12. November 2018

Radabstellen leicht gemacht

Da ist man in Chile in der Atacama-Wüste doch schon ein bisschen weiter als wir vielerorts in Stuttgart. 

Blogleser David hat mir aus dem Valle de la Luna dieses Foto geschickt. Der mit dem Rad anreisende Tourist kann sein Fahrrad sicher an Bügeln anschließen. Muss auch sein, denn Laternenmasten, Bäume, Geländer oder Fenstergitter gibt es hier keine.

Sehr gut.

10. November 2018

Stuttgarter Familien stürzen sich auf Lastenradförderung

Dreihundert Familien haben im Oktober den Zuschuss der Stadt beim Kauf des Lastenrads in Höhe von insgesamt 2.000 Euro beantragt. Jetzt muss der Gemeinderat nachlegen. 

Das Geld, das die Grünen im Haushalt für die Förderung für Familien beantragt haben, betrug eine Viertelmillion Euro. Das reicht nur für 165 Familien und Lastenräder. Die Stadt hat aber festgelegt, dass alle, die sich im Oktober anmelden, auch Geld bekommen. Erst ab November sollte das Windhundprinzip gelten (wer zuerst kommt, kriegt zuerst). Ich hatte schon den Verdacht, dass es im Oktober schon mehr sein würden, als wir fördern können.  Die Grünen wollen aber, dass alle die volle Summe bekommen.

9. November 2018

Es wird kalt und nass

Alle Jahre wieder. Und sofort sind auch die Artikel da, die Gründe fürs Radfahren im Winter aufzählen.

Sieben, acht, zehn oder zwölf gute Gründe, jetzt nicht nicht wieder den Autoschlüssel zu nehmen, zählen verschiedene Zeitungen auf. Die geschliffensten Gründe stammen dieses Jahr von bike-bild. Radfahren ist gesund, Radler kommen schneller durch den Berufsverkehr, Radfahren hält fit und schlank, Radfahrende lernen ihre Umgebung kennen, Radler leisten einen Umweltbeitrag, Radfahren spart Geld, Radfahren spart Platz, Radfahren verbessert die Gehirn-Aktivität, Radfahrer entschlacken den Autoverkehr und das Rad ist auf dem Vormarsch.

Na, wenn das nicht genügend gute Gründe sind, sich die Handschuhe anzuziehen ...

8. November 2018

Radfahrer absteigen!

Das ist ein Schild, das in der Straßenverkehrsordnung nicht vorkommt.  Es ist allerdings im Verkehrszeichenkatalog unter Teil 7, Zusatzzeichen aufgeführt. Dennoch bedeutet es nichts. 

Eine Zuwiderhandlung wird nicht bestraft, es gibt nichts dazu im Bußgeldkatalog. Die Bedeutung des Zeichens bleibt damit nebulös, wie Bernd Sluka in seiner unnachahmliche Art ausführt. Es handelt sich nämlich um ein Zusatzzeichen (also so etwas wie "Rad frei" unter dem Fußgängerschild), das unter einem Gebots- oder Verbotsschild hängen muss und dort Radfahrenden etwas erlaubt, was der Anordnung des Verkehrszeichens widerspricht.

7. November 2018

Anarchie auf der Alten Weinsteige

Der Städtische Vollzugsdienst hat auf Antrag des Bezirksbeirats Süd den Autoverkehr kontrolliert, der zumeist völlig regelwidrig die Alte Weinsteige rauf und runter fährt. 

Die Alte Weinsteige ist eine wichtige Radstrecke, denn es gibt eigentlich keine andere direkte Verbindung von Stuttgart Mitte und Süd nach Degerloch hinauf. Wer selbst nur im Auto sitzt, kann sich das nicht vorstellen, aber ich sehe: Es fahren viel mit ihren Pedelecs hoch, übrigens auch immer noch viele mit Normalrädern, die die sportliche Herausforderung suchen. Noch mehr radeln da hinunter. Der Autoverkehr auf der einseitig zugeparkten schmalen Straße bringt Radler/innen hier regelmäßig in Bedrängnis.

6. November 2018

Ich fahre doch nur Fahrrad

Ich bin keine Radfahrerin, ich fahre nur Fahrrad. Das Rad ist für mich ein Verkehrsmittel, mit dem ich besser in die Stadt und durch die Stadt komme. Nicht mehr und nicht weniger.

Meine Entscheidung fürs Fahrrad fiel vor zwölf Jahren, als es Pedelecs gab, mit denen ich meinen Berg hochkomme. Schnell habe ich gemerkt, dass Radfahren mehr ist als nur eine Bewegung von A nach B. Es ist eine Lebensart, eine Freiheit und, leider für viele, hauptsächlich Nicht-Radler, auch noch ein politisches Statement. Und das macht es schwierig.

5. November 2018

Bitte Wenden!


Verkehrwendekonferenz Süd
Freitag, 16. November 2018, 12.30 - 19.00 Uhr Gewerkschaftshaus, Stuttgart

Theoretisch wissen wir, wie Verkehrswende geht - aber wie gehen wir sie praktisch an? Wie sieht die lebenswerte Stadt der Zukunft aus? Wie kommt mehr Bewegung auf die Straßen und in Veränderungsprozesse? Wie begeistern wir Menschen für andere Mobilitätsformen?

