12. Februar 2018

Der Radweg Holzstraße funktioniert immer noch nicht

Es ist halt immer noch nicht gut mit dem Radweg auf der Holzstraße. Die Fläche wird von Autos beherrscht, nicht von Fußgängern und Radfahrern. 

An einem Samstag halb zwei stand ich dann mal staunend da. Die Dorotheen-Tiefgarage wird gut angenommen von den Autofahrern. Es gab Stau bei der Einfahrt. Die Autos standen entweder auf der Fußgängerfläche und die Leute mussten über den Radweg um sie herum gehen oder sie standen auf dem Radweg und die Radfahrer mussten durch den Fußgängerbereich um sie herum fahren. Beides ist nach der StVO verboten. Radfahrende dürfen ihren Radweg nicht verlassen. Im Fußgängerbereich dürfen sie nicht fahren. Sie müssten theoretisch absteigen und um das Auto-Hindernis herumschieben. Auch Fußgänger haben auf einem Radweg nichts zu suchen. (Autos natürlich auch nichts.) Das ist alles sehr schlecht.

10. Februar 2018

Bei Nacht und Nebel ...

... fahren manche Radler ohne Licht und viele Autofahrer deutlich schneller als tagsüber. Vermutlich fahren auch Radler nachts schneller. 

In einer Nacht begegnen mir unter zwanzig bis dreißig Radfahrenden etwa zwei bis drei ohne Licht. Mal abgesehen davon, dass das passieren kann, weil man verpeilt ist und sein Licht nicht eingeschaltet hat oder weil sich bei der Heimfahrt herausstellt, dass es nicht tut, so ist es doch ein Phänomen, das sich nicht recht verstehe. Auch als Radfahrende sehe ich Radler ohne Licht erst im letzten Moment.

Und nun gibt es eine faszinierende Studie aus der Schweiz, die belegt, dass Autofahrende bei Dunkelheit und Nebel viel schneller fahren als bei Sonne und klarer Sicht. 

9. Februar 2018

Radverkehrspolitik im Bund

Die Seite itstartetwithafight hat sich den Koalitionsvertrag angeschaut und Willenserklärungen zum Thema Radverkehr gefunden. 

Es sind neun Zeilen. Immerhin steht darin, dass die Mittel für den Radverkehr erhöht werden sollen. Es sollen mehr Radwege gebaut werden. Außerdem will man die gesetzliche Grundlage schaffen, dass Radwege unabhängig vom Verlauf einer Bundesstraße geführt werden können, also getrennt vom rasenden Verkehr durch schönere Gegenden. Auch das Programm für den Bau von Radschnellwegen soll praxisnaher ausgestaltet werden.

Interessant finde ich, dass auch die Straßenverkehrsordnung überprüft werden soll mit dem Ziel, den Radverkehr zu fördern und die StVO fahrradgerechter zu machen. Das  freut mich. Ich habe  vor ein paar Tagen schon mal meine Vorschläge dazu veröffentlicht.

8. Februar 2018

Das Ruderfahrrad - cool

Radfahren ist ja nicht mein Sport, sondern mein Fortbewegungsmittel. Rudern hingegen ist mein Sport. Und da gibt es jetzt etwas, das beides verbindet. Das Rowcycle.

Entwickelt wurde das Ruderfahrrad von Michael Schmidtler, einem Ingenieur in Regensburg, der selber Leistungsruderer war. Doch zum Rudern braucht man einen Fluss. Und wenn der Hochwasser hat, so wie der Neckar im Januar wochenlang, dann muss man sich im Studio aufs Ruderergometer setzen. Dabei ist Rudern ja ein Draußen-Sport. Und was es immer reichlich gibt, sind Wege, und entlang eines Flusses sind sie zumeist auch relativ gerade und eben.

Also rauf aufs Ruderfahrrad und sich im Handbetrieb auf einem Rollsitz vorwärts bewegen wie auf dem Ergo und dabei draußen wie beim Rudern. Wie das geht, sieht man auf diesem Video.

6. Februar 2018

Heute Abend Radforum Infrastruktur im Rathaus

Um 18 Uhr in Raum 406 im Stuttgarter Rathaus findet wieder ein Treffen der Radfahrer statt, die sich für Stuttgarts Infrastruktur interessieren. 

