18. Juli 2018

Böse Schikane für Radfahrende auf der Tübinger Straße

Wir wissen, die Fahrradstraße wird in Teilen in eine Autostraße umgewandelt. Es kommen zwei Ampeln hin, an denen auch Radfahrende warten müssen. Jetzt wurde auch noch eine Schikane auf den Radstreifen gebaut.

Diese Schwellen liegen genau quer zum Verlauf des Radstreifens. Sie zwingen Radfahrende zu einem jähen Schlenker nach links vor die Autokühler. Wer sie zu spät sieht, stürzt. Ich habe heute früh da schon einen Radler sturzgefährlich schlingern sehen. Es besteht zudem  Gefahr, dass Radfahrende zwischen Autos und den Schwellen eingeklemmt werden, entweder weil Autofahrer ihre Spur nicht halten, so wie dieser hier, oder weil sie versuchen, regelwidrig geradeaus zu fahren. Nachtrag Mittag: Da steht jetzt eine Ampel drin.  

Diese Schwellen samt Ampel dienen einzig und allein der Bändigung des Autoverkehrs, die Interessen der Radfahrenden, einschließlich ihrer Sicherheit fallen diesen Maßnahmen zum Opfer.

17. Juli 2018

Das vorläufige Ende unserer einzigen funktionierenden Fahrradstraße

Die Umbausmaßnahmen auf der Tübinger Straße haben begonnen. Sie wandeln die Fahrradstraße auf rund 200 Metern in eine reine Autostraße um. 

Damit die vielen Autos, die da durchfahren, nicht zusammenstoßen, werden zwei Ampeln eingerichtet, an der auch Radfahrende warten müssen, und zwar so lange, wie die Autofahrer. Die Ampeln stehen an der Cottastraße und an der Fangelsbachstraße (in einem Abstand von nicht einmal hundert Metern).

Grund für die Entwidmung sind Sanierungsmaßnahmen am Österreichischen Platz. Weil die Autos dort nicht mehr von der Paulinenbrücke Richtung Heslacher Tunnel abbiegen können, werden sie umgeleitet. Eigentlich großräumig, aber viele werden vor allem anfangs über die Silberburgstraße auf der Tübinger Straße landen und über die Cottastraße Richtung Tunnel abfahren.

15. Juli 2018

Stuttgart sucht eine neue Fahrradbeauftragte

Claus Köhnlein verlässt seine Stelle als Fahrradbauftragter zum Ende dieses Jahres. Die Stadt hat die Stelle ausgeschrieben

Bewerben kann man sich bis September, angetreten werden soll sie zum 1. Januar kommenden Jahres.

Hier ist die Stellenausschreibung. Der/die Radbeauftragte soll die Themen rund ums Radfahren in Stuttgart nach außen und nach innen vertreten, also in den Ämtern koordinieren und in Bezirksbeiräten und Bürgerinnen und Bürgern gegenüber erklären und vertreten. Bewerben kann sich, wer ein abgeschlossenes Studium mit Schwerpunkt im Bereich Verkehrsplanung vorweisen kann.
Ich hoffe, dass sich mehr als eine Frau darauf bewirbt und unsere künftige Radbeauftragte eine Frau ist. Denn Radverkehr ist derzeit noch hauptsächlich Männersache.

13. Juli 2018

Sturz in Stadtbahnschienen

Eine Radfahrerin ist am vergangenen Dienstag in Straßenbahngleise geraten und schwerst gestürzt.   Das berichten die beiden Stuttgarter Zeitungen. 

Sie trug einen Helm und erlitt trotzdem schwere Kopfverletzungen, soll aber außer Lebensgefahr sein. Die Straße, die sie fuhr, ist wie viele andere, gefährlich, weil Radfahrende hier die Gleise mehrmals überqueren müssen. Sie kam die Hausmannstraße hinunter. Am Eugensplatz muss man vom rechten Fahrbahnrand in die Schienen fahren, danach wieder hinaus. Dabei geriet sie mit dem Vorderreifen ins Gleis und stürzte. Ähnlich gefährlich sind die Böblinger Straße, die Hackstraße, die Freihofstraße (Stammheim, Foto) oder die Landhausstraße.

11. Juli 2018

Elegante Radabstellpfosten - Neuheit

Erfunden und zum Patent angemeldet hat sie der Stuttgarter Steinmetz Heinz Blaschke. Sie werden aus heimischem Granit gefertigt und per Lastenfahrrad geliefert. 

Da hat sich einer wirklich Gedanken gemacht. Die Kette, die man für so einen Steinpfosten braucht, darf zwar nicht zu kurz sein. Aber es  können endlich Damenfahrräder, also solche mit tiefem Einstieg, und Lastenfahrräder daran angeschlossen werden.
Die üblichen Fahrradbügel sind ja für Herrenräder mit Stange gebaut. Eine unteren Querbalken auf Höhe der stabilsten Stelle des Damenfahrrads haben sie nur selten, in Stuttgart gar nicht.

Diese Pfosten finde ich persönlich sehr elegant. Sie fügen sich besser in eine mit Sorgfalt gestaltete Stadtumgebung ein als diese martialischen Radbügel. Und sie passen besonders gut zu Stuttgart, wo es ja besonders viele Steinquader als Fußgängerbereichs-Begrenzung gibt. Ohne Fahrräder sehen sie hübsch aus und verraten ihre Funktion nicht gleich. Mit Fahrräder drin sind sie dann eben Fahrradständer.


Welche Routen bevozugt ihr - Umfrage

Welche Wege bevorzugt ihr beim radeln? Wäre Kopfsteinpflaster egal, wenn nur kaum Autos dort fahren, oder nehmen wir Autoverkehr in Kauf, wenn wir auf glattem Asphalt fahren können.

