Gestern war Streik bei den Straßenbahnen. Wie also zur Arbeit und in die Stadt kommen? In der Tat waren gestern viele mit dem Fahrrad unterwegs, die sonst nicht radeln.
Die Reihe der Radler/innen auf der König-Karls--Brücke war beeindruckend, erzählen mir diejenigen, die dort gefahren sind. Blogleser Dirk hat mir geschrieben: Um 7:15 hatten bereits 500 Radler die Zählstelle passiert, eine Stunde später waren es schon 1.100 Radler, die gezählt worden waren. Entlang der Hauptradroute 1 "war es ein bisschen wie in Amsterdam", so viele Radler waren unterwegs. Allerdings wurden vermutlich nicht alle an den Zählstellen erfasst. Auch das hat Dirk beobachtet.
13. April 2018
12. April 2018
Ups!
Schön, wir haben ein Radnetz und zeigen es auch. Die kleinen Wegweiser ploppen gerade an vielen Stellen auf.
Vom Radweg Holzstraße rechts abbiegen, das klappt (zweites Foto).
Allerdings wer auch immer die Schablone auf die Marktstraße gelegt hat, muss sofort kapiert haben, dass Radfahrer hier ja gar nicht links abbiegen dürfen, der durchgezogen Linie wegen. Also schickt er sie nach rechts. Doch wohin? Der Gehweg ist nicht freigegeben, bleibt nur die Fahrbahn. Die ist aber nicht Radnetz.
Vom Radweg Holzstraße rechts abbiegen, das klappt (zweites Foto).
Allerdings wer auch immer die Schablone auf die Marktstraße gelegt hat, muss sofort kapiert haben, dass Radfahrer hier ja gar nicht links abbiegen dürfen, der durchgezogen Linie wegen. Also schickt er sie nach rechts. Doch wohin? Der Gehweg ist nicht freigegeben, bleibt nur die Fahrbahn. Die ist aber nicht Radnetz.
Die Hauptradroute 1 geht hier jedenfalls nicht nach rechts, sondern nach links.
10. April 2018
Neue Gesetze fürs Radfahren sind möglich
Luxemburg hat einige Verkehrsregeln geändert, damit Radfahrende sicherer und bequemer unterwegs sein können.
Das berichtet das Tagblatt Luxemburg. Dem Bericht zufolge will man die Unfallzahlen senken und hat sich zu diesem Zweck die Gesetzgebung in acht europäischen Ländern angeschaut, darunter die Niederlande und Dänemark, aber auch Deutschland. Von uns allerdings dürfte man da nicht sonderlich viel gelernt haben.
Zu den interessantesten Änderungen gehört:
- Autofahrer müssen 1,5 Meter Überholabstand zu Radfahrenden halten, was bedeutet, dass sie beim Überholen eines Radlers auf die Gegenfahrbahn fahren müssen.
- Folgerichtig ist es in Luxemburg ab 1. Mai erlaubt, nebeneinander zu radeln. Weil es Radfahrer/innen vor knappem Überholen schützt.
8. April 2018
Mehr Fahrradabstellplätze machen Kreuzungen sicherer
Der ADFC Berlin schlägt vor, Kreuzungen in Wohngebieten sicherer zu machen, indem man sie mit Fahrradstellplätzen ausrüstet.
Oft sind Gehwegecken zugeparkt. Fußgänger, vor allem solche mit Kinderwagen, kommen nicht mehr über die Straße. Wir erinnern uns an die eigepackten Gehwegparker, die viel Presseaufmerksamkeit bekommen haben. Aber Einzelaktionen können nicht die Lösung des Problems sein. Man könnte auch die Kreuzungen so verändern, dass Autos nicht mehr auf Ecken abgestellt werden können. Und da helfen Radabstellanlagen.
Der Vorschlag lautet: Gehwege im Kreuzungsbereich vorziehen, abpollern und mit Radabstellanlagen ausrüsten.
Oft sind Gehwegecken zugeparkt. Fußgänger, vor allem solche mit Kinderwagen, kommen nicht mehr über die Straße. Wir erinnern uns an die eigepackten Gehwegparker, die viel Presseaufmerksamkeit bekommen haben. Aber Einzelaktionen können nicht die Lösung des Problems sein. Man könnte auch die Kreuzungen so verändern, dass Autos nicht mehr auf Ecken abgestellt werden können. Und da helfen Radabstellanlagen.