Die „Verkehrswendekonferenz Süd“ lädt alle Bürger/innen, Initiativen und Fachleute ein, die sich nicht nur in Stuttgart, sondern in ganz Baden-Württemberg und darüber hinaus für die Verkehrswende interessieren bzw. engagieren. Hier  kann man sich anmelden. Es sind dabei, unter anderen:

3. November 2018

Ein schönes Ampel-Rätsel

Blogleser Michael aus Gablenberg hat der Sammlung von kuriosen Ampeln für Radfahrende noch eine hinzugefügt. Jeden Tag, wenn er die Aspergstraße hochfährt und an die Planckstraße kommt, fragt er sich, wie er sich verhalten muss. 

Die Autos haben eine Haltelinie,  von der aus sie auf die Autoampel schauen. Der Radler sieht hinter dem Fußgängerüberweg (und damit knapp hinter der Autoampel) aber einen Aufstellplatz für Radler. Soll er nun dorthin fahren, an der roten Autoampel vorbei? Vor allem aber durch die Fußgänger hindurch, die gerade grün haben? Tut er das, sieht er rechts (weißer Pfeil auf dem Foto) auf dem Gehweg eine kleine Radlerampel. Aha. Also ist er richtig. Beide Ampeln werden gleichzeitig grün.

Michael hält jedoch vorsichtshalber an der roten Autoampel, also an der Haltelinie für Autos. Muss er das?

2. November 2018

Radrouten bremsen Radler aus

Warum kriegen wir Radfahrenden immer die winkligen Strecken mit Z-Übergängen angeboten? Das bremst uns jedes Mal total aus. 

Wer von Degerloch nach Möhringen will, hat viele Möglichkeiten. Die Wegweiser aus dem Degerlocher Zentrum schickt Radfahrende durch die Löwenstraße in die Schöfflenstraße auf die eine von zwei Brücken, die über die B27 führen. Ist man drüber, sieht man sich diesem kleinen Radlerpfeil gegenüber.

30. Oktober 2018

Gullilöcher auf Gefällestrecke - Gefahr schnell beseitigt


Von Sonnenberg kann man die Christian-Belser-Straße nach Heslach runter sausen. Ziemlich steil. 

Bisher war das ein Schlaglochparadies, jetzt wurde sie asphaltiert und enthält nur noch eine Gefahrenstelle. Denn die Gullis wurden nicht angehoben auf Fahrbahnniveau, sie bilden Löcher im Asphalt. Sie liegen, wie Blogleser C. nachgemessen hat, bis zu fünf 6 Zentimeter tiefer als der Belag. Das Gefälle beträgt hier zehn Prozent.

29. Oktober 2018

Das Paradoxon des Radverkehrs

Radwege und Radstreifen dienen dem Komfort des Autoverkehrs. Aus Gründen der Sicherheit sind sie unnötig. Sie fühlen sich nur sicherer an. Das ist das große Paradoxon der Radverkehrsförderung. 

Wir setzen auf Radwege, um mehr Leute, vor allem Kinder, Jugendliche und Alte aufs Fahrrad zu bringen. Es gilt als gefährlich, sich mit dem Rad unter Autos zu mischen.  Aber eigentlich ist es nur stressig. Denn wir bekommen direkt die Aggressionen mancher Autofahrender zu spüren, wir werden manchmal knapp überholt. Tatsächlich trauen sich Unerfahrene eben nicht auf die Fahrbahnen. Sie träumen von Radwegen und Radstreifen. Und sie brauchen sie auch. Ohne Radrouten, die sich sicher anfühlen, erreichen wir in unsere Stadt diejenigen nicht, die Angst haben vor dem Autoverkehr, aber eigentlich gern Rad fahren würden. Sicherer, als wir denken, sind wir auf Fahrbahnen unterwegs. Diese These untermauert Thomas Schlüter eindrucksvoll auf seinem Blog über Radverkehrsunfälle und Zusammenstöße. Also bitte erst lesen, dann diskutieren!

27. Oktober 2018

So kann man was machen

Man kann ja eh nix tun ... die da oben! Stimmt nicht. Man kann sehr wohl was tun.  In Stuttgart gibt es einige sogar recht wirkungsvolle Methoden. Das muss nicht mal viel Zeit kosten. Man muss es nur machen. 

Dich stört, dass der Radweg deiner Kinder zu Schule von eine Baustelle unterbrochen wird, dass das Laub auf dem Radstreifen nicht verschwindet, dass ständig Autos auf dem Gehweg vor deiner Tür parken, dass an einem Bordstein eine Schwelle für Kinderwagen oder Rollatoren fehlt ... Bürger/innen haben derzeit mehr Macht und finden mehr Gehör als jemals zuvor. Bei Fahrradthemen kannst du dich an mich wenden. Du kannst eine Gelbe Karte an die Stadt schreiben, du kannst zum Bezirksbeirat gehen, du kannst den Stadträt/innen schreiben.  Du kannst Aktionen machen und Demos planen. Wie das geht und wie es wirkt, beschreibe ich jetzt.

Das einfachste Mittel ist:
Die Gelbe Karte. 

25. Oktober 2018

Radstreifen für Hartgesottene - Viertelstundenreportage vom Wilhelmsplatz

Am Wilhelmsplatz in Stuttgart (nicht in Cannstatt) sind die Radstreifen neu gemacht und teils neu verlegt worden. 

Kommt man vom Tagblattturm wird man an  der Fußgängerampel immer noch mitten in die Fußgänger auf den uralten roten Radweg geleitet.
Da spazieren jede Menge Leute. Die Radampel ist jetzt klein und steht einem vor der Nase. Schön.
Gar nicht schön ist es aber, wenn man von der anderen Seite kommt. Das ist ein Parcour für Fortgeschrittene. Und einer Ampel, an der man gut 3 Minuten steht.

23. Oktober 2018

Wohin mit dem Fahrrad am Friedhof?

Man kann auch mit dem Fahrrad zum Friedhof fahren. Dort findet man dann allerdings oft keine Radabstellanlagen. 

Zum Beispiel am Friedhof Steinhaldenfeld gibt es zwar viel Platz am Haupttor, aber gar nichts, um ein Fahrrad anzuschließen. Es bleibt nur das Zaungitter. (Sieht super aus.) Man kann es auch mit den Schubkarrenhaltern versuchen.

Nicht alle Hinterbliebenen und Friedhofsbesucher/innen müssen unbedingt mit Autos oder öffentlichen Verkehrsmitteln kommen, es gibt auch welche, die Fahrrad fahren können und wollen. Man muss ja keine Massen an Radabstellanlagen aufstellen, aber ein paar wären nicht schlecht.

22. Oktober 2018

Ein Pflegedienst will mehr Touren mit dem Fahrrad fahren

Pflegedienste sind viel unterwegs, meist im Auto. Sechs Frauen der Häuslichen Kinderkrankenpflege e.V. Stuttgart wollen das anders machen. 

Darum haben wir uns am Samstagnachmittag an der Kirche St. Maria bei der Paulinenbrücke getroffen zum Radfahren und zum Reden. Zuerst ging es auf Pedelecs von Conny Krieger und Extra Energy zu einer kleinen Tour durch den Stuttgarter Süden: Achtung, nicht zu dicht an geparkten Autos radeln, Dooring-Gefahr! Und im Kreisverkehr nie am äußeren Rad fahren, sondern mitten auf der Spur drum herum! Und natürlich stand auf dem Radstreifen zum Kreisverkehr an der Olgastraße ein Auto. Ja, da darf man auf der Fahrbahn drum herum fahren. 

21. Oktober 2018

Und so stehen wir und stehen und stehen ...

Wer entlang der Heilbronner Straße in Fahrtrichtung rechts von Zuffenhausen zum Pragsattel radelt, stößt auf diese Baustelle. Der Radweg ist nicht mehr befahrbar. 

Also rüber über die Fußgängerampel (ohne Radzeichen auf der Streuscheibe) auf die andere Seite. Allerdings reicht die Grünphase nicht aus. Als ich mich durch die Z-Schranke gequält hatte, sprang die Ampel für die andere Fahrbahn auf Rot. Und da stand ich nun. 1 Minute .... 2 Minuten ... 3 Minuten ... 4 Minuten ...

19. Oktober 2018

Er stößt keine Abgase aus, er atmet sie nur ein

Die Stuttgarter Zeitung berichtet von einem Treffen mit Leser/innen-Beirät/innen, bei dem es auch ums Radfahren in Stuttgart geht. Ein Beirat radelt täglich von Botnang nach Fellbach und zurück.

Er lässt inzwischen das Auto stehen und bevorzugt das Pedelec, weil es damit schneller geht. Aber er beschwert sich darüber, dass die Stadt den Radfahrenden keine Strecken fernab von Autos anbietet. Seitdem erlebe er den Feinstaub neu, zitiert ihn die Zeitung, "man beißt auf Diesel". Darüber solle die Zeitung mehr berichten.

Ich kann ihn nur beglückwünschen, dass er diese weite Strecke (ca. 16 km,) mit dem Fahrrad fährt und nicht mehr mit dem Auto. Was ihm im Auto nicht aufgefallen ist: Er hat auf jeder Strecke die 1,5- bis 3-fache Menge an Luftgiften eingeatmet, während er in der Kabine saß und sich durch den Stau quälte.

18. Oktober 2018

Das Schild ist weg

Das verblasste Radweg-Schild an der Ecke Böblinger/Schikardstraße in Heslach ist weg.

Offenbar war es doch nur ein vergessenes Schild, keines, das noch eine Bedeutung hatte.

Die Verwaltung hat es nun abgenommen. Vielen Dank dafür. Jetzt muss noch ein Zusatzschild hin, das Radlern die Geradeausfahrt in die Böblinger Straße erlaubt. Und es muss da eine anständige Radführung her, die die Radler rechts an den Autos entlang nach vorn zur Ampel führt, damit sie nicht im Autostau stehen. Am besten samt Radlerampel, die das Geradeausfahren auf der Böblinger Straße den Radfahrenden erlaubt.

17. Oktober 2018

Verkehrsunfall ist das falsche Wort

"Im toten Winkel der Sprache", so titelt das Neue Deutschland einen Artikel über das Wort "Unfall", das wir verwenden, wenn jemand im Straßenverkehr von einem anderen Fahrer getötet oder verletzt wird. 

In dem Artikel heißt es: "Diese absurde Verwendung des Wortes 'Unfall' verschleiert die Todesursache: dass jedes Todesopfer im Verkehr daran stirbt, dass jemand zu schnell oder unter Alkoholeinfluss gefahren ist, während der Fahrt Mitteilungen verschickt oder auf andere Weise die Tragödie verursacht hat. Alles verschwindet im toten Winkel der Sprache, wenn das Wort 'Unfall' zur Routine wird. Diese Apathie verwundert: Flugzeuge stürzen ab, Schiffe havarieren. Nur auf unseren Straßen ist alles offenbar Gottes Wille, sind alle Gesetze der Physik aufgehoben. Die Bezeichnung 'Verkehrsunfall' signalisiert, dass nichts und niemand wirklich Schuld an einem Zusammenstoß hatte." (Neues Deutschland)

In den USA vermeiden Polizei, Behörden und Medien teilweise inzwischen das Wort "Unfall" (accident) und verwenden stattdessen Worte wie "Zusammenstoß" (crash).

15. Oktober 2018

Lieber Autofahrer mit dem Kennzeichen ...

S-TD 17...(??*). Du hast mich mit deinem Auto attackiert, weil du meintest, ich hätte an der Ampel nicht rechts an dir vorbei fahren und mich vor dich hinstellen dürfen. 

Das war auf der Neckarstraße am Freitag, den 12. Oktober gegen 9:25 Uhr. Du hast mich beim Überqueren der Hackstraße mit deinem dicken schwarzen Auto eingeholt, mich fast touchiert, mich damit nach rechts abgedrängt und mir zugeschrieen, ich dürfe nicht rechts an dir vorbei fahren.

Ich darf, habe ich dir geantwortet. Aber du bist davon gerast. Dass ich das darf, sagt sogar der ADAC seinen autofahrenden Mitgliedern.

13. Oktober 2018

Zwei Kilometer gefährlicher Nevenkitzel

Blogleser Colin erlebt jeden Morgen, wenn er zur Arbeit radelt, seine Schreckmomente.  Er radelt im Dachswald den Knappenweg hinauf und wird überholt, was das Zeug hält, der Platz aber nicht hergibt.

Er hat mir geschrieben. Anlass war: Er und ein zweiter Radler sind von einem überholenden Bus abgedrängt und fast erfasst worden.

Der Knappenweg hat einen Anstieg und Gefälle, rechts wird teils geparkt (dann reicht die Fahrbahn nicht für zwei Autos), er hat Kurven, die man nicht einsehen kann, wenn man überholt, es kommt viel Gegenverkehr, es sind ein Bus und Lkw unterwegs. Dabei wirkt das Ganze wie eine harmlose Wohnstraße am Dachswald. Was Colin mir geschrieben hat, ist krass.

11. Oktober 2018

Kleine Räder, kleine Abstellanlagen

Niedlich. Das hat die Kita im Scharnhauser Park auf den Ostfildern wunderbar gemacht. Für die Kinderroller und Kinderräder gibt es niedrige Radbügel zum Anschließen.

Ein wichtiges Element bei der Entscheidung fürs Fahrrad ist für viele die Frage, wo sie es am Ziel sicher abstellen können. Diese Kita, Haus für Kinder, bietet die Möglichkeiten an. Und sie werden, zumindest bei schönen Wetter, genutzt. So lernen Kinder, dass der Weg nicht immer im Auto zurückgelegt werden muss. Sie bewegen sich am Morgen, sie atmen frische Luft, sie sehen ihre Umgebung, sie wissen, wo sie leben und wie sie sich dort zurechtfinden können, sie lernen sich zu orientieren, sie lernen Balance und Koordination. Und damit sind sie später auch besser in der Schule (und in Mathe).

Das Foto hat Gabriele Munk gemacht.

Sehr gut.

9. Oktober 2018

Sinnfreie Ausschilderung, enge Baustellenumleitung - Vaihingen

An der Breitwiesen- und Nord-Süd-Straße in Vaihingen gibt es eine Baustelle. Kann vorkommen. Was bei uns dabei gern auch vorkommt: eine verwirrende Beschilderung und kaum Platz für Radler. 

Man sieht dass die Radfahrenden ihren gewohnten Weg über die Nord-Südstraße hinweg Richtung Rohrer Straße und Möhringen nicht fahren können. Kommen sie die Breitwiesenstraße entlang, sehen sie an der Einmündung in die Nord-Süd-Straßen diese Barrieren. Sie sollen hier nach links über die Breitwiesenstraße hinüber. Das ganze ist als gemeinsamer Geh-/Radweg ausgeschildert. Seit wann sind Zebrastreifen Radwege? Eigentlich endet der Radweg doch genau hier.

8. Oktober 2018

Endspurt beim Voting für Top Fahrradblogs 2018

Ein Zwischenergebnis der Wahl der besten Fahrrad-Blogs: In der Kategorie "Fahrradpolitik, Stadtrad" steht Radfahren in Stuttgart (dasfahrradblog.blogospot.de) auf Platz 1. Das ist schön.

Aber die Wahl ist noch nicht zu Ende. Noch ist nichts entschieden. Wer also noch nicht hat, aber will, kann noch für mich voten. (Hier der Link.) Rund 100 Stimmen wurden bisher in dieser Kategorie verteilt.

Allen, die schon abgestimmt haben, sei herzlicher Dank. Denn auch in der Gesamtliste steht mein Blog auf Platz 4. Das ist schon mal ziemlich irre. Wenn "Radfahren in Stuttgart" es tatsächlich auch auf Platz 1 schaffen sollte, dann lasse ich mir was einfallen für eine kleine Feier mit euch.

7. Oktober 2018

Auch das Volksfest schickt Radler zum Teufel

Die Hauptradroute 1 geht in Cannstatt im allgemeinen Volksfestchaos unter. Das ist immer wieder so. Aber jetzt reicht's uns. 

Jetzt muss da mal ein Radverkehrskonzept her, das die Radler nicht in Menschenmassen und auf abgesperrte Radstreifen schickt.

An der Einmündung Merdecesstraße (Punkt 5 in der Karte) in die König-Karl-Straße ist die Hauptradroute 1 einfach abgesperrt. Das merkt man allerdings erst, wenn man dort ist. Dann kann man sich gepflegt in den dichten Autoverkehr einordnen. Eltern mit Kinderanhänger sagen "Danke schön!". Aber das ist noch nicht alles.

5. Oktober 2018

Erster Bericht von der Machbarkeitsstudie Radschnellwege nach Stuttgart

Es geht los mit der Planung von Radschnellwegen und ihrer Weiterführung nach Stuttgart hinein. Der Gemeinderat hatte die von den Grünen beantragte Machbarkeitsstudie beschlossen. 

Am vergangenen Dienstag, den 2. Oktober, stellten die Planungsbüros VIA und Brenner Bernard vor, was sie vorhaben.

Mit dabei Vertreter/innen der Stadt, von Städten der Region Stuttgart, vom Verkehrsministerium und vom Regierungspräsidium, von Verbänden und des Gemeinderats (SPD, Grüne, Sösli und Stadtist). Das ganze wird so ablaufen: Zunächst einmal wurden die Korridore gesucht, in denen die Verbindungen zur Innenstadt verlaufen könnten. Darauf haben wir einen Blick geworden und Tipps gegeben, wie im Detail die Strecke verlaufen könnte und was gar nicht geht. Das war der Zweck des Treffens. Unsere Radler/innen-Expertise abholen (wobei ich wieder mal die einzige Frau war).

3. Oktober 2018

Autofahrerin fährt beim Abbiegen Radler an

Mitte September ist hier eine 22-jährige Autofahrerin mit einem Radfahrer zusammengestoßen, als sie aus der Nürnberger Straße in die Obere Waiblinger Straße abbiegen wollte. Der 53-jährige Radler erlitt schwere Verletzungen. 

Mal sehen, wann die Polizei aufhört, verniedlichend von "offensichtlich übersah* sie beim Abbiegen ... den Radfahrer" zu sprechen und statt dessen eine Formulierung verwendet, die in etwa bedeutet, dass die Autofahrerin nicht auf den Radfahrer achtete oder dem geradeaus fahrenden Radler die Vorfahrt nahm. Denn so wars.

1. Oktober 2018

Wer den Radel-Thon fährt, muss Pfadfinder sein

Der Radel-Thon gehört zu den ältesten Radtourstecken in Stuttgart. Er ist rund 80 km lang und führt um Stuttgart herum.

Alle, die ihn radeln, merken schnell, dass er in die Jahre gekommen ist. Die Schilder sind winzig oder fehlen ganz. An dem Schilderbaum hier (Foto von Blogleser Gerhard) sind das die kleinen grünen Dinger, die unten angehängt sind.

Manchmal begegne ich, vor allem am Wochenende, Menschen auf Fahrrädern, die seine Spur verloren haben und mich frage, ob ich wüsste, wo hier der Radel-Thon weitergeht. Und wir haben jetzt hier die Liste aller Mängel.

30. September 2018

Die sanfte Tour

Reden wir miteinander. Das schlägt Till Räther in diesem Artikel der Süddeutschen Zeitung vor. Er plädiert für eine sanfte Eroberung der Straße durch uns Radfahrende, fürs freundliche Zeigen, dass wir da sind. 

Wer Rad fährt, gilt gern als verrückt, aggressiv, rücksichtslos und unbeleuchtet. Das liegt daran, dass Radfahrende den anderen immer nur dann auffallen, wenn sie ohne Licht radeln oder aggressiv und rücksichtslos sind. Die vielen Tausend anderen, die sich an Regeln halten und geduldig anhalten, weil ein Autofahrender sie zu übersehen droht, werden nicht gesehen. Sie sind die stillen Retter/innen unserer Städte,

29. September 2018

Der Radverkehr kommt in die Schweizer Verfassung

Fast 74 Prozent der Schweizer Bürger/innen haben dafür gestimmt, dass die Förderung von Radwegen in die Verfassung aufgenommen wird.

Das bedeutet, dass der Ausbau der Radinfrastruktur in der Schweiz nicht mehr nur eine regionale Angelegenheit ist. Die Regierung in Bern kann mitreden. Vor allem aber kann sie Standards festlegen, die für mehr Sicherheit sorgen. Das scheint nötig, denn die Zahl der Verkehrstoten unter Radfahrenden ist in der Schweiz unverhältnismäßig gestiegen. Außerdem rechnen Experten damit, dass der Radverkehr in den kommenden zwei Jahrzehnten um zwei Drittel steigen wird.

28. September 2018

Die Stadt unterstützt Familien beim Kauf von E-Lastenrädern

Betriebe können schon einen Zuschuss beim Kauf eines Lastenrads beantragen, Familien können dies jetzt auch tun, solange das Geld reicht. 

Der Gemeinderat hat auf Initiative von Anne Pelzer und ihrem Laden für E-Lastenräder im Stuttgarter Süden und auf Antrag der Grünen im Gemeinderat im vergangenen Jahr im Haushalt 250.000 Euro dafür bereitgestellt. Der Bund wollte leider keine Förderungsmittel dazu tun. Deshalb reicht das Geld vorerst nur für 167 Lastenräder. In der Förderrichtlinie steht:

27. September 2018

Wenn Verkehrszeichen unlesbar werden

Mit dem Schild verblasst eine verkorkste Regelung für Radfahrende. 

Es steht auf der Ecke der Böblinger Straße zur Schickhardtstaße. Erkennen kann man mittlerweile nicht mehr, was es genau sagt. Ahnen kann man, dass ein geteilter Rad-/Gehweg ist. Nur dass er nie geteilt war. Es ist einfach nur eine Gehwegecke mit Ampelanlagen.

Der Gehweg rechts hoch ist nicht für Radler freigegeben. Also sollen sie wirklich nur rüber.
Allerdings sind die Streuscheiben rechtswidrig  immer noch nicht mit Fahrradzeichen ausgestattet, also müssten sich die Radler nach der Autoampel richten, die sie nicht sehen können, und dürfen, wenn frei ist, bei Fußgängerrot über die Straße fahren. Alles gaaaaanz schlecht!

26. September 2018

Vorsicht, Treppe! - Cannstatt

Entlang der Deckerstraße in Cannstatt werden Radfahrende Richtung Fellbach über einen Gehweg geführt, den sie sich als Radweg mit Fußgänger/innen teilen.

Der Weg wird rege genutzt. Eltern mit Kindern freuen sich über einen baulich von der Autofahrbahn getrennten Radweg, der ein sicheres Radeln möglich macht. So auch Blogleser Florian. Allerdings hält der Radweg an der Brücke über die Augsburger Straße eine kleine Falle bereit.

25. September 2018

Neue Linie auf dem Ferdinand-Leitner-Steg

Das ist das Ergebnis der Wartung des Ferdinand-Leitner-Stegs. Eine Trennung der Fläche in Rad- und Fußgängberbereiche mit durchgezogener Linie. 

Okay. Mag sein, dass sich Fußgänger beschwert haben, weil Radler überall lang fahren. Das halte ich für das Wahrscheinlichste, denn niemand beschwert sich, weil Fußgänger überall lang gehen. Tatsächlich aber gehen sehr viele von ihnen überall lang, auch auf Radstreifen oder Radwegen, die mit blauen Schildern ausgezeichnet sind. So sah es am vergangenen Sonntag aus. Alle orientierten sich. Ein armer Fußgänger rannte dabei voll Stoff gegen den Pfosten. Die sollte man vielleicht wegnehmen! Ansonsten funktioniert es recht gut.

24. September 2018

Aktion gegen Radstreifen-Parker

Besonders gern halten und parken Autofahrende auf den so genannten Sicherheitsstreifen auf der Wilhelmstraße beim Rewe nahe dem Kreisverkehr. 

Deshalb hat der Radentscheid dort heute eine Aktion gemacht, zu der die Presse eingeladen war Stuttgarter Zeitung,  Regio-TV und der Fotograf von Konkret kamen. Es ging darum, zu zeigen, wie heikel es ist, wenn Radfahrende die auf ihrem Radstreifen abgestellten Fahrzeuge umfahren müssen. Sie brauchen dafür Platz und natürlich eine Lücke im nachfolgenden Autoverkehr. Diese Lücke und diesen Platz haben die Akteur/innen ihnen für ein paar Minuten durch Hütchen geschaffen. (Darüber hat auch die Stuttgarter Zeitung berichtet.)

Wer macht eigentlich die Beschilderung in Stuttgart?

Also, mal ehrlich: Was soll das eigentlich? Blogleser Martin schickt mir diese Foto von der Robert-Koch-Straße, nach der Kreuzung mit der Vollmöllerstraße, Richtung Möhringer Landstraße.  Baustelle. Umleitung durch den Stadtpark. Okay.

Über diese Sperrung des Radstreifens und Gehwegs habe ich vor ein paar Tagen schon geschrieben. Ich frage mich jetzt: Was bedeuten diese Schilder eigentlich wirklich?

Hier dürfen keine Fußgänger mehr laufen, soweit alles klar, wenn auch unverschämt den Fußgänger/innen gegenüber, für die Umwege anstrengend sind (im Gegensatz zu Autofahrenden, für die Umwege nicht anstrengend sind.) Aber hier sollen auch keine Radfahrenden mehr fahren.

23. September 2018

Am Fahrrad ist die Klingel das Lauteste

Städte sind laut. Alle fünf Jahre muss eine Stadt die Lärmbelastung erfassen und veröffentlichen. Das hat Stuttgart jetzt für 2017 getan. 

Lärm kostet übrigens richtig Geld, uns alle und die Stadt. Das Fahrrad ist unbestreitbar das leiseste Verkehrsmittel. Es steht diesem ungeheuren Geräuschpegel als stille Alternative gegenüber. Es ist billig in der Anschaffung, macht Spaß und macht die Stadtgesellschaft gesünder.

Elektro-Autos sind auch nicht immer die Lösung. Sie mögen in der Stadt leise sein, auf Autobahnen sind sie es nicht. Denn das Hauptautobahngeräusch sind die Reifengeräusche, die auch ein E-Auto macht. Für Anwohner/innen in Autobahnnähe würde sich also durch einen E-Autoverkehr nichts ändern.

22. September 2018

Zum Teufel mit den Radfahrern und Fußgängern, die Zweite

Eine Baustelle blockiert in der Robert-Koch-Straße in Vaihingen Gehweg und Radweg. 

Fußgänger sollen hier auf die andere Straßenseite wechseln, Radfahrende auf die Fahrbahn. Geht, kann man machen, auch wenn viel Verkehr herrscht und man ein routinierter und furchtlos Radler ist. Nur die Jugendlichen und unsicheren Radfahrenden tun das nicht. 

Falls wir in Stuttgart das Radfahren unter keinen Umständen fördern wollen, dann machen wir so was. Man könnte ja auch mal den Autofahrenden eine Spur wegnehmen (die haben ja hier zwei Fahrspuren Richtung Schwabengalerie) und Fußgänger und Radfahrer um die Baustelle herum führen. 

Auf die Situation hat mich Blogleser Jan aufmerksam gemacht, von dem auch die Fotos stammen. 

Das ist hier wieder mal sehr schlecht gemacht.

21. September 2018

Ferdinand-Leitner-Steg gesperrt

Der Ferdinand-Leitner-Steg ist gesperrt, weil er gewartet werden muss.

Das soll gelten in der Nacht vom 21. auf 22. September und vom 22. auf den 23. jeweils von 22 Uhr bis 8 Uhr. So steht es auf der Stuttgart-Seite.

Das scheint aber nicht Realität zu sein. Denn sonst hätte die Sperrung jetzt noch nicht stattfinden dürfen.

Das ist natürlich ein neuralgischer Punkt, weil hier alle Radler und alle Fußgänger die Straße zwischen Oper und Schlossgarten überqueren. Radler berichten mir, dass sie durch die Klettpassage und ein Stück über die Königstraße umgeleitet wurden. Ist nicht schön, aber eine Sanierung/Wartung des Stegs ist halt schon nötig. Alternativstrecken für die Morgenpendler:

Cooles E-Faltrad im Angebot

Zwei Geschwister aus Kopernhagen haben ein E-Faltrad mit fetten Reifen entwickelt, dass man derzeit bei Indiegogo vorbestellen kann. Und zwar zu sensationell geringem Preis von um die 800 Euro.

Es heißt Mate X, und es wird als S-Pedelec und als Pedelec angeboten. Reichweite rund 80 km. Gefaltet wird es wie jedes andere Faltfahrrad auch. Es wiegt immerhin noch 29 kg. Das besondere an diesem Teil ist, dass man mit den Reifen (die es in zwei Ausführungen gibt) überall, also auch off-road fahren kann.

Hier noch mal der Link zum Vorbestellen zum Sonderpreis. Auslieferung soll bereits Dezember sein.

19. September 2018

Zwei Umfragen: Fahrradklimatest des ADFC und rote Ampeln

Es ist wieder soweit, ihr könnt und müsst beim Fahrradklimatest des ADFC mitmachen. Er misst, wie sich Radfahrende in den jeweiligen Städten fühlen, was sie bemängeln und was sie gut finden, und vergleicht die Städte miteinander. 

Die Fragen sind großenteils die gleichen wie jedes Jahr. Es geht darum, wie ihr das Radfahren in eurer Stadt findet, wie ihr euch fühlt und was ihr objektiv an Mängeln feststellt. Doch diesmal geht es auch besonders um das Thema Familien und Kinder. Mit Zusatzfragen will der ADFC herausfinden, ob die Stadt (also bei uns Stuttgart) ein kinderfreundliches Radklima bietet. Hier gehts zum Test.

18. September 2018

Den beliebtesten Fahrradblog wählen

Und wieder veranstaltet Fahrrad.de die Wahl der beliebtesten Fahrradblogs

Und auch dieses Jahr steht mein Blog "Radfahren in Stuttgart" in der Kateroie "Stadtrad und Fahrradpolitik" zur Abstimmung.

Im letzten Jahr habt ihr mich in dieser Kategorie auf Platz 1 gewählt. Mal sehen, was dieses Jahr passiert. Hier der Link zum Voting in dieser Kategorie.

Im oberen Fenster findet ihr in der Liste auch mein Blog "dasfahrradblog.blogspot.de"
Die Umfrage fragt euch auch dann nach der Url eures Lieblingsartikels  in meinem Blog. Dann werdet ihr nach eurer E-Mail-Adresse gefragt und könnte schließlich abstimmen.

17. September 2018

Die langsamste Ampel Stuttgarts ist weg

Die Kreuzung am Tagblattturm mit der langsamsten Radlerampel Stuttgarts ist Geschichte.

Ab dieser Woche soll die Kreuzung zwischen Tagblattturm, Hegelhaus und Galerie Kaufhof für die neue P-Buslinie umgebaut werden.

