24. April 2017

Pakete per Lastenrad

An der Ampel am Tagblattturm habe ich zufällig dieses Lastenrad von PaketPing fotografiert und mal nachgeschaut, wer das ist. 

Es ist ein Stuttgarter Lieferdienst, der mit Lastenrädern ausliefert, obgleich er auf seiner Internetseite gar nicht besonders damit wirbt. Er wirbt damit, dass man sich die Pakete dann zustellen lassen kann, wenn man auch zuhause ist. Die Anmeldung ist kostenlos, der Lieferdienst nicht ganz. Aber man kann erst einmal kostenlos testen. Ein guter Weg, den Zulieferverkehr von online-Bestellungen zu minimieren.
Meine Nachfrage bei dem Unternehmen ergab:

22. April 2017

ADFC sucht Helfer/innen für die Radsternfahrt

 Radaktionstag 2014
Am 20. und 21. Mai finden in Stuttgart wieder die Fahrradaktionstage statt. Am Sonntag gibt es diesmal auch wieder die beliebte Radsternfahrt. 

Der ADFC sucht für diesen Tag noch dringend Helfer/innen. Hier der Text, der an mich ging:

"Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Die Vorbereitungen für die diesjährige RadSternfahrt am 21. Mai läuft auf Hochtouren. Eine solche Großveranstaltung, bei der wir ca. 4.000 bis 5.000 Radfahrer mobilisieren möchten, benötigt viele helfende Hände.

Gesucht werden:

20. April 2017

Grüne Welle ist ein Mythos aus dem vorigen Jahrhundert

Alle wollen eine Grüne Welle - Autofahrer, Radfahrer, Fußgänger - auf ihrer Strecke. Die meisten haben ihre festen Strecken und verstehen nicht, dass sie da nicht rollen dürfen. Wäre doch auch viel besser für die Umwelt, wenn sie rollen.  

Aber Grüne Welle für eine Straße bedeutet immer, dass alle anderen länger und öfter an roten Ampeln stehen, beispielsweise alle, die von Seitenstraßen kommen, die ebenfalls Hauptverkehrswege sein können. Auch Fußgänger und Radfahrer. Ein Straßen- und Ampelnetz ist ein höchst komplexes System. Fahren die einen, stehen die andern. Und die andern schimpfen dann, dass man ihnen keine Grüne Welle  gibt. Wäre doch so viel besser für die Umwelt.

Wobei so mancher Autofahrer gar nicht merkt, dass er auf einer Straße mit grüner Welle fährt, weil er (oder sie) nämlich viel zu schnell fährt.

18. April 2017

Radverbindung Möhringen - Leinfelden-Echteringen

Zwischen Möhringen und Leinfelden-Echterdingen gibt es eine eigentlich ziemlich gute Radverbindung. 

Dieser Weg wird von vielen Radfahrenden benutzt, unter der Woche hauptsächlich Pendlern.

Von Möhringen kommend findet man den Weg in der Verlängerung der Hechinger Staße am Möhringer Freibad. Am Freibad und ab Freibad geht es immer geradeaus erst einmal schön über einen breiten so gut wie autofreien Weg parallel zur Stadtbahnlinie . Sehr schön. Wenn auch nicht als Weg für einsame Radlerinnen in dunkler Nacht geeignet. Es sei denn, man hat nie Angst.

16. April 2017

So, so, die Hofener Straße gehört sommers den Radlern?

Die Stuttgarter Zeitung sperrt mal flugs die Hofener Straße im Sommer für den Autoverkehr.

Im gestrigen Artikel über Radwege heißt es: "Beschlossen ist auch, dass die Hofener Straße am Neckar entlang in diesem und auch im Jahr 2018 zwischen dem 1. Mai und Ende Oktober für den motorisierten Verkehr gesperrt wird, die Radler damit ungestört am Fluss entlang fahren können."

Interessantes Projekt, das die Zeitung da als beschlossen ausruft, denn beschlossen ist nur ein Kompromiss, der vorsieht, an Sonn- und Feiertagen die Hofener Straße für den Autoverkehr zu sperren. Übrigens nicht unbedingt, damit Radfahrende sich dort ungestört bewegen können, sondern damit die Fußgänger, die bei schönem Wetter massenhaft den Uferweg entlang wandern, nicht von ebenfalls massenhafte dort radelnden Ausflüglern gestört, bedrängt oder gar weggeklingelt werden. Also zum Schutz von Fußgängern mit Kinderwagen und Kindern.

14. April 2017

E-Lastenräder verkaufen sich besser als E-Autos

Autos werden immer größer und schwerer und unhandlicher in der Stadt. E-Autos verkaufen sich auch noch nicht so richtig gut. Aber das E-Lastenrad, das boomt. 

Nach den Zahlen des des ZIV (Zweirad-Industrie-Verband) wurden im vergangenen Jahr mehr als 15.000 Lastenräder mit E-Motor verkauft, aber nur 11.400 E-Autos neu zugelassen. Der Absatz von Pedelecs stieg demnach um 13 Prozent auf 605.000 Räder, die neu angeschafft wurden. Und das, obwohl E-Räder teuer sind und E-Autos mit bis zu 4.000 Euro (da geht locker ein E-Rad rein) gefördert werden. Was würde da erst eine Kaufprämie für E-Räder und E-Lastenräder bewirken!

