23. Oktober 2018

Wohin mit dem Fahrrad am Friedhof?

Man kann auch mit dem Fahrrad zum Friedhof fahren. Dort findet man dann allerdings oft keine Radabstellanlagen. 

Zum Beispiel am Friedhof Steinhaldenfeld gibt es zwar viel Platz am Haupttor, aber gar nichts, um ein Fahrrad anzuschließen. Es bleibt nur das Zaungitter. (Sieht super aus.) Man kann es auch mit den Schubkarrenhaltern versuchen.

Nicht alle Hinterbliebenen und Friedhofsbesucher/innen müssen unbedingt mit Autos oder öffentlichen Verkehrsmitteln kommen, es gibt auch welche, die Fahrrad fahren können und wollen. Man muss ja keine Massen an Radabstellanlagen aufstellen, aber ein paar wären nicht schlecht.

22. Oktober 2018

Ein Pflegedienst will mehr Touren mit dem Fahrrad fahren

Pflegedienste sind viel unterwegs, meist im Auto. Sechs Frauen der Häuslichen Kinderkrankenpflege e.V. Stuttgart wollen das anders machen. 

Darum haben wir uns am Samstagnachmittag an der Kirche St. Maria bei der Paulinenbrücke getroffen zum Radfahren und zum Reden. Zuerst ging es auf Pedelecs von Conny Krieger und Extra Energy zu einer kleinen Tour durch den Stuttgarter Süden: Achtung, nicht zu dicht an geparkten Autos radeln, Dooring-Gefahr! Und im Kreisverkehr nie am äußeren Rad fahren, sondern mitten auf der Spur drum herum! Und natürlich stand auf dem Radstreifen zum Kreisverkehr an der Olgastraße ein Auto. Ja, da darf man auf der Fahrbahn drum herum fahren. 

21. Oktober 2018

Und so stehen wir und stehen und stehen ...

Wer entlang der Heilbronner Straße in Fahrtrichtung rechts von Zuffenhausen zum Pragsattel radelt, stößt auf diese Baustelle. Der Radweg ist nicht mehr befahrbar. 

Also rüber über die Fußgängerampel (ohne Radzeichen auf der Streuscheibe) auf die andere Seite. Allerdings reicht die Grünphase nicht aus. Als ich mich durch die Z-Schranke gequält hatte, sprang die Ampel für die andere Fahrbahn auf Rot. Und da stand ich nun. 1 Minute .... 2 Minuten ... 3 Minuten ... 4 Minuten ...

19. Oktober 2018

Er stößt keine Abgase aus, er atmet sie nur ein

Die Stuttgarter Zeitung berichtet von einem Treffen mit Leser/innen-Beirät/innen, bei dem es auch ums Radfahren in Stuttgart geht. Ein Beirat radelt täglich von Botnang nach Fellbach und zurück.

Er lässt inzwischen das Auto stehen und bevorzugt das Pedelec, weil es damit schneller geht. Aber er beschwert sich darüber, dass die Stadt den Radfahrenden keine Strecken fernab von Autos anbietet. Seitdem erlebe er den Feinstaub neu, zitiert ihn die Zeitung, "man beißt auf Diesel". Darüber solle die Zeitung mehr berichten.

Ich kann ihn nur beglückwünschen, dass er diese weite Strecke (ca. 16 km,) mit dem Fahrrad fährt und nicht mehr mit dem Auto. Was ihm im Auto nicht aufgefallen ist: Er hat auf jeder Strecke die 1,5- bis 3-fache Menge an Luftgiften eingeatmet, während er in der Kabine saß und sich durch den Stau quälte.

18. Oktober 2018

Das Schild ist weg

Das verblasste Radweg-Schild an der Ecke Böblinger/Schikardstraße in Heslach ist weg.

Offenbar war es doch nur ein vergessenes Schild, keines, das noch eine Bedeutung hatte.

Die Verwaltung hat es nun abgenommen. Vielen Dank dafür. Jetzt muss noch ein Zusatzschild hin, das Radlern die Geradeausfahrt in die Böblinger Straße erlaubt. Und es muss da eine anständige Radführung her, die die Radler rechts an den Autos entlang nach vorn zur Ampel führt, damit sie nicht im Autostau stehen. Am besten samt Radlerampel, die das Geradeausfahren auf der Böblinger Straße den Radfahrenden erlaubt.

17. Oktober 2018

Verkehrsunfall ist das falsche Wort

"Im toten Winkel der Sprache", so titelt das Neue Deutschland einen Artikel über das Wort "Unfall", das wir verwenden, wenn jemand im Straßenverkehr von einem anderen Fahrer getötet oder verletzt wird. 

