16. Juni 2026

Wofür Fußgänger:innen Radfahrende hassen

Menschen zu Fuß mögen den Radverkehr auf ihren Wegen nicht, manche hassen ihn regelrecht. Und viele fühlen sich unsicher oder haben Angst, wenn Radfahrende eng an ihnen vorbeipfeifen. 

Heute wird es also ernst für uns selbst. Ich möchte einen kritischen Blick auf das Verhalten von Radfahrenden werfen. Leute, die viel zu Fuß gehen, haben mich schon gefragt, ob es denn nicht auch für Radfahrende einen Mindestabstand beim Passieren von Fußgänger:innen gibt, so wie für Autofahrende beim Überholen von Fahrrädern. Und ich vermute, wir alle haben schon mal den Kopf geschüttelt über Radler:innen, die ellbogeneng an Fußgänger:innen vorbei witschen. Die meisten von uns nehmen natürlich Rücksicht, so wie die meisten Autofahrenden auf uns Rücksicht nehmen. Aber ein paar verderben ja immer die Stimmung. Ich kenne Leute, die nicht mehr durch den Schlossgarten spazieren, weil die Radler:innen sie nicht nur stressen, sondern ihnen regelrecht Angst machen. 

Im Grunde gilt für uns Radfahrende: Was ich nicht will,  das mir ein Autofahrer antut, sollte ich auch dem Fußgänger nicht antun. Das heißt, wir sollten ihn oder sie nicht erschrecken, ängstigen und wegscheuchen

Schlossgarten (Geh- Radweg)
Wenn wir vom Autoverkehr mindestens 1,5 Meter Abstand bei Überholmanövern fordern, sollten wir zu Fußgänger:innen selbst ebenfalls einen Sicherheitsabstand halten. Und auch da ist mindestens ein Meter angeraten. Beispielweise auf gemeinsamen Geh- und Radwegen wie im Schlossgarten, auf denn wir ohnehin zur Rücksichtnahme auf Fußgänger:innen verpflichtet sind. Auf nur freigegebenen Gehwegen dürfen wir ja sowieso nur Schrittgeschwindigkeit radeln, und wenn wir das aus guten Grünen ignorieren, so müssen wir doch unbedingt Fußgänger:innen freundlich und rücksichtsvoll behandeln, an denen wir vorbei fahren wollen. Bimmeln und dann mit 20 km/h vorbei heizen geht gar nicht. Wenn wir als Radfahrende so was tun, benehmen wir uns nicht besser als Autofahrende, die uns anhupen und dann strafend eng überholen. Wir radeln mit der Autofahrermentalität, die wir als Radfahrende auf den Fahrbahnen fürchten und kritisieren. 

Natürlich halten wir uns bei solchen Manövern für ungefährlich. Wir beherrschen unser Fahrrad, wir sehen voraus, wohin sich Fußgänger:innnen bewegen, wir sind überzeugt, dass wir für sie keine Gefahr darstellen, auch wenn wir mal schnell eine Lücke zwischen den Fußgängerströmen ausnutzen. Das mag auch sein, denn Zusammenstöße zwischen Fahrrad und Fußgänger:in sind sehr selten, aber die Menschen zu Fuß wissen nicht, wie gut und sicher wir radeln. Für sie kommen wir oft unhörbar von hinten und sausen in vierfacher Gehgeschwindigkeit an ihnen vorbei, und das vielleicht noch so eng, dass sie den Luftzug spüren. Und sie haben das Gefühl, das war jetzt knapp, und fragen sich, was passiert wäre, wenn sie einen Schritt zur Seite gemacht hätten. (Foto: Radler in der Fußgängerzone von Wangen im Allgäu.) 