Das bedeutet auch eine Aufwertung der Hauptradroute 1. Mit Behinderungen des Radfverkehrs ist sicher zu rechnen. Ich gehe aber davon aus, dass der Radverkehr auf der HRR 1 nicht unterbrochen wird oder dass praktikable Umleitungen ordentlich ausgeschildert werden.

15. September 2018

Zum Teufel mit den Radfahrenden

Und es geht immer noch. Man kann einen Radweg kommentarlos sperren und es den Radfahrenden überlassen, wo sie fahren.

Dieses Foto stammt von Blogleser Thomas und zeigt den Abschnitte der Hauptradroute 1 am Augsburger Platz in Cannstatt.

Für routinierte und furchtlose Radler kein Problem, sie mischen sich dann halt unter die Autos. Jugendliche oder unsichere Radfahrende werden das Fahrrad über den Bordstein hochheben auf den Gehweg flüchten. Sie müssten dort schieben, was sie aber vermutlich nicht tun werden.

13. September 2018

Radwege ohne Benutzungspflicht sind möglich

Endlich können Radwege und gemeinsame Rad- und Fußgwege so ausgewiesen werden, dass für Radfahrende nicht automatisch eine Benutzungspflicht entsteht und sie auch nicht zu Schrittgeschwindigkeit gezwungen werden wie bei einer Radfreigabe des Gehwegs. 

Darauf hat Bernd Sluka (VCD Bayern) auf seiner Internetseite hingewiesen. Seinem Bericht zufolge hat man sich zwanzig Jahre nach der Aufhebung der Benutzungspflicht für Radwege, die aber fast nirgendwo vollzogen wurde, im Bund-Länder-Fachausschuss StVO auf eine Bodenmarkierung geeinigt, die es Radlern erlaubt, auf einem Fußweg zu fahren, ohne dass sie es müssen. Das sieht so aus, dass auf den Asphalt oben ein Fußgänger und unten ein Fahrrad mit waagrechtem Zwischenstrich gemalt werden. Dann muss kein Schild mehr aufgestellt werden, und allen ist klar, was hier fährt und geht. Sluka verweist auf diese Broschüre, wo das auf Seite 40 beschrieben wird.

Hier das Foto der Seite in der Broschüre:

11. September 2018

Spatenstich für den ersten Radschnellweg in der Region Stuttgart

Es kann losgehen. Gestern war Spatenstich für den ersten Radschnellweg, der Stuttgart in diesem Fall mit Böblingen und Sindelfingen verbindet. 

Er ist 7,7 km lang, führt auf der Römerstraße (gerne auch als Panzerstraße bezeichnet) von Böblingen/Sindelfingen durch den Wald nach Vaihingen Rohr  und zur Universität und soll im kommenden Frühjahr fertig sein. Ich habe mehrfach über die Pläne berichtet.

Landesverkehrsminister Winfried Hermann hat sich besonders dafür eingesetzt, dass es bei uns endlich losgeht mit schnellen Routen für Radfahrende. Und auch Böblingen ist da vorangeschritten.

9. September 2018

Acht Jahre Critical Mass in Stuttgart

Die September-Ausfahrt der Critical Mass ist für mich immer die schönste. 

Man fährt in die Dämmerung, meist ist das Wetter noch sommerlich und man trifft sich nach dem Sommer wieder.

Am vergangenen Freitag zählte die Polizei beim Start über 2.000 Teilnehmer/innen, doch die eigene Zählung der Critical Mass kam nach etwa einer Stunde am Anstieg der Olgastraße zur Neuen Weinsteige nich mehr an die 1.800 heran. Gezählt wird mit einem Handzählgerät und viel Konzentration. Meist zählen entlang der Strecke mehrere und meist gibt es keine großen Abweichungen, sie liegen etwa bei 10 Personen. Dann wird halt das Mittel gebildet. Die Zahlen von 2018 findet ihr hier. 

7. September 2018

Radkult und Radkultur - Leipzig

Leipzig hat eine junge und kreative Kultur. Deshalb auch eine andere Radkultur. 

Hier fährt man stressfreier, meinen manche, die hier in Stuttgart radeln. Allerdings gab es in Leipzig in diesem Jahr schon zwei tödliche Abbiegeunfälle. Leipzig hat eine alte Radinfrastruktur, aber auch eine, die weiter ausgebaut wurde. Rund um die Innenstadt gibt es viele, viele Radabstellmöglichkeiten und es  gibt ein Fahrradparkhaus an der Uni.

In Leipzig sieht man viele alte Räder, wie wir sie in der Jugend gefahren haben, dafür aber wenige Pedelecs. Leipzig hat eine große Jugend- und Subkultur. Das zeigt sich auch an den Rädern.

5. September 2018

Müssen Radfahrer einen Parkschein lösen?

Wenn sich viele Fahrradfahrer in einer Kneipe treffen, es aber keine Radständer gibt, was dann? Den Gehweg vollstellen? Nein, sagten wir uns. Wir nehmen einen Parkplatz.

So geschehen in der Tübinger Straße, der Fahrradstraße, in der es eklatant an Radabstellbügeln fehlt. Fünf Fahrräder stehen auf einem Autoparkplatz. Sogar einen Parkschein haben wir gelöst und an die Mittelstange des dritten Rades von hinten geklemmt. Aber hätten wir das müssen? Nein, hätten wir nicht, weil Fahrräder im Parkscheinssystem nicht vorgesehen sind.