatten in Sachen Reduktion der Luftschadstoffe, verspielen wir jetzt. Von Strategien gegen die Rückkehr der Luftverschmutzung keine Spur. Armes Stuttgart!

Allerings, wenn immer mehr Radlerinnen und Radler jetzt allmählich alle Straßen erobern und einfach überall fahren, dann bremsen sie den Autoverkehr auf Tempo 20 bis 30 km/h herunter. Das wird auch schön.

Kommentare:

  1. Ein Offenbarungseid für alle Beteiligten. Die Landeshauptstadt sendet ein verheerendes Signal aus.

    Diese aggressive, parteitaktische Autopro Blockadepolitik muss jetzt ein für allemal aufhören. Die Herrschaften müssen daran erinnert werden, wozu sie eigentlich da sind. Nämlich für ALLE!! Verkehrsteilnehmer. Ich persönlich knöpfe mir jetzt die Herrschaften von der Freien Wähler, FDP, CDU und AfD einzeln vor.

    Was die Verwaltung (Stadtplanung und Verkehrsbehörde) angeht: Diese kann fachliche Bedenken äußern, jedoch ist sie kein gewähltes Gremium und hat demzufolge -per Amtseid, das gefälligst fehlerfrei!! umzusetzen, was man ihr aufträgt. Bzw. fehlerfreie Lösungen anzubieten. Punkt. Arbeitsüberlastung? Was soll dieses Gejammere? Dann schlage ich vor, Prozesse zu optimieren und endlich digital im 21. Jahrhundert anzukommen! Das muss jede Firma in der freien Wirtschaft auch so machen, sonst ist sie weg vom Fenster. Dieses selbstherrliche Auftreten der Verwaltung ist inakzeptabel!

    Wo ist eigentlich der ADFC Stuttgart bzw. der VCD Stuttgart bei dieser ganzen Diskussion?

    Und wo sind die kritischen Fragen der STZ bzw. des SWR, warum hier derart grob fahrlässig die Mobiltiätswende aufs Spiel gesetzt wird... Klaus Riegert

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  2. Manche brauchen einfach etwas länger, um in der Gegenwart anzukommen und durch die SPD geht ein tiefer Riss, wie wir am HHR2-Beschluss gesehen haben. Also: Radfahren geniessen und dabei lächeln, besonders in Hedelfingen und Wangen. Können die das wirklich ignorieren?

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  3. In deinem letzten Absatz steckt ein vielversprechender Ansatz. Einfach auf der Fahrbahn radeln, wenn es erlaubt ist. Solange der Autoverkehr noch nicht wieder auf vor-corona Nieveau ist, dürften sich das gern mehr Leute trauen. Habe ich gestern zwischen Schwabengalerie und Schillerplatz in Vaihingen gemacht. Halblegal über den Vaihinger Markt und Fußgängerampeln wäre schneller gewesen, anstatt ordentlich an zwei Ampeln zu warten. Aber nur so kann man als Radfahrer wohl sichtbar werden.
    Wir Radfahrende sind nicht machtlos.

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    1. Jörg
      ich bin schon 2 mal von der Robert-Koch auf der Linksabbiegespur an der Schwabengalerie auf der Haupstraße Richtung Westen zur Gartenstraße gefahren. Allerdings wegen Kurzarbeit in der Nebenzeit. Lustig ist, man sieht eine Ampel grün und wieder rot werden. Dank dem Mittelbordstein, kann man nicht überhohlt werden. Aber ehrlich man muss Bock auf das Spiel haben und wenn man an den Falschen gerät kann es ins Auge gehen. - Verückt, nicht wahr?

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  4. Nur kurz: der ADFC ist selbstversändlich dabei und hat im Vorfeld Politik und Verwaltung mit einer sehr deutlichen Stellungnahme angeschrieben (und dabei gleich den Handlungsleitfaden aus Berlin mit verschickt). Was die STN/STZ betrifft: dort war es nicht einmal möglich, im persönlichen Gespräch mit einem Redakteur, der in der Vergangenheit für solche Themen empfänglich war, das Thema wirksam unter zu bekommen.
    Und unsere Freunde vom VCD sind sicher alles andere als untätig...
    Cornelius Gruner, ADFC Stuttgart

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  5. S. auch hier:
    https://twitter.com/radentscheid_S/status/1263384912603811842/photo/1
    Aktion übermorgen (Samstag) an der Theodor-Heuss-Straße. Leider wurde nur eijn kurzer Abschnitt genehmigt.

