18. Dezember 2018

Warum Autofahrer von Radwegen träumen

Ich frage mich oft, warum die Liebhaber des Autofahrens nicht drängender den Ausbau von Radwegen und Radstreifen fordern.

Fahren Autofahrer denn wirklich so gern mit 10 bis 25 km/h hinter einem oder zwei Fahrrädern her? Beispielsweise auf der Böheimstraße oder die Alte Weinsteige hinauf. Vorbei kommt man nicht, und die ganze Zeit steht man unter Stress, weil man unbedingt vorbei will.

Das müsste nicht sein, wenn es Radwege oder Radstreifen gäbe. Dann würden die Radler auf ihrer Fläche fahren und der Autofahrer auf seiner, beide in dem Tempo, das sie fahren wollen. Dann wäre alles ganz easy, für den Autofahrer und für den Radfahrer, wie man in der Neckarstraße (auf dem sehr kurzen Abschnitt) schön sieht.
Hier gibt es von der Hackstraße bis zur Ampel an der Heilmannstraße einen so genannten Schutzstreifen, der im Gegensatz zu vielen anderen in Stuttgart, schön breit ist. Da kann dann eine Mutter in Ruhe mit ihrem Kinderanhänger radeln, ohne dass Autofahrende hinter ihr hängen und nicht vorbei kommen. Ist doch schön für beide Seiten, die Radlerin und die Autofahrerin.

Das ist der eine Vorteil von Radstreifen, Radwegen und Schutzstreifen. Der andere ist, dass sie mehr Menschen dazu verleiten können, das Fahrrad zu nehmen. Und wenn sie auf dem Fahrrad sitzen, sitzen sie schon nicht im Auto.

Gefällt es Autofahrenden wirklich so gut, zu Hauptverkehrszeiten zuverlässig eine Stunde im Stau zu stehen, weil ganz viele andere, ebenso wie sie, ins Auto gestiegen sind, um zur Arbeit oder nach Hause oder zum Einkaufen zu fahren? Überlegen sich Autofahrende (Handwerker, Pflegedienste, Taxifahrer) nie, was man tun müsste, um all die Autos, die da nicht fahren müssten, von der Straße zu kriegen? Wenn ein Viertel der Leute, die das Auto genommen haben, statt dessen aufs Fahrrad gestiegen wären, gäbe es diese Staus nicht.

Der ganz schlaue Autofahrer würde doch gern alles dafür tun, dass er (oder sie) die Straße mit möglichst wenigen anderen Autofahrenden teilen muss. Er wünscht sich, dass mehr Menschen mit Öffentlichen fahren und ganz viele mit dem Fahrrad. Und das nicht auf seinen Straßen, sondern getrennt davon auf Radwegen, wenigstens aber an den Rand sortiert auf Radstreifen. Damit aber ganz viele lieber das Fahrrad nehmen, als das Auto, so die schlaue Überlegung, muss man sie mit schönen, bequemen und sicheren Radfahranlagen verführen.

Man kann doch mit dem Fahrrad auch einkaufen, man kann die Kinder mit Rädern zur Schule bringen. Und vor allem, man kann mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Der leidenschaftliche Autofahrer tut das nicht, aber er wünscht sich, dass mehr andere es täten, damit er selbst durch die Stadt rollen kann, ohne von Staus aufgehalten zu werden und ohne hinter Fahrrädern zu hängen.

Deshalb: Autofahrende und ihre Vertreter in Verbänden und Politik fordern den raschen und massiven Ausbau der Radinfrastruktur in Stuttgart und helfen bei einer zügigen Umsetzung der Pläne, damit es endlich weniger Stau gibt und Autos zügig vorwärts kommen. Sie haben erkannt: Nur das Fahrrad hilft, den Stau in Städten zu reduzieren. Und wenn die anderen bereit wären, mehr mit den Fahrrad zu fahren, hätten wir auch weniger Luftprobleme und es würden uns keine Fahrverbote drohen.


Kommentare:

  1. Schöner Artikel darüber, wieso Sonderwegelchen für Radfahrer nicht die Verkehrswende fördern, sondern eher behindern. Fehlt nur der Hinweis auf die erhöhte Gefahr für Radfahrer durch solche Sonderlösungen.

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  2. Der ADAC als Verband der Autofahrer ist da den einzelnen Autofahrern durchaus voraus und fordert das durchaus, dass mehr Radwege gebaut werden.

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  3. Jörg
    Es hier immer mal wieder gesagt das Radwege so gefährlich sind. Wo sind denn die original Studien? Eine aus Berlin kenne ich, die war gar nicht so eindeutig. Und sie hatte sich auf Straßen mit geringer Verkehrsbelastung beschränkt.
    Auf Straßen mit hoher Verkehrsbelastung (Cannstatter, Pragstraße, König-Karl-Straße,... ) Radfahrer zwischen die Autos schicken? Wer will da wirklich fahren?
    Schaut mal die Unfallorte an! Im Rosensteinpark (2016 & 2017) kein Unfall mit Verletzen auf der Cannstatter Sraße etliche Unfälle mit Verrletzten. Wie soll man das ineterpretieren? Soll ich sagen die Straße ist ungefährlicher als der Park?
    https://unfallatlas.statistikportal.de/ (Unfallorte kommen erst bei tiefen Reinzoomen)

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    1. Radwege, die ständig von KFZ gekreuzt werden können und falsche Ampelschaltungen führen dazu, dass Radwegradeln gefährlicher ist als Fahrbahnradeln. Wo Radfahrer aus Sicherheitsgründen auf der Fahrbahn radeln sollten, sollte auch maximal Tempo 30 gelten, am Sinnvollsten wäre eine Fahrradstraße.

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  4. "Fahren Autofahrer denn wirklich so gern mit 10 bis 25 km/h hinter einem oder zwei Fahrrädern her? Beispielsweise auf der Böheimstraße oder die Alte Weinsteige hinauf. Vorbei kommt man nicht, und die ganze Zeit steht man unter Stress, weil man unbedingt vorbei will."

    Eine Autofahrende steht meist nicht unter Stress und will gar nicht mal unbedingt vorbei. Das ändert sich sobald ein Autofahrender bei ihr im Kofferaum hängt und sie nötigt verkehrswidrig zu überholen.

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  5. Das haben sich die Autofahrer schon 1935 gedacht:
    "Zur kommenden Olympiade werden hundertausende Ausländer Deutschland besuchen; bestimmt zeigen wir ihnen dann neben den Straßen Adolf Hitlers, - den Reichsautobahnen - auch die Straßen des kleinen Mannes, die Radfahrwege. Zeigen wir dem staundenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen ungefährdet durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet." (Radmarkt Nr. 2290, 1935, S.17) (aus "Besondere Wege für Radfahrer. Zur Geschichte des Radwegebaus in Deutschland von den Anfängen bis 1940", Prof. Dr. Volker Briese, Paderborn, März 2011)

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    1. Ich finde diesen Vergleich ausgesprochen unredlich. Und zwar deshalb, weil er polemisch ist und dabei auf einen Vergleich mit der NS-Zeit zurückgreift, um meinen Gedanken zu diskreditieren. Mein Gedanke war die Frage, warum eigentlich die Autolobby Radwege und Radstreifen so bekämpft, oblgeich sie Autofahenden nutzen würden. Mir ist bekann, und ich habe das auch schon geschrieben, dass die Pflicht, den Radweg zu benutzen, aus der NS-Zeit stammt. Das spricht aber nicht gegen Radwege und Radstreifen, sondern nur gegen die Pflicht, sie zu benutzen (und ich bin gegen diese Pflicht). Wir müssen auch anerkennen, dass es sehr viele Radfahrende gibt (vor allem solche, die sich das jetzt noch nicht trauen), die auf Radwegen radeln wollen, getrennt vom Autoverkehr, weil sie Angst haben oder den Platzkampf mit dem Autofahrenden nicht führen wollen. Wir bekommen nur dann mehr Menschen aufs Fahrrad, wenn wir ihnen Radwege und geschützte STrecken anbieten. Das war auch der Weg der Niederlande und Kopenhagens.