In dem Artikel heißt es: "Diese absurde Verwendung des Wortes 'Unfall' verschleiert die Todesursache: dass jedes Todesopfer im Verkehr daran stirbt, dass jemand zu schnell oder unter Alkoholeinfluss gefahren ist, während der Fahrt Mitteilungen verschickt oder auf andere Weise die Tragödie verursacht hat. Alles verschwindet im toten Winkel der Sprache, wenn das Wort 'Unfall' zur Routine wird. Diese Apathie verwundert: Flugzeuge stürzen ab, Schiffe havarieren. Nur auf unseren Straßen ist alles offenbar Gottes Wille, sind alle Gesetze der Physik aufgehoben. Die Bezeichnung 'Verkehrsunfall' signalisiert, dass nichts und niemand wirklich Schuld an einem Zusammenstoß hatte." (Neues Deutschland)

In den USA vermeiden Polizei, Behörden und Medien teilweise inzwischen das Wort "Unfall" (accident) und verwenden stattdessen Worte wie "Zusammenstoß" (crash).

15. Oktober 2018

Lieber Autofahrer mit dem Kennzeichen ...

S-TD 17...(??*). Du hast mich mit deinem Auto attackiert, weil du meintest, ich hätte an der Ampel nicht rechts an dir vorbei fahren und mich vor dich hinstellen dürfen. 

Das war auf der Neckarstraße am Freitag, den 12. Oktober gegen 9:25 Uhr. Du hast mich beim Überqueren der Hackstraße mit deinem dicken schwarzen Auto eingeholt, mich fast touchiert, mich damit nach rechts abgedrängt und mir zugeschrieen, ich dürfe nicht rechts an dir vorbei fahren.

Ich darf, habe ich dir geantwortet. Aber du bist davon gerast. Dass ich das darf, sagt sogar der ADAC seinen autofahrenden Mitgliedern.

13. Oktober 2018

Zwei Kilometer gefährlicher Nevenkitzel

Blogleser Colin erlebt jeden Morgen, wenn er zur Arbeit radelt, seine Schreckmomente.  Er radelt im Dachswald den Knappenweg hinauf und wird überholt, was das Zeug hält, der Platz aber nicht hergibt.

Er hat mir geschrieben. Anlass war: Er und ein zweiter Radler sind von einem überholenden Bus abgedrängt und fast erfasst worden.

Der Knappenweg hat einen Anstieg und Gefälle, rechts wird teils geparkt (dann reicht die Fahrbahn nicht für zwei Autos), er hat Kurven, die man nicht einsehen kann, wenn man überholt, es kommt viel Gegenverkehr, es sind ein Bus und Lkw unterwegs. Dabei wirkt das Ganze wie eine harmlose Wohnstraße am Dachswald. Was Colin mir geschrieben hat, ist krass.

11. Oktober 2018

Kleine Räder, kleine Abstellanlagen

Niedlich. Das hat die Kita im Scharnhauser Park auf den Ostfildern wunderbar gemacht. Für die Kinderroller und Kinderräder gibt es niedrige Radbügel zum Anschließen.

Ein wichtiges Element bei der Entscheidung fürs Fahrrad ist für viele die Frage, wo sie es am Ziel sicher abstellen können. Diese Kita, Haus für Kinder, bietet die Möglichkeiten an. Und sie werden, zumindest bei schönen Wetter, genutzt. So lernen Kinder, dass der Weg nicht immer im Auto zurückgelegt werden muss. Sie bewegen sich am Morgen, sie atmen frische Luft, sie sehen ihre Umgebung, sie wissen, wo sie leben und wie sie sich dort zurechtfinden können, sie lernen sich zu orientieren, sie lernen Balance und Koordination. Und damit sind sie später auch besser in der Schule (und in Mathe).

Das Foto hat Gabriele Munk gemacht.

Sehr gut.

9. Oktober 2018

Sinnfreie Ausschilderung, enge Baustellenumleitung - Vaihingen

An der Breitwiesen- und Nord-Süd-Straße in Vaihingen gibt es eine Baustelle. Kann vorkommen. Was bei uns dabei gern auch vorkommt: eine verwirrende Beschilderung und kaum Platz für Radler. 

Man sieht dass die Radfahrenden ihren gewohnten Weg über die Nord-Südstraße hinweg Richtung Rohrer Straße und Möhringen nicht fahren können. Kommen sie die Breitwiesenstraße entlang, sehen sie an der Einmündung in die Nord-Süd-Straßen diese Barrieren. Sie sollen hier nach links über die Breitwiesenstraße hinüber. Das ganze ist als gemeinsamer Geh-/Radweg ausgeschildert. Seit wann sind Zebrastreifen Radwege? Eigentlich endet der Radweg doch genau hier.