Ich erlebe es oft, dass eine Mutter ihr kleines Kind an sich reißt, wenn sie bemerkt, dass ich mit dem Fahrrad komme, auch dann, wenn ich extrem langsam fahre. Dahinter steckt oft auch das Bedürfnis, mich als Schnellere nicht aufhalten zu wollen. Wer nicht viel Fahrrad fährt, kann die Geschwindigkeiten eines Fahrrads nicht beurteilen und hält uns immer für sehr viel schneller als wir tatsächlich fahren. Wir wissen, dass wir das Fußgängergewusel vor uns sehen und abschätzen können, die Menschen zu Fuß aber wissen nicht, was wir wissen, und fühlen sich bedroht, zumindest gestresst, also unwohl. Genauso wie wir uns erschrecken und bedroht oder auch nur unwohl fühlen, wenn ein Autofahrer (oder eine Fahrerin) auf der Fahrbahn schnell dicht an uns heranfährt und dann schnell und eng überholt. Auch der Autofahrer hält sein Manöver für ungefährlich für uns Radfahrende, auch er glaubt an sein Fahrkönnen. Er weiß, dass er mich gesehen hat, während ich auf dem Fahrrad das eben nicht weiß und erschrecke, wenn es knapp für mich wird

Ich kenne recht viele Fußgänger:innen, die dem Radverkehr ablehnend gegenüberstehen, manche sogar sehr leidenschaftlich bis hasserfüllt. Sie wollen uns mit unseren Fahrrädern nicht auf ihren Gehwegen haben. Schon gar nicht auf denen, auf denen wir keine Radfahrerlaubnis haben (Foto: Degerloch). Manche von ihnen hatten vielleicht Hüftoperation (von der wir nichts wissen)  oder sie haben Knieprobleme und sind unsicher beim Gehen. Sie wollen nicht plötzlich einem Fahrrad ausweichen müssen und haben vor solchen Begegnungen Angst. Etwas, was niemand nachvollziehen kann, der oder die nicht einmal selbst mit Krücken unterwegs war und die eigene Unsicherheit erfahren hat. Genau deshalb sollten wir uns bewusst machen, welche Sorgen, Ängste und welchen Hass wir auslösen, wenn wir auf Gehwegen radeln oder auf gemeinsamen Geh- und Radwegen schnell, wendig und knapp unterwegs sind (wie etwa im Schlossgarten). 

Wenn Fußgänger:innen dann noch die Erfahrung machen, dass sie wüst angepampt werden, wenn sie sich beim Radler oder der Radlerin direkt beschweren, trägt das nicht gerade dazu bei, den Hass auf uns zu mildern. Auch wir Radfahrende neigen dazu, aggressiv und böse zu werden, wenn wir bei einem eigenen Fehler oder Unrecht ertappt werden. Der Wunsch sich zu rechtfertigen erzeugt bei den meisten Menschen eine ziemliche Rechtfertigungsaggression. Es wäre schön, wenn wir das reflektieren und uns bei nächster Gelegenheit freundlich entschuldigen, wenn wir für uns in deiner Situation keine andere Möglichkeit sehen, als einen Gehweg zu benutzen. Und wir könnten uns bedanken, wenn ein Mensch zu Fuß nett und nachsichtig zu uns ist. Fußgänger:innen sind nämlich meist sehr friedfertig und nett und machen uns auch dort Platz, wo sie es gar nicht tun müssten. (Auch sie werden nur dann böse, wenn wir sie auf einem Radweg ertappen und darauf hinweisen.) 

Jetzt könnte man sagen, wir müssen nicht auf alle Ängste Rücksicht nehmen (was nicht meine Ansicht ist, ich finde wir müssen alle Ängst im öffentlichen Raum ernst nehmen), das wäre dann allerdings ähnlich zynisch wie die achselzuckende Bemerkung, wer mit dem Fahrrad auf unseren Straßen Angst hat, soll halt nicht Rad fahren (sondern Auto). Dass wir Radfahrende zuweilen um unser Leben fürchten, Schrecksekunden erleben und uns manchmal nur durch eigene Voraussicht vor einem Zusammenstoß mit einem Auto retten können, das beklagen wir (und auch ich hier im Blog) immer wieder. Wir fordern zu Recht, dass sich Autofahrende uns Radler:innen gegenüber rücksichtsvoll verhalten, denn mit ihrem Auto können sie einen Radfahrer oder eine Radlerin leicht töten. Und weil das mit der Rücksicht bei manchen nicht so recht klappt, fordern wir eine vom Autoverkehr getrennte sichere Radinfrastruktur, auf der niemand mehr Angst haben muss. Genau deshalb fordern wir auch eine von Fußgänger:innen getrennte Radinfrastruktur, denn auch die sollen vor uns keine Angst haben müssen.  

Wohlgemerkt, die meisten Radfahrenden benehmen sich absolut zivilisiert, rücksichtsvoll und vorausschauend auf diesen Mischflächen mit Fußgänger:innen (wir und ihr natürlich auch), es sind auch bei uns - wie bei den Autofahrenden - die gefühlt zwanzig Prozent, die das Verkehrsklima vergiften. 

Anders als bei Autofahrenden, wird bei uns Radfahrenden allerdings sofort pauschalisiert und für die Fehler Einzelner die gesamte Rad-Community in Haftung genommen. Das heißt, rast einer zu eng an einer Fußgängerin vorbei, dann sind alle Radler:innen "rasende Radler" und der Radverkehr eine Gefahr für den Fußverkehr. (Autounfälle sieht man dagegen immer als Einzelfälle.) Und ich soll in Gesprächen übers Radfahren oft das Verhalten anderer Radfahrender verurteilen, die dies oder jenes angestellt haben. Was der einzelne Radler oder die Radlerin macht, wird allen Radfahrenden angelastet. 

Und noch einen Unterschied gibt es. Mit dem Auto kann man sogar mehrerer Fußgänger:innen auf einmal töten und das, ohne als Fahrer:in selbst verletzt zu werden. Und nicht selten sind die Getöteten Kinder. Dass Autofahrende mit ihren schweren Fahrzeugen auf Gehwege fahren und dort Menschen töten, passiert leider nicht so selten. Wir alle kennen solche Unfälle aus den Medien. Mit dem Fahrrad kann man nicht mehrere Menschen gleichzeitig töten. Schwerwiegende Zusammenstöße von Radfahrenden mit Fußgänger:innen sind vergleichsweise selten. 

Autofahrer töten etwa 300 bis 400 Fußgänger:innen pro Jahr in Deutschland und verletzen 25.000 bis 30.000 Menschen zu Fuß. Bei Crashs zwischen Rad und Fußgänger sterben etwa 10 bis 15 Menschen Pro Jahr und verletzen sich etwa 700 Menschen schwer. Bei den polizeilich gemeldeten Crashs zwischen Fußgänger:innen und Radfahrenden waren in 6 von 10 Fällen die Radfahrenden schuld, so die statistische Auswertung. In 54 Prozent der Fälle ereigneten sie sich auf Radverkehrsflächen, vor allem dort, wo sie durch Haltestellenebereiche führen und besonders eng sind. Begegnungen mit dem Fußverkehr können dann auch mal für Radfahrende schlimm ausgehen, sogar tödlich, wenn ein Ausweichmanöver misslingt. Ein Risiko entsteht auch dort, wo Fußgänger:innen falsch geparkten Autos auf Radwege ausweichen. (Fußgänger:innen weichen in Tempo-30-Straßen auch auf die Fahrbahn aus, sie tun es aber nie auf der B14 oder B27 und zwingen dort Autofahrende nicht zu Vollbremsungen, so wie im vergleichbaren Fall den Verkehr auf Radwegen.) Für Fußgänger:innen ist also der Autoverkehr 27 bis 35 mal gefährlicher. Dass der Radverkehr Fußgänger:innen gefährlich wird, liegt übrigens daran, dass er - anders als der Autoverkehr - sehr oft mitten durch die Fußgänger:innen führt, also im Mischverkehr mit dem Fußverkehr.

Statistische Aussagen (die übrigens ziemlich ungenau sind), auch mit kleinen Zahlen über Zusammenstöße zwischen Radfahrenden und Fußgänger:innen führen schnell zu einer generellen Gefahrenvermutung gegen den gesamten Radverkehr. Und dann diskutieren Verkehrsexpert:innen (wenige Frauen darunter) auf einmal über die Gefahren des Radverkehrs statt über die viel größeren Gefahren, die vom Autoverkehr für uns alle ausgehen.  