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    2. Radwege sind schon deutlich älter als die Bemühungen der Nazis. Kann man nachlesen im folgenden Tweet: https://twitter.com/RA_Hillebrand/status/1074654362549542913

      Carsten

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    3. Hallo Christine,

      `weil er polemisch ist` -- ? von mir war im Beitrag nur ein halber Satz und ansonsten war er ein vollständiges Zitat

      `um meinen Gedanken zu diskreditieren` -- ? das ist eine Unterstellung, ich wollte den Gedanken nur in einen "hatten wir schon"-Kontext setzen. Hätte ich dich oder deinen Gedanken zu diskreditieren versucht, dann hätte ich sicherlich dazu geschrieben, dass Adolf ein Vegetarier war, wie viele Grünen. Und Autofan war, wie auch die Grünen eine Autofahrerpartei sind (laut Winfried Kretschmann). Und dass die Grünen im Bundesrat uns wieder eine allgemeine Radwegebenutzungspflicht außerorts und auf Radstreifen innerorts beschert haben (wiederum auf der Linie von 1935). Habe ich aber nicht, denn das wäre unredlich gewesen. Du solltest dich nicht für alle Grünen rechtfertigen müssen, stimmt's?

      `Mein Gedanke war die Frage, warum eigentlich die Autolobby Radwege und Radstreifen so bekämpft` -- tut sie nicht. Bzw tut sie genau dann, wenn sie "Raumverluste" befürchtet. Ansonsten schwenkt sie wieder voll auf die 1935er Linie ein: https://www.welt.de/wirtschaft/article165384937/Die-erstaunliche-Fahrradwende-des-ADAC.html

      `Das spricht aber nicht gegen Radwege und Radstreifen, sondern nur gegen die Pflicht, sie zu benutzen` -- Es gibt keine von Radfahrern befreite Bahn für den deutschen Autofahrer, wenn es keine Benutzungspflicht gibt, das Eine bedingt das Andere. Außer, man manipuliert die Radfahrer zu einer sozialen Benutzungspflicht hin, wobei wir beim nächsten Punkt wären.

      `viele Radfahrende gibt [...], weil sie Angst haben` -- weil Autofahrer und ihre Lobby (inklusive z.B. der Verkehrswacht) sie eingeschüchtert haben und in ihnen Minderwertigkeitsgefühle hervorgerufen haben (Beides sind sehr effektive Manipulationstaktiken). Das "Nachgeben" der Radfahrer führt einerseits dazu, dass dieses manipulative Verhalten beim Manipulator verstärkt wird (der Radfahrer ist anscheinend aus dem Weg) und anderseits dazu, dass das Ausweichen auf die Nebenflächen (Radwege, Gehwege) beim Manipulierten ebenfalls zu einer Verstärkung führt (der Stress lässt nach) -- das ist der bekannte Teufelskreis.

      `Wir bekommen nur dann mehr Menschen aufs Fahrrad ...` -- bitte bei dem Thema bleiben. Mal eine Anekdote am Rande: ich war die Tage mal wieder in einer der deutschen "Radfahrerstädte" mit sehr vielen getrennten "Radwegen" übrigens (also eigentlich Gehwegen mit rotem Pflaster) und eine topfebene Studenten- und Unistadt. Die Straßen waren voller Autofahrer, und was mir besonders auffiel war, dass ~80% von ihnen auswärtige Kennzeichen an ihren Autos hatten. Die Stadt schafft die NOx-Grenzwerte übrigens nur knapp. Das heißt, auch wenn es augenscheinlich viele Radfahrer gibt, so bedeutet es noch lange nicht, dass es wenige Autofahrer gibt. Und wenn man ihnen ein leichteres Vorankommen ermöglicht, so verkehrt sich der "mehr-fahren-Fahhrad"-Effekt schnell ins Gegenteil ("noch-mehr-fahren-Auto"). Im Übrigen (jetzt schweife ich mal ab) wird in Deutschland Verkehrsanteil des Radverkehrs praktisch ausschließlich im innerörtlichen Verkehr genannt, was ein Taschenspielertrick ist, um den Radverkehr größer darzustellen, als diser tatsächlich ist (wohl damit sich gewisse Leute gegenseitig auf die Schulter klopfen können). Die Autopendler werden bei dieser Art Statistik als nichtexistent betrachtet, obgleich sie einen massiven Anteil an der Belastung beitragen, und das ist eigentlich ein Selbstbetrug der Städte. Eine andere Facette des Selbstbetruges ist der Verkehrs-_Anteil_ an sich, denn was zählt ist nicht die relative Aufteilung, sondern wie viel Auto absolut gesehen gefahren wird -- und das fällt unter den Tisch.