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  6. @ Cornelius & Christine Lehmann

    Allmählich müssen die STZ und der SWR fragen lassen, ob sie ihrer Verantwortung (4.Staatsgewalt) gerecht werden. Ich nehme seit Jahren eine 'min. tendenziöse Auto-Pro-Haltung' -vorallem bei der/den STZ/StN, wahr. Oft haben die Berichte den latenten Charakter einer 'Hofberichterstattung'. Der Radverkehr wird lediglich am Rande und 'als Freizeitaktivität' behandelt.

    Ich wünsche mir das zum großen Thema hier: Die Medien in BW und das Radverkehr.

    Klaus Riegert



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    1. Klaus, das müsstest du vielleicht mal direkt den Medien schreiben. Ich sehe das auch so und habe auc darüber immer wieder berichtet. Medien neigen dazu, den Radverkehr zu skandalisieren (Rasende Radler in der Fußgängerzone, Radler in Parks, Rücksichtslose Radler, Radler ohne Helm, Radler, die immer bei Rot fahren oder sich an keine Regeln halten). Sie behandeln Radfahrende wie eine Minderheit.

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  7. Selbstverständlich sind die Radverbände aktiv und haben im Vorfeld mit Briefen und Aktionen für schnelle Radstreifen geworben. Der Radentscheid hat eine Aktion auf der Mercedesstraße gemacht, wo die Stadt auch keinen hinlegen will, weil im Sommer dort Baustelle für Stadtbahgleise ist. Letztlich muss halt die Politik im Gemeinderat beschließen, was für den Radverkehr gemacht wird. Und obgleich wir einen Zielbeschluss Fahrradstadt haben, scheitern Verbesserungen für den Radverkehr eben doch immer wieder, wenn es konkret wird. Seltsamerweise verkennen viele Lokalpolitiker (hier nehme ich absichtlich mal die männliche Form, weil die sich besonders nachdrücklich äußern), dass jeder Mensch in Stuttgart jeden Tag den Straßenverkehr erlebt, Radfahrende und Fußgänger:innen und Stadtbahnfahrer:innen (die ja die Mehrheit stellen) genauso wie Autofahrende. Und die meisten Menschen empfinden den Autoverkehr als zu wuchtig, zu laut, zu aggressiv und viel zu viel, übrigens auch die Autofahrenden selber. Die hätten es ja paradoxerweise auch gern, wenn weniger Autos unterwegs wären, weil sie dann selber schneller durchkämen. Radinfrastruktur macht man ja nicht nur für Radler:innen, sondern auch für den Autoverkehr: Trennt man die Geschwindigkeiten, hat der Autoverkehr auch was davon. Komischerweise sehen die Autofahrerlobbyiisten das nie ein. Wir haben jedenfalls noch einen langen und schwierigen Weg vor uns, bis wir Stuttgart zu einer Fahrradstadt gemacht haben werden.

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  8. @ Christine Lehmann

    Als Mann gebe ich Dir ausdrücklich Recht: Die Männer sind das Problem! Diese haben zwischenzeitlich ein völlig gestörtes Verhältnis zum Auto. Was stimmt mit den deutschen Männern nicht? Ist deren Identität und Selbstbewusstsein wirklich so derart peinlich und erbärmlich am Auto gekoppelt?

    Diese Dreckschleudern werden immer größer und lauter. Bei mir in der Nachbarschaft hat sich jetzt ein 25-jähriger-Typ einen 500 PS-SUV von Mercedes gekauft und terrorisiert mit seinen Klappen-Auspuff (cirka 100dB) die ganze Gegend- bis tief in die Nacht. Jeder Meter wird jetzt mit dieser Kiste gefahren. Da frage ich mich: Wie kann es sein, dass das Wohl eines Einzelnen über das Wohl der Vielen gesetzt wird? Welchen Mehrwert hat das Gedröhne und Geröhre für die Gesellschaft?!

    Ich bringe es auf den Punkt: Das Auto ist für Männer eine vermeintliche Kompensation für fehlende Zentimeter bei gewissen Gliedmaßen. Es geht um Macht und Imponiergehabe und das auf Kosten anderer. Sogar als 'Waffe' dienen mittlerweile Autos...