Das DLR (Institut für Verkehrsforschung Dresden) hat eine Umfrage aufgesetzt, die klären will, ob Schnelligkeit, Radstreifen, Radweg oder Autofreiheit unsere Entscheidung beeinflussen diese oder jene Radroute zu nehmen.

Was mir natürlich fehlt: Die Zahl der Ampeln auf der Strecke, denn ich bevorzuge Routen mit möglichst wenigen Ampelhalten, und ich sehe, dass auch andere Radfahrende das tun. Und das Thema Farradstraßen, mit und ohne geparkten oder fahrenden Autos, fehlt. Fahrradstraßen haben ja den Vorteil, dass man auf einer Vorrangstraße unterwegs ist.

Hier noch mal der Link

9. Juli 2018

Morgenabend Radforum in Rathaus

Die Projektruppe eins, Radinfrastruktur, trifft sich wie üblich am Dienstag um 18 Uhr im 4. Stock des Stuttgarter Rathauses.

Diesmal geht es um das heikle Thema Amepln und Radfahren. Gast ist Dr. Unkhoff vom Tiefbauamt. Ampelschaltunen sind ein Thema, das uns alle angeht, und zu dem viel zu sagen haben. Kommt, und sagt es.

Dienstag, 10.7.2018, 18 Uhr in den Räumen 406 und 407.

Tagesordnung:
1. Wie kann man Lichtsignalanlagen (“Ampeln”) für den nichtmotorisierten Verkehr verbessern? Zu Gast wird Herr Dr. Unkhoff vom Tiefbauamt sein.
2. Verschiedenes
3. Thema der nächsten Sitzung



8. Juli 2018

Hauptradroute 1 auf der Holzstraße ist gescheitert

Es schein nichts zu geben, was Autofahrende daran hindert, die Rad- und Fußgängerfläche Holzstraße zu beherrschen. Zumindest wird kein Mittel eingesetzt, um Autofahrende daran zu hindern, auf dem Rad- und Gehweg zu fahren, zu rangieren oder zu parken. 

Weder rote Streifen, noch Schilder, noch die kürzlich aufgestellten Radbügel, nichts nützt. Die Hauptradroute 1 ist auch am Samstag unsere Hauptradroute, sie ist die einzige, die wir haben. Die Fahrradstraße Markt-/und Münzstraße hat man uns weggenommen mit dem Versprechen, dass der Radweg über die Holzstraße ein guter Ersatz ist. Das ist er nicht. Er funktioniert nicht. Der ganze Bereich entlang der Holzstraße ist eine Fehlplanung zulasten des Radverkehrs, des Fußgängerverkehrs und des Zulieferverkehrs.

7. Juli 2018

Werdet endlich erwachsen!

Kürzlich habe ich einen Zeitungsartikel gelesen, der mich einigermaßen befremdet hat. Ein Radfahrer beschreibt hier aus seiner doch sehr eingeschränkten Perspektive den Autoverkehr. In dem Artikel heißt es: 

"Kürzlich fuhr vor mir eine Frau in einem nicht ganz billigen Auto. Sie war schätzungsweise Mitte vierzig und sah aus wie eine gestrenge Grunschullehrerin. Es war nicht viel Verkehr. An einer Kreuzung fuhr sie ohne abzubremsen weiter, obgleich die Ampel längst auf Rot gesprungen war. Ich habe mich gefragt, wie es zu dem großen Missverständnis in der Entwicklung des Autoverkehrs gekommen ist.

5. Juli 2018

Reger Parkplatzsuchverkehr auf dem Radweg

Wir haben es mit freudiger Überraschung gesehen: Seit einiger Zeit stehen Radabstellbügel  entlang der Holzstraße. Denn die Stadt will dort keine parkenden Autos mehr haben.

Wir Radler/innen wollen das auch nicht, denn die Autos ragten gern in den Radweg hinein. Und die Fahrer fuhren nicht immer den Bordstein hinauf, sondern steuerten die Plätze über den Radweg an.

Eine Weile waren die Stellplätze tatsächlich leer. Aber schon vor einer Woche sah ich diesen Wagen an einem Samstag dort stehen. Er kann nur über den Radweg hinfahren. Und vor ein paar Tagen postete Simone in Twitter, dass reger Parkplatzsuchverkehr auf dem Radweg herrscht.

3. Juli 2018

Stadtradeln macht Radeln

Zum zweiten Mal hat Stuttgart mitgemacht beim Stadtradeln. 202 Teams mit 1.858 Radfahrenden haben in den drei Wochen 492.216 Kilometer zusammengeradelt. 

Von diesen 202 Teams sind aber nur 178 aktiv geworden, haben wenigstens ein Mitglied gewonnen und sind wenigstens einen km geradelt. Vor einem Jahr waren es noch 46 Teams und rund 760 Radler/innen, die 181.157 Kilometer zurückgelegt haben.

1. Juli 2018

Der Steinmetz fährt Fahrrad

Er ist der erste Handwerker, der sich mit Landeshilfe ein Lastenrad gekauft hat. Der Steinmetz Heinz Blaschke. Sein Unternehmen sitzt am Pragfriedhof

Und er fährt gern  mit seinem Lastenfahrrad. Sehr zum Erstaunen seiner Kunden. Gerade als Unternehmer weiß er die Vorteile des Fahrrads zu schätzen. Ich habe Heinz Blaschke bei den Radaktionstagen getroffen. Er hat mir erzählt, wie sinnvoll für ihn das Lastenrad ist. Er kommt an jedem Stau vorbei, und er braucht nirgendwo einen Autoparkplatz. Für Kleintransporte, Besichtigungen und Kundenberatung ist das Lastenfahrrad eine echt gute Alternative, findet er. Er kann immerhin 130 Kg transportieren. Und er spart sich viel Stress.

