Ein Startup in Norwegen baut ein Pedelec, das wie ein Miniauto aussieht. Es braucht keine Zulassung, denn es wird mit Pedalen und einem E-Motor angetrieben wie ein Fahrrad.
Es heißt TwoZero (warum auch immer), hat zwei Sitze, vier Räder und ein Dach und Stauraum. Es soll 6900 Euro kosten (etwa soviel wie ein Lastenfahrrad), hinzu kommt noch der Akku für 870 Euro, der extra versandt wird. Und weil Norwegen nicht in der EU ist, werden sicher auch Zölle fällig. Derzeit läuft eine Kickstarter-Camapagne für die Serienproduktion. Dabei besteht immer das Risiko, dass man für das gezahlte Geld auch gar nichts bekommt oder aber das Konto nicht belastet wird, wenn das Projekt nicht in Fertigung geht. so wie hier. In diesem Fall lasse ndie Unterstützenden noch auf sich warten.
Es ist nicht der erste Versuch über das Pedelec die Form eines Autos zu stülpen und das Radfahren wetterfest zu machen und für Transporte von Passagieren oder Gepäck zu ertüchtigen. Auch wenn man solche Räder derzeit noch nicht auf unseren Straßen sieht, glaube ich, dass sie ein Aspekt des Radfahrens in der Zukunft darstellen: Geschlossen, wetterfest, stabil, ohne Zulassung und Führerschein zu fahren, also auch etwas für ältere Menschen, die unabhängig vom Auto mobil bleiben wollen.Bei Regen und Schnee auch für alle praktisch, die Wetter nicht mögen, weil man nicht nass wird und auch nicht auf glatter Fahrbahn stürzt. Praktisch auch, weil das Teil Blinker hat.


Das Ganze wird immer schwieriger. Ist das noch ein Fahrrad oder sollten Pedelcs eine klar getrennte eigene Kategorie werden? Hat hier der Gesetzgeber geschlampt und gewisse Entwicklungen einfach nicht kommen gesehen? In Goslar gab es auf dem Verkehrsgerichtstag einen Dammbruch und es wurde eine weitreichende Empfehlung ausgesprochen: Die Promille-Grenze wurde für Radfahrer auf 1,1 gesenkt und das Fahrrad wird damit dem KFZ-Auto gleichgesetzt. Der ADFC hat das jahrelang pro aktiv gefordert und unterstützt. Nicht nur ich habe damit ein 'Störgefühl'- irgendwie werden hier Äpfel mit Birnen vermengt. Ein klassisches Fahrrad ist ein Pedelec? Wie so ein Teil auf dem Bild? Und ein Fahrrad ist jetzt zudem ein 2,5 Tonnen-500PS-SUV? Irgendwie klingt das absurd ich bin gespannt, wie das rechtlich belastbar 'passend gemacht wird'. Und wie der BGH da wieder vom Baum runterkommt. In der ZVW/Waiblinger Zeitung kam dazu ein Artikel, der diskussionswürdig ist: https://www.zvw.de/rems-murr-kreis/betrunken-radfahren-promille-grenze-senken-nein-findet-radler-miran-rebec_arid-1048913
AntwortenLöschenDie Überlegung droht, dass Pedelecs anderen Regelungen unterworfen werden als Fahrräder. Allerdings gibt es Fahrräder in anderer Gestalt schon lange, beispielsweise als Rikschas zum Transport von Leuten. Pedelecs sind etwas schneller bergauf und beim Start. Aber ob man sie deshalb gleich mit Mofas gleichsetzen muss, bezweifle ich.
LöschenIch fürchte eher umgekehrt, dass Fahräder den gleichen Regeln unterworfen werden wie Pedelecs und E-bikes, mit Helm- und Westenpflichten usw.
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