12. April 2017

Kreisverkehr oder Kreuzung?

Viele Degerlocher, die sich mit Verkehrsfragen beschäftigen, wünschen sich hier einen Kreisverkehr. Der aber ist für Radfahrende gefährlicher. 

Das ist die Kreuzung Albstraße mit der Löwenstraße. Übrigens erfreulicherweise auch mal eine ohne Ampel. Wer mit dem Rad vom Sonnenberger Friedhof kommt und zur Epplestraße oder noch weiter zur Waldau will, fährt hier drüber und kann die ganze Löwenstraße entlang bis zur Waldau radeln. Wer die Löffenstraße (die B27) am Fußgängerüberweg überquert hat, landet auch hier und muss über die linke Spur auf die Löwenstraße einbiegen, wenn er nach Degerloch hinein will. Degerloch hat rund um den Einkaufskern gar keine praktikable Radinfrastruktur, deshalb gibt es lauter Umwege zur Epplestraße. Jedenfalls sind hier auch Radfahrende unterwegs. Vielleicht nicht übertrieben viele, aber doch so viele, dass man als Radler kaum je alleine unterwegs ist.

10. April 2017

Fertig! - Neckartalradweg

Jetzt kann man auf einem Radweg, beziehungsweise einer Radspur von der Wilhelmsbrücke unter dem Kraftwerk Münster hindurch den Neckar entlang radeln.

Die Strecke ist vor wenigen Tagen fertig geworden und sieht auf den ersten Blick fein und bequem aus.

Bisher ging der Zweirichtungsradweg nur bis zum Mühlsteg. Jetzt geht er weiter, durch bis Münster. Der Fahrbahn hat man eine Spur weggenommen, was bei dem geringen Verkehrsaufkommen nichts macht. Der Radstreifen führt an der Abbiegung Volstastraße vorbei.

8. April 2017

Es ist passiert - ich bin bei Rot drüber

Ich weiß ja, dass auf dem Radweg auf der König-Karls-Brücke eine Fahrradampel steht. Ich weiß auch, dass sie auf den letzten zwanzig Metern von Umleitungsschildern verdeckt wird. Aber jetzt ist es mir doch passiert. Ich habe die rote Ampel nicht gesehen. 

Der Zeitraum, in dem sie auf Gelb und dann auf Rot springt, liegt genau in dem Zeitraum, den man braucht, um die Strecke zurückzulegen, auf der die Fahrradampel von den Schildern verdeckt wird. Es standen keine Fußgänger am Rand. Aber mir kam ein Radlerpaar entgegen, das etwas schlingerte, sodass ich die angeschaut habe. Als ich dann über die Fußgängerfurt radelte, sah ich links oben über mir die Autoampel auf Rot stehen und wusste: Jetzt ist auch die Fahrradampel rot.

6. April 2017

Heute offene Türen im neuen Fahrradbüro des ADFC

Das Büro ist im Herbst umgezogen. Und zwar ins Umweltzentrum in der Rotebühlstraße 86, Hinterhof.

Ebenfalls dort untergebracht ist die Selbsthilfewerkstatt vonADFC, BUND und VCD. Also viel Fahrrad an einem Ort.

Heute ist Eröffnung. Zwischen 14 Und 20 Uhr kann jeder hin und mal gucken, welche Angebote es im Fahrradbüro und in der Werkstatt gibt. Es gibt auch was zu essen und zu trinken. Bei guten Wetter wird rund um den Walnussbau gefeiert, sonst im Saal des Umweltzentrums.

4. April 2017

Radfahren in Stuttgart im Morgenmagazin - Making-of

Link zum Video
Heute früh haben viele - mehr als man so denkt - im Morgenmagazin den Beitrag  übers Fahrradfahren in Stuttgart gesehen.

Die Reportage wollten zeigen, dass man in Stuttgart nicht Rad fahren kann. Erstens wegen der Berge, zweitens wegen des Verkehrs. Ich wollte zeigen, dass man in Stuttgart sehr gut Rad fahren kann, wenn man sich sehr gut auskennt. Und ich wollte zeigen, dass Stuttgart  im Aufbruch in eine Fahrradstadt ist, es aber viel aufzuholen gibt, was andere Städte schon haben.

Ein Radweg würde auch Autofahrer entstressen

Botnang hat es nicht so mit Radfahrern. Es gibt zwar einen Geh-Radweg runter, aber der endet an einem Gehweg mit Radfreigabe. Die Fahrbahn ist supereng. 

Radler sehen sich dann plötzlich dieser Situation gegenüber. Die geparkten Autos stehen auf dem Gehweg mit Radfreigabe. Die Autofahrer haben offensichtlich große Angst um ihre Außenspiegel und sie wollen den Autoverkehr nicht behindern. Also wird der Fußgänger- und Radverkehr behindert. Hier kann man als Radler nur auf die Fahrbahn wechseln, was aber vielen Autofahrern aber auch nicht gefällt.

2. April 2017

Leichtgewichte zum Rad Abschließen

Der Trend geht zu leichten Kabelschlössern aus Hochtechnologie-Material. Denn Ketten- und Faltschlösser, die gegen Saitenschneider immun sind, sind halt auch schwer.

Das Leipziger Unternehmen Texlock - geleitet von Frauen - entwickelt gerade als Start-Up eine Schlosskabel aus Textilien, die man nicht so einfach durchschneiden oder abbrennen kann. Es wiegt (ohne das Schloss, dass man dazu noch braucht) fünfhundert Gramm und ist vermutlich so sicher wie eine Kette für ein bis zwei Kilo. Mit dabei sind aber auch Litelock und Ottolock.


31. März 2017

Asphaltbilder im Schlossgarten entfernt

Die regelwidrige Separierung von Radlern und Fußgängern im Schlossgarten ist verschwunden. Sehr gut! 

Die Asphaltpiktorgramme und Linien versuchten, Radfahrende in die Platanen-Allee zu schicken, ohne allerdings einen Radweg auszuweisen oder Fußgängerbereiche per Schild zu kennzeichnen.

Das entsprach in keiner Weise der StVO und hat bei Radfahrenden und vermutlich auch bei Fußgänger/innen nur Verwirrung gestiftet. Um so mehr, als sogar die Polizei meinte, die Rad- und Fußgängerzeichen auf dem Boden seien als Gebot zu verstehen.

Auf meiner Facebookseite Radfahren in Stuttgart hat Leser Heiko zu meiner kurzen Meldung am Dienstag kommentiert: "Letzten Samstag, 25.03.2017, durfte ich beobachten, wie Polizisten auf Motorrädern (!) auf dem Schlangenweg legal radfahrende Menschen angehalten und des Wegs verwiesen haben.

29. März 2017

Radeln für gute Luft

Am Donnerstag können wir das mal wieder gemeinsam tun. Im Rahmen einer Kundgebung für "giftfreie Atemluft", zu der ein breites Bündnis von Umwelt und alternativen Verkehrsgruppen aufgerufen hat. 

Eine Gruppe startet morgen, also am Donnerstag, den 30 März, um 16 Uhr am Feuersee und radelt zum Neckartor. Dort treffen sich um 17 Uhr weitere Radfahrende (Neckartor beim Innenministerium auf der Parkseite). Zusammen geht es auf einer kleinen Tour (hier die Gesamstrecke) mit kritscher Masse zum Charlottenplatz, wo um 17:30 Uhr die Kundgebung stattfindet. Es spricht auch eine Ärztin.

27. März 2017

Schilderkonflikt

Auf Wirtschaftswegen müssen Radfahrende mit Dreck rechnen, also mit Erdklumpen, die aus Traktorenreifen fallen. Sie dürfen dort aber u. U. durchaus radeln, auch wenn ein es ein Einfahrtverbotsschild verbietet. 

Das hat das Oberlandesgericht Hessen vor fast zwanzig Jahren entschieden (OLG Frankfurt 24 U 21/99). Geklagt hatte ein Radler, der auf Dreck gestürzt war. Das OLG stellte fest: Die Stadt hatte keine Sicherungspflicht. Die Stadt muss nur vor unerwarteten Gefahren schützen. Auf einem Feldweg aber sind Verschmutzungen und Unebenheiten zu erwarten.

Nebenbei fiel dabei noch eine für uns höchst interessante Entscheidung. Manche Feldwege sind, wie der hier in Wangen im Allgäu, für alles, was fährt (außer Handkarren) gesperrt. Das weiße Schild mit rotem Kreis sagt: Hier darf niemand fahren. Auch Fahrräder nicht. Allerdings hängt da auch ein Schild, dass die Strecke als Radroute ausweist.

25. März 2017

Wo hauptsächlich Paragraf 1 der StVO gilt

Das sind Wege, die nicht zu den Autostraßen gehören und auch nicht Radwege oder Gehwege sind. Zum Beispiel Feldwege. Hier gilt Rechts vor Links. Ansonsten muss man aufeinander achten und einander ausweichen. 

Autos (meist nicht erlaubt) müssen mit angepasster Geschwindigkeit fahren. Radfahrende auch. Fußgänger müssen aber auch ausweichen und beiseite treten. Traktoren sollte man auch Platz machen. Das ist zumindest das, was ich zur Situation auf Feldwegen, die man auch Wirtschaftswege nennt, gefunden habe. Beispielsweise hier.

23. März 2017

Schauen beim Fahren!


In Rotenburg an der Wümme hat es vorgestern einen furchtbaren Rad-Unfall mit zwei Jugendlichen gegeben. 

Wieder war ein Lastwagen beteiligt. Eine 16-Jährige starb dabei, ihr Bruder wurde verletzt. Zum Glück fahren in Stuttgart wenige Lastwagen. Sonst würden bei uns solche Unfälle auch häufig vorkommen.

Die Geschwister radelten am frühen morgen zur Schule. Sie fuhren auf dem Radweg parallel zur Bremer Straße, der durch einen Grünstreifen und etwas Gebüsch von der Fahrbahn getrennt ist und rollten dann auf den roten Radstreifen, der ohne weitere Ampelanlage über die querende Otto-von-Guericke-Straße führt. Ein 28-Jähriger LkW-Fahrer bog ab und sah wegen der tiefstehenden Sonne, sagt er, die beiden Jugendlichen nicht. An dieser Stelle kommt es immer wieder zu schweren Unfällen, schreibt die kreiszeitung.

21. März 2017

Radfahren ohne Regelverstoß - geht nicht

Es ist nicht möglich, Radwege und Radrouten zu fahren, ohne die Regeln zu verletzen. Meistens sind es Kleinigkeiten.

Aber auch kleine Regelverletzungen sind Regelverletzungen. Wenn sie unvermeidlich sind, tragen sie dazu bei, dass Radfahrende das Regelverletzen regelrecht einüben und eine Ignoranz gegenüber Fahrbahnmarkierungen, Schildern oder Ampeln entwickeln. Das ist nicht gut so.

Etwa wie bei der Ausleitung aus der Fahrradstraße vom Marktplatz her auf den Radweg entlang der Holzstraße Richtung Charlottenplatz. Hier müssen Radler nach links und dabei eine doppelt durchgezogene Sperr-Linie überfahren.

19. März 2017

Fahrradparkplätze sind entscheidend

 Bihlplatz 
So formuliert es das Tiefbauamt der Stadt Zürich in seinem "Leitfaden zur Veloparkierung in Wohngebieten". 

Da heißt es: "ein zentraler Aspekt der Velonutzung ist die Frage der Parkierung. Da die meisten Wege zu Hause beginnen und enden, ist es insbesondere wichtig, dass Wohnhäuser und Siedlungen über qualitativ hochwertige Anlagen zur Veloparkierung verfügen." Dafür können auch wir Radler/innen selbst etwas tun. Mehr dazu unten.

Das Problem: Für Leute, die im dicht mit teils fünf- bis sechsstöckigen Häusern bebauten Westen oder Süden, in Heslach, im Stuttgarter Osten und so weiter wohnen, ist entscheidend, dass sie ihr schweres Pedelec nicht in einen Keller tragen müssen, bei der Frage, ob sie sich so ein Fahrrad anschaffen und damit zur Arbeit radeln.

17. März 2017

Der Schwerlast-Anhänger aus Freiburg

Bisher habe ich immer gehört, Lastenanhänger fürs Rad, die mit 150 kg belastbar sind, könne man nur in den USA kaufen.

Bei Gobax in Mössingen habe ich diesen Anhänger gesehen. Er wird von Carla Cargo in Freiburg gebaut.

Er hat einen Elektromotor und eine Auflaufbremse (ohne wäre ein Hänger für so ein Gewicht auch verboten). Ich habe ihn mir an ein Rad hängen lassen (Gobax wird noch eine Kupplung bauen, die tiefer liegt, sodass der Gepäckträger benutzbar wird) und bin ihn probegefahren.

15. März 2017

Helme ja, Helmpflicht nein - eine Abwägung

Vor ein paar Tagen meldete der SWR, dass die Regierung von Baden-Württemberg keine Helmpflicht für Radfahrende einführen will, aber sehr wohl das Helmtragen empflehlt. Es ist bekannt, dass der Grüne Verkehrsminister Hermann ein Fan einer Helmpflicht ist.

Er hat deshalb eine Studie in Auftrag gegeben. Es ist aber auch bekannt, dass viele Radfahrende und Radfahrverbände oder -Initiativen gegen eine Helmpflicht sind. (Ich übrigens auch, obgleich ich immer einen Helm trage). Sie befürchten nämlich, dass dann viele nicht mehr aufs Fahrrad steigen. Und das wäre für die Gesamtgesellschaft wiederum ein Nachteil und auch teurer. Da Kinder heute immer Helm beim Radeln tragen, wird sich das im Lauf der kommenden Jahre aber ändern. Immer mehr Menschen werden Helm tragen, auch ohne Gebot.

Die Studie kann man hier lesen.

13. März 2017

Fahrradunfälle im vergangenen Jahr

In Deutschland sterben pro Jahr gut 200 Radfahrende bei Zusammenstößen mit Autos.  In 75 Prozent der Fälle sind die Autofahrer schuld.

In Stuttgart haben im vergangenen Jahr 491 Radlerunfälle Eingang in die Statistik der Polizei gefunden. An ihnen beteiligt waren übrigens nur 42 Pedelec-Fahrer/innen. Was nicht viel ist, wenn man bedenkt, wieviele Pedelecs in Stuttgart im Vergleich zu anderen Städten unterwegs sind. Ein Radfahrer kam im vergangenen Jahr ums Leben. Der Unfall hat uns sehr beschäftigt.

Zum Unfallschwerpunkt entwickelt sich derzeit Kernerplatz. Das ist ein Kreisverkehr auf einer viele befahrenen Halbhöhenroute auf über die Urbanstraße zwischen Süd und Stuttgart Ost. Hier gab es nach Informationen der Unfallstatistik im Polizeipräsidium fünf Unfälle. Obgleich Autos bergauf ein Stoppschild haben, kommt es offenbar immer wieder vor, dass ein Autofahrer aus der Landhausstraße trotzdem fährt und einen Radler erwischt.

11. März 2017

Eine Minderheit beansprucht sehr viel Platz

Fußgänger, Radfahrer und Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs (die dann zu Fußgänger werden) stellen den größten Teil derer, die in einer Stadt wie Stuttgart unterwegs sind.

Es dürften zusammen über die Hälfte sein. Doch den allermeisten Platz brauchen Autos. Und wir geben ihn ihnen. Übrigens durchaus murrend. Denn auch die, die im Autos sitzen, aber im Stau stehen, schimpfen auf Autos, nämlich die anderen. Wir alle wünschen uns in der Stadt mehr Ruhe und mehr Bewegungsfreiheit.

9. März 2017

Der Grüne Pfeil für Radler rückt näher

Es könnte doch tatsächlich etwas werden mit der Regelung, die Radfahrenden erlaubt, an roten Autoampeln rechts abzubiegen oder an T-Kreuzungen geradeaus weiterzufahren. 

Die Süddeutsche Zeitung meldet, dass das Verkehrsministerium prüft, ob neue Schilder eingeführt werden können, die das erlauben. Also der Grüne Pfeil für Radfahrer. Die Bundesanstalt für Straßenwesen klärt gerade die Frage, ob das für die Verkehrssicherheit sinnvoll ist und die Verwaltungsvorschrift für die Staraßenverkehrs-Ordnung entsprechend geändert wird. So heißt es in der Antwort auf eine parlamentarische Anfrage des Grünen-Bundestagsabgeordneten aus Baden-Württemnberg, Matthias Gastel. Auch die Grünen im Stuttgarter Gemeinderat haben auf ihre Anfrage von der Stadtverwaltung die Antwort bekommen, dass den Grünen Pfeile wolle und das Ergebnis abwarte.

7. März 2017

Können Fahrräder fliegen?

Ja, sie können. Oder anders herum gesagt, man kann Fluggeräte bauen, die mit Muskelkraft betrieben werden. 

Mehr auf der Intrnetseite Gustav Mesmer
Der erste dürfte Gustav Mesmer aus Altshausen, Oberschwaben, gewesen sein, der fliegende Fahrräder baute. Bevor er Anerkennung erfuhr saß Mesmer 40 Jahre in der Psychiatrie. In seiner Krankenakte tauchte am 10. Oktober 1932 zum ersten Mal die Notiz auf: "Hat eine Flugmaschine erfunden, gibt entsprechende Zeichnungen ab" (Quelle: www.Gustav Mesmer).

5. März 2017

Wo ist eigentlich das Problem?

Üblicherweise regen wir uns fürchterlich auf, wenn wir Radfahrer in Fußgängerzonen sehen. Die Presse erweckt dann gern den Eindruck, als würden Kampfradler kleine Kinder über den Haufen fahren. 

Es wird  Zeit, dass wir mal neugierig hinschauen und gucken, was tatsächlich los ist. Wie viele so radeln (wieviele Autos da wieder mal herumstehen, also reingefahren sind) und wie die Fußgänger reagieren. Ich habe da eine Stunde herumgestanden, und ich fand, dass es total friedlich zugeht, sowohl auf der Königstraße wie auch auf dem Marktplatz, auch wenn hin und wieder mal ein Radler auf seinem Fahrrad sitzt, statt zu schieben. Es fuhren sogar zwei Radler (einen habe ich fotografiert) die Schulstraße hinunter. Übrigens waren alle Fahrradfahrer sehr langsam unterwegs. Einer ist dann abgestiegen, als es eng wurde.

1. März 2017

Die Reuchlinstraße wartet auf die Einbahn-Freigabe für Radler

Sie liegt im Westen und verbindet die Gutenberg- mit der Reinsburgstraße. Dabei quert sie die Rotebühlstraße. Sie ist Einbahnstraße. Man darf sie nur bergauf Richtung Reinsburgstraße befahren. Das gilt auch für Radfahrende. 

Grundsätzlich werden in Stuttgart Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radfahrer freigegeben. Nach und nach werden alle Einbahnstraßen so ausgeschildert, es sei denn es sprechen ernste Sicherheitsbedenken dagegen. Schon sei zwei Jahren bemüht sich der Bezirk West darum, dass man die Reuchlinstraße in Gegenrichtung beradeln darf.

27. Februar 2017

Narri-Narro - die Rosenmontagskreuzung

Die närrischste Kreuzung in Stuttgart ist die am Tagblattturm. Da läuft so ungefähr nichts so wie es soll. Mehr als woanders suchen sich Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer ihre Wege ganz ungeachtet aller Verkehrsregeln. 

Die Kreuzung ist teil der Hauptradroute 1 und würd täglich von sicherlich über 2000 Radfahrenden und noch mehr Fußgängern benutzt. Aber nichts passt, weder für Radfahrende noch für zu Fuß Gehende. Den Autofahren passt natürlich auch vieles nicht. Ein ziemliches Chaos, aber es bleibt immerhin friedlich und ruhig. Von einer Szene abgesehen.

25. Februar 2017

Wenn es wenigstens Schilder gäbe

Man kann einen Radweg ja so sperren. Bauarbeiten müssen manchmal sein. Auf der Fahrbahn darf ich hier nicht weiterfahren. 

Aber komme ich auch dorthin, wo ich hinill, wenn ich hier über die Straße fahre und auf der anderen Seite weiterradle? Ich weiß es nicht. Es gibt keine Beschilderung. Also fahre ich so weiter, um die Baustelle herum, so wie vor mir schon etliche andere, nur um dahinter über eine Brücke doch auf die andere Seite dieser Autostraße zu fahren. Hätte ich auch hier machen können. Wusste ich aber nicht.

23. Februar 2017

Hegelplatz ist Radler-Hades

Eine typische Stuttgarter Situation.  Ein mit Aufwand angefangener Radweg endet im Nirwana an verbotenen Gehwegen und ohne Zugang zur Fahrbahn. 

Aus der Kronenstraße (von der Lautenschlagerstraße her) geht es noch superhübsch mit Radampel und Radspur zur Kriegsbergstraße. Auf dem Aufstellplatz für Radler steht dann ein Transporter. Egal, dahinter muss ich sowieso auf den Gehweg. Der hat leider das blaue Schild, das ihn für mich verpflichtend macht. So geht es über die Fußgängerampel an der Keplerstraße. Er hat keine Streuscheiben für Radler, was bedeutet, dass ich ihn nur überqueren darf, wenn die Autos gleichzeitig Grün haben (was sie haben) (Foto oben). Dann geht es parallel zur Kriegsbergstraße am Katharinenhospital vorbei Richtung Hegelplatz mit Lindenmuseum auf einem gemeinsamen Geh-/und Radweg. Der ist immerhin breit, auch wenn ich durch das Volk am Krankenhauseingang durch muss. Und am Hegelplatz ist dann alles zu Ende.

21. Februar 2017

For ever Love - Voten für mein Foto

Link zum Voten
Ich habe mich mit beim Fotowettbewerb des Deutschen Fahrradpreises mit diesem Foto beworben.  Es ist zufällig entstanden, als ich an der Ampel am Neckartor stand und auf Fahrradgrün wartete. 

Eine Inline-Skaterin war aus dem Schlossgarten auf der Radspur bis zur Verkehrsinsel gekommen. Ein Radfahrer kam von links. Beide kannten sich. Und ich bin überzeugt, dass beide ineinander verliebt sind. Deshalb habe ich das Fotofür mich immer "For ever Love" genannt.


19. Februar 2017

Von unserer aller Großzügigkeit bei Verkehrsregeln


Radfahrende halten sich doch an keine Regeln, so die landläufige Meinung vor allem derer, die selbst gar nicht oder nur selten Rad fahren. Wobei die Regeln aber auch vielen gar nicht so genau bekannt sind. 

Die meisten, die Radler für Rowdies halten, gehen davon aus, dass andere Verkehrsteilnehmer die Regeln nicht oder viel seltener brechen. Dass das ein Irrtum ist, können wir täglich in Stuttgart beobachten. Vollgeparkte Gehwege, Autos, die verkehrtherum durch Einbahnstraßen brettern, Halteverbote missachten, bei Dunkelrot über die Ampel rasen, Kreuzungen blockieren und so weiter. Radler dagegen umfahren rote Ampeln und sind auch gern mal als Geisterradler auf der falschen Straßenseite unterwegs. Und Fußgänger gehen gern bei Rot.

17. Februar 2017

Zebrastreifen mit Radspur - wer hat wo Vorrang?

Manchmal führen Radwege über Zebrastreifen. Bei uns haben sie in den meisten Fällen, die ich kenne, nebendran dann diesen Radstreifen. 

Radler sollten genau darauf achten, dass sie auf dem Streifen fahren, nicht auf dem Zebrastreifen, denn das entscheidet über Schuld oder Unschuld bei einem Unfall mit einem Auto.

15. Februar 2017

Schwabtunnel für Radler und Fußgänger angehmer machen

Die Stuttgarter Zeitung hat im Innenstadt-Teil am Montag von einer Sitzung des Bezirksbeirats Süd berichtet, in der es auch um den Schwabtunnel ging.

Ein Antrag der Grünen, der auch im Bezirksbeirat West beraten wird, fordert die Verwaltung auf, zu prüfen, wie der Radverkehr durch den Schwabtunnel so geregelt werden kann, dass Fußgänger auf den Gehwegen nicht von Radfahrenden gestresst werden.

Derzeit ist es so, dass die Gehwege nicht für Radler freigeben sind. Radfahrer fahren auf der Fahrbahn durch den Tunnel. Leider trauen sich das manche vor allem bergauf nicht, weshalb sie dann auf die Tunnelgewege ausweichen. Regelwidrig. Es ist nicht bekannt, dass es im Tunnel zu Unfällen gekommen wäre, weder auf den Gehwegen, noch auf der Fahrbahn. Aber es gehört leider wieder mal Radlermut dazu, auf der Fahrbahn zu radeln. Ich mache das.

13. Februar 2017

Verständnis eines Staatsanwalts für Autofahrer

Zum Beispiel hier in Möhringen
Ein Staatsanwalt stellt das Verfahren wegen Nötigung gegen einen Autofahrer ein, mit dem erstaunlichen Argument, der Ärger des Autofahrers über die Radler sei nachvollziehbar. Und wozu Radwege da sind, scheint ihm auch nicht ganz klar zu sein. 

Eines vorweg: fast immer verlaufen kleinere und größere Konflikte unter Verkehrsteilnehmern friedlich. Wir alle gleichen die Fehler aus, die andere Verkersteilnehmer machen, egal ob Fußgänger, die smartphone-blind über die Straße gehen, Autofahrer, die rückwärts fahren und einen Radler übersehen oder Radfahrer, die überraschend irgendwo auftauchen, wo sie nicht hätten auftauchen dürfen.

11. Februar 2017

Gobax - das robuste Transportfahrrad aus Mössingen

Ich bin jetzt einige hundert Kilometer dieses Fahrrad von Gobax gefahren. Und ich bin begeistert. Das Rad hat einiges, was andere Pedelecs nicht haben, und was es für mich als Stadtfahrzeug praktisch macht.

