11. Dezember 2016

Retrovelo - ein Radbauer in Leipzig

Kürzlich war ich mal wieder in Leipzig. Da gucke ich immer nach Radfahrenden und nach der Radinfrastruktur. Diesmal fielen mir rund um den Westflügel schöne Retroräder mit breiten Reifen auf.

So habe ich Frank Patitz kennen gelernt, der eine Werkstatt Retrovelo betreibt, wo man sich sein eigenes schönes Fahrrad zusammenbauen lassen kann. Gerne mit breiten Reifen, was ich ja im Stadtverkehr und auf Kopfsteinpflaster besser finde.

9. Dezember 2016

Weihnachtsmarktsperrung der Hauptradroute 1

Alle Jahre wieder. Es ist Weihnachtsmarkt, und die Marktstraße und Münzgasse sind für Radfahrende gesperrt. Okay, ist halt so.

Wobei sich die Fußgänger nun eben nicht dort, sondern auf der anderen Breuningerseite am Charlottenplatz furchtbar ärgern über die vielen Radfahrenden, die hier winkelig durch die Baustellen geleitet werden, engstens zusammengespannt mit den Fußgängern. Aber gut, Baustelle halt. Aber ...

7. Dezember 2016

Greutterwald-Initiative lädt zur Demo

Im Greutterwald gibt es eine Straße, die einst Autos zu SEL brachte und heute in den Morgen- und Abendstunden von Porsche-Mitarbeiteter/innen genutzt wird.

Sie verbindet Weilimdorf mit Zuffenhausen und  führt schnurgerade durch ein Naturschutzgebiet. Seit Jahren bemüht sich eine Bürgerinitiative darum, dass hier die Durchfahrt für Autos auch morgens und abends unterbunden wird.

Es gibt viele andere Straßen, auf denen man ins Zentrum der Firmenansiedlungen von Zuffenhausen kommt, da muss man nicht im Wald Kröten und Ringelnattern plattfahren. Der Bezirksbeirat Weilimdorf hat die Rückgabe der Straße an Spaziergänger, Kinder, Radfahrende und die Tiere des Waldes längst einstimmig befürwortet.

5. Dezember 2016

Hauptradroute 1 blockiert

Dieses Foto hat Blogleser Patrick gemacht. Ein Bagger ist ausgerechnet dort abgestellt worden, wo die Radfahrenden auf der Hauptradroute 1 aus der Möhringer Straße Richtung Stadtmitte den Bordstein hoch zur Ampel müssen. 

Und steht erst mal etwas auf einem Radweg (man beachte das Radwegschild), so stellt sich gleich noch ein Fahrzug dazu. Jetzt wird das für die Radler zum Slalom. Patrick berichtet, er habe in der Nähe jemanden vom Ordnungsamt getroffen, der versprach, sich darum zu kümmern. Also sollte das Teil heute, Montag, verschwunden sein. Hoffen wir's.

3. Dezember 2016

Stuttgarter Autofahrer stimmen mit überwältigender Mehrheit für Fahrverbote

Die live-Abstimmung hat während des zweiwöchigen Feinstaubalarms gewissermaßen mit den Füßen, also mit den vier Rädern unterm Auto, stattgefunden. 

Mit großer Beteiligung haben Autofahrer auch bei einem aufschlussreichen Experiment mitgemacht, das am ersten Feinstaubalarmtag stadtgefunden hat. Da gab es nämlich eine Demonstration gegen die zu hohen Feinstaubwerte auf der Cannstatter Straße und am Neckartor, die für Stau und Stillstand gesorgt hat. Bei diesem Experiment ist herausgekommen, dass der stehende Verkehr die Feinstaubwerte besser senkt, als der ungebremst rollende Verkehr.

1. Dezember 2016

Eine Fahrradgarage

In Leipzig gibt es so was einfach. Eine Fahrradgarage an der Universität. Kostenlos.

Man kann über eine Rampe einfahren und findet dann auch den Weg zum Campus hinaus.

Schon 2009 hat Leipzig dafür gesorgt, dass die sehr vielen Studierenden, die mit dem Rad kommen, ihre Räder sicher und zielnah abstellen können und einen Platz unter der Mensa dafür geschaffen. 2012 kam diese Fahrradgarage dazu. Hier haben 1.100 Fahrräder Platz.

29. November 2016

Zum Nebeneinanderradeln braucht man keine Fahrradstraße

Man darf es auch auf einer ganz normalen Fahrspur, vorausgesetzt, sie ist so schmal, dass ein Autofahrender zum Überholen sowieso auf die nächste Spur (oder Gegenfahrspur) wechseln muss.