    Hat der Staat nicht eine Sorgfaltspflicht? Stichwort Körperliche Unversehrtheit? Ist das nicht schon Körperverletzung, wenn diese Klappen-Auspuffanlagen Kleinkindern im Kindergarten regelrecht die Birne wegdröhnen?

    Klaus Riegert

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    1. Lieber Klaus, wir stecken mitten in einem gesellschaftlichen Umbruch, wo die, die ihre Gewohnheiten (das Auto) nicht verlieren wollen, immer aggressiver werden, weil sei eigentlich auf verlorenem Posten stehen und das auch wissen. Aber dieses letzte Aufbäumen der Autogesellschaft gegen zukunftsbeständige Mobilitätskonzepte ist eben auch das, was uns gerade sehr herausfordert. Diese Herausforderung müssen wir annehmen und mit viel Phantasie und Men-Power (also vielen engagierten Leuten) dagegen reden, auf die Straße gehen und agieren. Manchmal ist es auch so, dass solche Rückchläge wie der jetzt die Betroffenen wieder zu neuen Aktionen anspornt. Am Samstag ist auf der Theodor-Heuss-Straße vom Radentscheid ein Demo mit einer Pop-up-Bike-Lane geplant, die jetzt einen ganz andreren Drive bekommen könnte. Der Kampf geht halt weiter. Wenn es einfach wäre, hieße es nicht Politik.

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  9. Korrektur: Ist das nicht schon Körperverletzung, wenn diese Klappen-Auspuffanlagen Kleinkindern im Kinderwagen....

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  10. Ralph Gutschmidt21. Mai 2020 um 20:55

    Ich finde es gut, dass die Grünen es überhaupt versucht haben. Niemand versteht, warum gerade in einer Stadt mit Grünem OB, starker grüner Gemeinderatsfraktion und grün-schwarzer Landesregierung die Verkehrspolitik viel schlechter ist, als in anderen Städten. Die Grünen sollten zeigen, dass sie zumindest versuchen, grüne Akzente zu setzen.

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  11. Für eine Radspur auf den Neuen Weinbergen bin ich, ehrlich gesagt, wenig begeistert. Das müsste schon ein separater Radweg sein, am besten mit Lärm- und/oder Abgasschutz. Und dafür gibt es wohl kein Platz und wird es ohne grossen Baumaßnahmen nie geben. Und ohne Pedelec werden die Meisten trotzdem die Steigung scheuen. Ich denke dass die die Neue Weinsteige mit dem Fahrrad fahren wollen sind tatsächlich nicht zahlreich und sie schaffen es schon unter heutigen Bedienungen. Für die breite Maße ist keine Verbindung nach Degerloch für tägliches Pendeln zumutbar aber mit Pedelec eignen sich der Schimmelhüttenweg und die Alte Weinsteige wirklich sehr gut - leise, sehr wenig bis keine Autoverkehr.

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    1. Da bin ich mir eben nicht so sicher, Konrad. Es wird ja, wenn die Mauer saniert ist, einen breiten Gehweg geben, der fürs Fahrrad freigegeben ist. Dann wird man sehen, wie viele den nehmen. Es ist aber eben auch Fakt, dass Degerloch (und die Filderorte, Möhringen, Fasanenhof etc.) fürs Fahrrad nicht richtig an die Innenstadt angeschlossen sind. Im Wald stressen und ärgern Radler:innen ie Fußgänger:innen (das knallgt irgendwann) und die Waldstrecke ist eine Strecke, die man bei schlechtem Wetter, Schnee oder Eis und bei Dunkelheit nicht fahren kann (die meisten Frauen dürften sie bei Dunkelheit nicht fahren). Mir hat eine Frau in Degerloch mal erzählt, sie würde gerne mit dem Fahrrad in die Stadt fahren, aber sie weiß nicht, wie sie zurückkommt, die Neue Weinsteige könne man ja nicht radeln. Und so viele, wie sich jetzt Pedelecs kaufen, wollen die auch Rad fahren, haben aber die Neue Weinsteige wie eine Barriere vor sich. Ein paar Mutige radeln auf der Fahrbahn, viele nehmen die Alte Weinsteige, die einen extrem hohen Stressfaktor bereithält, weil jede Minute da ein Auto illegal fährt, manche weichen auf den ekligen Schimmelhüttenweg aus, weil sie den Stress auf der Alten Weinsteige hassen, andere fahren Umwege über Heslach. Kenne ich alle, diese Leute. Ich würde es lieben, die Neue Weinsteige hochzuradeln, der Blick ist toll, und mehr Verkehr und Abgase als woanders (Charlottenplatz) hat es dort auch nicht. Der Wind weht ja eh alles weg am Hang.