      `Das war auch der Weg der Niederlande und Kopenhagens.` -- da wurdest du anscheinend von PR-Agenturen hinter's Licht geführt. In beiden Fällen sind getrennte Radwege nur kleine Mosaiksteinchen der Verkehrslenkung. Das Ganze ist Facettenreicher, als die Deutschen es sich gemeinhin vorstellen.

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    4. Lieber Alex, ich finde Vergleiche irgendeines heutigen Verhaltens oder irgendwelcher Ideen mit denen des schlimmsten Diktators und Schlächters dieser Welt völlig unnötig. Ich mag diesen Namen nicht lesen, es ist zu viel Ehre für einen Verbrecher und Massenmörder und Agumente müssen auch für sich stehen, ohne dass ein Gedanke oder eine Überlegung oder eine Haltung des Menschen, dem man widersprechen möchte, mit der der Nazis gleichgesetzt wird. Vielleicht gelingte es dir, insgesamt deine Sprechhaltung zu überprüfen. Warum nicht eine belegte Korrektur, statt mir zu untersctellen, ich sei "hinters Licht geführt worden", warum überhaupt solch deftige Signale, dass mein Denken (oder das einer Person, mit deren Ansichten oder Argumenten nicht einverstanden bist) irgendwie dumm, verführbar, dem von Verbrechern ähnlich sei. Du klassifizierst mich als inakzeptable und geistig minderbemittelt, und das nur, weil du widersprechen willst. Deinen Widerspruch würde ich mit Interesse lesen, wenn du mich dabei nicht persönlich angreifen würdest. Wobei du das vermutlich nicht mit dieser Absicht machst, aber du benutzt die Rheotorik der Polemik oder des polemischen Verächtlimachens deines Diskussionsgegners. Ich möchte lieber auf eine andere Art und Weise mit dir diskutieren.

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    5. Ach Christine,

      das, was du dem Alex da vorwirfst, hat er gar nicht geäußert...!? Es ist aber typisch für Leute aus der politischen "Mitte", inhaltliche Parallelen zu jeglicher Politik von Rechten zu leugnen. Auf diese Parallele hinzuweisen, ist auch überhaupt nicht "unredlich". Das wird grade im Zitat über "die von Radfahrern freie, sichere Bahn" deutlich - finden so deutlich formuliert natürlich alle böse - weil es die "Falschen" formuliert haben. An Radwegbenutzungspflichten und Radwegen hält man aber trotzdem fest. Da wird dann reagiert wie damals in einer berüchtigten Ausgabe von Kerners Laberrunde, als das Stichwort "Autobahn" fiel... ;)

      Zu einigen deiner Aussagen:

      Das müsste nicht sein, wenn es Radwege oder Radstreifen gäbe. Dann würden die Radler auf ihrer Fläche fahren und der Autofahrer auf seiner, beide in dem Tempo, das sie fahren wollen.

      Mit dem Unterschied, dass die exklusive "Fläche" für Kfz dann deutlich größer wäre. An jeder einzelnen Einmündung erwachsen dann für Radfahrer die Probleme, wie sie sicher nach links oder gradeaus kommen. Wenn man sie nicht noch durch zusätzliche und längere Rotzeiten zusätzlich behindert. Außerdem hält dann deine Radfahrerin andere Radfahrer auf, die gerne schneller fahren würden, sie aber (im Gegensatz zur Fahrbahn) auf dem Radfahrstreifen nicht überholen dürfen.

