22. Mai 2017

Radboxen in Wohngebieten - Essen macht es vor

 So muss das nicht aussehen
In Essen bietet der ADFC jetzt Anwohner Fahrradboxen zum Abstellen an. Das berichtet die WAZ

Und das geht so: Zehn Anwohner/innen tun sich zusammen und bestellen beim ADFC eine Fahrradbox. Die Bezirksbeiräte gucken, wo ein geeigneter Ort ist, dann wird das Ding aufgestellt. Das ermöglicht es, auch Pedelecs nachts abzustellen, die man nicht in den Keller und wieder herauf tragen kann. Radabstellanlagen sind eine ausnehmend gute und billige Radverkehrsförderung.

20. Mai 2017

Autofahrer bringt Radlerin zu Fall und begeht Fahrerflucht

Am Montagmorgen fuhr nach Angaben der Polizei eine 14-Jährige auf der Rohrackerstraße Richtung Hedelfingen, wurde geschnitten und stürzte.

Kurz vor der Einmündung in den Kreisverkehr mit der Heumadener Straße, so die Polizei, überholte sie ein Auto so knapp, dass sie auf den Gehweg lenkte und am Bordstein über den Lenker stürzte. Sie musste schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden. Nach meiner Rekonstruktion muss das hier gewesen sein.* (Siehe Foto, hell markiert.)

Der Autofahrer fuhr weiter. Es soll sich um eine schwarze Limousine handeln. Mehr hat die Radfahrerin nicht gesehen.

19. Mai 2017

Schlechte Noten für Stuttgart beim Fahrradklima-Test

Stuttgart liegt im Gesamtranking auf Platz 33 von 39 und hat von den Radfahrenden, die an der Befragung durch den ADFC teilgenommen haben, die Note 4,2 bekommen, also gerade mal ausreichend. 

Das ist sogar eine noch schlechtere Bewertung als bei der Befragung 2014. Wenn man sich die Bewertung im einzelnen anschaut, dann sieht man, dass die Radler in Stuttgart das Angebot an öffentlichen Leihrädern gut finden und sich freuen, dass viele Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radler freigegeben sind. Auch mit der Fahrradmitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln sind die Befragten offenbar zufrieden. Stuttgart schneidet dagegen schlecht ab, bei der Radführung um Baustellen, beim Falschparken auf Radwegen und bei den Ampelschaltungen.

18. Mai 2017

Wer denkt sich so was aus?

Noch fahren nicht wirklich viele zum Milaneo mit dem Fahrrad. Die Klientel kommt hauptsächlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem Auto. 

Doch der Bereich ist für Radfahrende freigegeben. Und der Radverkehr nimmt zu.

Man hat auch großzügig Radbügel aufgestellt. Allerdings ist dieses Ensemble mit Bank und Podest eher ein Witz.  Räder hochheben müssen über einen (und keinen kleinen) Absatz, das ist total gaga. Ältere Menschen kriegen ihre schweren Pedelcs da gar nicht hoch. Aber auch jüngere Radler dürften sich hier verarscht vorkommen. Merke: Fahrrad und Stufen passen nicht zusammen.

17. Mai 2017

Heute - Ride of Silence

Treffpunkt ist  heute Abend 19:30 Uhr der Marienplatz. 

Mit dem Ride of Silence gedenken heute in Stuttgart und ganz Deutschland Radfahrende an die getöteten und verletzen Radfahrer des vergangenen Jahres. In mehr als 450 Städten auf sieben Kontinenten fahren wir schweigend - wenn wir wollen auch weiß oder schwarz gekleidet - mit unseren Rädern durch die Stadt.

Im vergangen Jahr haben wir für einen auf einem Kreisverkehr in Weilimdorf getöteten Radfahrer selbst einen Ghost Bike Ride  veranstaltet und ein weißes Fahrrad aufgestellt.

16. Mai 2017

Der Schimmelhüttenweg

Manche radeln ja gern steil und hindernisreich. Da hätten wir den Schimmelhüttenweg. Er verbindet parallel zur Alten Weinsteige Degerloch mit dem Marienplatz, nur etwas weniger direkt. Dafür den Weinberg entlang, schmal und grün. 

Ich kenne Radler/innen, die den Schimmelhüttenweg der Alten Weinsteige vorziehen. Ich kenne einen Radler, der fährt ihn immer hoch. Mit Normalrad. Respekt! Ich finde ihn arg steil.

14. Mai 2017

Radfahren ist gut gegen funktionale Seh-Schwäche

Radfahren ist Bewegung und darum vielfältig gesund für den menschlichen Körper und Geist. Wissenschaftler haben jetzt herausgefunden, dass es auch gegen Seh-Schwäche hilft. Denn es stärkt die Plastizität der Hirnrinde. 

Das heißt, es lässt Nerven im Gehirn wachsen, das kommt dann auch der Sehkraft zu Gute. Ambliopie nennt sich eine funktionale Sehschwäche, bei der das Auge eigentlich okay ist, Menschen aber trotzdem unscharf sehen.  Das Nervensystem rund ums Auge, also das Sehsystem im Gehirn ist zu schwach oder ungenügend ausgebildet. Radfahren hilft dagegen. Wie einer kurzen Pressemitteilung in Wallstreet-online zu entnehmen ist, haben das Forscher der Universität Pisa und des Nationalen Forschungsrats von Italien bei Versuchen herausgefunden.

