Vor einer Woche hat sich ein Radfahrer im Bezirksbeirat Süd darüber beschwert, dass in der Liststraße oft Autos in der Einmündungskurve auf dem Radstreifen parken. Jetzt hat die Polizei dort abschleppen lassen.
Meistens steht nur ein Auto dort, gestern (am 27. März) aber standen zwei in der Kurve auf dem Fahrradsrtreifen. Das eine steht mit der Schnauze aufwärts (gegen die Einbahnrichtung für Autos), das andere Kühler abwärts also linksseitig in Einbahnrichtung. Verboten ist beides. Die Polizei hat reagiert und tatsächlich diese beiden Autos abschleppen lassen. Vielen Dank dafür.
28. März 2018
Mit dem Fahrrad spart man Zeit
Meine Wegstrecke zur Arbeit betrug 5,3 km. Das hätte mit dem Auto im Prinzip 15 Minuten gedauert, aber nur, wenn kein Verkehr herrschte. Und nicht mit eingerechnet, die Anfahrt des Parkplatzes in der Tiefgarage.
Ich war fast immer mit dem Auto zwischen 25 und 35 Minuten unterwegs, je nachdem, wie viel Verkehr herrschte und wie schnell ich einen Parkplatz bekam, was auch für den Platz in der Tiefgarage galt, die zu bestimmten Zeiten voll besetzt war. Für den Weg zur Arbeit habe ich also, vorsichtig, wie ich bin, vor allem zu bestimmten Uhrzeiten über eine halbe Stunde eingeplant.
Dann bin ich aufs Fahrrad umgestiegen, und zwar auf ein Pedelec. Meine Strecke zur Arbeit verkürzte sich auf 4,6 km, wenn ich die kürzeste nahm. Dafür brauchte ich zwischen 19 und 21 Minuten. Und zwar immer, egal, ob sich die Autos im Stau stapelten oder nicht.
Ich war fast immer mit dem Auto zwischen 25 und 35 Minuten unterwegs, je nachdem, wie viel Verkehr herrschte und wie schnell ich einen Parkplatz bekam, was auch für den Platz in der Tiefgarage galt, die zu bestimmten Zeiten voll besetzt war. Für den Weg zur Arbeit habe ich also, vorsichtig, wie ich bin, vor allem zu bestimmten Uhrzeiten über eine halbe Stunde eingeplant.
Dann bin ich aufs Fahrrad umgestiegen, und zwar auf ein Pedelec. Meine Strecke zur Arbeit verkürzte sich auf 4,6 km, wenn ich die kürzeste nahm. Dafür brauchte ich zwischen 19 und 21 Minuten. Und zwar immer, egal, ob sich die Autos im Stau stapelten oder nicht.
26. März 2018
Nur jede zweite Zacke kann derzeit Fahrräder mitnehmen
Der Grund: In der vergangenen Woche sind zwei Mal Autos beim Überqueren der Schienen mit der Zacke zusammengestoßen, einmal am Haigst, einmal an der Kauzehecke. Beide Autofahrer haben die rote Ampel nicht bemerkt, vermutlich, weil die Sonne sie blendete. (Langsam fahren und nach der Zacke gucken, die zudem sehr laut ist, wäre eine Option gewesen, die diese beiden Fahrer nicht gezogen haben.) Sie schoben beide jeweils den Fahrradwagen aus den Gleisen. Einer wurde dabei fast geschrottet. Den anderen hofft die SSB bis Ostern repariert zu haben.
Das ist um so bemerkenswerter, als der Bezirksbeirat Degerloch einen Antrag der Grünen abgelehnt hat, die Alte Weinsteige etwas radfreundlicher zu gestalten, und zwar mit einer wirkungsvollen Durchfahrtsperre für den Schleichverkehr abwärts (der überhaupt niemals da fahren dürfte, wenn sich die Autofahrer nach den Schildern richten würden) und nachmitttags aufwärts. Nur Anwohner sollten dann noch fahren können.
24. März 2018
Parkplätze entscheiden über das Wohl einer Stadt
Die Frage ist nur, brauchen wir mehr oder weniger oberirdische Parkplätze? Die Vertreter/innen von Handel und IHK und Geschäftsführer großer Kaufhäuser meinen, alle 200 oberirdischen Parkplätze müssen erhalten bleiben. Verkehrsexperten sagen: Wo Autos stehen, bleiben Fußgänger weg und der Handel verliert Kund/innen. Dennoch hängt der Handel an der Idee, dass Menschen in die Innenstadt fahren, um eine kleine Besorgung zu machen: ein paar Äpfel in der Markthalle kaufen, eine Schrauben im Baumarkt, schnell mal Schuhe kaufen.
