8. Juli 2013

Hirn-Jogging im Schilderwald

Nur wer sich auskennt, kann alles richtig machen. Wer zum ersten Mal eine Strecke fährt, macht Fehler. 

Nicht immer ist auf Anhieb verständlich, was uns Schilder sagen wollen. Das gilt vor allem für Schilder, die den Radverkehr betreffen. Ein Radfahrer ist aber ebenso in Bewegung, in Fahrt, wie ein Autofahrer. Schilder sollten sofort eingängig sein. Die Beschilderung für Radfahrer ist das nicht. 

Dass das Schild "Radweg" hier auf dem Fußweg steht, während der Radweg auf der anderen Seite der geparkten Autos anfängt, ist zwar kurios (und nicht logisch), aber man sieht den Radweg ja sofort.

7. Juli 2013

Einbahnstraßen

sind in Stuttgart wie in ganz Deutschland nicht generell in Gegenrichtung für Radfahrer freigegeben. Und es ist auch nie ungefährlich, eine Einbahnstraße in Gegenrichtung zu befahren, keinesfalls hat man dabei auch noch Vorrang vor dem Autofahrer, der im Zweifelsfalls ganz schön erschrickt, wenn ihm ein Radler entgegen rast.

Es hat sich so manche Einbahnstraße, die ich schon in Gegenrichtung gefahren bin, weil die Alternative eine Zumutung gewesen wäre (beispielsweise richtig steil), nach einiger Zeit in eine umgewandelt, die für Radler freigegeben ist. Es gibt aber immer noch einige, bei denen wir Radler darauf warten, dass wir sie legal befahren können.

6. Juli 2013

Schon hart - so am Anfang

Gratuliere, Ulrike Ebner! Die Redakteurin der Stuttgarter Zeitung ist im Rahmen der Aktion "Besser leben" eine Woche lang mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren, jedenfalls fast immer. Dabei gab es wohl zwei Probleme, abgesehen vom Muskelkater. 

Nämlich das Wetter. Ich ich bin am Anfang meiner Radlerei auch pitschnass geworden. Daraufhin habe ich mir eine Regenjacke und Regenhosen zugelegt, die ich in der Satteltasche jetzt immer dabei habe. Es ist zwar egal, wenn man abends nass zu Hause ankommt, aber nicht, wenn man morgens nass im Geschäft oder bei einem Termin ankommt.

Gut - Möhringer Straße


Die besten Radwege sind Nebenstraßen ohne Radspuren und mit nur wenigen Ampeln. Eine solche Strecke ist die Möhringer Straße.

Sie ist Teil des Tallängswegs, der Vaihingen über die Kaltentaler Abfahrt, Marienplatz, Tübinger Straße, Stadtmitte und Schlossgarten mit Cannstatt verbindet.

Die Möhringer Straße beginnt am Marienplatz und führt durch Heslach topfeben bis zur Auffahrt nach Kaltental (Sie Karte unten). Und sie besitzt etwas ganz Besondere, nämlich den intelligentesten Radüberweg in Stuttgart.

4. Juli 2013

Der Tallängsweg - vom Landtag bis Cannstatt

Nachdem wir von Vaihingen hinab und über Marienplatz und durch die Fahrradstraße zum Landtag gefunden haben, suchen wir jetzt den Weg nach Cannstatt.

Der Tallängsweg - auch Hauptradroute 1 genannt - führt im Prinzip ziemlich geradeaus durchs Tal. Und zwar am unsichtbaren Nesenbach entlang. Wer die Topographie von Stuttgart kennt und ein Gespür für Himmelsrichtungen hat, wird ihm fast problemlos folgen.

Für Auswärtige fehlen an einigen Stellen Schilder. Das wird sich allerdings im Herbst ändern. Denn es gibt bereits ein gutes Konzept für eine Beschilderung.

3. Juli 2013

Gut gemeint oder gut? Der neue Radweg Löwentorstraße

Da wird gebaut, da kommt die Stadtbahnlinie hin, da werden Bäume gepflanzt. Die Löwentorstraße soll die Stadtbahn auf den Hallschlag bringen. Es sind neue Kreisverkehre entstanden. Es gibt einen Radweg und die so genannte indirekte Linksabbiegespur für Radfahrer. 


Das ist ein ganz netter neuer Radweg mit kleinen Mängeln, z.B. Ein Haltebalken vor der Ampel von dem aus man die Ampel nicht sieht. Linksabbiegen ist mal wieder problematisch (letzte Kreuzung vor der B10), außerdem ist die Absenkung vom Bürgersteig auf den Radweg noch teilweise Abgesperrt, da muss man vom Bordstein "springen".

schreibt mir Viola in mein Facebook. Und, "Hast du schon die Löwentorstraße gesehen?", fragt mich ein Autofahrer. Nein, warum? "Die Kreisverkehre, die musst du dir anschauen." Habe ich gemacht. Der Radweg oder auch Radschutzstreifen ist schön breit.  Nur leider endet er am ersten Kreisverkehr. 

2. Juli 2013

Stichstraßen

sind in Stuttgart steil und oftmals schmal. Es gibt sie im Süden und Westen, und sie führen geradeaus den Hang hinauf.

Hier Immenhofer Straße. Sie beginnt am Österreichischen Platz und ist so schmal, dass zwei Autos gerade so aneinander vorbei kommen. Am Anfang reicht es sogar noch für geparkte Autos. Wenn ein Radler mit 5 bis 9 km/h hochochst, kann er nicht überholt werden, wenn Autos entgegen kommen. Er hat den heulenden Motor des Autofahrers immer direkt hinter sich.

1. Juli 2013

Routenplaner Radnetz Stuttgart - na ja

Wenn Sie in Google das Stichwort Radwege Stuttgart eingeben, kommen Sie schnell auf die Seite der Stadt Stuttgart, die eine Radkarte verspricht. Sie macht Hoffnung, man könne eine Radweg-Route planen.

Mir ist das allerdings nicht gelungen. Sie zeigt mir nur die Luftlinie vom Start- zum Zielpunkt an. (Und es ist alles sauumständlich.) Den Weg muss ich mir mit dem Zeigefinger durch die Straßen suchen. Radwege oder fürs Rad befahrbare Wege sind nicht markiert.

Dafür gibt es aber (ein paar nicht ganz logische Klicks entfernt) ein Karte mit dem Radnetz Stuttgart.

Ein Radweg, der allen nützt


befindet sich im Stadtteil Münster und führt die Neckartalstraße entlang Richtung Max-Eyth-See. Es gab immer schon eine Radstrecke oben auf dem Neckardamm. Das allerdings war ein holpriger Weg auf von Wurzeln gesprengtem Asphalt an Anglern vorbei und zwischen Fußgängern oder Sonntagsradlern hindurch. Zum Auswachsen!

Auf der Neckartalstraße wiederum rasten zweispurig die Autos zur Aubrücke. Nachts lieferten sich Jugendliche auf der Strecke gefährliche, teils tödliche Autorennen. Blitzer nützten da wenig.