8. Oktober 2018

Endspurt beim Voting für Top Fahrradblogs 2018

Ein Zwischenergebnis der Wahl der besten Fahrrad-Blogs: In der Kategorie "Fahrradpolitik, Stadtrad" steht Radfahren in Stuttgart (dasfahrradblog.blogospot.de) auf Platz 1. Das ist schön.

Aber die Wahl ist noch nicht zu Ende. Noch ist nichts entschieden. Wer also noch nicht hat, aber will, kann noch für mich voten. (Hier der Link.) Rund 100 Stimmen wurden bisher in dieser Kategorie verteilt.

Allen, die schon abgestimmt haben, sei herzlicher Dank. Denn auch in der Gesamtliste steht mein Blog auf Platz 4. Das ist schon mal ziemlich irre. Wenn "Radfahren in Stuttgart" es tatsächlich auch auf Platz 1 schaffen sollte, dann lasse ich mir was einfallen für eine kleine Feier mit euch.

7. Oktober 2018

Auch das Volksfest schickt Radler zum Teufel

Die Hauptradroute 1 geht in Cannstatt im allgemeinen Volksfestchaos unter. Das ist immer wieder so. Aber jetzt reicht's uns. 

Jetzt muss da mal ein Radverkehrskonzept her, das die Radler nicht in Menschenmassen und auf abgesperrte Radstreifen schickt.

An der Einmündung Merdecesstraße (Punkt 5 in der Karte) in die König-Karl-Straße ist die Hauptradroute 1 einfach abgesperrt. Das merkt man allerdings erst, wenn man dort ist. Dann kann man sich gepflegt in den dichten Autoverkehr einordnen. Eltern mit Kinderanhänger sagen "Danke schön!". Aber das ist noch nicht alles.

5. Oktober 2018

Erster Bericht von der Machbarkeitsstudie Radschnellwege nach Stuttgart

Es geht los mit der Planung von Radschnellwegen und ihrer Weiterführung nach Stuttgart hinein. Der Gemeinderat hatte die von den Grünen beantragte Machbarkeitsstudie beschlossen. 

Am vergangenen Dienstag, den 2. Oktober, stellten die Planungsbüros VIA und Brenner Bernard vor, was sie vorhaben.

Mit dabei Vertreter/innen der Stadt, von Städten der Region Stuttgart, vom Verkehrsministerium und vom Regierungspräsidium, von Verbänden und des Gemeinderats (SPD, Grüne, Sösli und Stadtist). Das ganze wird so ablaufen: Zunächst einmal wurden die Korridore gesucht, in denen die Verbindungen zur Innenstadt verlaufen könnten. Darauf haben wir einen Blick geworden und Tipps gegeben, wie im Detail die Strecke verlaufen könnte und was gar nicht geht. Das war der Zweck des Treffens. Unsere Radler/innen-Expertise abholen (wobei ich wieder mal die einzige Frau war).

3. Oktober 2018

Autofahrerin fährt beim Abbiegen Radler an

Mitte September ist hier eine 22-jährige Autofahrerin mit einem Radfahrer zusammengestoßen, als sie aus der Nürnberger Straße in die Obere Waiblinger Straße abbiegen wollte. Der 53-jährige Radler erlitt schwere Verletzungen. 

Mal sehen, wann die Polizei aufhört, verniedlichend von "offensichtlich übersah* sie beim Abbiegen ... den Radfahrer" zu sprechen und statt dessen eine Formulierung verwendet, die in etwa bedeutet, dass die Autofahrerin nicht auf den Radfahrer achtete oder dem geradeaus fahrenden Radler die Vorfahrt nahm. Denn so wars.

1. Oktober 2018

Wer den Radel-Thon fährt, muss Pfadfinder sein

Der Radel-Thon gehört zu den ältesten Radtourstecken in Stuttgart. Er ist rund 80 km lang und führt um Stuttgart herum.

Alle, die ihn radeln, merken schnell, dass er in die Jahre gekommen ist. Die Schilder sind winzig oder fehlen ganz. An dem Schilderbaum hier (Foto von Blogleser Gerhard) sind das die kleinen grünen Dinger, die unten angehängt sind.

Manchmal begegne ich, vor allem am Wochenende, Menschen auf Fahrrädern, die seine Spur verloren haben und mich frage, ob ich wüsste, wo hier der Radel-Thon weitergeht. Und wir haben jetzt hier die Liste aller Mängel.