      Das ist der eine Vorteil von Radstreifen, Radwegen und Schutzstreifen. Der andere ist, dass sie mehr Menschen dazu verleiten können, das Fahrrad zu nehmen.

      Falsch. Radinfra ist Kfz-Förderung - sie verbannt den lästigen Radverkehr an den Rand, damit Autofahrer wieder "freie und sichere Bahn"... Radinfra verleitet niemanden dazu, aufs Rad zu steigen. Es ist vielmehr so, dass Ursache und Wirkung verdreht werden: Radinfrastruktur kommt erst dann in Betracht, wenn es bereits zu viele Radfahrer gibt, die auf der Fahrbahn "den Verkehr aufhalten". In Kopenhagen und den Niederlanden gehörte das Rad bspw. schon immer zur Kultur - wie in D das Auto. Dann werden sie mittels Radwegen oder Gehwegradelpflicht von der Fahrbahn verbannt. Und man hat die Sklaven auch schon so verzogen, dass sie die rostigen Ketten (Radwege) lieben, in denen man sie gefesselt hat.

      Gestern Abend fuhr ich übrigens eine ansteigende, kurvige Landesstraße hoch. Rechts daneben ein nicht für Radfahrer freigegebener Hochbord-Gehweg. Ich hatte fast einen halben km lang einen Mercedes (und drei weitere Autos) hinter mir. Der weder hupte, noch eng auffuhr, noch mich beim Überholen schnitt. Geht doch...!? Nur: Wenn ich nicht der Einzige wäre, der dort auf der Fahrbahn ab und zu mal hochfährt, würde man wegen der zahlreichen Beschwerden der Autofahrer garantiert sehr bald einen "Radweg" anlegen. Indem man bspw. einfach ein Z 240 aufstellt.

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    6. Ich habe versucht, Autofahrenden Argumente vorzulegen, die ihnen klar machen, dass ihr verbissener Kampf gegen Radstreifen und Radwege, den sie ja in Stuttgart immer noch kämpfen, eigentlich zum Nachteil ihrer eigenen Klientel ist. Wenn sie den Radstreifen per Abstimmung verweigern, bedeutet das, dass Radler vor ihnen auf der Fahrbahn fahren. Schade, dass das bei euch Radlern nicht angekommen ist. Dieser fast ein wenig reflexhaft scheinende Kampf gegen Radwege und Radstreifen ist doch eigentlich auch nicht so zielführend. Es ist bekannt, dass man nur dann deutlich mehr Leute aufs Fahrrad bekommt, wenn man ihnen sichtbar Radwege und Radstreifen anbietet, auf denen sie sich geschützt fühlen. Das Radeln unter den Autos ist nur was für eingefleischte Radler/innen, die aber sowieso Rad fahren. Wie ihr an anderen Artikeln von mir seht (etwa an dem über Radwege in den Links in der Kopfzeile der Seite), betrachte ich Radwege und Radstreifen durchaus kritisch. Aber es ist halt nicht so einfach, dass man sagen kann: Radwege sind bäh und nur der Fahrbahnradler ist ein guter Radler. Für die anderen, die sich nicht trauen, braucht man sie halt. Und wenn der Radvekehr dann die Stadt erobert hat, braucht man sie nicht mehr oder viel breitere und ganz andere. Aber durch die Entwicklung muss man durch, denke ich.

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    7. Liebe Christine, ich hoffe, du hattest besinnliche Weihnachten. Schade, dass meine weitgehend inhaltliche und kontextuelle Auseinandersetzung mit dem Thema von einer Projektion auf deine Person überschattet wird. Ich sehe hier keine realistische Chance, dass wir bei diesem vorweihnachtlichen Posting noch eine fruchtbare Diskussion entwickeln können. Nächstes Jahr bei einer anderen Gelegenheit vielleicht, Guten Rutsch und unfallfreie Fahrt!

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