Frank Zühlke vom ADFC und der Fahrradbeauftragte Köhnlein werden die Haushaltsbeschlüsse erläutern, die der Gemeinderat im Dezember zum Thema Fahrrad gefasst hat. Das bedeutet unter anderem: Planung von diversen Radrouten, Winterdienst, Fahrradabstellplätze in Wohngebieten und Förderung von Lastenrädern für Familien.

Jeder und jede kann zum Radforum des Radhauses kommen und mit diskutieren. Wer Fragen zu bestimmten Routen und Radverbindungen mitbringt, kann sie stellen. Das Radforum ist so gut und lebendig wie das Interesse der Teilnehmenden es will.




Straßenverkehrsordnung dem Radfahrboom anpassen!

Unsere Straßenverkehrsordnung ist rückständig, was den Radverkehr betrifft. 

Für Autofahrer wird ständig modernisiert, aber so manche Regeln für den Radverkehr sind seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr angefasst worden. Wenn wir wollen, dass Regeln eingehalten werden, müssen sie verständlich sein und sich auf die Realität auf der Straße beziehen. Außerdem müssen sie die modernen Fahrräder berücksichtigen.

Wir Radler können zwar nicht auf die Bundesregierung setzen, aber sehr wohl auf die verkehrspolitischen Sprecher anderer Parteien, die im Verkehrsausschuss sitzen. Denen schlage ich hier ein paar Punkte vor, die dringend der Wirklichkeit angepasst werden müssen.

1. Aufhebung der Radwegbenutzungspflicht. (StVO § 2 Ansatz 4.

4. Februar 2018

Am 9. Februar ist internationaler Winter-Fahrradpendlertag

Im Winter nimmt bei uns der Radverkehr zwar ab, aber es sind gerade diesen Winter immer noch unheimlich viele in Stuttgart auf ihren Rädern unterwegs. 

Das ist eine schöne Entwicklung. Seit 2013 gibt es den "Winter Bike to Work"-Tag, der immer am zweiten Freitag im Februar stattfindet. Erfunden haben ihn Finnen und Kanadier als Gemeinschaftsprojekt, das sich inzwischen zu einem internationalen Wettbewerb entwickelt hat. Mehr als 40 Nationen beteiligen sich, wie der ADFC  Göppingen berichtet. Deutschland war bisher noch nicht so recht dabei. Das können wir ändern.

2. Februar 2018

Zeitung macht mit Unwahrheit Stimmung gegen Radfahrer

Die Stuttgarter Nachrichten behaupten, dass Anwohner an der Neuen Weinsteige wegen eines Radwegs Nachteile haben werden. Das ist eine Falschmeldung.

Sie zielt darauf, Empörung abzurufen. Leider stimmt schon mal die Voraussetzung nicht. Es wird keinen Radweg die neue Weinsteige hinauf geben. Was es aber gibt, ist ein Gehweg, der endlich begehbar ist und der für Radfahrende freigegeben wird. Parkplätze wird es weiterhin geben, sie werden sehr teuer extra gebaut, ohne dass die Anwohner dafür etwas bezahlen müssen.

Eine Sanierung des bisherigen viel zu engen und immer zugeparkten Gehwegs wird möglich und nötig, weil die Stützmauer der Neuen Weinsteige saniert werden muss.

Radfahrer fährt Fußgänger an - Zeug/innen gesucht

Am Montag hat ein unbekannter Radfahrer einen Fußgänger auf dem Überweg über die Karl-Kloß-Straße am Erwin-Schöttle-Platz im Süden angefahren und die Flucht ergriffen. 

Der Fußgänger stürzte und zog sich Prellungen zu, die im Krankenhaus versorgt werden mussten. Ein Radfahrer soll dem Polizeibericht zufolge den Unfallverursacher Richtung Marienplatz verfolgt haben. Es ist nicht bekannt, ob er ihn gestellt hat. Die Polizei sucht Zeug/innen und bittet auch den Radler, der den Unfallflüchtigen verfolgt hat, sich zu melden. Auch der Unfallversursacher darf und sollte sich natürlich melden.

Leider muss ich leise anmerken, dass es eigentlich nur ein Frage der Zeit war, dass auf diesem Überweg etwas passiert. Und vemutlich ist dort schon viel mehr passiert.