30. Juli 2020

Schwabtunnel im August gesperrt

Der Schwabtunnel zwischen West und Süd wird im August für Sanierungsarbeiten komplett gesperrt. Das betrifft nicht nur den Autoverkehr, sondern auch den Fuß- und Radverkehr. 

Ohnehin mögen die meisten Radfahrenden diesen Tunnel nicht so so gern, weil viele Autofahrende nicht akzeptieren wollen, dass Radfahrende hier fahren dürfen und nicht überholt werden dürfen. Meistens werden die Wege ziwschen den Stadtteilen Süd und West über die Hohenzollernstraße bewältigt. Dennoch wird die Sperrung für etliche Radfahrende einen ärgerlichen Umweg bedeuten.

28. Juli 2020

Der unsichtbare Radfahrer

Dieser biegt links ab und hat offenbar den Radfahrer nicht gesehen, der auf dem Schutzstreifen die Olgastraße hoch kommt. 

Dabei war der schon relativ nah, so nah, dass er eine Notbremsung hinlegen musste und den Zusammenprall nur verhindern konnte, weil er sein Fahrrad gut beherrschte und nach links ausschwenken konnte.

26. Juli 2020

Die Alte Weinsteige bleibt rechtsfreier Autoraum

Die Alte Weinsteige wird regelmäßig und viel von Radfahrenden befahren, auch an einem ruhigen Sonntag. 

Zugleich sind viele Autos unterwegs, rauf  legal, runter illegal.  Die Autofahrer:innen bringen Radfahrende immer wieder in Stress, sogar in Gefahr. Auch an diesem Sonntag im Juli. 

Ich war zu Fuß auf dem Weg nach unten. Dabei wurde ich Zeugin eines äußerst knappen Überholmanövers.

24. Juli 2020

Heute Abend Mahnwache

Wir trauern um einen Radfahrer, der durch einen Unfall zu Tode gekommen ist. 

Am Samstag, den 18.7.  ist ein 67-jähriger Radfahrer in der Klinik verstorben, der am 25.5. gegen halb eins auf dem Geh-/Radweg zwischen Leibfriedschen Gärten und der Nordbahnhofstraße auf Höhe des Brünner Wegs mit einem anderen Radfahrer zusammengestoßen und gestürzt war.

Um ihn trauern seine Freundin und seine Verwandten besonders, aber auch ich bin sehr traurig und aufgewühlt, denn ich habe viele Jahre lang oft mit ihm zusammen in einem Boot gesessen. Er war ein Ruderkamerad, Mitglied im Stuttgart-Cannstatter Ruderclub. Wir kannten ihn als freundlichen und sportlichen Menschen, und wir werden ihn unendlich vermissen.

22. Juli 2020

Parkplätze statt Radstreifen

Blogleserin Heike schüttelt den Kopf. Wochenlang wurde die Zimmermannstraße saniert. Das ist die, die von der Alexanderstraße zum Kreisverkehr Olgaeck runter geht. 

Man konnte den freudigen Eindruck haben, als würde da nun für Bergaufradler:innen der Radstreifen in Gegenrichtung zur Einbahnstraße durchgezogen. Die Straße ist ja schmel und geht um eine Kurve und wird rege als Schleichweg genutzt.

Aber nichts da! Wo haben wir hingedacht? Es wurde nur die verblasste Fahrbahnmalerei erneuert, die Parkplätze auf der linken Seite (bergab gesehen) bleiben bestehen. Heike schreibt:

20. Juli 2020

Städte müssen zeigen, dass sie Falschparken missbilligen

Das Verkehrsministerium hat einen Erlass verfasst, in dem steht, dass die Städte das Abstellen von Autos, Mopeds und Motorrollern auf den Gehwegen stärker ahnden sollen. 

