11. September 2015

Eine spanische Stadt wird Fahrradstadt

Einen Aufstand der Autofahrer gab es nicht, als vor anderthalb Jahren in den Briefkästen der Einwohner von Vitoria-Gasteiz im Baskenland ein Flyer mit den neuen Verkehrsregeln lag. 

Einige Innenstadtstraßen für den Autoverkehr gesperrt, vielerorts Tempo 30, Radfahrer haben Vorrang und bekommen in Einbahnstraßen eine eigene Gegenspur, dürfen dafür aber nicht mehr auf Gehwegen fahren. Wer das Auto auf Radwege stellt und erwischt wird, zahlt 200 Euro. Kameras registrieren die Nummernschilder von Autos, die durch gesperrte Straßen fahren.

9. September 2015

Was ist eigentlich Schrittgeschwindigkeit?

Wir wissen ja, Radler/innen dürfen auf für sie freigegebenen Fußwegen nur Schrittgeschwindigkeit fahren. Würden wir uns an den Fußgängern orientieren, wären wir mit etwa 4 km/h unterwegs. 

Würden wir auf Wanderer schauen, dann mit 5-9 km/h, bei Joggern wären es dann schon  ungefähr 12 km/h.

Dei Schrittgeschwindigkeit ist in der StVO nicht genau definiert. Das Amtsgericht Leipzig hat 2005 Schrittgeschwindigkeit (für ein Auto) mit bis zu 15 km/h festgelegt und mit den Fahrradfahrern argumentiert, die in einer verkehrsberuhigten Straße ja auch so schnell fahren dürften, sogar müssten, weil sie sonst zu schlingern anfingen.

8. September 2015

Für Räder gibt es kein Parkverbot

Blogleser Maik hat diesen Anschlag am Stuttgarter Rathaus entdeckt. Ich bin gestern hingefahren, um das zu sehen. Es wurden gerade die Stände des Weindorfs abgebaut. 

Und damit haben wir auch die plausibelste Erklärung für diesen Zettel. Ein Weindorfhändler wird sich damit den Zugang für Anlieferungen freigehalten haben.

Darf der das?  Nein, darf er nicht.  Zumal das Schreiben anonym ist. So einen Zettel kann ja im Prinzip jeder aufhängen. An so ein Verbot muss man sich nicht halten. Die Drohung ist ziemlich frech. Hätte der Händler sie wahr gemacht, hätte er den Ärger bekommen, nicht der Radler.

7. September 2015

Wenn für Radler die Ampel nie grün wird

Dann habe ich an einer Fahrbahnampel gehalten, die über eine Induktionsschleife geschaltet wird. Vielleicht fahre ich ein leichtes Karbonrad. Dann erkennt die Iduktionsscleife im Asphalt das Fahrrad nicht. 

Man muss warten, bis ein Auto einen erlöst. Unter Umständen - nachts - sehr lang, womöglich bis zum nächsten Morgen. Ein Leser der Facebook-Seite von Radfahren in Stuttgart hat mich darauf hingewiesen, dass es hinter der Schleyer-Halle so eine Ampel gibt. Er hat sich mit einem Polizisten darüber unterhalten, was er als Radler machen soll, wenn er keinen Rotlichtvestoß begehen will. Der Polizist räumte ein, dass es hier keine "legale Lösung" gibt.