29. Juni 2018

So geht Radentscheid

Gestern wurde in Berlin das Mobilitätsgesetz beschlossen, das ein Ergebnis des Berliner Radentscheids ist, den Ende 2015 genervte Radfahrer initiiert hatten.

Sie sammelten mehr als hunderttausend Unterschriften für ein Radgesetz, das 2016 die Berliner Regierungskoalition übernehmen wollte. In einem beispiellosen Verfahren wurden im Frühjahr 2017 die Grundlage für das Mobilitätsgesetzt geschaffen, begleitet von einem Mobilitätsbeirat und in Zusammenarbeit mit den Bezirken, der Stadtverwaltung und der Initiative Volksentscheid Fahrrad, dem ADFC, dem BUND und Vertretern der Fraktionen. Interessenvertreter konnten anschließend schriftlich Stellung nehmen. Gestern nun wurde vom Senat ein modernes Mobilitätsgesetz beschlossen. Es soll Radfahren leichter, sicherer und angenehmer machen.

27. Juni 2018

Grübel-Wegweiser


Jedes Mal, wenn ich an der Oper vorbei Richtung Landtag radle, frage ich mich, wohin mich dieser Wegweiser ganz konkret hinschicken will. 

Soll ich nur um diese zwei Pfeiler des Dachs herumfahren und dann links auf den Parkplatz radeln? Oder heißt das, das ich noch ein Stück weiter zum Landtag und dann links und rechts fahren soll? Vielleicht sollte ich mich nicht so blöd anstellen und die Länge der Linien ausmessen. Die Geradeauslinie ist kürzer als die Links-Linie. Also doch hier gleich?

25. Juni 2018

Ich habe ja nichts gegen Radfahrer, aber ...

Während wir auf die im Stau stehenden Kolleg/innen warten und ich erzähle, ich sei mit dem Fahrrad gekommen, passiert immer das Gleiche. 

Mindestens zwei erzählen mir vorwurfsvoll, dass
  • Radfahrer ständig bei ihnen auf dem Gehweg radeln und auch noch frech werden
  • ständig in übervolle Stadtbahnen drängeln
  • immer bei Rot über die Ampel fahren
  • nie am Zebrastreifen halten
  • rasen
  • sich in Lebensgefahr bringen.
Dann gucken sie mich an. Auch Radfahrer müssen sich an die Regeln halten (drei Aufrufungszeichen). Ich soll dann unbedingt zerknirscht einräumen: Jaja, auch Radfahrer müssen sich an Regeln halten. Gegenfrage: Seid ihr als Autofahrer/innen eigentlich auch verantwortlich für jeden Mist, den andere Autofahrer so machen?

23. Juni 2018

Kicky, der Fahrradkicker

Es gibt Café-Räder, die Maultaschenrikscha und dieses Kickerrad. 

Leichter als damit kann man wohl kaum einen kompletten Kickertisch durch die Stadt transportieren, um ihn bei einer Veranstaltung aufzustellen.

Dieses Fahrrad eignet sich auch noch als Werbeträger. Es ist immer wieder in Stuttgart zu sehen, wenn irgendwo etwas los ist.  Für echte Kicker-Spieler war allerdings der Tisch selber zu instabil, weil er sich mit den Vorderrädern hin und her drehte. Ausleihen kann man das Teil, so viel ich weiß, beim Freien Lastenfahrrad.

21. Juni 2018

Damit die Fahrräder von den Geländern wegkommen

Fahrräder gibt es, die Entwicklung zu mehr Radverkehr ist nicht mehr umkehrbar. Es werden mehr werden. Und wer Rad fährt, will sein Fahrrad auch mal abstellen.

Im Grunde ist es ganz einfach. Wenn man Radfahrenden keine Radbügel an wichtigen Zielen anbietet, dann werden die Räder dort angeschlossen, wo es gerade geht. Irgendwo. So wie hier früher am Geländer der Rathaustreppe. Ich gebe zu, ich habe den Artikel nur wegen dieses historischen Fotos geschrieben.

19. Juni 2018

Die spinnen, die Prager

In Prag ist der Konflikt zwischen Radfahrenden und Fußgänger/innen zugunsten der Fußgänger ausgegangen, und natürlich zugunsten des Autos. 

Weil die Prager Altstadt zu eng ist für drei Verkehrsformen - Auto (Busse/Bahnen), Fußgänger und Fahrrad - hat man das Radfahren zwischen 10 und 17 Uhr verboten. Und zwar, weil in den letzten zehn Jahren in Prag zu viele das Fahrrad als Alternative zum Stau für sich entdeckt haben, man aber keine Radinfrastruktur angelegt hat. Mit der Folge, dass sich Radfahrende ihre Wege suchten und in der Altstadt auch über große Plätze fuhren (nach Einschätzung von Fahrrad-Aktivist Vratislav Filler ohne große Konflikte) und oftmals auf Gehwegen.

17. Juni 2018

Autos und Fahrräder gezählt auf der Alten Weinsteige

Im Bezirksbeirat Degerloch ist ein Antrag der Grünen gescheitert, den Schleichverkehr auf der Alten Weinsteige wirkungsvoll zu unterbinden. Die Polizei versprach aber, öfter zu kontrollieren. 

Eine solche Kontrolle hat Mitte April stattgefunden. Die Stuttgarter Zeitung hat darüber berichtet. Die Polizei zählte damals zwischen 15 Uhr und 18.30 Uhr 42 Autofahrende, die verwarnt wurden, 10 weiter seien aus Kapazitätsgründen davongekommen. Alle die mit dem Fahrrad rauf und runter radeln haben das Gefühl, es sind deutlich mehr. Deshalb haben engagierte Radler/innen am vergangenen Freitag zwischen 15:30 Uhr und 17 Uhr Traubenzucker verteilt und gezählt: Radler rauf, Radler runter, Autos rauf, Autos runter. Insgesamt fuhren in den anderthalb Stunden knapp über 100 Autofahrer/innen auf der Alten Weinsteige an den Verbotsschildern vorbei. Das Ergebnis im einzelnen:

15. Juni 2018

Eine Radinfrastruktur, die sich anfühlt wie ein SUV

Wie steigert man wirklich den Radverkehr? Und warum klappt das mit der Art von Radförderung, wie wir sie derzeit praktizieren, nicht? 