Der Vorschlag lautet: Gehwege im Kreuzungsbereich vorziehen, abpollern und mit Radabstellanlagen ausrüsten.
6. April 2018
Fahrradlichter und Irrlichter
Zugegeben, derzeit regen wir uns lieber über Radfaherende auf, die bei Dunkelheit ohne Licht fahren. Aber zunehmend ärgern wir uns auch über Fahrradscheinwerfer, die Fußgänger und entgegenkommende Radfahrer blenden.
Heute soll mal von der Fahrradbeleuchtung die Rede sein, nicht so von denen, die unbeleuchtet fahren, was falsch und gefährlich ist. Mir hat jemand erzählt, sie habe jetzt ein Fahrrad mit Fernlicht und Lichthupe. Ich habe mich auf die Suche nach Fahrradlampen gemacht, bei denen man ein Fernlicht zu- und abschalten kann, und bin da gar nicht so fündig geworden. Es gibt Lampen, die man in zwei Stufen hell schalten kann. Praktisch ist das, wenn der Schalter auch am Lenker ist und zwar so, dass man die Hand nicht vom Griff lösen muss. Da fängt das Problem schon an. Andererseits fahren manche durch finstere Wälder und da ist es gut, wenn man weit voraus blicken kann. Sobald einem einer entgegenkommt, möchte man aber abblenden. Gefunden hab ich immerhin die Supernova M99, die auch gleich gut 400 Euro kostet und den Eurobike Award 2017 gewonnen hat.
Heute soll mal von der Fahrradbeleuchtung die Rede sein, nicht so von denen, die unbeleuchtet fahren, was falsch und gefährlich ist. Mir hat jemand erzählt, sie habe jetzt ein Fahrrad mit Fernlicht und Lichthupe. Ich habe mich auf die Suche nach Fahrradlampen gemacht, bei denen man ein Fernlicht zu- und abschalten kann, und bin da gar nicht so fündig geworden. Es gibt Lampen, die man in zwei Stufen hell schalten kann. Praktisch ist das, wenn der Schalter auch am Lenker ist und zwar so, dass man die Hand nicht vom Griff lösen muss. Da fängt das Problem schon an. Andererseits fahren manche durch finstere Wälder und da ist es gut, wenn man weit voraus blicken kann. Sobald einem einer entgegenkommt, möchte man aber abblenden. Gefunden hab ich immerhin die Supernova M99, die auch gleich gut 400 Euro kostet und den Eurobike Award 2017 gewonnen hat.
4. April 2018
Probier's mal aus!
Es würde klappen. Wenn Unternehmen ihren Angestellten ein Pedelec zur Verfügung stellen, steigt die Hälfte aufs Fahrrad um.
Das hat einem Bericht von SWR 2 zufolge ein Test des Difu mit Berliner Unternehmen ergeben. Und selbst, wenn es nur ein Drittel wäre oder ein Viertel, so wäre der morgendliche Berufsverkehr in Stuttgart um 25 bis 33 Prozent entlastet. Das ist irre viel. Wobei wir in Stuttgart durchaus einige Fragen lösen müssten. Zum Beispiel, wo stellen Pedelec-Nutzer im Westen oder Osten oder Süden die teuren Fahrräder nachts hin, wenn sie keine Garage oder keinen halbwegs sicheren Hinterhof haben? Und wie schaffen wir Vertrauen in unsere Radinfrastruktur?
2. April 2018
Womit sich die Stabsstelle Fahrradverkehr beschäftigen könnte
Bundesverkehrsminister Scheuer hätte gerne gar keine Toten im Straßenverkehr mehr. Und er will eine Stabstelle für den Radverkehr einsetzen.
In verschiedenen Medien ist zu lesen, dass er meint: "... Insbesondere im städtischen Verkehr gibt es für Radfahrer gefährliche Situationen. Das Miteinander von Autos, Bussen und Fahrrädern funktioniert oft nicht gut." Nicht genannt hat er hier eines der gefährlichsten Fahrzeuge für Radfahrende, die Lastwagen. Erst vor knapp einer Woche hat in Leipzig ein LkW-Fahrer beim Rechtsabbiegen eine 31 Jahre junge Frau tot gefahren (Einzelheiten siehe unten).