Das Fahrrad ist langsamer, leichter und schmaler

Auf der Seite Rechtsanwälte (recht-energisch.de) stellt der Autor Olav Dilling die Gefahren, die vom Radverkehr für Fußgänger:innen ausgehen, ins Verhältnis zu denen, die vom Autoverkehr ausgehen. Das Auto hat Masse und Geschwindigkeit und zu beidem wächst die kinetische Energie im Quadrat. Lässt man schwere Autos langsamer fahren, beispielsweise Tempo 30, dann werden weniger Menschen bei Crashs schwer verletzt und es sterben weniger. Fahrräder erreichen selten 30 km/h (und auch nur bergab mal 40 km/h), meist fahren sie langsamer. Und Radfahrende wiegen mit ihrem Rad nicht ein bis zweit Tonnen, sondern vielleicht 100 bis 150 kg (Lastenrad). Ihre kinetische Energie beträgt also ein Zehntel der eines Kleinwagens. Damit ist auch der Bremsweg eines Fahrrads kürzer. Hinzu kommt, dass Fahrräder schmaler sind als Autos, also Radfahrende weniger Platz brauchen. Autos sind zwei Meter breit, Fahrräder zwischen 75 cm und einem Meter. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit, mit einem Fahrrad auf begrenztem Raum ausweichen zu können, größer. Nach Dillings Einschätzung sind Radfahrende an etwa 5 Prozent aller Crashs im Straßenverkehr beteiligt. Er schreibt: "Dabei tragen Fußgänger und Radfahrer entgegen einer verbreiteten Meinung mit jeweils 50% Wahrscheinlichkeit die Schuld", wie die UdV 2013 selbst festgestellt hat.

Trotzdem, so der Autor weiter, könne man die Gefahren von Fahrrädern für die Sicherheit von Fußgänger:innen nicht vernachlässigen. Viele Konflikte zwischen Fußgänger:innen und Radfahrenden lließen sich durch eine geeignete Radinfrastruktur vermeiden. Das heißt: Trennung von Rad- und Fußverkehr. Das hilft dann allen. Jede Verkehrsart habe ein Recht, ausreichend Platz zur Verfügung zu bekommen. Radfahrende müssten eine angemessene Geschwindigkeit fahren können, ohne dabei Fußgänger:innen zu gefährden. Und dafür sind die Städte und deren Straßenverkehrsbehörden verantwortlich. 

Bleibt noch die Gefahr, dass Menschen zu Fuß gedankenverloren (oder vom Handy absorbiert) auf Radwege treten, Kinder unversehens beiseite springen oder sehbehinderte Menschen das Fahrrad nicht kommen sehen, wenn sie den Radweg zur Bushaltestelle überqueren. Auch das passiert, und wir Radfahrende sind als Fahrzeugführende dazu verpflichtet, aufzupassen und vorausschauend zu fahren.  Viele Fahrräder nähern sich beinahe lautlos, und da hilft bei unaufmerksamen Fußgänger:innen bimmeln oder - was ich gerne mache - sprechen. Denn Klingeln verstehen viele Fußgänger:innen als Aufforderung, Platz zu machen, oder als Tadel. Und Menschen mögen nicht gern gemaßregelt werden. Ein gerufenes "Achtung Fahrrad" oder die Frage, "darf ich mal links an Ihnen vorbei fahren" löst weniger Negativgefühle bei den Fußgänger:innen aus. 

Und ich denke manchmal auch so für mich: Warum kann der oder die nicht einfach mal abbremsen? Einfach mal langsamer tun. Wir wundern uns bei Autofahrenden doch auch über deren Hast. Sie überholen uns und an der nächsten Ampel treffen wir uns wieder. Als ob die sogenannte Zeitersparnis ein echter Wert sei. Was fange ich denn mit den 3 Sekunden an, die ich gewonnen habe, wenn ich Fußgänger:innen ungebremst überhole, obgleich mir ein Fahrrad entgegenkommt und es für alle saueng wird? Ja, ich weiß, wieder antreten nach einem Bremsmanöver ist anstrengend (vor allem für Normalradler:innen), wieder Gas geben nicht. Dennoch ist bremsen und lächeln manchmal unendlich viel mehr wert als der Flow. 

