5. Dezember 2013

Straßenkampf in der Innenstadt


Minus 1 bis 0 Grad. Trotzdem sind an einem Dezembermorgen um halb zehn etliche Radler unterwegs. In Stuttgart wird inzwischen auch im Winter deutlich mehr gefahren als noch vor einigen Jahren. Nur dass Autofahrer es sich wieder abgewöhnt haben, auf Radfahrer zu achten.

Im Sommer fällt es ihnen leichter, weil viel mehr Radler unterwegs sind. Aber wer am Morgen die Scheiben seines Wagens freikratzen muss, kann sich offenbar kaum vorstellen, dass es Leute gibt, die Handschuhe anziehen und eine Mütze aufsetzen, um den Weg in und durch die Stadt auf dem Rad zurückzulegen. Fußgänger können sich das übrigens auch nicht vorstellen, obwohl sie auch Stiefel und Handschuhe tragen.

3. Dezember 2013

Radfahren in Brünn

Manchmal ist man irgendwo und sieht Radwege und Radler. Interessant, was andere Städte so für oder gegen ihre Radfahrer tun. 

Ich war jetzt kürzlich in Brünn/Brno in Tschechien, eine knapp 400.000-Einwohnerstadt mit einem wunderbaren historischen Stadtkern. Der einzigen Radweg, den ich gesehen habe, führte an meinem Hotel vorbei. Kurios: Der Radweg liegt zwischen der Rechts-Einbiege-Abbiege-Spur und der Geradeaus-Spur.

1. Dezember 2013

Radler dürfen bei Rot über die Ampel - in Paris

Das wollen wir auch. Den Gelben Pfeil gibt es in Frankreich auch schon. Jetzt erlaubt Paris den Radlern, bei Auto-Rot zu fahren. Ein gelbes Radsymbol an der Ampel zeigt den Radlern, dass sie fahren dürfen. (Vorfahrt haben sie natürlich nicht.) 

So paradox das klingt: Die Stadt hofft, damit das Risiko für Verkehrsunfälle zu senken. Das könnte funktionieren, weil Radler dann merken, dass man an sie denkt. 

29. November 2013

Das Königsträßle zur Waldau

Stuttgart hat nicht nur die Königstraße, eine Einkaufsmeile, die man nicht mit dem Rad befahren darf, sondern auch ein Königsträßle. Es ist die Verlängerung der Alten Weinsteige und führt direkt nach Dagerloch zu Waldau hinauf. 

Steil? Nun ja. Wenn man die Alte Weinsteige überwunden hat, kommt einem das Königsträßle nicht mehr steil vor.

27. November 2013

Was ist der Unterschied?

Rosi fährt in Stuttgart Rad. Aber eher zähneknirschend. Sie kennt andere Städte, wo sie sich als Radlerin respektiert fühlt. In Stuttgart nicht. Sie überlegt sogar, ob sie wieder wegzieht, weil das Radfahren (vor allem in Vaihingen oben) so garstig ist. 

Ich habe sie gefragt, was eine gute Fahrradstadt ausmacht. Hier ihre Antwort: 

25. November 2013

Die Zwei-Meter-Regel

Na, am Wochenende mal wieder im Wald gewesen und durchs Grüne geradelt? Haben Sie auch auf die zwei Meter geachtet? In Baden-Württemberg legt das Landeswaldgesetz nämlich fest, dass Radfahrer im Wald nur auf Wegen fahren dürfen, die breiter als zwei Meter sind. 

Mountainbiker aber fahren auf schmalen Pfaden. Und sie möchten die Regelung abgeschafft sehen. Die gesetzliche Regelung ist an die zwanzig Jahre alt und dient natürlich dazu, Mountainbiker aus den Wäldern fernzuhalten. Waldspaziergänger sind selten begeistert, wenn Downhiller urplötzlich an ihnen vorbeischießen. Und gefährlich ist es auch.

24. November 2013

Radschnellwege - woanders geht's

Schnellweg Kopenhagen
Nordrhein-Westphalen hat einen Wettbewerb ausgeschrieben und die Gemeinden aufgefordert, Pläne für Radschnellwege zwischen den Ortschaften vorzulegen. Es geht um 150 Kilometer. Rind um Aachen, Bad Oeynhausen, Düsseldorf, Köln und Rhede.

Verkehrsminister Groschek: Wir wollen in den nächsten Jahren einen Quantensprung für den Radverkehr in NRW.

23. November 2013

Eine Hauptroute mit Treppe?

Von Mühlhausen am Neckar  gibt es keinen Radweg nach Mönchfeld hinauf. Jedenfalls keinen praktikablen. Die Radspur endet unten in Mühlhausen an der Abzweigung Arnoldstaße (nach links).

Danach muss der Radfahrer hat die Wahl zwischen einer ziemlich schmalen Landstraße mit einem Parallelweg durch den Wald und einem sehr steilen Aufgang über die Keltersteige, um nach Mönchfeld hineinzukommen.

19. November 2013

Cannstatt sperrt sich ein bissle


Die Hauptroute 1 soll den direkten Weg von der König-Karls-Brücke zum Wilhelmsplatz in Cannstatt mit einem Schlenker umgehen. Hinweisschilder wird es im kommenden Frühjahr geben. 

Nur lassen sich Radfahrer ungern von der direkten Route ablenken. Es wird ihnen nicht einleuchten, nach der König-Karls-Brücke nach rechts geschickt zu werden, wenn der Wilhelmsplatz nur ein paar hundert Meter entfernt liegt. Man muss nur unter der Eisenbahnbrücke durchfahren. Das aber war und ist seit je her die Schwachstelle des Fahrradwege-Systems von Stuttgart. 

Blogleser Sebastian hat sich ausführlich mit der Situation am Wilhelmsplatz auseinandergesetzt und schreibt: