17. Juli 2016

Radentscheid in Berlin meistert erste Etappe

Radfahrende wollen den Berliner Senat zwingen, sich mit dem Thema Radfahren wirklich auseinanderzusetzen.  

Die erste Etappe ist geschafft. In Rekordzeit hat die Initiative über hunderttausend Unterschriften gesammelt. Jetzt muss sich der Berliner Senat mit den zehn  Zielen zur Unterstützung des Radverkehr beschäftigen. Die Initiative Radentscheid hat nichts weniger als ein Rad-Gesetz vorgelegt. Der Senat könnte es, wie es ist, übernehmen. Lehnt er es ab, dann geht der Weg Richtung Volksentscheid. Einfach ist das nicht, aber auch nicht aussichtslos. Die politische Wirkung ist jetzt schon groß. Die Radfahrenden anderer Städte schauen mit großen Interesse auf Berlin. 

Auf dieser ersten Etappe wurde bereits deutlich, dass es Radfahrende eine von den Städten und der Stadtpolitik unterschätzte Größe und Masse sind. Es gibt sehr viele, auch in Stuttgart, die für sich, ganz individuell entschieden haben, viele Wege mit dem Fahrrad zurückzulegen. Sie radeln und kämpfen sich alleine durch eine Radinfrastruktur, die alles andere als befriedigend ist (Baustellen auf Radwegen, aggressive Autofahrer, schlechte Ampelschaltungen, verwinkelte Streckenführung etc.).

16. Juli 2016

Ghost Bike Ride nach Weilimdorf

Es war eine bewegende Tour, die knapp fünfzig Radfahrende gestern Abend von Stuttgart nach Weilimdorf unternommen haben. 

Mit dem weiß gestreichenen Ghost Bike, das am Kreisverkehr in Weilimdorf aufgestellt wurde, wo Anfang Juni ein Radfahrer tödlich verletzt wurde.

Uns empfingen die Hinterbliebenen, die Lebensgefährtin und der Sohn des Opfers. Sie bedankten sich bei uns für die Geste. Gemeinsam mit ihnen stellten wir das Fahrrad auf und gedachten des Opfers und des furchtbaren Unfalls.

15. Juli 2016

Die wollen nur spielen - mit uns

Link zum Video
Die beißen nicht, die Autos, die wollen nur spielen. Oder fahren. Die Radfahrer auch. Sie wollen auf ihrer Hauptradroute 1 ungestreift von Außenspiegeln nach Hause oder zur Arbeit kommen. 

So sieht in Stuttgart eine Radhauptroute 1 aus. Beherrscht von Autos. Weil Autos immer noch mehr Rechte haben, schnell durchzukommen, als Radfahrende. Sogar auf ihrer Hauptradroute. Ich habe gegen 17 Uhr meine Fahrt auf Video aufgenommen.

Es ist eng geworden in der Burgstallstraße, seit auf der Böblinger Straße eine Baustelle ist und die Autos über die Seilbahnstraße in die Burgstallstraße geleitet werden. Mitten hinein in den Feierabendverkehr der Radler. Man sieht, dass viele Autofahrer weder mit der Enge klar kommen noch mit den ihnen entgegenkommenden Radfahrenden.

13. Juli 2016

Critical Mass lädt ein zum Ghost Bike Ride am Freitag

Anlass ist der Tod eines Radfahrers in einem Kreisverkehr in Weilimdorf. Wir begleiten ein das Ghost Bike, das auf einem Lastenrad transportiert wird, nach Weilimdorf. 

Treffpunkt ist übermorgen, also Freitag, der 15. Juli, wie üblich 18:30 Uhr der Feuersee. Es wird eine stille Fahrt.  Es ist der erste Ghost Bike Ride in Stuttgart.

11. Juli 2016

Sindelfinger Radler wollen mehr Radwege

Sindelfingen - Radstrecken, die im Nirwana enden, zu enge Spuren, unebene Wege und zu schlechte Hauptverbindungen – das und noch viel mehr kritisierten Vertreter von Fahrradverbänden bei einer Podiumsdiskussion am Mittwochabend in der Sindelfinger Stadthalle ... 

So beginnt der Artikel in der Stuttgarter Zeitung. Weiter heißt es: "„Lange Zeit wurde nur durch die Autofahrerbrille geplant“, stellte Hermann Wagner vom Böblinger Kreisverband des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) fest. Daran habe sich nicht viel geändert. Der Sindelfinger Oberbürgermeister Vöhringer widersprach: Man wolle eine fahrradfreundliche Stadt werden und lege deshalb im nächsten Frühjahr ein Konzept für den Ausbau und die Sanierung der Routen vor." 

Allerdings werden 150.000 Euro Sindelfingen da nicht reichen.

9. Juli 2016

Auto, Auto, Auto, Fahrrad

Worüber reden und schreiben unsere Medien? Übers Auto. In deutschen Tageszeitungen steht es bei Berichten übers Auto und Fahrrad 97:3 Prozent. 

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Initiative clevere Städte. Die hat zu Beginn der Fahrradsaison des vergangenen Jahres zehn Wochen lang die Mobil-Teile großer Tageszeitungen ausgewertet, ausgemessen und ausgezählt. Das bedeutet, dass die Verkehrswirklichkeit von Millionen Menschen nicht vorkommt (die von Fußgängern übrigens auch nicht).

7. Juli 2016

Da hilft kein Pflaster

Asphalt hält auch nicht ewig. Aber Pflaster aus hübschen Steinen verträgt sich gar nicht mit Autoverkehr. Auf der Kreuzung im sogenannten Mischverkehrsbereich der Tübinger Straße beim Gerber kann man auch sehen, woran es liegt. 

Der schwere Geradeausverkehr der Autos schadet nicht, aber dort, wo Autofahrer abbiegen und einbiegen, drehen die Reifen die kleinen Platten gegeneinander und irgendwann auch raus. Hier entstehen Gefahren für Fußgänger und Radfahrer.

5. Juli 2016

Degerloch schottet sich gegen Radler ab

Nach Bauarbeiten wurde nach diesem Schild (Gehweg, Radfahrer absteigen) die Radfreigabe für den Gehweg entlang der Oberen Weinsteige nicht wieder aufgestellt. Damit ist das Radeln auf dem Gehweg nicht mehr erlaubt.

Einer von zwei Zugängen nach Degerloch ist nun gekappt für alle, Neue Weinsteige und die Alte Weinsteige heraufgekommen. Die Alternativroute über die Josefstraße ist unzumutbar steil (siehe Karte unten).

3. Juli 2016

Pop-Up-Radstreifen Herderstraße

Pop-Up-Streifen sind solche Radstreifen oder Sicherheitsstreifen, die plötzlich aufploppen und blitzschnell wieder verschwinden. 

So ein Teil haben wir an der Herderstraße am Westbahnhof. Hier, beim Rat-Rat Ecke Rotenwaldstraße Richtung Vogelsang und Botnang.

Vom Gehweg schlingert der Radler an einer Fußgängerampel genau durch den Raucherplatz vor dem Lokal auf die Fahrbahn. Eine Regel für so eine Fahrt gibt es für den Radler nicht. Er muss halt irgendwie auf die Fahrbahn kommen und dabei entscheiden, ob er er hier bei Fußgängerrot fährt oder bei Fußgängergrün. Schon mal sehr schlecht.