22. März 2018
Die unsichtbare Radfahrerin
Es gibt in geschriebenen Texten viele Rennradler, Montainbiker, Lastenradler, Pedelec-Radler, aber kaum Downhillerinnen oder Trekkingradlerinnen. Kinder übrigens auch nicht. Würden Politik und Medien mehr an Kinder oder Mütter mit Kindern denken, gäbe es so manchen so genannten Schutzstreifen so nicht. Die Radinfrastruktur geht vom sportlichen Mann zwischen 20 und 50 aus, der auch mal im Verkehr mit Tempo 50 die Neue Weinsteige hinunter "mitschwimmt".
In Realität fahren fast genauso viele Frauen wie Männer Fahrrad. Exakte Zahlen sind dazu allerdings schwer zu finden.
21. März 2018
Welche Prioritäten setzen wir eigentlich?
Hier mein Bericht aus dem Gedächtnis.
Stadtplanungsamt und Ordungsamt stellten dar, dass der Autoverkehr, der nicht mehr über den Österreichischen Platz auf die Hauptstätter Straße abbiegen kann, schon vorher weiträumig umgeleitet wird. Es wird deshalb keine Umleitungsausschilderung über die Silberburgstraße in die Tübinger Straße geben, sodass man erwartet, dass nur der örtliche Verkehr den Weg über die Fahrradstraße nimmt.
Allerdings soll die jetzige Sperre für Autos an der Feinstraße aufgemacht werden. Dann soll dieses Jahr für mindestens sechs Wochen in den Sommerferien für Autofahrer die Geradausfahrt Richtung Torstaße und das Rechtsabbiegen in die Feinstraße möglich sein. Diese Sperre wird auch in der Bauphase 2 im kommenden Jahr für rund drei Monte für Autos offen sein. (In der Bauphase 3 ist die Tübinger Straße nicht mehr betroffen.)
Radfahrende werden auf diesen knapp 200 Metern außerdem an zwei Ampeln warten müssen.
20. März 2018
Die Tübinger Straße heute im Bezirksbeirat Süd
Der Österreichische Platz muss saniert werden. Drei Mal in diesem und den kommenden beiden Jahren soll für eine gewisse Zeit der Autoverkehr über die Fahrradstraße umgeleitet werden. Außerdem soll die Autosperre an der Feinstraße in dieser Zeit wieder aufgemacht werden.
Ich finde: Die Fahrradstraße ist uns zu kostbar, um dem Autoverkehr geopfert zu werden, just im Sommer, wenn viele Menschen draußen sind und Fahrrad fahren, das Radfahren in Stuttgart womöglich sogar für sich entdecken wollen. Gerade dann sind verkehrsberuhigte Bereiche wichtig für alle, für die Gastronomie, für den Handel, für die Lebensqualität, für das Klima und für Fußgänger/innen und Radfahrende. Das gilt vor allem für die jetzige Sackgasse für Autos an der Kirche St. Maria.
Das Thema wurde in den letzten Wochen heiß diskutiert, und es gab auch eine Radlerdemo. Nun werden heute Abend 18:30 Uhr im Gebrüder-Schmid-Zentrum zum zweiten Mal Vertreter des Tiefbauamts und der des Amts für Öffentliche Ordnung iim Bezirksbeirat Süd die Pläne vorstellen.
Ich finde: Die Fahrradstraße ist uns zu kostbar, um dem Autoverkehr geopfert zu werden, just im Sommer, wenn viele Menschen draußen sind und Fahrrad fahren, das Radfahren in Stuttgart womöglich sogar für sich entdecken wollen. Gerade dann sind verkehrsberuhigte Bereiche wichtig für alle, für die Gastronomie, für den Handel, für die Lebensqualität, für das Klima und für Fußgänger/innen und Radfahrende. Das gilt vor allem für die jetzige Sackgasse für Autos an der Kirche St. Maria.
Das Thema wurde in den letzten Wochen heiß diskutiert, und es gab auch eine Radlerdemo. Nun werden heute Abend 18:30 Uhr im Gebrüder-Schmid-Zentrum zum zweiten Mal Vertreter des Tiefbauamts und der des Amts für Öffentliche Ordnung iim Bezirksbeirat Süd die Pläne vorstellen.
17. März 2018
Radschnellwege kommen
In den kommenden sieben Jahren will das Land zehn Radschnellwege bauen. Der Spatenstich für eine schnelle Radverbindung zwischen Böblingen und Stuttgart Rohr soll bald getan werden.
Das Verkehrsministerium hat in einer Potenzialanalyse für Radschnellverbindungen Orte ausgemacht, wo Rad-Pendler-Wege noch mehr Menschen aufs Fahrrad bringen und damit den Autoverkehr verringern könnten. Baden-Württemberg ist damit das erste Land, das flächendeckend untersucht hat, wo die Potenziale stecken. 70 Routen wurden geprüft, bei 34 sieht das Ministerium einen vordringlichen Bedarf für den Bau eines Radschnellwegs, weil über zweitausend Radler dort fahren. Solche Wege sind breiter als übliche Radwege, möglichst kreuzungsfrei (also mit Unterführungen und Brücken) und haben einen guten Untergrund.
