Ich finde ja, der Herbst ist die farbenprächtigste Jahreszeit und deshalb für mich die schönste. Die Augen feiern. Vor allem, wenn wir zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Draußen sein und sich draußen bewegen macht glücklich. Gerade dann, wenn es wegen Kälte oder Regen Überwindung gekostet hat, nicht das Auto zu nehmen, sondern das Fahrrad. Manchmal tun mir die Leute leid, die sich diese Erfahrung im Alltag nicht gönnen. Eine Viertelstunde Kurzurlaub für Sinne und Kopf auf dem Weg zu Arbeit oder nach Hause, auf dem Weg zum Einkaufen oder zu irgendeinem Termin.
Licht tut den Augen gut. Gerade im Winter fehlt uns Licht, weil wir tagsüber in Innenräumen tätig sind, und weil es abends früh dunkel wird. Intensive Farben sehen, Wolken sich auftürmen sehen, das Wasser glitzern sehen hilft uns, unser Augenmerk auf die Welt außerhalb von uns zu richten, weg von eigenen Gedanken und Sorgen.
Bewegung tut dem Herz-Kreislaufsystem gut. Das Hirn ist besser durchblutet. Wir sind insgesamt ausgeglichener. Gerade im Winter freuen sich Körper und Geist, wenn sie aktiv sein können. Das nehmen sie mit in den Tag oder in den Abend und sogar mit in die Nacht. Denn Menschen, die tagsüber Licht und Bewegung genossen haben, schlafen besser.
Radfahrend tut der Umwelt und der Stadt, in der wir leben gut, denn wenn wir Rad fahren, fahren wir schon mal nicht mit dem Auto. Ein Auto weniger, das Krach macht und CO2 und Feinstaub produziert.