Scheuer setzt zunächst einmal bei der Sicherheit auf technische Nachrüstung und digitale Vernetzung des Autoverkehrs. Bemerkenswert , dass er nicht schon mal medienwirksam eine Helmpflicht für Radler fordert und dass er erklärt, jeder Verkehrsteilnehmer müsse seinen ganz persönlichen Beitrag leisten, die Fahrer von Autos, Bussen, Lkw genauso wie Radfahrer und Fußgänger. Nehmen wir mal an, dass seine geplante Stabsstelle Radverkehr ihm weitere Ansatzpunkte verschafft. Ich hätte hier schon mal ein paar Vorschläge für mehr Sicherheit von Radfahrenden im Stadtverkehr:
In verschiedenen Medien ist zu lesen, dass er meint: "... Insbesondere im städtischen Verkehr gibt es für Radfahrer gefährliche Situationen. Das Miteinander von Autos, Bussen und Fahrrädern funktioniert oft nicht gut." Nicht genannt hat er hier eines der gefährlichsten Fahrzeuge für Radfahrende, die Lastwagen. Erst vor knapp einer Woche hat in Leipzig ein LkW-Fahrer beim Rechtsabbiegen eine 31 Jahre junge Frau tot gefahren (Einzelheiten siehe unten).
Scheuer setzt zunächst einmal bei der Sicherheit auf technische Nachrüstung und digitale Vernetzung des Autoverkehrs. Bemerkenswert , dass er nicht schon mal medienwirksam eine Helmpflicht für Radler fordert und dass er erklärt, jeder Verkehrsteilnehmer müsse seinen ganz persönlichen Beitrag leisten, die Fahrer von Autos, Bussen, Lkw genauso wie Radfahrer und Fußgänger. Nehmen wir mal an, dass seine geplante Stabsstelle Radverkehr ihm weitere Ansatzpunkte verschafft. Ich hätte hier schon mal ein paar Vorschläge für mehr Sicherheit von Radfahrenden im Stadtverkehr:
31. März 2018
Das Allwetter-Vierrad-Pedelec
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| Quelle CityQ |
Es wird wie ein Fahrrad mit E-Unterstützung bewegt, hat aber vier Räder und ein Dach wie ein Auto. Es kann auf einer Rückbank außer dem Fahrer noch zwei Personen, für die es Sicherheitsgurte gibt, und Gepäck transportieren. Die Norweger haben es für kalte und regnerische Landstreiche gedacht, für Leute, die im Winter eigentlich nicht Fahrrad fahren und nicht immer alleine unterwegs sind. Es soll den außerdem Übergang vom Auto zum Fahrrad verlockend machen. Es ist hübsch, leicht und auffällig.
30. März 2018
Kreisverkehre bleiben gefährlich
Innerorts gelten einstreifige Kreisverkehre als sichere Knotenpunkte. Allerdings profitieren Radfahrende davon am wenigsten. Ganz im Gegenteil. Das hat eine Studie der UdV (Unfallforschung der Versicherer) festgestellt.
In der Regel sehen sie so aus, dass Radfahrende auf Gehwegen und parallel zu den Zebrastreifen gelegten Radstreifen um ihn herum geführt werden, oft ohne Benutzungspflicht. Die meisten Radler glauben, sie müssten den Streifen folgen und geraten in Gefahr, wenn Autofahrer aus dem Kreisverkehr ausfahren. Sie sehen die Radler nicht. Sie sehen sie auch deshalb nicht, weil auf dem Gehweg fahrende Radler meistens alle beide Richtungen benutzen und für die Reaktionsfähigkeit von Autofahrenden, die vom Kreisverkehr ohnehin gestresst sind, viel zu schnell kommen.
In der Regel sehen sie so aus, dass Radfahrende auf Gehwegen und parallel zu den Zebrastreifen gelegten Radstreifen um ihn herum geführt werden, oft ohne Benutzungspflicht. Die meisten Radler glauben, sie müssten den Streifen folgen und geraten in Gefahr, wenn Autofahrer aus dem Kreisverkehr ausfahren. Sie sehen die Radler nicht. Sie sehen sie auch deshalb nicht, weil auf dem Gehweg fahrende Radler meistens alle beide Richtungen benutzen und für die Reaktionsfähigkeit von Autofahrenden, die vom Kreisverkehr ohnehin gestresst sind, viel zu schnell kommen.
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