Dass man was für die eigene Gesundheit und die Umwelt tut, reicht als Argument nicht aus, das Rad zu nehmen. Schnelligkeit interessanterweise auch nicht. Gerade in Großstädten legen Menschen Wege mit dem Auto zurück, die mit dem Rad viel schneller zu bewerkstelligen wären. Alles unter drei Kilometer sowieso, alles unter fünf Kilometer auch, wenn die Parkplatzsuche und der Weg vom Parkhaus zum Ziel noch dazukommt, den Stau nicht mit eingerechnet. Dass sie mit dem Fahrrad schneller und stressfreier zum Ziel kommen, wissen allerdings viele gar nicht, denn sie fahren ihre kleinen Strecken mit dem Auto.

13. Juni 2018

Fast tot am Rosensteinbunker

Warum fahren manche Radler bei Rot? Weil sie nach der falschen Ampel gucken. 

An einem Sonntag wurde ich mit vielen anderen Rosensteinbunker Zeugin, wie eine Frau fast von der Stadtbahn umgefahren worden wäre. Sie hat zwei furchtbare, aber psychologisch leicht zu erklärende Fehler gemacht. Gerade für Ortsunkundige ist die Ampelanlage am Rosensteinbunker oft schwer zu durchschauen. 

Denn Radstreifen und Fußgängerüberweg verlaufen hier parallel, sind aber mit unterschiedlichen Ampeln versehen, die auch nicht gleichzeitig Grün bekommen.

11. Juni 2018

Tennis sperrt Radweg

Auf dem Killesberg findet das Weißenhofturnier statt. Für alle Radfahrenden sichtbar hat am Samstag der Mercedes-Cup begonnen, ihre Radroute ist nun unterbrochen. 

Radler werden hier hier regulär durch den Parkplatz an der Feuerbacher Heide geführt. Allerdings jetzt nicht mehr. Autos und Tennis sind wichtiger, zumindest fühlen sie sich so.

Wer auf dem Fahrrad vom Kochenhof kommt, wird gar nicht vorgewarnt und hängt im Zaun am Ende des Parkplatzes. Wer von Botnang her kommt, sieht die Lage so wie auf dem Foto, das mir Blogleser Jörg geschickt hat. Ein schmaler Gehweg führt hier immerhin noch direkt an der Straße entlang, auf dem sich keinesfalls zwei Radler begegnen sollten. 

9. Juni 2018

Der Radentscheid ist auf dem Weg

Heute geht es los mit der Unterschriftensammlung für einen Radentscheid in Stuttgart. Und zwar bei den Radaktionstagen am Stand des Zweirats. 

Wer sich mehr Sicherheit, mehr Radwege, mehr Radförderung, mehr Radabstellanlagen in Stuttgart wünscht, kann ab heute unterschreiben, sowohl auf den Listen, die ausliegen, als auch auf denen, die man sich von der Internetseite des Radentscheids herunterladen kann.  20.000 Unterschriften werden benötigt, damit er in einen Bürgerentscheid mündet und alle Stuttgarter /innen darüber abstimmen können, wie es mit dem Radverkehr weitergehen soll.

Das geht übrigens nicht nur Radfahrende etwas an, sondern auch diejenigen, gerne Rad fahren würden, wenn es eine bessere Infrastruktur gäbe, es sich jetzt aber noch nicht trauen.

7. Juni 2018

Bequemes Stehen an Ampeln erleichtert das Warten

Das ist ein Foto der langsamsten Ampel Stuttgarts am Tagblattturm. Was das Warten hier fast angenehm macht, zeigt das Bild. Man kann bequem seine Füße auf dem Bordstein abstützen.

Solche Bordsteine brauchen wir eigentlich an all den Ampeln, wo Radler/innen lange warten müssen. Sie erleichtern das Stehen, wie man sieht. Die Haltegriffe am Ampelmast sind auch schön, nützen aber bestenfalls einem einzigen Radler, manchmal keinem, denn die Masten stehen oft so dicht am Bordstein, dass man mit dem Vorderrad auf die Fahrbahn gerät.  Und das irritiert Autofahrende ziemlich, auch wenn sie genug Platz hätten.

5. Juni 2018

Radaktionstage mit Radsternfahrt und Fotowettbewerb

Am kommenden Wochenende finden wieder die Radaktionstage statt. Da treffen sich jedes Jahr Radfahrende auf dem Schlossplatz mit Vertreter/innen der Stadtverwaltung und des Gemeinderats. 

Fahrradhersteller und Verbände stellen sich dar. Die Polizei informiert über Fragen der Sicherheit, der Fahrradbeauftragte ist da, es wird alte und neue Fahrräder zu sehen geben und so weiter.

Am Samstag sind die Stände von 11 bis 19 aufgebaut und besetzt. Ich selber werde Samstagnachmittag und Sonntagnachmittag da sein.

Am Sonntag  haben Radfahrende die Möglichkeit, an der Radsternfahrt unter dem Motto "Fahrrad statt Feinstaub" teilzunehmen. Ziel der Touren von Marbach, Herrenberg, Göppingen und anderen Städten sind die Fahrradaktionstage in der Innenstadt.

3. Juni 2018

Gehwegradler auf Kollisionskurs

Die AWS, also die Abfallwirtschaft Stuttgart, hat mir einen Brief geschrieben. Jeden Tag sind die dicken orangefarbenen Müllautos in engsten Straßen unterwegs. 

Müllleute ziehen die Mülleimer aus den Hauseingängen über den Gehweg zum Auto. Blöd, wenn jetzt ein Radfahrer den Gehweg runter saust. Es soll schon mehrfach zu Situationen gekommen sein, wo alle - Müllmänner und Radler - schnell reagieren mussten. Kritische Situationen nennt man so was. Muss nicht sein, finde ich. Die AWS zeigt übrigens zugleich sehr viel Verständnis für uns Radfahrenden auf Stuttgarter Straßen.

Sie hat mir diese Fotos geschickt und schreibt: " ... nicht immer ist der Weg mit dem Fahrrad problemlos zu meistern. Verparkte Radwege, Stau, Baustellen und allerlei andere Hindernisse erschweren ein sicheres Vorwärtskommen und viel zu oft entstehen dadurch gefährliche Situationen für Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer.

1. Juni 2018

Bitte Radler-frei zur Alten Weinsteige - Degerloch

In Degerloch ist es ja nicht einfach für Radfahrende. Kürzlich hat mich jemand gefragt, wie man eigentlich aus der Epplestraße runter in die Alte Weinsteige kommt? 

Wer sich nicht auskennt, fährt so zur Alten Weinsteige hinunter. Denn, um den anderen Weg zu finden, muss man sich verteufelt gut auskennen in Degerloch. Das fängt schon an der Fußgänger-/Radlerampel an der Oberen Weinsteige/Epplestraße an. Sie trägt Radzeichen in der Streuscheibe. Doch der Gehweg drüben ist nicht für Radfahrende freigegeben. Weder nach links zur Josefstraße, noch nach rechts Richtung Alte Weinsteige. Hält man sich an die Verkehrsregeln, muss man hier absteigen und schieben. Oder vielleicht auch nicht.

31. Mai 2018

Stadtradeln vom 9. bis 29. Juni - jetzt anmelden

Im Vergangenen Jahr war Stuttgart zum ersten Mal dabei beim Stadtradeln. Dieses Mal wollen wir vorne mitradeln. Wir haben nämlich echt Fahrradkultur hier. 

Auf der Seite Stadtradeln haben sich bereits etliche Teams angemeldet. Meines heißt Grünradeln. Wer sich anmelden will, geht auf Stadtradeln, sucht die Stadt Stuttgart, klickt auf "hier registrieren" und kann dann entweder als Team-Kapitän/in ein eigenes Team anmelden oder sich bei einem der schon bestehenden einschreiben. Mitmachen können alle, die in Stuttgart wohnen, zur Schule gehen oder einem Verein angehören. Es gibt geschlossene Teams, beispielsweise eines Unternehmens oder solche wie meines oder das der Critical Mass oder andere, wo sich Einzelne anschließen können. In zehn Tagen geht es los.

29. Mai 2018

Verkehrsregeln sind nur für Autos gemacht

"Wir wollen Gerechtigkeit in Sicherheitsfragen, nicht Gleichheit. Ein Fahrrad hat weniger Gewicht als ein Auto, es fährt nicht so schnell, und der Radfahrer hat eine bessere Rundumsicht. Fahrrad und Auto sind nicht dasselbe, und das müssen wir berücksichtigen, wenn es um die Verkehrsregeln geht."

Das sagt die Geschäftsführerin von Velo Québec, Suzanne Lareau, in einem Artikel von Lloyd Alter, der sich mit der Frage beschäftigt, ob eigentlich wirklich für Radler dieselben Verkehrsregeln gelten müssen wie für Autofahrer. Tatsächlich sind Räder leichter, schmaler und wendiger als Autos, Radfahrende haben keine B-Säulen im Blickfeld, sie sitzen höher als Autofahrer und sie hören andere Verkehrsteilnehmer besser. Und Radfahrer riskieren keine Zusammenstöße, weil sie dabei selbst stürzen, sich also selbst verletzen. Daraus folgt: Man muss sie nicht so oft Anhalten lassen wie Autos. Man könnte sie wie hier in Lindau, an v vielen Ampeln, an denen Autofahrer wegen ihrer Breite halten müssen, auch bei Rot fahren lassen.

27. Mai 2018

Schilderrätsel

Wer dieser Tage die König-Karls-Brücke Richtung Stuttgart fährt, sieht sich immer wieder anderen Schildern gegenüber. Das hier hat mir Blogleser Holger geschickt. 

Es wirft schon einige Fragen auf. Nicht dass wir meinen, der Radweg werde hier zu einer fünfspurigen Straße umgewidmet. Aber wieso steht es mit  seinem Sockel eigentlich auf dem Radweg und ragt in Kopfhöhe quer? Das ist eine Zweirichtungsradweg, hier brauchen Radfahrende Platz. Und wieso steht es auf dieser Seite?  Die Autospuren, die es betrifft sind doch auf der anderen Seite der Brücke. Oder hat man es nur abgestellt, um es später für diese Seite zu verwenden?

Geht so jedenfalls gar nicht. Radwege sind keine Stellflächen für Straßenschilder.

25. Mai 2018

Esslingen und Plochingen arbeiten an Radschnellwegen

Wenn man sich die Pläne der anschaut, sieht man, wie schwierig es ist, echte Radschnellwege durch unseren Autobahndschungel zu legen. 

Esslingen, Altbach, Deizisau, Plochingen und Reichenbach haben sich auf ein Schnellradwegkonzept veständigt und schon mal drei Varianten durchs Neckartal vorgeschlagen, noch bevor die Machbarkeitsstudie fertig ist.

Die Pläne sind zunächst einmal nur Diskussionsgrundlage für einen längeren Beratungsprozess, aber schon mal interessant anzuschauen. Denn man erkennt, dass es praktisch nicht möglich ist, durchgängige Radwege oder auch Schnellwege zu bauen, die nicht an irgendeiner Stelle in Radstreifen versickern oder schwierige Straßen kreuzen. Wie die Esslinger Zeitung berichtet, ist man sich aber wenigstens einig, dass der Radverkehr eine echte Chance ist, den Autoverkehrskollaps abzuwenden.

23. Mai 2018

Zählstelle zählt nicht mehr

Die Zählstelle an der König-Karls-Brücke ist schone eine Weile dunkel. Sie zeigt nicht nur den Stand der Radfahrenden nicht mehr an, sie zählt seit dem 15. Mai auch nicht mehr. 

So sieht es jedenfalls aus, wenn ich das hier anschaue. Null Fahrräder an der König-Karls-Brücke am 22. Mai. bei eco-public. Was der Link der Stadt Stuttgart immer noch  tapfer unter "Gestern" anzeigt, ist der Wert vom 15. Mai (Stand vom 22 Mai). Ich weiß, dass jemand der Stadt eine Gelbe Karte geschrieben hat.

Der König-Karls-Brücke dürften damit in der Gesamtjahresbilanz, wenn man den Tagesdurchschnitt zugrunde legt, bis gestern mindesten 15.000 Radler entgangen sein. Wahrscheinlich eher mehr, denn es waren schöne Tage und Wochenenden dabei, die viele Radfahrende auf die Straße gelockt haben.

22. Mai 2018

Frontal 21 guckt auf die Fahrradstadt Stuttgart

Wer nichts besseres vorhat, könnte heute Abend um 21 Uhr im ZDF Frontal 21 gucken. Es geht auch ums Radfahren

Die Redaktion hat sich gefragt, wieso es zum Beispiel in Stuttgart mit dem Radverkehr nicht so recht vorangeht, wo die Stadt doch "grün regiert" wird.  Im Lauf der Recherche wurde dem Reporter klar, dass es der Gemeinderat ist, der in Stuttgart über den Radverkehr entscheidet. Wir standen an der geplanten Hauptradroute 2 Wangen-Hedelfingen, und ich habe ihm erklärt, warum es die immer noch nicht gibt. Weil nämlich im zuständigen Ausschuss (UTA) für die Strecke entlang der Ulmer- und Hedelfinger Straße bisher zwar einmal eine Mehrheit zustande kam, die aber für eine neue Prüfung wieder gekippt wurde. Hier der Link zur Mediathek. Der Film beschäftigt sich unter anderem mit Stuttgart, zum großen 'Teil aber mit Berlin, Kiel und London.

21. Mai 2018

Kluge Stadtplanung hilft

Blogger David Grünewald ist mit dem Fahrrad in Groningen gewesen und berichtet beeindruckt und begeistert. 

Eine kluge Stadtplanung entkrampft die Verkehrsverhältnisse und steigert den Fahrradanteil enorm. Es ist nicht so sehr die Frage, ob von vorn herein Platz für Radwege da ist, sondern, wie man den Platz unter den Verkehrsteilnehmer/innen verteilt. Wenn man sich Davids Fotos anschaut, sieht man, dass in Groningen die Verkehrswende gelungen ist. Viele Straßen für die Autos sind nicht mehr so breit, dafür haben Radler und Fußgänger mehr Platz bekommen. Radfahren ist nicht nur ziemlich sicher, sondern fühlt sich vor allem auch so an. Viel mehr will ich zu seinem Bericht nicht sagen, lest ihn am besten selbst.

19. Mai 2018

Es ist so verdammt leicht, Radwege zu sperren

Vier Spuren für Autos, aber der Radweg fällt der Baustelle zum Opfer. So geschehen auf der Gaisburger Brücke. 

Dort müssen Brückengeländer und Gehwege saniert werden. Das Ganze soll laut Baustellenkalender bis September dauern. Radfahrer und Fußgänger müssen die Gehwegseite wechseln. Das aber scheint derzeit für Radfahrende nicht so gut organisiert zu sein. Blogleser Taube (Name von mir geändert) hat einen verzweifelten Brief geschrieben. Die Gaisburger Brücke ist Teil seins täglichen Fahrrad-Pendler-Weg, der eine Stunde dauert. Er ist im Lauf der Woche, immer wieder auf eine andere Situation gestoßen (Fotoserie unten). Taube sah sich am dritten Tag sogar gezwungen, irgendwie, quasi querfeldein, über die Kreuzung zu fahren, weil er keinen Weg fand, sie als Radfahrer StVO-konform zu bewältigen. Hier sein Protokoll, immer aus Ost Richtung Cannstatt gesehen:

17. Mai 2018

Zu viel Verführung zum Gehwegradeln - Möhringen

In Möhringen am Freibad und an der Straße zum Fasanenhof ist das Radfahren neu organisiert worden. 

Es gibt eine schöne Verkehrsinsel für alle, die von den Feldern (aus Leinfelden) kommend auf der Hechinger Straße Richtung Möhringen Zentrum weiter wollen. Eine nette Aufmerksamkeit für Radfahrende! Gut auch, dass das Radwegschild auf dem Gehweg durch ein Rad-frei-Schild ersetzt worden ist. Das beendet eine absurde Situation.

Leider führt aber die Radfreigabe des Gehwegs auf der rechten Seite Richtung Fasanenhof gehörig in die Irre. Denn dieser  Gehweg führt an kein Ziel und verkümmert und versickert hinter der Kurve.

15. Mai 2018

Radfahrer anfordern - Hä?

Es gibt ein paar Stellen in Stuttgart, wo Radfahrende Drücker sehen, aber keine Ampeln. Damit kann man den querenden Autoverkehr stoppen. 

Er bekommt Rot. Das sieht man allerdings nur daran, dass die Autos unmotiviert anhalten. Man selber bekommt kein Signal. Dieser Drücker ist relativ neu und steht im Westen an der Forststraße, wo sie die Schwabstraße quert. Im Gegensatz zu anderen solcher Stellen sehr schön ist die Gehwegnase, auf der der Drücker steht. Es kann ihn also kein Auto zuparken. Grundsätzlich aber muss man mit solchen Dingern umgehen lernen. Und dieser hier hält eine besondere Überraschung bereit.