Wenn Fußgänger:innen ein auf dem Gehweg geparktes Auto auf der Fahrbahn umrunden dann ist das Behinderung und muss geahndet werden. Das gilt auch fürs Halten oder Parken auf Radstreifen, wenn Radfahrende ihren Weg verlassen müssen, um drum herum zu kommen.  Auch Private Anzeigen sollen von den Behörden geprüft werden. Wenn ich mir unsere Gehwege so anschaue, dann ist es dringend Zeit für eine Ende der Duldung von Verstößen. Oftmals kommen Fußgänger:innen, vor allem mit Kinderwagen oder an Rollatoren oder in Rollstühlen und Radfahrende schlichtweg nicht mehr durch.


In dem Erlass heißt es:

18. Juli 2020

Jörns Nahtoderfahrung in der Tübinger Straße

Wäre er nicht vom Rad gesprungen und hätte es und sich selbst nicht aus dem Weg geräumt, wäre Blogleser Jörn jetzt mindestens schwer verletzt.

Er hat mir geschrieben, und seine Geschichte ist krass, weil sie sich an einer Stelle in der Tübinger Straße am Marienplatz ereignet hat, wo viele Radfahrende unterwegs sind. Jörn schrieb mir, er habe sich lange gefragt, wie es zu den vielen Toten durch abbiegende Lkw kommt und sich selbst als jungen fitten Radler nicht so als gefährdet angesehen. Er wurde dann am Dienstagmorgen gegen halb acht in der Tübinger Straße darüber belehrt, wie blitzschnell es äußerst knapp werden kann, wenn ein Lkw um eine Kurve fährt.

16. Juli 2020

StVO-Novelle gilt in Baden-Württemberg

Ein Formfehler bei der StVO-Novelle führt dazu, dass Fahrverbote für Raserei nicht rechtssicher verhängt werden können. Aber gilt alles andere? 

Der Baden-Württembergische Verkehrsminister wendet die Novelle an. Beim Führerscheinentzug beim Rasen aber möglicherweise nicht. Bei uns sind damit die Regeln zum Schutz von Radfahrenden gültig. Andere Länder haben die StVO-Novelle ausgesetzt, ob teilweise oder ganz, weiß ich nicht. Über juristische Fragen streiten sich die Juristien. Die Stadt Stuttgart hat schon mal das erste neue Schild installiert, das es Autofahrenden verbietet, Radfahrende zu überholen. Es steht an einer Engstelle in der Olgastraße auf Höhe der Weißenburgstraße. Und was tut der Autofahrer: er überholt den Radfahrer.

14. Juli 2020

Es ist zum k... Ehrlich.

Wer die Johannesstraße hoch radelt, stößt unerwartet an der Schlossstraße auf eine Durchfahrtsperre.

Ich kann mich nicht erinnern, auf der Johannestraße ein Vorwarnung gesehen zu haben. Ich war überrascht, plötzlich erkennen zu müssen, dass ich nicht mehr geradeaus über die Schlosstraße fahren darf. Nach rechts abbiegen bedeutet 1 km Umweg. Was macht der Radler und die Radlerin hier also? Beide fahren bei Grün geradeaus, Lücken gibt es ja. Die einen fahren dann über den Gehweg weiter, die anderen auf der Fahrbahn. Da kommt zwar Verkehr entgegen, aber es ist Platz genug.

Gelinde gesagt, kurios ist aber die Beschilderung, wenn man von der anderen Seite kommt und Richtung Süden radelt.

12. Juli 2020

Die Allianz Mobilitäswende Baden-Württemberg startet

Es geht los mit etwas, was richtig Wums bekommen könnte. 

Und zwar am Mittwoch, den 15. Juli, um 13 Uhr beim Denkmal im Hospitalviertel.

Die Gründer:innen der Allianz Mobilitätswende Baden-Württemberg stellen sich und ihr Projekt der Öffentlichkeit vor. Diese Allianz ist  jetzt schon groß, denn es gehören nicht nur Naturschutzverbände und Gewerkschaften dazu, sondern auch die Kirchen und viele Einzelorganisationen im Bereich Car-Sharing, Radfahren, Öffentlicher Nahverkehr. Dennoch ist sie noch keineswegs fertig, sie nimmt gerne weitere Organisationen und Menschen auf, die mitarbeiten wollen daran, dass wir mithilfe einer Änderung unseres Mobilitätsverhaltens die Klimaziele erreichen.