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    2. Noch ein Nachtrag, Konrad: Ich vergaß die Lastenradfahrer. Der uns allen bekannte Steinmetz hat es probiert, aber er scheitert mit seinem Lastenfahrrad (mit Beladung) an der Alten Weinsteige und an der Strecke über Sonnenberg, weil sie zu steil sind und dann sehr viel Saft ziehen. Die Neue Weinsteige aber würde er hochkommen. Und mit ihm viele andere Lastenradradler:innen, vor allem die mit den etwas preisgünstigeren, die nicht so starke Motoren und nicht ausreichend große Akkus haben.

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    3. Vielen Dank für Deine Antworten, Christine. Da scheint es tatsächlich persönliche Vorlieben zu geben. Ja, ich lass mich gerne des anderen belehren - bin gespannt ob man das Fahren auf den Neuen Weinsteigen zu den Stoßzeiten zum (positiven) Erlebnis machen kann:) Ich bin immer noch sehr skeptisch. Was Schimmelhütenweg angeht - ich mag ihn wirklich:D Ja, der Argument mit Lastenräder ist valide, womöglich sie würden am meisten von so einem Radweg profitieren.

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    4. @Konrad Banys: Sehe ich ganz anders. Pendler brauchen direkte Wege, komfortable Wege, die klar ans Ziel führen- so wie es die Autofahrer gewöhnt sind. Angase und Lärm sind das kleinere Übel. Im Wald radeln lieber die Freizeitradler und die Alte Weinsteige mag niemand- weder hoch, noch runter.

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  12. ...so lange die Straße bevorzugt für die Autos reserviert ist, wird halt Auto gefahren...noch dazu wenn die Kosten für Benzin fast zu vernachlässigen sind...

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  13. Da gibt's nur eines (jedenfalls runter zus): rein in den Verkehr und mitschwimmen. Mit Tempo 40 ist das gut machbar. Halte ich persönlich sogar für sicherer, als manchen Waldweg mit Hundebesitzer. Je mehr Radfahrer das machen, umso mehr kommen sie auch in das Bewusstsein der Autofahrer, negativ oder positiv, egal.

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    1. Mitschmimmen bei Tempo 40...Willkommen in der Kampfradler-Blase...

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    2. Runterwärts kommt man alleine durch Rollenlassen stellenweise über 40. Als das Tempolimit neu war, habe ich bei der zweiten Fahrt auch versucht mit den Autos mit zu schwimmen. An der ersten Radarfalle wurde auf 30-35 runter gebremst, danach zogen die Autos schnell von mir auf über 100 m Abstand von mir weg (wahrscheinlich >=70 km/h). Vor der zweiten Radarfalle bremsten die Autofahrer dann stark, um eine Vollbremsung zu vermeiden wich ich auf die linke Spur aus, laut GPS war mein Tempo deutlich über 60, schneller als ich dort vor der Einführung des Tempolimits je gefahren bin. Die dritte Fahrt nach Stuttgart war dann über das Neckartal, um das neu eingeführte Tempolimit zu umgehen, das hat sich allerdings nicht bewährt, dort stand ich zu lange an den Ampeln (nach Cannstatt wären das nur 5 km Umweg gewesen, dafür flacher, teils schlechter Belag auf landwirtschaftlichen/Waldwegen) und nachmittags um 16 Uhr hatte es an dem sonnigen Tag ab Plochingen im Schatten noch Raureif und gefrorene Pfützen. Mitterweile fahren die Autofahrer auf der Weinsteige aber wieder konstanter (30-50 km/h), Mitschwimmen geht ganz gut, so lange kein Stau ist. Verstehe allerdings nicht, wieso oben, wo es breit ist Tempo 40 ist, unten ab Bobser, wo es eng ist, Tempo 50, umgekehrt würde Sinn machen.
      PS: Das war mit dem schweren Stahl Tourenrad ohne Antrieb mit 2 großen Gepäckträgertaschen, nicht mit dem Rennrad.

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