Das Verkehrsministerium hat in einer Potenzialanalyse für Radschnellverbindungen Orte ausgemacht, wo Rad-Pendler-Wege noch mehr Menschen aufs Fahrrad bringen und damit den Autoverkehr verringern könnten. Baden-Württemberg ist damit das erste Land, das flächendeckend untersucht hat, wo die Potenziale stecken. 70 Routen wurden geprüft, bei 34 sieht das Ministerium einen vordringlichen Bedarf für den Bau eines Radschnellwegs, weil über zweitausend Radler dort fahren. Solche Wege sind breiter als übliche Radwege, möglichst kreuzungsfrei (also mit Unterführungen und Brücken) und haben einen guten Untergrund.
15. März 2018
Unfallstatistik 2017 - Und ein paar Märchen
Im vergangenen Jahr starben in Stuttgart zehn Menschen im Straßenverkehr, 8 Fußgänger, darunter 3 Kinder, ein LkW-Fahrer und ein Radfahrer. Gut 2.000 Menschen wurden verletzt.
Die Zahl der der Polizei gemeldeten Unfälle von Radfahrern ging leicht zurück und lag bei 447. Es wurden allerdings mehr Radler verletzt, nämlich, so die Polizei in der Pressemeldung, 384 (+10%). Unter diesen verunglückten Radlern befanden sich 59, die auf Pedelecs saßen. Das ist ein Anstieg (um 40 %), der nach Einschätzung der Polizei parallel zum rasanten Anstieg der Pedelcs unter den Rädern liegt und nicht signifikant ist. 54 Pedelecradler verunglückten dabei, einer starb auf dem Z-Übergang am Kursaal in Cannstatt. Er wurde von einer Stadtbahn erfasst. In einem einzigen Fall kam es durch falsches Verhalten gegenüber Fußgängern zu einem Unfall mit einem Pedelec (Statistik, S.37). Vor allem das Befahren von Radstreifen und Radwegen in verkehrter Richtung und das absichtliche Nichtbeachten der Verkehrsregeln sei gefährlich für Radfahrende, so die Polizei. Autofahrer werden hauptsächlich dann gefährlich für Radfahrer, wenn sie abbiegen und den Radler nicht sehen und wenn sie auf Radstreifen und Radwegen parken, auch das stellt die Polizei in ihrem Bericht fest (S.32).
Nach Angaben der Polizei sind die Hauptursachen für Verkehrsunfälle in Stuttgart generell das Missachten der Vorfahrt (12 %) und roter Ampeln, falsches Abbiegen und gefährliche Wendemanöver und Rückwärtsfahrten (13 %) durch Autofahrer. Das heißt, das Missachten von Regeln ist mit riesigem Abstand zu allen anderen Gründen der Hauptgrund für Unfälle, bei denen Autofahrer sich selbst und anderen Schaden zufügen (Statistik, S. 15).
Die Zahl der der Polizei gemeldeten Unfälle von Radfahrern ging leicht zurück und lag bei 447. Es wurden allerdings mehr Radler verletzt, nämlich, so die Polizei in der Pressemeldung, 384 (+10%). Unter diesen verunglückten Radlern befanden sich 59, die auf Pedelecs saßen. Das ist ein Anstieg (um 40 %), der nach Einschätzung der Polizei parallel zum rasanten Anstieg der Pedelcs unter den Rädern liegt und nicht signifikant ist. 54 Pedelecradler verunglückten dabei, einer starb auf dem Z-Übergang am Kursaal in Cannstatt. Er wurde von einer Stadtbahn erfasst. In einem einzigen Fall kam es durch falsches Verhalten gegenüber Fußgängern zu einem Unfall mit einem Pedelec (Statistik, S.37). Vor allem das Befahren von Radstreifen und Radwegen in verkehrter Richtung und das absichtliche Nichtbeachten der Verkehrsregeln sei gefährlich für Radfahrende, so die Polizei. Autofahrer werden hauptsächlich dann gefährlich für Radfahrer, wenn sie abbiegen und den Radler nicht sehen und wenn sie auf Radstreifen und Radwegen parken, auch das stellt die Polizei in ihrem Bericht fest (S.32).
Nach Angaben der Polizei sind die Hauptursachen für Verkehrsunfälle in Stuttgart generell das Missachten der Vorfahrt (12 %) und roter Ampeln, falsches Abbiegen und gefährliche Wendemanöver und Rückwärtsfahrten (13 %) durch Autofahrer. Das heißt, das Missachten von Regeln ist mit riesigem Abstand zu allen anderen Gründen der Hauptgrund für Unfälle, bei denen Autofahrer sich selbst und anderen Schaden zufügen (Statistik, S. 15).
Abonnieren
Posts (Atom)