10. Juli 2020

Zeitgewinn ist kein Gewinn

"Fahrbahnen sind nichts anderes als Prothesen zur Kompensation unserer Unfähigkeit, bei hohen Geschwindigkeiten rechtzeitig Informationen wahrzunehmen und zu verarbeiten." Das sagt Hermann Knoflacher in seinem Buch "Virus Auto" (2013).

Und das Auto ist natürlich auch eine Prothese: eine, um ganz schnell einen Weg zurücklegen zu können. Mit diesen beiden Prothesen, so die Grundthese, haben wir unsere Städte zerstört, unsere Landschaften, unsere Luft, unsere Sozialstrukturen im Viertel oder Dorf und unsere eigene Gesundheit.

Fahrräder sind im Grunde auch Prothesen für ein schnelleres Vorankommen.

8. Juli 2020

Weg mit dem Radweg - Baustelle Augsburger Straße

Wieder mal nicht an Radfahrende gechacht. Aus dem Radweg wird unversehens ein Gehweg. 

Radler müssen auf die Fahrbahn in der Augsburger Straße in Cannstatt. Und an der Halstestelle Schlotterbechstraße sieht die Kreuzung mit der Stubaierstraße so aus (Foto unten).

Darauf hat mich Blogleser Alexander aufmerksam gemacht, der mir auch die beiden Fotos geschicht hat. Wozu ist der Gehweg denn mal als Radweg ausgewiesen worden?

6. Juli 2020

Radfahrer stürzt über Eckengeländer

Blogleser Hermann hat im Schlossgarten einen Fahrradunfall beobachtet und mir geschrieben. Er geschah an der 90-Grad-Kurve zur Platanenallee.


Am Montag, den 29. Juni gegen 18:15 Uhr fuhr, seiner Beobchtung zufolge, ein Radler, der aus der Platanenalle kam, in angepasstem Tempo um die Ecke. Er kam dabei auf dem gemischten Pflaster ins Rutschen, steuerte nach links gegen und prallte deshalb gegen die niedrige Eisenbarriere. Er flog kopfüber vom Fahrrad und wurde, dem Augenzeugen zufolge, mit einer stark blutenden Kopfwunde und einem Verdacht auf Schlüsselbeinbruch ins Krankenhaus gebracht.

Dies ist ganz offensichtlich eine gefährliche Radfinfrastruktur, die kleine Fehler nicht verzeiht.

4. Juli 2020

Kölner Polizei bittet Radler um Mithilfe

Die Kölner Polizei will sich besonders der Einhaltung des Überholabstands zu Radfahrenden widmen. 

Die Aktion begann einem Tag nach dem Tag der Vekehrssicherheit (20.Juni) pressewirksam. Interessant aber ist, dass die Kölner Polizei Radfahrende bittet, mitzuteilen, wann oder wo es beinahe zu Verkehrsunfällen gekommen wäre, vor allem im Zusammenhang mit knappen Überholabständen oder - wie ich jetzt mal ergänze - einer Drängelei, weil der Autofahrende nicht vorbeikam. Dafür hat die Kölner Polizei ein E-Mail-Postfach eingerichtet. Die Einsendungen sollen über den Sommer ausgewertet werden, mit eigenen Erkenntnissen abgeglichen werden. Dann soll überlegt werden, was man tun kann, um die Sicherheit der Radfahrenden zu verbessern.

2. Juli 2020

Wie sinnvoll sind temporäre Radstreifen?

Das hat sich rbb24 gefragt und eine Schnellstudie in Auftrag gegeben. 

Im Video erfahren wir, dass dabei festgestellt wurde, dass die Vorteile, die die Menschen wahrnehmen, vor allem mehr Platz für die Radfahrenden, das Sicherheitsgefühl erhöhen. Als Nachteile werden wahrgenommen, dass es eventuell dann mehr Autostau gibt. Klar ist, dass diese neuen breiten Radstreifen den Konflikt zwischen einerseits dem Platz-Anspruch des Autoverkehrs und dem Platz- und Sicherheitsanspruch der Radfahrenden sichtbar machen.