Es sind nicht die Radfahrenden, die öfter mal bei Rot fahren, sondern E-Scooter-Fahrende. Auch Fußgänger:innen liegen bei Rotlichtverstößen noch vor den Radfahrenden.
Der ADAC hat vier Stunden lang (von 7 bis 11 Uhr) am Vormittag eines Wochentags im vergangenen Oktober mit KI-unterstützen Kameras alle Fahrzeuge gezählt, die bei Rot über eine Ampel fuhren. Dabei wurden die einfachen Verstöße gezählt, also die Rotlichtfahrt innerhalb der ersten Sekunde, die qualifizierte Verstöße, also Fahrten bei schon länger Rot und die Frühstarts, die ebenfalls zu den qualifizierten Verstößen gehören. Nur bei den Fußgänger:innen zählt bei Rot gehen immer zu den einfachen Verstößen (Bußgeld 5 Euro). Ein Drittel der beobachteten Rotlichtverstöße waren qualifizierte Verstöße.
Von den erfassten 330 E-Scooter-Nutzenden fuhren 14,5 Prozent bei Rot und dabei zu 13 Prozent, wenn die Ampel schon lange auf Rot stand (qualifizierter Verstoß). Von den 16.900 Fußgänger:innen gingen 8,5 Prozent bei Rot. Bei den 9.500 Fahrrädern waren es 7,9 Prozent, auch hier die allermeisten (7,6 %) mit qualifizierten Verstößen. Die Fahrer:innen von 39.500 Kraftfahrzeugen (Autos, Motorräder und Lkw) missachteten des Rotlicht zu 1,6 Prozent, 1.2 Prozent von ihnen fuhren innerhalb der ersten Sekunde bei Rot noch durch (einfacher Verstoß).