Das ist auf den meisten Straßen der Fall. Und da erweist es sich auch als Vorteil, wenn kein Radstreifen oder kein Sicherheitsstreifen vorhanden ist, der Radler praktisch auf eine schmale Fahrspur zwingt. Oft viel zu schmal zwischen geparkten Autos und Überholverkehr. (Vor allem, wenn ein Busfahrer jeden Millimeter ausnützt und ellbogeneng vorbeischrabbt.)

28. November 2016

Hauptradroute 1 im Schlossgarten plötzlich gesperrt

Diesen Ausdruck habe ich Freitagabend fotografiert. Er informiert darüber, dass hier Bäume gepflanzt werden sollen. 

Deshalb solle die Hauptradroute 1 auf vom Ferdinand-Leitner-Steg in den Schlossgarten für zwei Tage gesperrt werden. Man solle den Fußgängerweg als Schiebestrecke benutzen. Allerdings steht dort kein Datum. Und ein Autor auch nicht. Anonyme Anordnungen oder Bitten finde ich persönlich ziemlich irritierend.

Die Sperrung war dann am Wochenende. Das mit dem Schieben hat aber nicht so geklappt, wie mir gestern Abend ein Blogleser berichtete.

27. November 2016

Poller statt Polizei

In Düsseldorf hat es einer Radfahrerin gestunken, immer wieder zwischen Straßenbahnschienen und in zweiter Reihe abgestellten Autos durchfahren zu müssen, und zwar genau in der Dooring Zone. 

Sie hat Aufkleber drucken lassen, die sie den Autos auf die Windschutzscheibe klebt. Hat sie das zwei Tage lang gemacht, dann wird es in der Straße für ein paar Tage lang besser. Auf die Polizei kann sie sich offenbar nicht verlassen. Strafzettel wären vermutlich wirkungsvoller als Aufkleber. Man sieht, was soziale Kontrolle bewirkt, egal ob durch die Polizei oder durch Privatpersonen.

25. November 2016

Unsere Zwei-Meter-Regel erlangt traurigen Ruhm


Am Montagabend um 21 Uhr schossen die Zugriffszahlen auf mein Blog plötzlich in gigantische Höhen. 

Der Grund, bei "Wer wird Millionär" stellte Jauch die Frage, für wen die Zwei-Meter-Regel im Schwarzwald gilt. Offenbar informierten sich viele TV-Zuschauer auch auf meinem Blog in einem alten Artikel. Die Antwort war eine halbe Million Euro wert.

Eine traurige Berühmtheit also für eine Regelung, die leider vorerst bleibt. Das hat CDU-Forstminister Hauk nach Verhandlungen mit dem ADFC und dreißig anderen Verbänden, die zwei Jahre gedauert haben, einfach mal so festgestellt. Die Regel habe sich bewährt.


23. November 2016

Radparken heute Abend im Radforum

Wer ein freistehendes Häuschen hat, kann das Fahrrad hinterm Zaun abstellen oder in einem Schuppen. Fünfstöckige Wohnblocks haben außer einem Keller meist nichts. 

Vielleicht noch einen Hinterhof, wo man Räder parken kann. Und wo ein Dieb in Ruhe schrauben kann, wenn er das Rad haben will.

Selten gibt es eine Fahrradgarage. Oft nur eine steile Treppe in den Keller. Kaum je ist im Achtparteienhaus Platz genug, um Räder im Eingangsflur stehen zu lassen. Und vor der Tür fehlen Radbügel. Von abschließbaren Radcontainern ganz zu schweigen.

Mit all diesen Fragen beschäftigt sich heute Abend das Radforum. 18 Uhr, Raum 401 im Rathaus.

21. November 2016

Unfallforscher fordern: kein Durchgangsverkehr in Fahrradstraßen

Gemeint ist der Durchgagnsverkehr von Autos. Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) hat nach eigenen Angaben untersucht, was Fahrradstraßen gefährlich macht. 

Grundlage der Untersuchung waren eine bundesweite online-Befragung, umfangreiche Unfalluntersuchungen, Beobachtungen und Befragungen der Verkehrsteilnehmer/innen. Demnach sind Fahrradstraßen grundsätzlich recht sicher. Unfälle geschehen seltener als auf vergleichbaren Tempo-30-Nebenstraßen.

Dennoch hat die UDV Verbesserungsmöglichkeiten ausgemacht. Fahrradstraßen dienen primär dem Radverkehr, heißt es in der Pressemitteilung. Höchstens Anlieger sollten hier mit Autos noch hineinfahren dürfen. Der Durchgangsverkehr sollte unterbunden, und die Ein- und Durchfahrtsverbote sollten konsequent überwacht werden.