20. Juli 2013

Das Leben macht gar keinen Spaß mehr!

, schreit mich der Fahrer des hübschen roten Autos an. "Ständig wird man überwacht." Er ist, als ich heran radele, gerade um die Absperrung herum auf den Radweg gefahren (Foto) und ausgestiegen, um Zigaretten zu kaufen. 

Ich steige ab. "Zeigen Sie mich doch an!", schreit er, als er zurück kommt. "Alles wird reglementiert. Ihr seid scheiß Bürokraten." Wäre er nicht brüllend fortgefahren, hätte ich ihn beruhigt: Ich zeige niemanden an. Auf meinen Fotos sind alle Nummernschilder von Autos verwischt, deren Fahrer irgendwelche Regelverstöße begehen. Ich hoffe auf Verständnis. Deshalb zeige ich die Situationen aus Radler-Perspektive. 

Eigentlich bin ich hier auch nur, weil ich in Facebook folgende Nachricht erhalten habe.

19. Juli 2013

Heiteres Schilderraten



Die Forderung nach einem Baustellenmanagement für Radler steht im Raum. ich denke, wir werden das auch bekommen. Bis dahin sind wir Spezialisten im Labyrinth-Fahren. Hier: Bismarckplatz. Heiteres Schilderraten. 
  • Umleitung
  • Umleitung Ende. 
  • Fußgängerweg für Radler frei (zwei Mal)
  • Radweg Ende
Die eine Radler-Freigabe ist irgendwie verhängt oder durchgestrichen, aber oft sind solche Schilder beklebt, bemalt oder fast unkenntlich gemacht. Was gilt hier für mich?

Schöner Schlossgarten - nicht schön

Wir Radler würden da gerne durchfahren, ohne die Fußgänger zu scheuchen und ohne uns durch sie hindurchschlängeln zu müssen.

Spaziergänger erschrecken. Radfahrer müssen höllisch aufpassen, damit sie niemanden umfahren, der plötzlich von seiner geraden Linie abweicht: Kinder, Hunde, Freunde, die sich sehen und begrüßen, Schlendere, Träumer ...

Fußgänger sind geduldig, aber ärgern sich doch. Radler sind ungeduldiger und ärgern sich ebenfalls. Geht das nicht anders?

18. Juli 2013

Radeln macht Spaß

Es stellt sich wieder mal die Frage: Was bin ich? Ein Auto? Ein Fußgänger? Oder ein Radfahrer.

Hier bin ich gerade mal ein Radfahrer und stehe an einer der gefährlichsten Radlerampeln Stuttgarts. Gefährlich, weil man sie übersieht, wenn man rüber aufs Fußgängergrün guckt.

Ungefährlicher sind Autoampeln, wenn der Radler wie ein Auto auf der Fahrbahn steht, auf der linken Spur, wenn nötig. Das sieht nur gefährlich aus, ist es aber nicht, denn der Autofahrer sieht den Radler vor sich.

17. Juli 2013

Wer sieht das Schild?

Radfahrer müssen grundsätzlich die Fahrbahn benutzen, heißt es in Paragraph 2, Absatz 4 der Straßenverkehrsordnung

Radwege müssen benutzt werden, wenn sie Teil der Straße sind, zu der auch die Fahrbahn gehört, und wenn sie in Fahrtrichtung mit dem blauen Schild mit dem Fahrradsymbol gekennzeichnet sind. Das gilt  auch für den Radweg auf der in meiner Fahrtrichtung linken Seite. Vorausgesetzt das blaue Schild ist für mich sichtbar aufgestellt.

Das ist schon mal nicht der Fall hier (Foto oben). Wer findet das Schild? Und was davon sehe ich? 

16. Juli 2013

Grüner Pfeil für Radler

Wir fahren nach dem Prinzip: Hilf dir selbst. Denn Radwege, Radlerampeln und Mischverkehrswege sind nicht auf unsere Bedürfnisse zugeschnitten. Immer wieder kommen wir an Stellen, wo wir uns den Weg mit Pfadfindersinn suchen müssen. 

Bei Leuten, die viel Rad fahren, hat sich längst das Gefühl eingestellt: Für mich sorgt keiner. Macht nichts, ich sorge für mich selber. 

15. Juli 2013

Stuttgart ist Radstadt - für zwei Stunden

Am Sonntag fand die erste Radsternfahrt ins Zentrum statt. Die Stuttgarter Zeitung war dabei. Die Sonne war auch da. Rund Viertausend Radler haben die Fahrt auf Straßen genossen, die sonst von Autos beherrscht werden. Nächstes Jahr sollen noch mehr dabei sein.

Und noch andere Wünsche kommen auf.

Schön wäre ein konsistentes Konzept der Stadt für Radfahrer.  Nicht dieses Stückwerk. Für den Radler-Alltag fehlen noch viele Wege, hat der adfc der Stuttgarter Zeitung erzählt. 

Die Naturfreunde-Radlerguppe stellt fest: In Stuttgart fehlt eine touristische Wegweisung. Selbst am Neckarradweg gibt es keine Hinweise auf Sehenswürdigkeiten wie Grabkapelle, Fernsehturm oder Schloss Solitude. Und auf den wenigen Radwegen, die es gibt, sind Radler gefährdet, die Radstreifen sind zu schmal und enden mal auf der Straße, mal in Fußgängerbereichen. Und dass man am Hauptbahnhof durch ein Labyrinth fährt, bemängeln die Naturfreunde eauch.


Schöne neue Radwelt

Die indirekte Linksabbiegespur ist eine gute Idee. Sie erspart es dem Radler vom Radweg
diagonal über die Fahrbahn auf die linke Autospur zu wechseln. Und der Radler hat hier sogar noch eine Radlerampel mit Drücker, um für sich Grün anzufordern. 

Leider steht der Mast mit dem Drücker so weit weg und so ungeschickt, dass der Radler nicht hinkommt, ohne abzusteigen. Und zwar richtig runter, Rad stehen lassen, zum Drücker hingehen!

Irgendwie kurios. Man glaubt es gar nicht.
Also schauen wir uns das genauer an.

14. Juli 2013

Wozu Autofahrer Radwege brauchen

Sie haben den Nutzen der Radwege längst erkannt. Sie bieten Platz, wo jeder andere zugeparkt ist. Sie bilden ein Reservoir von Stellflächen für den Notfall. Meist kommt man als Radler nur um sie herum, wenn man auf Gehwege oder Fahrbahnen ausweicht.

Aber nett ist es nicht. Und es verstärkt beim Radler das Gefühl, dass er die Regeln verletzen darf und muss. Die anderen tun es ja auch. Vor allem die Autofahrer.