Nicht für jeden, aber für mich! Das Auffälligste ist, dass es keine Gangschaltung hat. Ich bin ja eh ein Fan von Nabenschaltung in der Stadt, weil man da nach einer Schnellbremsung im Stehen runterschalten kann, bevor man wieder startet. Dieses Fahrrad  hat gar nicht erst eine. Und trotzdem startet es schnell. Die Startpower kommt vom Motor. Für die steilen Stuttgarter Berge, beispielsweise die Alte Weinsteige, brauche ich allerdings dann doch noch einen zweiten, kleineren Gang. Der kommt mit einer Schlumpfschaltung dazu.

9. Februar 2017

Warum manche zu Geisterradlern werden

Immer wieder kommt es vor, dass Radler auf der linken Fahrbahnseite auf einem Radstreifen oder einer Radspur fahren. Manchmal Umwegfaulheit, meist aber ein Irrtum. 

Hier an der Kolbstraße passiert der Irrtum häufig. Er passiert auch, weil sich Radler in Stuttgart nie ganz sicher sein können, ob sie nicht mal eben auf die linke Fahrbahnseite geführt werden oder über einen Gehweg oder sonst wo lang. Da kommt es dann zu schwerwiegenden Irrtümern vor allem bei den Radlern, die sich in der Gegend nicht auskennen.

7. Februar 2017

Morgen Abend Radforum im Rathaus


Diesmal geht es in der Projektgruppe Infrastruktur um Feuerbach, und zwar um die Abschnitte Tunnelstraße und Siemensstraße. 

Dort geht es für Radler teils wirklich eng zu.

Ein weiteres Thema ist der Vorplatz Hauptbahnhof (Foto), wo man als Radler ja eigentlich gar nicht mehr durchkommt zwischen Taxis, wild haltenden Autos und Fußgängern, obgleich dies ein Teilstück der Radroute 4 ist. Der VCD hat außerdem das Thema Geißeichstraße und andere Routen im Wald eingebracht.

Der Termin: Mittwoch, 8.Februar, 18 Uhr im Rathaus Stuttgart, Raum 406.
Beim Radforum ist grundsätzlich jede und jeder willkommen.

5. Februar 2017

Radfahren und Rabatt kriegen

Rad-Bonus ist eine App, auf der man Prozente sammelt für den Einkauf bei bislang einem halben Dutzend E-Shops. 

Gute Idee, denn Autofahrer bekommen ja auch einen Bonus, wenn sie in bestimmten Läden einkaufen, nämlich eine Vergütung ihres Parkscheins.

Und sogar Stadtbahn-Fahrer bekommen Geld zurück, wenn sie den Fahrschein in Museen und in bestimmten Läden vorlegen. Nur die Fußgänger und Radfahrer bekommen nie etwas. Obgleich sie das die am wenigsten luftbelastendste und leiseste Fortbewegungsart darstellen. Da setzt jetzt immerhin für Radler diese App an.

3. Februar 2017

Radverkehr wird zum Standortfaktor

Die Zukunftsstadt ist Fahrrad-City, schreibt der Haupt- und Geschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg in der Huffington-Post.
  Weiter heißt es: "Umweltfreundliche Mobilität wird in den Städten und Gemeinden zum Standortfaktor. Auch ohne staatliche Subventionen erobert das Fahrrad, insbesondere das E-Bike, zunehmend unsere Kommunen. Die Menschen erwarten, dass diese umweltfreundliche Form der Mobilität mit einer entsprechenden Infrastruktur gefördert wird. (...) In den Innenstädten sind gerade solche Geschäfte erfolgreich, die ihrem Fahrradkunden einen sicheren Abstellplatz bieten und ein fahrradfreundliches Klima schaffen.

1. Februar 2017

Öl, Handys und Licht - beliebte Fehler

Manche Radler hört man hinter sich rasseln und denkt sich: Vielleicht Kette mal wieder ölen?

Andere sieht man auf platten Reifen den Berg hinauf eiern. Mit etwas mehr Luft wäre es leichter für sie. Es gibt kleine und große Fehler, beliebt sind sie alle. Am beliebtesten sicher das das auf dem Gehweg Radeln, obgleich er gar nicht freigegeben ist.

Gern genommen wird aber auch wie schon erwähnt: Zu wenig Luft in den Reifen. Schadet dem Gummi und bremst. Zu wenig Öl auf der Kette macht die Kette kaputt. Außerdem treppelt es sich schwerer. Hier noch ein paar Beispiele:

30. Januar 2017

Abbiegen? - Nö, das lass mal.

Radwege verhindern oft das Abbiegen. Sie sind Geradeauswege. So auch der Geh-/Radweg am Kräherwald.

Der Asphalt wurde hier neu gemacht. Leider ist er nun doch verpflichtend und nicht nur ein Angebot für Radfahrende, die nicht auf der Fahrbahn radeln wollen. Der Vorteil der Fahrbahn ist hier, dass man jederzeit, so wie die Autos, links oder rechts abbiegen kann.

So ein Radweg fern der Fahrbahn ist ja ganz schön. Und der hier ist wenig befahren und es gibt auch wenige Fußgänger. Aber er ist eben auch arg umständlich für Radler, die nur ein Stück an der Kräherwaldstraße entlang fahren wollen.