14. Mai 2018

Duftender Radstreifen

Eigentlich müsste das weg. Aber die Rosen, die hier in den Radstreifen Neckarstraße ragen, duften wunderbar. 

Die Zeit grünen Hindernisse auf den Radwegen und Radsteifen hat begonnen. Es wächst, was wachsen kann, gerne auch in die Radwege und Radsteifen hinein. Ihr alle kennt sicher einige Stellen, wo das so ist. Da hilft es, ein Foto machen und an die Stadt eine gelbe Karte schreiben, mit genauer Ortsangabe, wo das Grün zurückgeschnitten werden muss.

Die gelbe Karte ist das Kommunikationsmittel der Bürgerinnen und Bürger mit der Stadtverwaltung. Sie enthält auch einen Störungsmelder, über den man alles Mögliche melden kann, Glasscherben auf einem Radweg oder blöd gestellte Schilder, defekte Ampeln und so weiter.  

Aber wegen dieser duftenden Rosen mag ich keine Gelbe Karte schreiben. Und man kommt auch gerade noch so vorbei.


13. Mai 2018

Der Pedelec-Monitor

Blogleser Alexander betreibt den Pedelec-Monitor. Er sammelt Informationen über die Lebensdauer von Pedelecmotoren. Wie das geht, erklärt er hier in einem Gastbeitrag:  

Mit dem Streik der SSB am 12. April 2018 wurde in Stuttgart offiziell die Fahrrad-Saison 2018 eröffnet. Bei schönstem Wetter waren hunderte Radler, egal ob mit oder ohne Motor, in und um Stuttgart unterwegs.

Was sehr viele Autofahrer/innen am Rad-Pendeln hindert, ist neben dem inneren Schweinehund unter anderem die schwierige Topografie der Pendelstrecke. Eine Lösung kann ein Pedelec sein. Im Jahr 2017 wurden allein in Deutschland etwa 720.000 Stück verkauft - Wahnsinn! Doch wie soll man sich auf diesem mittlerweile unüberschaubaren Markt zurecht finden?

11. Mai 2018

Radfahrende und Fußgänger ganz vergessen - Baustelle Wolframstraße

Wenn die Planung der Bahn aus Zeiten stammt, als man Fahrräder auf Stuttgarter Straßen noch gar nicht kannte, dann fehlt bei der Umleitung die Fahrradinfrastruktur. 

Es ist seit vielen Jahren bekannt, dass die Wolframstraße wegen der S-Bahn- und S21-Bauarbeiten für den Autoverkehr kompliziert wird, und das für sieben Jahre. Über den wohl reichlich unsensiblen Auftritt der Bahnvertreter im Bezirksbeirat Nord haben die Stuttgarter Zeitungen berichtet.

Ich finde, es ist ein gutes Zeichen, dass die Bezirksbeiräte auch vehement angemahnt haben, dass man die beiden Autospuren heute nicht mehr ohne Infrastruktur für Fußgänger und Radfahrer anlegen kann. Und die fehlt. Die muss jetzt nachgeplant werden. Auch wenn die Bahn den Kopf schüttelt. Die brauchen wir. Und wenn es letztlich nur geht, indem man eine Fußgänger- und Radlerbrücke übers Gleisfeld schlägt. Die Umleitungen sind unzumutbar.

10. Mai 2018

Lkw-Fahrer fährt Radfahrer offenbar absichtlich an - Zeug/innen gesucht

Am Montagabend hat ein Lastwagenfahrer sich in der Sophienstraße so über einen Radfahrer geärgert, dass er ihn zu Fall gebracht hat. 

Wie die Polizei meldet, fuhr der Radler auf  der Sophienstraße (unklar aus welcher Richtung) zur  Tübinger Straße beim Gerber gegen 17 Uhr 10 rechts an die LkW vorbei nach vorn. Nach Ansicht des LkW-Fahrers berührte er dabei den Außenspiegel. Das erboste den Fahrer so, dass er dem Radler folgte und ihm nach Einschätzung des Radlers absichtlich gegen das Hinterrad fuhr. Der 53-jährige Radfahrer stürzte und wurde dabei leicht verletzt. Danach kam es zu einer Streiterei auf der Fahrbahn, bei der, so die Polizei, "das Fahrrad erneuten Schaden erlitt".

9. Mai 2018

Auf zum Frühlingsfest - aber nicht mit dem Fahrrad

Wer am vergangenen sonnigen Wochenende doch mit dem Fahrrad kam, sah sich einem Problem gegenüber: Wo die Räder abstellen? 

Für Leute, die mit dem Auto oder mit Öffentlichen kommen, ist alles aufs Feinste geregelt. Für Radfahrende nicht. Aber die sind ja findig, sie sind es gewöhnt, dass neben ein paar wenigen irgendwo hingeklemmten Radbügeln für sie im Großen und Ganzen nur Schildermasten und Geländer übrig bleiben.

7. Mai 2018

Ganz tief Seufz!!!!

So kommt nun bestimmt kein Radfahrer mehr auf die Aufstellfläche an der Radlerampel in der Kolbstraße Richtung Tübinger Straße. 

Die Bakenschiene mit den Baken ist neu. Das Auto parkt vor der Grundstücksein- und Ausfahrt so, dass es die Zufahrt zum Radstreifen total blockiert. Die Baken sollen eigentlich verhindern, dass sich Autos auf den Radststreifen stellen, was oft passiert.
Aber leider verhindert nun die erhöhte Bakenschiene, dass Radfahrer noch reinkommen,

6. Mai 2018

Abschleppen für Radfahrer - in Köln geht das

Zu Beginn der Sommerferien hat Köln auf den Ringen Autos abschleppen lassen, die im Halteverbot standen.