Und noch einmal: Nein, es sind nicht alle, es ist nicht einmal die Mehrheit, die sich im Straßenverkehr rücksichtslos verhält, und auch ihr, die ihr das  hier gelesen habt, müsst euch nicht angesprochen fühlen und auch nicht verteidigen für die kleinen Regelverstöße. Aber ihr redet ja auch mit anderen Radelnden, und da kann man ja mal eine Lanze für den Fußverkehr brechen. Und Fehler kommen vor. Mir ist es auch schon passiert, dass ich zu knapp an einem Fußgänger vorbeigefahren bin, weil sich plötzlich die Verkehrssituation geändert hat oder ich vor mich hin geträumt habe. Wir machen alle Fehler. Verkehrsinfrastruktur muss deshalb auch fehlertolerant sein. Ich wollte hier nur mal den Perspektivwechsel hin zu Fußgänger:innen vollziehen, vor allem zu jenen, die ein bisschen Angst haben oder sogar große Angst. Wir können die Menschen zu Fuß auch nett behandeln, statt uns über sie zu ärgern (vor allem, wenn sie Fehler machen). 

8 Kommentare:

  1. Sehr guter und wichtiger Artikel! Als Alltagsradler habe ich inzwischen viele Mit-Radfahrenden als die problematischsten Verkehrsteilnehmer wahrgenommen. Auch deshalb, weil ich für ihre Rücksichtslosigkeit gleich mit in Pauschalhaftung genommen werde.

    Eine Kleinigkeit ist übrigens nicht ganz richtig. Die kinetische Energie wächst nicht proportional zu Masse und Geschwindigkeit, sondern im Quadrat der Geschwindigkeit. Ein Auto von 1,5 Tonnen und einer Geschwindigkeit von 10 m/s (36 km/h) hat eine kinetische Energie von 75.000 Joule, ein Fahrrad mit 100 kg hat bei 7 m/s (25,2 km/h) eine Energie von 2.450 Joule. Das ist Faktor 30 weniger. (https://de.wikipedia.org/wiki/Kinetische_Energie)

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  2. Gefühlte Sicherheit des Schwächeren hat viel mit Abstand zum Stärkeren zu tun.
    Zwischen Fußgängern und Radfahrern gibt es da oft das Problem , das die bauliche Gestaltung des Verkehrsweges es gar nicht hergibt, das ein Abstand eingehalten werden kann, bei dem sich Fußgänger sicher fühlen.
    Es gibt aber auch meines Wissens keine Untersuchungen darüber, wie sich Abstand objektiv auf das Unfallrisiko auswirkt. Weder zwischen Rad und Fußgänger noch zwischen Auto Und Rad

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    1. Ich habe auch nichts gefunden, kenne allerdings Berichte über enge Überholmanöver durch Autofahrende, bei denen Radfahrende gestreift oder zum Sturz gebracht wurden.

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  3. Nach den letzten beiden Unfällen zwischen Fußgänger (m/w/d) und Radfahrer (m/w/d), von denen ich in der hiesigen Zeitung gelesen habe, ist jeweils die Radfahrerin im Krankenhaus gelandet.
    Fußgänger sind für Radfahrer mindestens genauso gefährlich wie umgekehrt, da eine kleine Berührung des Lenkers durch einen Fußgänger schon zum Sturz des Radfahrers führen kann. Und der Radfahrer kann einen Sturz aufgrund des Fahrradrahmens nicht gut abfangen und hat zudem seine Fahrgeschwindigkeit sowie seine Sitzhöhe zu verarbeiten.
    Aber ja: Radfahrer haben auf Gehwegen absolut nichts verloren. Fahrzeuge gehören auf die Fahrbahn, schließlich werden sie gefahren (und nicht gegangen).
    Nebenbei: Wie kann es sein, dass 54 % der fraglichen Unfälle auf Radfahrinfrastruktur verursacht werden und dabei zu 60 % die Radfahrer Schuld sind?
    Thomas

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  4. Die kinetische Energie eines Radfahrers ist nicht ein Zehntel, sondern ein Hundertstel der eines Autos, weil ja wie richtig bemerkt die Kurve exponentiell ist.

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  5. Sehr starker Kommentar, unterschreibe ich und erinnert mich dran auf dem Rad auch wieder mehr drauf zu achten.

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