28. Januar 2017

Da geht's uns ja noch gut

Im romantischen Lautertal, im Osten des Landkreises Göpingen, gibt es eine ehemalige Bahnlinie, die als Geh-Radweg genutzt wird und von Süßen über Donzdorf nach Weisenstein führt.

Donzdorf hat allerdings auf einer Strecke von anderthalb Kilometer elf (!) Hindernisse eingebaut, nämlich Umlaufsperren.

Blogleser Dirk vom ADFC Göppingen hat mir die Geschichte und die Fotos geschickt. Er hat eine online-Umfrage durchgeführt, bei der ihm 25 Stürze gemeldet wurden, bei zweien musste sogar der Notarzt kommen. Es dürfte eine hohe Dunkelziffer von Radlern geben, die mit Lenker hängen bleiben und stürzen.

26. Januar 2017

Schneeketten fürs Fahrrad?

Foto: Bloglser Holger
Bei Schnee und Eis kommt immer wieder die Rede auf Fahrradreifen mit Spikes. Allerdings: Für die paar Tage  Schnee und Eis welche drauf machen? Jetzt dauern die paar Tage allerdings schon ein paar mehr Tage.

In der Stadt liegt jedoch kein Schnee, oben und in den Randgebieten schon. Die meisten von uns dürften aber mehr Asphalt als Eis und Schnee fahren. Sind die paar Tage vorbei, müssen die Spike-Reifen-Mäntel wieder runter. Es mag Radler geben, die so was gerne selber machen. Ich nicht. Es gibt auch Leute, die haben ein Winterfahrrad mit Spikes drauf und ein anderes Fahrrad. Ich auch nicht. Also habe ich mal nach Schneeketten für Radreifen gesucht.

24. Januar 2017

Eis-Radeln

Die TU Dresden führt eine online-Umfrage unter Radfahrenden durch, die wissen will, wie wir uns im Winter verhalten?

Fahren wir weniger Rad, sind wir schon mal gestürzt, werden unsere Radwege geräumt, und so weiter. Hier noch mal der Link: 

Das Foto zeigt, dass man sich als Fußgänger und Radler - etwa hier am Rosensteinbunker - nicht am Straßenrand an der Außenseiter von Kurven aufstellen sollte, die von Lastwagen befahren werden. Hier hat es eine Eisplatte vom Dach eines Lasters gehauen. Die zerschlagenen Eisstücke sind etwa 5 cm dick. Das tut weh!

Mir begegnen immer noch Radfahrende auf unseren Straßen, trotz der Kälte. Wir haben übrigens gerade richtig echten Smog im Kessel, die Feinstaubwerte sind gigantisch hoch. Über der Stadt hängt eine Dunstglocke. Besser wird es erst am kommenden Wochenende, falls dann wirklich Wind aufkommt.

22. Januar 2017

ADFC verabschiedet sich vom Fahrbahnradeln

Es schwirrt durch die Radlernetzwerke, deshalb will ich darauf auch eingehen. Der ADFC hat sich im November ein Grundsatzprogramm gegeben.

Darin enthalten, die Forderung, dass die Radinfrastruktur auf geschützte Radspuren (Radwege) setzen soll. Der Radverkehr soll also vom Autoverkehr getrennt werden.

Der Abschied vom Vehicular Cycling, also dem Radfahren zwischen Autos auf den Fahrbahnen dürfte auch hier in meinem Blog wieder für Diskussionen sorgen. Allerdings haben sich die Zeiten geändert, und so müssen sich auch die Konzepte für Radfahrende ändern.

20. Januar 2017

Dürfen Radler rote Ampeln ignorieren?

Jetzt wird es ganz spannend. Sowohl der Focus, als auch der Südkurier und nachfolgende Medien haben in Artikeln behauptet, dass Radfahrende unter Umständen rote Ampeln irgnorieren dürfen. 

Und zwar an einer T-Kreuzung. Dann dürfen sie bei Rot für Autos weiterradeln. Aber nur dann, wenn sie dabei keinen Fußgängerüberweg kreuzen. Das gilt auch nur dann, wenn der Radler auf einem von der Fahrbahn separierten Radweg unterwegs ist. Oh! Na, dann.

18. Januar 2017

Feinstaubalarm für Autofahrer, Schlitteralarm für Radfahrer

Es herrscht Feinstaubalarm. Manche möchten aufs Fahrrad umsteigen. Viele fahren sowieso mit dem Fahrrad. Wie letzten Winter hat es leider geschneit. 

Die Stadt fordert uns auf, das Auto stehen zu lassen und umzusteigen, auch aufs Fahrrad. Aber wieder sind die Radspuren und Radwege vielerorts nicht geräumt. Ich selber kann nicht überall hin radeln, deshalb ist das eine sehr zufällige Sammlung auch von Bildern, die mir Blogleser in den letzten Tagen geschickt haben.

Oben der Radweg Heilbronnerstraße auf dem Pragsattel. Etwas weiter unten im nächsten Schneefeld hat es mich dann hingehauern (nix passiert). Wo kein Haus steht, herrscht Schlitteralarm. So sah es am Montag aus. Jetzt dürfte alles beinhart gefroren sein.