Der Hintergrund. Weil die Radwege auf den Gehwegen für den Radverkehr zu eng geworden sind, hat man die Benutzungspflicht aufgehoben. Radfahrende können und sollen jetzt auch auf der Fahrbahn fahren. Zu diesem Zweck aber muss die rechte von zwei Fahrspuren frei blieben. Das kümmert aber die Parkplatzsuchenden nicht. Innerhalb einer Stunde wurden auf 500 Metern 25 Autos abgeschleppt. Das berichtet der WDR in seinem Beitrag, der bis zum 11.5. in der Mediathek stand.

Solange Autos auf dem Fahrstreifen für Radfahrende stehen, müssen Radler ständig um sie herumkurven, und dabei hat es, laut Angaben der Kölner Polizei, ständig  Zusammenstöße von Radfahrendenden mit Autos gegeben. Das berichtet der Kölner Stadtanzeiger.


5. Mai 2018

Oje, diese Kreuzung funktioniert ja gar nicht

Die Kreuzung Paulinenstraße mit der Marien- und Reinsburgstraße ist richtig kompliziert. Allerdings nicht für Leute, die mit dem Auto fahren, sondern nur für die, die mit dem Fahrrad kommen.

Für Autos ist sämtliches Fahren und Abbiegen ordentlich geregelt, einschließlich einer Geradeaussperre in die Marienstraße Richtung Gerber. Für Radfahrende mit Kinderanhänger oder Lastenradradler wird diese Sperre zum Hindernis, denn die Lücke ist verdammt eng.

Sie sehen sich außerdem einer hochkomplexen Radinfrastruktur gegenüber, die auch noch Überraschungen bereithält. Das führt zu reichlich regelwidrigem Verhalten. Fußgänger/innen halten sich übrigens auch nicht an die Regeln. Und Autofahrende missachten sie absichtlich.  

3. Mai 2018

Wenn Radfahren Nicht-Radlern lebensgefährlich erscheint ...


... dann läuft was falsch. Eine Verkehrswissenschaftlerin der Uni Westminster hat Radfahrende protokollieren lassen, was sie täglich auf den Straßen erleben. 

Das Ergebnis hat selbst routinierte Straßenradler/innen erstaunt bis erschreckt. Denn viele gefährliche Situationen nimmt man nicht mehr wahr, wenn man täglich unterwegs ist: Man antizipiert die aufgehende Fahrertür bei einem geparkten Auto, das Auto, das auf dem Radweg steht oder gleich drauf fährt, den Rotlichtverstoß eines Autofahrers und das schnelle Abbiegen, ohne auf Radler zu achten. Diese Vorfälle werden zu einem kalkulierbaren Risiko, das wir Menschen sehr oft nicht mehr als Risiko empfinden. Für Radler/innen, die keine Übung haben, sind solche Erfahrungen jedoch so stressig, dass sie das Radfahren gleich wieder lassen. Das ist das Ergebnis einer Studie mit 2.586 Radlerinnen und Radlern, über die die Zeit.online berichtet.

1. Mai 2018

Das Fahrrad in den Urlaub mitnehmen

Das ist leichter als man denkt, erläutert Blogleser Philipp, der einen Blog und eine Testseite für Fahrradträger betreibt, in seinem Gastbeitrag. Und es hat Vorteile.  Hier sein Beitrag: 

Nicht nur im Alltag ist das Fahrrad ein ständiger Begleiter für viele Menschen. Auch im Urlaub wird der alte Drahtesel immer beliebter. Die Gründe für das Fahrradfahren im Urlaub können hierfür vielseitig sein. Oberbegriffe sind aber sicherlich die Umwelt sowie die Gesundheit.

Radfahren im Urlaub hat viele Vorteile. Zum Beispiel erhält man mit dem Rad die Möglichkeit, auch die entlegenen Orte in einem Urlaubsort zu erkunden. Während es mit dem Auto nur möglich ist, zu den alltäglichen Orten zu gelangen, kann man mit dem Rad oftmals Stellen zu entdecken, die man ansonsten niemals hätte finden können. Im Gegensatz zum Wandern birgt dies einen zusätzlichen Vorteil, denn es ist um einiges schneller möglich, das Urlaubsziel zu erkunden als zu Fuß.

30. April 2018

Nett


In der Fahrradstaße Tübingerstraße hat sich wieder etwas verändert. Wir müssen jetzt Richtung Marienplatz nicht mehr die schmale Holpderspur am Bordstein entlang fahren. 

Wir können bequem geradeaus radeln. Den vom Marienplatz kommenden Autofahrenden zeigt der rote Asphalt, wo die Radler/innen fahren. Das wirkt nett und entspannt und ist es auch. Und es scheint auch so zu sein, dass sich Autofahrende hier nicht mehr als bisher eingeladen fühlen, geradeaus gegen die Einbahnstraße weiterzufahren. Sehr schön. Eines Tages kommen dann vielleicht auch die Baken zugunsten einer schönen baulichen Maßnahme weg.

29. April 2018

Wenn wir die erste Fahrradbürgermeisterin haben ...

... dann sind wir angekommen in einer Politik der Verkehrswende. Das zumindest findet eine Neu-Berlinerin, die aus Amsterdam stammt.

Floris Beemster schreibt in Causa.Tagesspiegel, dass sie, als sie aus Amsterdam nach Berlin kam, gleich merkte: Das Auto ist der absolute Herrscher im Verkehr. "Es gibt so ein komisches Verhalten im Verkehr und eine von Machismo geprägte Hierarchie. Für Radfahrer gibt es wenig Platz, sie werden oft beschimpft und selten geschützt. Über Fußgänger wird überhaupt nicht geredet."