12. Mai 2017

Sommerstrecken versus Winterrouten?

Der Leserbeirat der Stuttgarter Zeitung, Martin Huttenlocher, fährt wie die Zeitung schreibt, oft mit seinem Pedelec von Botnang nach Fellbach. Was er schildert entspricht Radfahren in Stuttgart.

So richtig durchgängig ist die Radroute nicht. Er fährt schon länger, deshalb kennt er die schönen Strecken, beispielsweise den Weg durch Schrebergärten und Wald parallel zur Feuerbacher Talstraße, auf der es ja keine Radinfrastruktur gibt. Er radelt auch in Cannstatt nicht auf den Radstreifen der Waiblinger Straße nach Fellbach, sondern außen herum, vermutlich auf dem Feldweg parallel zur Nürgberger Straße.

Schöne Strecke, längs durch die Stadt. Herr Huttenlocher kommt mit Sicherheit gut gelaunt und angenehm durchgepustet im Büro und abends wieder zu Hause an.

10. Mai 2017

Die Alte Weinsteige ist doch längst eine Fahrradstraße

Am Wochenende ist die Alte Weinsteige eine beliebte Herausforderung für Bergaufradler auf Normalrädern. 

Aber auch unter der Woche ist die einzige halbwegs radtaugliche Verbindung zwischen Degerloch und dem Marienplatz eine beliebte Strecke für Pendler-Radler. Morgens runter, abends rauf. Gerne auch mal rauf mit der Zacke.

Pedelecs haben die Alte Weinsteige in den letzten Jahren zu einer viel beradelten Straße werden lassen. Früher war ich meist die einzige Radlerin, heute begegnen mir immer andere Radfahrer. Zuweilen sehe ich hier mehr Radfahrer als Autos. Wobei Autos ja gar nicht hinunter fahren dürfen, weil an der Wieladnshöhe die Weiterfahrt nach unten per Schild verboten ist. Würde man auf der Alten Weinsteige nur die Autos zählen, die legal hinauf fahren (zwischen 15 und 19 Uhr dürfen sie ja auch nicht hinauf), dann währen das viel weniger als Radfahrende hier unterwegs sind. Sehr viel weniger.

8. Mai 2017

Das kann weg und muss auch nicht wieder hin

So, das Frühlingsfest ist vorbei. Jetzt kann die Sperre an der König-Karls-Brücke zum Neckardamm wieder weg. Sie ist ein Ärgernis für alle Radfahrenden und zudem völlig unnötig. 

Jeden Tag haben hier Hunderte Radfahrende auf ihren Pender-Strecken zwischen Stadtmitte und Hofen, Mühlhausen, Remseck oder Esslingen diese massive Zet-Sperre umkurvt, wenn sie die Rampe zum Neckardamm hinunter wollten oder herauf kamen. Dabei das Schild "Radfahrer absteigen".

Doch die meiste Zeit des Tages und der Woche, waren hier nicht mehr Fußgänger unterwegs als sonst auch. Es bestand nicht die geringste Gefahr, dass Radler Fußgänger umfahren. Ohnehin besteht die Gefahr nicht, dass Radfahrende in Menschenansammlungen hinein brettern. Solche Sperren sind nur unnötige Hindernisse für Radfahrende.

6. Mai 2017

E-Bikes und S-Pedelecs haben es schwer in Stuttgart

Eigentlich wäre es wünschenswert, dass Pendler vom Auto auf E-Bikes (E-Mofas) und S-Pedelecs umsteigen. 

Aber mit diesen Fahrzeugen darf man nicht auf Radwegen fahren. Man muss auf der Fahrbahn bleiben. Und das ist zuweilen arg unheimlich.

Damit wird auch der direkte Weg zwischen Cannstatt und Stutttgart durch den Schwanenplatztunnel und über die König-Karls-Brücke schwierig. Auf dem Radweg am Leuze vorbei dürfen S-Pedelecs nicht fahren. Vor den Einfahrten in den Tunnel und auf die König-Karls-Brücke stehen Schilder, die die Fahrbahn für Fahrräder verbieten. Aber sind S-Pedelecs aber überhaupt noch Fahrräder?

4. Mai 2017

Die sechste Ampel

In Wangen im Allgäu ist ein auf dem Gehweg verlaufender Radweg perfekt mit Ampeln ausgestattet. 

Allerdings fast zu perfekt. Beim Befahren bin ich auf die sechste Variante von Ampeln für Radfahrende gestoßen: Die Autoampel mit Radzeichen, die wie eine Fußgängerampel auf der anderen Seite der Fahrbahn steht.

Immerhin wird man als Radler auf dem Gehweg schon mal eingeübt. Hier zeigen Autoampel, Fahrradampel und Fußgängerampel gleichzeitig grün und nahezu gleich lang. Die Radampel in Größe einer Autoampel trägt dem Umstand Rechnung, dass Radler sich seit Anfang des Jahres nicht mehr nach Fußgängerampeln richten dürfen, auch dann nicht, wenn sie auf dem Gehweg radeln müssen, sondern nach den Autoampeln, wenn keine Radampel da ist. Ist hier da. Alles gut. Aber dann kommen wir an die nächste Kreuzung.